<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>Fangt uns doch &#187; Teufel</title>
	<atom:link href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/category/personen/teufel/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com</link>
	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
	<lastBuildDate>Sat, 12 Dec 2009 12:04:27 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<cloud domain='fangtunsdoch.wordpress.com' port='80' path='/?rsscloud=notify' registerProcedure='' protocol='http-post' />
<image>
		<url>http://www.gravatar.com/blavatar/5004a77ec62c2e964c4ca5a74fbdc5fa?s=96&#038;d=http://s.wordpress.com/i/buttonw-com.png</url>
		<title>Fangt uns doch &#187; Teufel</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com</link>
	</image>
	<atom:link rel="search" type="application/opensearchdescription+xml" href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/osd.xml" title="Fangt uns doch" />
		<item>
		<title>Logik der Träume</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/09/08/logik-der-traume/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/09/08/logik-der-traume/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 19:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/?p=549</guid>
		<description><![CDATA[Wer denkt logisch im Traum? Und doch ist diese Logik Inspirationsquelle, für Israels Sohn Josef im fernen Ägypten, für den blinden Homer. Ein paar bemerkenswerte Traumbeobachtungen stehen bei Sten Nadolny „Das Erzählen und die guten Absichten“ (Münchner Poetik-Vorlesungen von 1990). Eine davon, wie er sie anhand eines Beispieltraumes erzählt:
„Ich träumte kürzlich etwas Merkwürdiges. Rast machend [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=549&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.ondamaris.de/wp-content/uploads/2007/10/barlachengel02.jpg" alt="" width="287" height="381" />Wer denkt logisch im Traum? Und doch ist diese Logik Inspirationsquelle, für Israels Sohn Josef im fernen Ägypten, für den blinden Homer. Ein paar bemerkenswerte Traumbeobachtungen stehen bei Sten Nadolny „Das Erzählen und die guten Absichten“ (Münchner Poetik-Vorlesungen von 1990). Eine davon, wie er sie anhand eines Beispieltraumes erzählt:</p>
<p style="padding-left:30px;">„Ich träumte kürzlich etwas Merkwürdiges. Rast machend auf einer Bergwanderung saß ich am Wege und nahm einen Imbiß zu mir. Da kam Hitler, einen schweren Wagen schiebend, vorbei, hielt bei mir an und sagt: &#8216;Mich hungert, gib mir zu essen.&#8217; <span id="more-549"></span><img class="alignleft" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/74/BETTLER1.jpg/175px-BETTLER1.jpg" alt="" width="175" height="597" />Ich teilte meine Wegzehrung mit ihm. Nachdem er sich gesättigt , stand er auf und sprach: &#8216; Da ich nun mit dir gegessen habe, mußt du mir helfen, den Wagen hinaufzuschieben.&#8217; Ich konnte nicht anders, ich stemmte mich gegen den Wagen, und so stiegen wir langsam bergan, schoben die schwere Last vor uns her. Nach langer Arbeit erreichten wir den Gipfel. Oben aber öffnete sich unversehens ein steiler Abgrund. Es gelang nicht, den plötzlich wie aus sich selber herausrollenden Wagen zu halten, wir stürzten mit der Last in die grundlose, eisige Tiefe.“<br />
So träumte Ernst Barlach im Jahr 1938. Natürlich brauchen wir etwas Vertrauen, um den Sturz in den Abgrund nicht seinem wachen Bewußtsein zuzuschreiben – gerade weil er so gar nicht abwegig ist. Was mir aber sofort als unverkennbar traumhaft einleuchtet, ist der absurde und darum unausweichliche Befehl. Er erinnert an gewisse geheimnisvoll zwingende Argumentationen im Märchen: „Da ich nun mit dir gegessen habe, musst du mir helfen, den Wagen heraufzuschieben.“ Und der Träumende kann nicht anders, er gehorcht. (33-34)</p>
<p><a href="http://wege-zu-barlach.de/">Barlach</a> (+1870) starb noch im Jahr 1938. Sophie Scholl hat ja kurz vor ihren Tod auch <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/05/10/traumerische-bedeutung-von-taufe/">von einem Sturz in den Abgrund geträumt</a>, wobei es natürlich hier bitter böse ist, dass der Künstler erst Hitler gespeist und dann noch seinen Wagen mit hochgeschoben hat.  Nach dem Wiki-Artikel zu Barlach hat er dem System 1934 ein Huldigungsschreiben unterzeichnet, aber als entarteter Künstler recht zu leiden. Andererseits, Barlachs freundliche (evangeliumsgetreue) Gesten haben immerhin zur Folge, dass Hitler schon 1938 zu Tod kommt &#8211; wenn es nur so gewesen wäre. Vielleicht bedeutet der Traum, dass er auf dem Weg der Versöhnung ist, selbst mit dem, der ihn aus der Gesellschaft herauswarf, <a href="http://wege-zu-barlach.de/index.php?id=24">erdrosselte</a>, seine Werke zerstören ließ.</p>
<p>Barlach war übrigens auch Dramatiker (siehe obiger Link)</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/549/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/549/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/549/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/549/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/549/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/549/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/549/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/549/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/549/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/549/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=549&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/09/08/logik-der-traume/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.ondamaris.de/wp-content/uploads/2007/10/barlachengel02.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/74/BETTLER1.jpg/175px-BETTLER1.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Gut und böse bei Furtmeier</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/05/02/gut-und-bose-bei-furtmeier/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/05/02/gut-und-bose-bei-furtmeier/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 May 2008 15:44:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/?p=300</guid>
		<description><![CDATA[ Der von den Nazis suspendierte Justizbeamte Joseph Furtmeier, dem seine Freunde umgebracht wurden und der selber drei Wochen in Gefangenschaft war, schreibt einige Zeit nach seiner Freilassung am 20. August 1943 einen beachtenswerten Text. Ein recht eigenständiges und doch tiefgründiges Bild von Gott und Welt. Man bedenke freilich, dass dieser Text aus einem privaten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=300&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.pa.msu.edu/courses/2006summer/ISP213H/art/ModernImages/abstractionists/ROTHKO01.JPG" alt="" width="319" height="393" align="right" /> Der von den Nazis suspendierte Justizbeamte Joseph Furtmeier, dem seine Freunde umgebracht wurden und der selber drei Wochen in Gefangenschaft war, schreibt einige Zeit nach seiner Freilassung am 20. August 1943 einen beachtenswerten Text. Ein recht eigenständiges und doch tiefgründiges Bild von Gott und Welt. Man bedenke freilich, dass dieser Text aus einem privaten Brief in die Schweiz nie für die Öffentlichkeit bestimmt war.</p>
<p style="margin-bottom:0;padding-left:30px;">Für Gerda, die sich für Philosophie interessiert, füge ich einige Leitsätze bei, die die Tragik zum Ausdruck bringen, in der der Christ die Welt erlebt</p>
<p style="margin-bottom:0;padding-left:30px;">1) Es gibt keine Selbstgestaltung der Gesellschaft aus ihren eigenen Kräften heraus. Es gib keinen Fortschritt, alle Kultur ist Tradition.</p>
<p style="margin-bottom:0;padding-left:30px;">2) In der Welt ist das Böse stärker als das Gute.<span id="more-300"></span></p>
<p style="margin-bottom:0;padding-left:30px;">3) Um das Gute wirklich zu machen, musste Gott das Böse schaffen. Vorher war das Gute nur Idee.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;">4) Erst innerhalb des Bösen werden wir des Guten bewusst.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;">5) Erst innerhalb der Wirklichkeit des Bösen erwachen wir zu personalem Leben.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;">6) Ohne Gott tötete der Anblick der Welt.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;">7) Das christliche Bewusstsein ist das unglückliche Bewusstsein.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;">8 ) Die Menschen sterben an ihren Göttern! Wir aber leben durch den allmächtigen Gott!</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Obwohl ich fasziniert bin, mein vollkommener Widerspruch.</p>
<p><img src="http://www.pa.msu.edu/courses/2006summer/ISP213H/art/ModernImages/abstractionists/ROTHKO02.JPG" alt="" width="319" height="393" align="right" /></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">0) Die Welt ist keine Tragödie, sondern eine Komödie</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">1) Es gibt keine Selbstgestaltung der Gesellschaft aus ihren eigenen Kräften heraus. Es gib keinen Fortschritt, alle Kultur ist Tradition.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">1) Natürlich gibt es eine Selbstgestaltung der Gesellschaft: zivilgesellschaftliches Engagement, kirchliches Engagement, wissenschaftliche Entdeckungen, &#8230;</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Natürlich gibt es technische Fortschritte, die das Leben leichter machen und neue Kultur, neue Kunstwerke unserer Zeit.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">2) In der Welt ist das Böse stärker als das Gute.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">2) Was in der Welt stärker ist, ist eine Frage des Blicks. Kuck doch anders hin, denk doch um. Schau auf Schöpfung, Erlösung und die besonderen Gaben jedes einzelnen Menschen, der Kulturen, der Wissenschaft, des Staates usw., wie viel seine Majestät, Gott, da gibt, und wie viel er geben möchte, und dass er ganz heiß darauf ist, noch mehr zu geben (vgl. Ignatius von Loyola, Medition zur Erlangung der Liebe)</p>
<p style="margin-bottom:0;padding-left:30px;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">3) Um das Gute </span></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="text-decoration:underline;">wirklich</span></span></span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="text-decoration:none;"> zu machen, musste Gott das Böse schaffen. Vorher war das Gute nur Idee.</span></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">3) Weil wir evtl. in manchen Fällen das Gute ohne das Böse nicht denken können, muss es doch nicht so sein. Der Künstler entscheidet doch nicht zwischen gut und schlecht, sondern zwischen guten Möglichkeiten!</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<p><img src="http://www.pa.msu.edu/courses/2006summer/ISP213H/art/ModernImages/abstractionists/ROTHKO03.JPG" alt="" width="319" height="393" align="right" /></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">4) Erst innerhalb des Bösen werden wir des Guten bewusst.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">4) Nein, man muss keine schlechten Bilder gesehen haben, um einen guten Geschmack zu entwickeln. Man entwickelt ihn vielleicht am Unterschied zwischen besseren und schlechteren Bildern &#8211; aber es muss dafür kein Böses geben!</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">5) Erst innerhalb der Wirklichkeit des Bösen erwachen wir zu personalem Leben.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">5) Was meint Furtmeier mit Person? Ist Person jemand mit Ecken und Kanten? Dazu braucht es auch nichts Böses. Würde man das behaupten, beschränkte man die Phantasie Gottes doch recht grob. Oder bedeutet Person: ein moralischer Mensch? Dann hat Furtmeier unrecht, weil mit Kant ein moralischer Mensch dadurch ausgezeichnet ist, dass er sich als unter dem Moralgesetz (kategorischen Imperativ, der Goldenen Regel) stehend empfindet, dazu braucht es nicht die Wirklichkeit des Bösen.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">6) Ohne Gott tötete der Anblick der Welt.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">6) Wenn alles von Gott abhängt, dann natürlich auch das Überleben. Vermute aber nicht, dass man ohne ihn deshalb sterben würde, weil man den Rest der Welt sieht. Müßige Spekulation, woran man in jenem Fall tatsächlich stürbe &#8230; Im Ersten Testament heißt es jedenfalls genau andersherum: wer Gott sieht, muss sterben.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<p><img src="http://www.pa.msu.edu/courses/2006summer/ISP213H/art/ModernImages/abstractionists/ROTHKO04.JPG" alt="" width="319" height="393" align="right" /></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">7) Das christliche Bewusstsein ist das unglückliche Bewusstsein.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">7) Oh, Mann, jetzt die These von Kierkegaard und dem irren Mönch aus Ecos &#8222;Namen der Rose&#8220;. Er ist falsch. Das christliche Bewusstsein sagt: das Reich Gottes ist da, es hat schon angefangen. Selig ihr Armen (jetzt schon), weil etwas passieren wird.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;">
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">8 ) Die Menschen sterben an ihren Göttern! Wir aber leben durch den allmächtigen Gott!</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">8 ) Da denkst du, du stirbst an Hunger oder einer Krankheit, nein, du stirbst an Göttern oder Götzen, vielleicht gar Dämonen. Götter wuchern in dir wie ein Krebs, der zum Tod führt: meint Furtmeier seine Tabaksucht und sein Nörgeln? An der These ist was dran, vermute aber, man stirbt auch ohne &#8222;Götter&#8220;. Protestantische Theologie: die Christen leben allein durch die Gnade Gottes. Von mir aus, aber ein bischen missverständlich.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Ankerpunkt beider Thesenreihen: die Allmacht Gottes</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">Ich habe hier Position bezogen, dennoch denke ich: ein Christ kann sehr ernsthaft und mit sicherer Überzeugung auch Furtmeiers Thesen vertrauen. Eine große Vielfalt an Überzeugungen hat die Christen schon immer ausgezeichnet, z.B. dadurch, dass vier recht unterschiedliche Sichtweisen auf das Leben Jesu anerkannt sind. (Mag sein, dass der Gott eines Frére Roger, der essentiell unschuldig ist, nicht allmächtig ist. Dann wäre selbst eine Position die Gottes Allmacht leugnet, in allgemein anerkannter christlicher Tradition verwurzelt.)</p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">Von zwei Seiten kann man auch die Gemälde von Mark Rothko betrachten. Der Künstler selbst sagt zu seinen Bildern:</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;padding-left:30px;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:x-small;">»Die Wiege meiner Gemälde ist Gewalt &amp; Deshalb bin ich immer wieder überrascht zu hören, dass meine Bilder friedlich wirken: Sie sind ein einziges Zerreißen, aus der Gewalt heraus geboren.«</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-decoration:none;">
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/300/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/300/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/300/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=300&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/05/02/gut-und-bose-bei-furtmeier/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.pa.msu.edu/courses/2006summer/ISP213H/art/ModernImages/abstractionists/ROTHKO01.JPG" medium="image" />

		<media:content url="http://www.pa.msu.edu/courses/2006summer/ISP213H/art/ModernImages/abstractionists/ROTHKO02.JPG" medium="image" />

		<media:content url="http://www.pa.msu.edu/courses/2006summer/ISP213H/art/ModernImages/abstractionists/ROTHKO03.JPG" medium="image" />

		<media:content url="http://www.pa.msu.edu/courses/2006summer/ISP213H/art/ModernImages/abstractionists/ROTHKO04.JPG" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Gemeindepower Musical</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/11/30/gemeindepower/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/11/30/gemeindepower/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 14:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/11/30/gemeindepower/</guid>
		<description><![CDATA[Zu Nikolaus Groß gibt es ein Musical, das eine Kirchengemeinde auf die Füße gestellt hat, ursprünglich für 4 Aufführungen mit 160 Plätzen (das kennen wir ja irgendwie), alles selbergemacht; aber jetzt wirds anders: 200 Mitspieler, und jetzt wird es schon seit 1998 immer wieder aufgeführt, im Januar 2008 zum 50. Mal.

So wie bei uns Teufel [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=280&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/tod.jpg" align="right" height="199" width="293" />Zu Nikolaus Groß gibt es ein <a href="http://www.nikolaus-gross-musical.de/">Musical, das eine Kirchengemeinde auf die Füße gestellt hat</a>, ursprünglich für 4 Aufführungen mit 160 Plätzen (das kennen wir ja irgendwie), alles selbergemacht; aber jetzt wirds anders: 200 Mitspieler, und jetzt wird es schon seit 1998 immer wieder aufgeführt, im Januar 2008 zum 50. Mal.</p>
<p><span id="more-280"></span><img src="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/tanz-1.jpg" align="middle" height="392" width="489" /></p>
<p>So wie bei uns Teufel mitspielen, spielen dort Dämonen mit. Es wird aus der Apokalypse gelesen, insbesondere aus ihrem letzten Kapitel als Hoffnungslied. Ich bringe hier nur die schaurigen Fotos: wie man eben Dämonen darstellt, zu Teil noch ein wenig verfremdend vergrößernd.</p>
<p><img src="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/tanz-4.jpg" align="middle" height="283" width="491" /></p>
<p>Die nächste Parallele ist der Titel. Unser Stück heißt im Untertitel &#8222;Theaterstück für die KJT&#8220;, jenes im vollständigen Titel: &#8222;Nikolaus Groß. Ein Musical der Pfarrgemeinde St. Barbara&#8220; (Mülheim an der Ruhr).<br />
<img src="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/barb-1.jpg" align="right" height="151" width="254" />Die Entscheidung des Nikolaus Groß zum Widerstand hat etwas damit zu tun, dass ihm die heilige Barbara, Patronin der Bergleute, im Kohleschacht erscheint. Wie der Jeanne d&#8217;Arc die Margaretha und Katharina erscheinen, typisch katholisch. Die Lebensentscheidung in unserem Stück war &#8222;protestantischer&#8220;, einsamer. (Wäre es menschlich und hilfreich, das eigene Leben als gläubiger Mensch öfter als Begegnung mit (dem) Heiligen zu interpretieren? Todesnäheerfahrungen sind ja auch etwas von der Art, statistischen Untersuchungen sind sie gar nicht so selten, es heißt,  <a href="http://de.spiritualwiki.org/Wiki/Nahtodforschung">knapp 5 % der deutschen Bevölkerung</a> hätten schon welche gehabt und doch redet kaum jemand öffentlich davon. Dazu kommt: man träumt jede Nacht und macht sich so selten eine Geschichte daraus. Von einer anderen Seite her war es bei der Weißen Rose vielleicht eine Begegnung mit dem Heiligen, weil sie das unbedingte Lebensrecht behinderter Kinder und der russischen Bevölkerung sahen, an Gesichtern ablasen und prinzipiell entdeckten, dass es das ihre ist, Christen zu sein.)</p>
<p>Eine Steigerung der Dramatik im Nikolaus Groß Stück: Der furchtlose Blick auf den Tod wird bei Groß (im Verhältnis zu den Münchner Studenten) noch soweit gesteigert, dass er eine Frau mit sieben Kinder zurücklassen muss und dies einkalkuliert.</p>
<p><img src="http://www.wdr.de/online/kultur/nikolaus_gross_musical/img/probe.jpg" align="right" height="204" width="255" />Nochmal das, worauf wir (z.T. bewusst, z.T. weil es gar nicht anders ging) verzichtet haben: Hitleraufnahmen in Ton und Bild, Nazi-Zeit-Ambiente (bis auf die angedeutete Kleidung der Gestapo), realistische Dämonen, ein Orchester (Lieder anhören kann man z.B. <a href="http://www.nikolaus-gross.com/lebenslauf/index.html">hier</a>), Tanz. Dass man damit sehr viel machen kann und wie faszinierend es geworden ist, zeigen die Fotos von Gottfried Jaax und Burkard Kölsch.</p>
<p>Die Texte: klar, schön zu lesen, sprechen verschiedene Emotionen an.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/280/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/280/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/280/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/280/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/280/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=280&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/11/30/gemeindepower/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/tod.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/tanz-1.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/tanz-4.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/barb-1.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://www.wdr.de/online/kultur/nikolaus_gross_musical/img/probe.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Durchgefallen</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/12/durchgefallen/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/12/durchgefallen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Jan 2007 13:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nebenbei]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/12/durchgefallen/</guid>
		<description><![CDATA[Von so etwas wie Durchfallen oder Nachsitzen bleibt auch der Blogschreiber nicht verschont. Er ist aber in guter Gesellschaft

Inge Scholl in der Schule, sie brach nach der 10. Klasse ab
Hans Scholl saß zu Weihnachten 1937 im Gefängnis (in der falschen Jugendbewegung gewesen)
Otl Aicher, als er doch zur Wehrmacht muss (obwohl er dem durch Selbstverstümmelung entgehen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=180&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.umluex.de/arschiv/umluex374/Michael%20Sch/Durchgefallen.jpg" align="right" height="309" width="235" />Von so etwas wie Durchfallen oder Nachsitzen bleibt auch der Blogschreiber nicht verschont. Er ist aber in guter Gesellschaft</p>
<ul>
<li>Inge Scholl in der Schule, sie brach nach der 10. Klasse ab</li>
<li>Hans Scholl saß zu Weihnachten 1937 im Gefängnis (in der falschen Jugendbewegung gewesen)</li>
<li>Otl Aicher, als er doch zur Wehrmacht muss (obwohl er dem durch Selbstverstümmelung entgehen wollte)</li>
<li>Sophie Scholl, trotz Kindergärtnerinnenausbildung muss sie zum Reichsarbeitsdienst</li>
<li>Carl Muth, als ihm die Zeitschrift verboten wird</li>
<li>Sophie Scholl bei Alex Schmorell (soweit ich das wenigstens beurteilen kann)</li>
<li>Robert Scholl, bei der Bürgermeisterwahl mit kleinen Kindern, als er plötzlich ohne Beruf dastand, und dann nach dem Krieg, als er sich in Ulm von den Bürgen hätte bestätigen lassen wollen</li>
<li>Robert und Magdalena, als sie ihre Kinder kurz vor der Vollstreckung des Todesurteils noch mal sehen dürfen. (ähnlich ergeht es Inge, Werner und Elisabeth Scholl)</li>
<li>Werner Scholl, wahrscheinlich beim Desertieren von der Truppe durchgefallen, er kam jedenfalls nicht lebend aus dem Krieg zurück</li>
</ul>
<p>Der Höhepunkt an Versagthaben ist, wenn Jeanne d&#8217;Arc kurz vor ihrer Hinrichtung jemand erscheint, der ihr nachweist, dass alles was sie im Namen Gottes zu tun meinte, nur Einbildung und nichts war. Und dass auch alles andere nichts wert war. In allem diesem Durchfallen, so sagt man doch gerne, steckt irgendwie &#8222;der Teufel&#8220;, oder nicht?</p>
<p><img src="http://ia.ec.imdb.com/media/imdb/01/I/52/11/95m.jpg" align="right" height="140" width="94" />Entdeckte eine <a href="http://www.martin-loewenstein.de/predigtb/b24so00f.html">theologische Filmkritik von Martin Löwenstein</a>, die ich dann weiter unten zitiere. Jeanne d&#8217;Arc erscheint im Film &#8222;Johanna von Orleans&#8220; (Luc Besson, 1999) kurz vor ihrer Verbrennung eine Gestalt (Dustin Hoffmann), die in den Beschreibungen als ihr Gewissen beschrieben wird. Löwenstein nennt sie &#8222;den Religionspädagogen&#8220;, der behauptet, sie habe sich ihre Berufung nur eingebildet u.a.. Löwenstein bedauert, dass diese Erscheinung, so recht sie auch haben mag, nicht als Teufel entlarvt wird:</p>
<blockquote><p>&#8222;Der Teufel in Gestalt des Religionspsychologen, der Versucher als Lichtengel, der mit lauter guten und richtigen Argumenten die Seele an sich zieht, bis vor lauter geschwätziger Weisheit das Zentrum vergessen ist: Gott. Denn natürlich hat &#8222;das Gewissen&#8220; recht, wenn es all die &#8222;Zeichen&#8220;, die Johanna für ihre Berufung gesehen hat, auf &#8222;natürliche&#8220; Ursachen zurückführt. Diabolisch und perfide, wie es dem Gewissen gelingt, wiederum ganz korrekt, daran die Schuldverstrickung der Johanna zu knüpfen. Aber der Schluss, den &#8222;das Gewissen&#8220; daraus zieht, der Trugschluss, dass Gott uns in dieser Gewalt und dieser Schuld allein gelassen hat und die Freiheit des Menschen in der Aufklärung über seine psychischen Tiefenstruktur bestünde, entlarvt dieses &#8222;Gewissen&#8220; für mich als Versucher. &#8222;Weg mit dir, Satan!&#8220; wäre die einzige angemessene Reaktion auf diese Versuchung. Denn die Freiheit besteht darin, mich ganz, mit meiner Schuld, aber ohne an Gottes Gegenwart in meiner Lebensgeschichte zu zweifeln, seinem Willen zu überlassen. Wenn Johanna mit dem Blick auf das Kreuz stirbt, wird genau dieser Faden wieder aufgenommen. Wie schade, dass die Entlarvung des &#8222;Gewissens&#8220; fehlt. Dustin Hoffmann wäre ein guter Versucher gewesen.&#8220;</p></blockquote>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/180/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/180/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/180/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/180/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/180/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/180/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/180/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=180&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/12/durchgefallen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.umluex.de/arschiv/umluex374/Michael%20Sch/Durchgefallen.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://ia.ec.imdb.com/media/imdb/01/I/52/11/95m.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Was ist der Mensch?</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/04/was-ist-der-mensch/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/04/was-ist-der-mensch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Jan 2007 14:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bergpredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Literarische Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenbei]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/04/was-ist-der-mensch/</guid>
		<description><![CDATA[Zum Anfang des neuen Jahres hier etwas über die Geschichte vom Anfang, oder eben von Adam und Eva (oder von Ödipus, siehe erstes Bild):
Warum verwandeln sich die Menschen unter dem grünen Tuch in Adam und Eva, das ist doch eine ganz andere Geschichte? – Ja meint ihr denn, die Bibel erzählt von Adam und Eva, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=176&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Zum Anfang des neuen Jahres hier etwas über die Geschichte vom Anfang, oder eben von Adam und Eva (oder von Ödipus, siehe erstes Bild):</p>
<p><img src="http://www.mlahanas.de/Greeks/Film/images/OedipusKing.jpg" align="left" height="208" width="204" />Warum verwandeln sich die Menschen unter dem grünen Tuch in Adam und Eva, das ist doch eine ganz andere Geschichte? – Ja meint ihr denn, die Bibel erzählt von Adam und Eva, weil die vor 5.000 oder 50.000 Jahren gelebt haben? Das tut sie nicht, sondern die biblische Erzählung ist ein Mythos wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96dipus">Geschichte von Ödipus</a>, der Gilgameschepos und die Geschichten von der Entstehung der Welt in fast allen Kulturen. Ein Mythos ist keine historische Erzählung, sondern eine erfundene Geschichte, die Antwort auf eine Frage gibt, die sich in der Zeit ihrer Leser stellt und die heute beantwortet werden muss. Die Geschichte von Adam und Eva ist eine erzählerische Antwort auf mindestens zwei Fragen: (i) Was ist die Grundsituation des Menschen? Und (2) Was ist das Böse?</p>
<p><span id="more-176"></span>Der Ödipus-Mythos antwortet auf die Frage nach der Grundsituation des Menschen, dass der Mensch von Anfang bis Ende in ein böses Schicksal verstrickt ist, in das er nur noch tiefer hineinkommt, je mehr er versucht, davon loszukommen. Die Grundsituation des Menschen heute entsprechend der biblischen Paradiesgeschichte ist anders: Es ist typisch für den Menschen, hebräisch „adam“ und „adama“, dass der Mensch sich immer wieder zum Bösen verführen lässt. (Manchmal kriegt er erst viel später heraus, dass das, was er in gutem Glauben tat, wirklich böse war.) Ein zweites: Die Menschen „sahen, dass sie nackt waren“. Das meint, dass der Mensch in allen entscheidenden Lebensbelangen „im Hemd dasteht“, dass es aber vielleicht eine Rettung des Menschen gibt. (theologisch heißt das evtl. Erbsünde und Erlösungsbedürftigkeit). Einladung, dass ihr euch die Einzelheiten selber ausmalt.</p>
<p><img src="http://www.ekd.de/bilder/adam_eva_web_lucascranach_-(5)_rdax_190x260.jpg" align="left" height="260" width="190" />Jetzt zur Frage nach dem Ursprung des Bösen? Geht das Böse von Gott, dem Menschen, oder etwas drittem aus? Wenn ich aus der Geschichte mit Adam und Eva eine theoretische Antwort auf diese Frage finden sollte, dann sind eigentlich alle drei Faktoren beteiligt, insbesondere dieses schwer einzuordnende Dritte, von dem der Mythos als von einer klugen Schlange erzählt. Mit der Schlange fängt es an, der Mensch ist nicht der erste. Vielleicht steckt hinter der Schlange doch wieder Gott, schließlich ist sie ein Tier seiner Schöpfung, aber vielleicht sollte man nicht so weit zurückkonstruieren. Jedenfalls fängt es nicht mit dem Menschen an. Dennoch ist der Mensch so ärgerlich schwach: „Ich tue das Böse, das ich nicht will und nicht das Gute, das ich will.“ , so steht es schon bei Paulus.</p>
<p>Dieser ganze Themenkomplex wird in der Szene mit dem grünen Tuch angesprochen. Sophie denkt, „die Menschen sind eine Hautkrankheit der Erde“ oder kürzer, die Menschen sind böse. Was heißt das und warum sind sie böse? Als Antwort erzählt auch das Stück die Geschichte von Adam und Eva. Irgendwie sind die Menschen unschuldige Kinder, aber dann spielt jemand mit ihnen, schleimt sich ein, macht sie aufeinander neidisch, und schon bekommen sie sich in die Haare. Das geht so weit, dass sie sich umbringen, dass ein zweiter Weltkrieg ausbricht. Aber es sind nicht nur die Menschen, es steckt auch ein böser Wille dahinter. Mephisto zieht sich ja sonst im Stück vom operativen Geschäft gern zurück und spielt nur den Befehlshaber. In der Stelle unter dem Tuch wird er selber im Kampf um die Seelen der Menschen tätig. Hier, wo es wirklich um gut und böse geht, muss er selber handeln.</p>
<p>Wenn die Sache mit dem Menschen so steht, gibt es einen Ausweg? Unentwirrbare Schicksalsverwirrung (wie bei Ödipus oder dem Geschehen unter dem grätzegrünen Tuch) oder gibt es eine Wachheit, die um einen Ausweg weiß? Vorschläge im Stück und in den Aufzeichnungen der Sophie Scholl.</p>
<p style="margin-left:36pt;text-indent:-18pt;"><!--[if !supportLists]--><span>-<span>         </span></span><!--[endif]-->die Menschen, „sie alle sind besser und halten nur still“</p>
<p style="margin-left:36pt;text-indent:-18pt;"><!--[if !supportLists]--><span>-<span>         </span></span><!--[endif]-->Jesus von Nazareth, der einzige, „der den geraden Weg zu Gott gegangen ist“ (so auch Sophie im selben Brief am 22.5.1940)</p>
<p style="margin-left:36pt;text-indent:-18pt;"><!--[if !supportLists]--><span>-<span>         </span></span><!--[endif]-->Moses Wachen über dem Kampf der Israeliten (ebenfalls Brief vom 22.5.1940)</p>
<p style="margin-left:36pt;text-indent:-18pt;"><!--[if !supportLists]--><span>-<span>         </span></span><!--[endif]-->Die Sicherheit, dass die Macht bei Gott (und nicht bei Hitler oder anderen) ist (z.B. Tagebucheintrag S.S. vom 9.8.1942)</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/176/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/176/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/176/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/176/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/176/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=176&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/04/was-ist-der-mensch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.mlahanas.de/Greeks/Film/images/OedipusKing.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://www.ekd.de/bilder/adam_eva_web_lucascranach_-(5)_rdax_190x260.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Ich sage selten Vaterland</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/12/16/ich-sage-selten-vaterland/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/12/16/ich-sage-selten-vaterland/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 15:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenbei]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/12/16/ich-sage-selten-vaterland/</guid>
		<description><![CDATA[&#8222;Meister, ich weiß was: Deutschland.&#8220;
&#8222;Tölpel, was hast du gesagt? – Deutschland?&#8220;
In diesen Sätzen (wer unser Stück kennt, weiß den Zusammenhang dort) in diesen kurzen Sätzen steckt der zurückgenommene Patriotismus der Deutschen. Auch ich bin so aufgewachsen. Es ist nett, Fußballfan der Nationalmannschaft zu sein. (Ich war es als Kind und Jugendlicher viel mehr als jetzt, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=174&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote><p>&#8222;Meister, ich weiß was: Deutschland.&#8220;<br />
&#8222;Tölpel, was hast du gesagt? – Deutschland?&#8220;</p></blockquote>
<p><img src="http://www.goyellow.de/insight/branchenbuch/images/maps/map_deutschland.gif" alt="Deutschland heute" align="right" height="262" width="197" />In diesen Sätzen (wer unser Stück kennt, weiß den Zusammenhang dort) in diesen kurzen Sätzen steckt der zurückgenommene Patriotismus der Deutschen. Auch ich bin so aufgewachsen. Es ist nett, Fußballfan der Nationalmannschaft zu sein. (Ich war es als Kind und Jugendlicher viel mehr als jetzt, wo es heißt, es sei mit der Weltmeisterschaft ein großes Nationalgefühl entstanden.) Aber wir Deutschen übertreiben das nicht. Wir rüsten nicht so sehr, dass wir mit Frankreich oder England, Ländern von derselben Größe, konkurrieren könnten. (Das Gerangel um den ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat war mir peinlich, ich bin für einen Sitz der EU.) Eher als mit militärischer Macht zu prahlen lassen wir uns ein bisschen durch die USA beschützen. Bei anderen Nationen wollen wir durch unsere Leistungen überzeugen, nicht weil wir Deutsche sind und Deutsche was Besonderes sind. Wir hatten immer Bundeskanzler mit einem großen Herzen für Europa.<br />
Es gab Zeiten, in denen Patriotismus in Deutschland selbstverständlicher und eindeutiger war. <span id="more-174"></span><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/62/Deutschland_1939.png" alt="Deutschland 1939" align="right" height="228" width="267" />Ich zitiere wieder aus dem Stück. Carl Muth konstatiert bitter die politische Lage im Jahre 1941, als Deutschland noch am Gewinnen ist:</p>
<blockquote><p> Die Diktatur ist total, es gibt nur eine Chance. Dass wir möglichst schnell den Krieg verlieren.</p></blockquote>
<p>Hans Scholl antwortet aus einer selbstverständlichen Vaterlandsliebe:</p>
<blockquote><p>Verlieren? Was sagen Sie? Sind sie kein Patriot?</p></blockquote>
<p>Darauf wieder Muth:</p>
<blockquote><p>Mir liegt an Deutschland, aber mehr an Europa und unserem Christentum.</p></blockquote>
<p>Ich hab mir das als Kind und Jugendlicher überlegt. Bin ich nicht vielmehr Katholik, hab nicht den deutschen Bundeskanzler über mir, sondern den Papst in Rom. Und gehöre mehr zu allen Christen irgendwo in Afrika als zu den Leuten, die hier wohnen und mit denen ich nichts anfangen kann. Hab das überlegt und die Sache offen gelassen.<br />
Aber es hat etwas Faszinierendes, das Deutsche. Es hat mich beeindruckt zu hören, Faust sei das deutsche Drama, und der Protagonist Dr. Faust sei der typische Deutsche. Deshalb gibt es bei uns beim Drame im Drama, als beim BDM Goethes Faust geprobt wird, (sogar zweimal) den folgenden Dialog.</p>
<blockquote>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><span style="font-family:Times;font-variant:small-caps;">Scharlo</span> <span>                 </span>Es geht weiter mit „Kennst du den Faust?“</p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><span style="font-family:Times;font-variant:small-caps;">Der Herr</span> <span>                </span>Kennst Du den Faust?</p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><span style="font-family:Times;font-variant:small-caps;">Mephistopheles</span> <span>    </span>Den Deutschen?</p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><em>Scharlo stöhnt.</em></p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><span style="font-family:Times;font-variant:small-caps;">Der Herr</span> <span>                </span>Er ist mein Knecht.</p>
</blockquote>
<p>Selbstverständlich ist Faust nicht typischerweise Doktor, sondern typischerweise ist der Deutsche. Da muss sich ein Schauspieler fast zwangsläufig versprechen. Von der BDM-Szene an ist Deutschland ein wichtiges Thema im Stück. Aber nicht das deutschnationale, wie es die Nazis betonen. Das kommt überhaupt nicht als Deutschland vor. Sondern eher Deutschland wie eine Person, der es beschieden ist, dass sie der Teufel reitet. In Goethes Worten, dem Mephisto in den Mund gelegt:</p>
<blockquote><p><img src="http://www.laurentianum.waf-online.de/rap2k/lpbesatz.gif" alt="das besetzte Deutschland 1945" align="right" height="232" width="269" />[Den Faust, also den Deutschen]<br />
Den sollt ihr noch verlieren,<br />
Wenn ihr mir die Erlaubnis gebt<br />
ihn meine Straße sacht zu führen!</p></blockquote>
<p>Es folgt die Verengung der Wette. Gott und dem Teufel geht es um den Einzelnen, jedenfalls bei Goethe. Der Deutsche, an dessen Schicksal sich alles entscheidet, das sind die Leute der Weißen Rose. Irgendwie lässt mich der Eindruck nicht los, dass an der Entscheidung weniger das Schicksal eines ganzen Volkes hängt. Und dass diese wenigen in den seltensten Fällen führende Staatsmänner oder Wirtschaftsbosse sind. Nein, es sind ganz wenige. 10 Gerechte, wenn nur 10 Gerechte in Sodom gewesen wären, dann wäre die Stadt nicht zerstört worden, so die biblische Legende von Abraham. Lot, der eine gerechte Sodomit, war zu wenig. Selbst seine Frau, die er eigentlich mit hinaus nehmen darf, schafft es nicht sich zu lösen: sie schaut sich um und wird zur Salzsäule. Wie viel von Deutschland ist in jenen Jahren zur Salzsäule erstarrt.</p>
<blockquote><p>&#8222;&#8230; da werden Deutschlands Männer zugrunde gehen.&#8220;</p>
<p>&#8222;Teuflische Idee [die ich da hatte]. Wir geben ihm die Deutschen Soldaten in den Russischen Winter, ohne jede Ausrüstung, damit wird er zufrieden sein.&#8220;</p></blockquote>
<p>Es ist gut, dass ich beim Wort Deutschland nicht an Bismarck denke, oder gar an Hitler: sondern an Goethe, Kant, den Kreissauer Kreis und die Weiße Rose, inzwischen auch so jemand wie Muth, an den Europäer Leibnitz, dass ich an die deutsche Sprache eines Heinrich von Kleist und der Hilde Domin denke. Selbst Beckenbauer ist kein Kriegsfürst, kein Stürmer, er war Libero. Bei Sophie Scholl heißt es, als sie vom Sieg des Geistes schreibt, dass sie nicht an Max Schmeling (einen damals berühmten Boxer) sondern an Novalis und einen genialen, aber körperlich kranken Wissenschaftler denkt.</p>
<p>In zweiter Linie denk ich bei Deutschland schon auch an das Land, das einmal unter einem 30-jährigen Krieg zu leiden hatte, das eine sehr harte Zeit der Industrialisierung zu überstehen hatte, das einmal die künstlerisch und kulturell interessantesten und modernsten Städte beherbergte, das Land, dessen Soldaten massenweise in Verdun und Stalingrad starben, das eine außergewöhnliche Wiederaufbauleitung nach der Hitlerzeit vollbracht hat, das sich herzlich gefreut hat, als die Mauern fielen, die Europa bis Ende der 80-er Jahre trennten.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=174&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/12/16/ich-sage-selten-vaterland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.goyellow.de/insight/branchenbuch/images/maps/map_deutschland.gif" medium="image">
			<media:title type="html">Deutschland heute</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/62/Deutschland_1939.png" medium="image">
			<media:title type="html">Deutschland 1939</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.laurentianum.waf-online.de/rap2k/lpbesatz.gif" medium="image">
			<media:title type="html">das besetzte Deutschland 1945</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Orientierungshilfe für Deutschland</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/20/orientierungshilfe-fur-deutschland/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/20/orientierungshilfe-fur-deutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2006 19:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Inge Jens]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/20/orientierungshilfe-fur-deutschland/</guid>
		<description><![CDATA[Der beste Text von jemand, der nicht im Umfeld der weißen Rose dabei war und doch über sie schrieb, ist meines Erachtens der Aufsatz von Inge Jens: Über die ‚Weiße Rose’. in Die neue Rundschau  95.I. 1984, Seiten 193-213. Der Aufsatz entstand im Zusammenhang mit der Herausgabe der Briefe und Tagebuchaufzeichnungen von Hans und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=44&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Der beste Text von jemand, der nicht im Umfeld der weißen Rose dabei war und doch über sie schrieb, ist meines Erachtens der Aufsatz von <a href="http://www.literaturhaus.at/autoren/F/fried/gesellschaft/mitglieder/ingejens/">Inge Jens</a>: <span><em>Über die ‚Weiße Rose’</em>. in Die neue Rundschau<span>  </span>95.I. 1984, Seiten 193-213. Der Aufsatz entstand im </span><span>Zusammenhang mit der Herausgabe der Briefe und Tagebuchaufzeichnungen von Hans und Sophie Scholl, den diese Germanistin zu verantworten hatte. Er endet mit folgendem Fazit<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:35.4pt;">Wie immer man […] den Aufstand der „Weißen Rose“ beurteilen mag […] eines scheint gewiss: Der Neubeginn in einem demokratischen Deutschland nach 1945 wäre orientierungsloser gewesen, hätte es nicht diese Gruppe gegeben, <span id="more-44"></span>die vor aller Welt zeigte – und deshalb vom „Nationalkomitee Freies Deutschland“ in der Sowjetunion in gleicher Weise wie von Churchill vor dem englischen Unterhaus oder Thomas Mann in Amerika respektvoll apostrophiert wurde -, dass es auch unter der im Nationalsozialismus herangewachsenen bürgerlichen Jugend ein Potential des Widerstands gab – einen Kraftkern, dessen Wirkung über die Zeiten hinweg trotz der Tragödie des Endes dieser „Weißen Rose“ nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Folgenlos, so viel darf behauptet werden, ist der Münchner Aufstand gewiß nicht geblieben.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:35.4pt;">„Ihr sollt nicht umsonst gestorben sein“, sagte Thomas Mann am 27. Juni 1943 in einer Radio-Ansprache, „Ihr, die Ihr als noch Nacht über Deutschland und Europa lag, wusstet und verkündetet: Es dämmert ein neuer Glaube an Freiheit und Ehre.“</p>
<p>Welche Orientientierung gab die Weiße Rose? Während der Krieg wütete war es, so liest es Inge Jens aus den Flugblättern heraus, eine apokalyptische. Eine Erfahrung, wie sie manche Christen um das Jahr 100 machten: Was jetzt in der Geschichte Schlimmes passiert, ist nicht allein durch menschliches Handeln und Planen zu erklären.</p>
<blockquote><p><span>„Wer […] heute noch an der realen Existenz der dämonischen Mächte zweifelt, hat den metaphysischen Hintergrund dieses Krieges bei weitem nicht begriffen. Hinter dem Konkreten, hinter dem sinnlich Wahrnehmbaren, hinter allen sachlichen, logischen Überlegungen steht das Irrationale, d. i. der Kampf wider den Dämon, wider den Boten des Antichrists.“ (aus dem 4. Flugblatt)</span></p></blockquote>
<p>Ist das auch eine Orientierung auch für die heutige Zeit? Je nach politisch-religiöser Färbung sahen ja in den letzten Jahren manche Leute in Sadam Hussein, andere im US-Präsidenten einen Satan. Israel sieht ihn in der Hisbollah und die Hisbollah in Israel. In all diesen Fällen wäre ich vorsichtig mit apokalyptischen Zuschreibungen. Man sollte apokalyptische Bilder nicht malen, um Angst zu machen.</p>
<p>Die unter Christen verbreiteste apokalyptische Schrift, die geheime Offenbarung des Johannes, endet nicht im Schrecken, sondern in der Vision einer neuen Stadt, die vom Himmel kommt. Auch die Flugblätter und die Schriften der Attentäter vom 16. Juli 1944 enthalten einen positiven Gegenentwurf zum Hitlerreich.  Jens zitiert diese positive Vision zusammen mit den Flugblattschreibern aus den Schriften des (frühvollendeten Romantikers) Novalis</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:35.4pt;">„Nur die Religion kann Europa wieder aufwecken und das Völkerrecht sichern und die Christenheit mit neuer Herrlichkeit sichtbar auf Erden in ihr friedenstiftendes Amt installieren.“</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:35.4pt;">Ein Jahr später, am 9. August 1943, erhebt die Präambel der vom Kreisauer Kreis entworfenen „Grundsätze für die Neugestaltung“ Deutschlands die Verbindlichkeit eben dieser ethisch-religiösen Maxime zur sittlichen Voraussetzung des neuen Staates: „ Die Regierung des Deutschen Reiches sieht im Christentum die Grundlage für die sittliche und religöse Erneuerung unseres Volkes, für die Überwindung von Hass und Lüge, für den Neuaufbau der europäischen Völkergemeinschaft…“</p>
<p><span></span>Das klingt mir manchmal wie das recht müßig scheinende Bemühen, mit dem manche (mehr oder weniger) christlichen Politiker um den Gottesbezug in der europäischen Verfassung bemühen. Ist doch egal, was geschrieben ist, man soll das Sittliche tun und viel von Gott erwarten. Manchmal denke ich aber auch, ein solcher Verfassungsbezug würde die Widerständler zu Orientierungspunkten machten, deren Anliegen war, die Geschenke Gottes weiterzugeben.</p>
<p>Ich denke, solch hehre Ziele zu vertreten klappt nur, wenn man sie in irgendeiner Weise schon erlebt hat, vor allem wenn man sie in einer bestimmten Weise lebt. Der Freundeskreis hat in der damaligen Zeit ein Versprechen gegeben, dasss alles anders sein kann. Das gab es freilich nicht nur in der Weißen Rose. Inge Jens zitiert den <span>Politikwissenschaftler Harry Pross über die Opposition gegen Hitler im Heer</span>:</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:35.4pt;">„Aus [der Freundschaft] wächst die rettende Tat. Das Glück, nicht mehr allein zu sein […] durchbricht die Kruste der Tyrannis. Die Humanität selber erhebt sich aus der Gefangenschaft.“</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:35.4pt;">Freundschaft als Gegenbegriff zu Befehl und Gehorsam; Gespräch als Instrument der Unbotmäßigkeit inmitten einer Welt, die nur das ‚Ja’ oder ‚Nein’ kannte, den Imperativ ‚Du sollst’ und das strikte Verbot ‚Du darfst nicht’.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/44/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/44/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/44/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=44&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/20/orientierungshilfe-fur-deutschland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Tyrannei der Gewöhnlichkeit</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/17/tyrannei-der-gewohnlichkeit/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/17/tyrannei-der-gewohnlichkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2006 15:30:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Hirzel]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/17/tyrannei-der-gewohnlichkeit/</guid>
		<description><![CDATA[Habe ein Zitat entdeckt, unter dem ich früher mal geschrieben habe: So sollen die Teufel auftreten. Susanne  (Suse) Hirzels beschreibt die Stimmung in der Diktatur. Ich zitiere aus ihrem Buch &#8222;Vom Ja zum Nein&#8220; (2000, Seite 101), Hervorhebungen von mir:
Man sprach vom „Radfahrer“, der nach unten tritt und – wenn er ehrgeizig ist – [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=41&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Habe ein Zitat entdeckt, unter dem ich früher mal geschrieben habe: So sollen die Teufel auftreten. <a href="http://www.br-online.de/kultur-szene/thema/scholl-weisse-rose/susanne-zeller-hirzel.xml">Susanne  (Suse) Hirzels</a> beschreibt die Stimmung in der Diktatur. Ich zitiere aus ihrem Buch &#8222;Vom Ja zum Nein&#8220; (2000, Seite 101), Hervorhebungen von mir:</p>
<blockquote><p><span>Man sprach vom „Radfahrer“, der nach unten tritt und – wenn er ehrgeizig ist – nach oben katzbuckelt und sich bei jeder Gelegenheit, etwas durch Denunziation, rühmlich hervortut. Es war ein Parteisystem, das automatisch mit jedem Jahr zunehmend den Schlamm von unten nach oben beförderte und den wahren Charakter mancher Menschen erst zur Entfaltung brachte. So war allmählich der Bettelmann auf aufs Roß gekommen, auch zuweilen der brutale Maulheld. Dazuhin <strong>verrohten</strong> die Menschen durch die tägliche wüste Judenhetze. Es herrschte <strong>die Tyrannei der Gewöhnlichkeit</strong>. Bis zur Kenntlichkeit hatte ein Verrat stattgefunden an dem ursprünglichen Ideal, „Qualität in allen Schichten“ hervorzubringen. So bestimmte weithin eine pöbelhafte Minderheit den Ton im öffentlichen Leben. Dumme, oft ordinäre und arrogante Sprücheklopfer hatten das Sagen in der Partei und bestimmten zusammen mit Journalisten weithin den Ton im öffentlichen Leen. Es war überall dieselbe Einheitssprache, die sich selbst rühmte und auf andere spuckte und sie bedrohte.</span></p></blockquote>
<p>Auch Pfarrerstochter und spätere Cellistin Suse fühlte sich ein bischen elitär. Der Vater ist zwar kein psychisch starker Mann, aber gegen das System. Sie selber ist als eines von ganz wenigen Mädchen auf dem humanistischen Gymnasium. Während der gemeinsamen Zeit auf der Kinderpflegeschule mit Sophie übt sie schon einen großen Teil ihrer Freizeit am Instrument, damit sie einmal Musikerin werden kann.</p>
<p>Tyrannei der Gewöhnlichkeit heute? Mag es geben&#8230; ein Gegenmittel aus obigem Text: seine eigene Sprache entwickeln (auch wenn man nicht von allen immer verstanden wird)? &#8211; wohl nicht im Sinne, dass jeder seine eigene Dichtersprache haben sollte &#8211; sondern, dass jeder wahrhaftig das auszudrücken bemüht, was ist.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/41/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/41/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/41/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=41&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/17/tyrannei-der-gewohnlichkeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Was tragen Teufel am Leibe?</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/04/was-tragen-teufel-am-leibe/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/04/was-tragen-teufel-am-leibe/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2006 20:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/04/was-tragen-teufel-am-leibe/</guid>
		<description><![CDATA[A. Die meisten Teufel in der Literatur der letzten Jahrhunderte sind männlich und in Anzug und Krawatte gekleidet, und doch irgendwie heruntergekommen. So passt es schon auf Mephisto in Goethes Faust (den man freilich auch anders auf die Bühne bringen kann), auf den Teufel des Iwan Karamasoff (in Dostojewski: Die Brüder Karamasoff), und den des [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=23&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>A. Die meisten Teufel in der Literatur der letzten Jahrhunderte sind männlich und in Anzug und Krawatte gekleidet, und doch irgendwie heruntergekommen. So passt es schon auf Mephisto in Goethes Faust (den man freilich auch anders auf die Bühne bringen kann), auf den Teufel des Iwan Karamasoff (in Dostojewski: Die Brüder Karamasoff), und den des Adrian Leverkühn (bei Thomas Mann in „Doktor Faustus“). Für mich sind diese Teufel Managertypen, ähnlich wohl auch denen bei Adalbert von Chamisso (im „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“) und bei Bulgakow („Der Meister und Margaritha“, ein Buch, das ich nicht verstehe). Auch jüngst in den Matrix-Filmen, wenn man Agent Smith als Teufel verstehen will.<br />
Ich weise hier nicht alles nach, aber zitiere zumindest zwei Stellen. Zunächst zitiere ich meinen Lieblingsroman. Der 24-jährige Iwan K. sitzt mit hohem Fieber allein im Zimmer.</p>
<blockquote><p> Dort saß plötzlich jemand! Wie und wann er hereingekommen war, das mag Gott wissen […] Es war irgendein Herr oder besser gesagt, ein bestimmter Typ von russischem Gentleman, nicht mehr jung an Jahren, einer ‚qui frisait la cinquantaine’, wie die Franzosen sagen, dessen dunkles, ziemlich langes, noch dichtes Haar und keilförmig geschnittenes Bärtchen erst wenig grauuntermischt waren. Er trug einen kurzen, augenscheinlich vom besten Schneider gearbeiteten, aber schon ziemlich abgetragenen braunen Rock, ein Kleidungsstück, das ungefähr vor drei Jahren gearbeitet sein mochte und bereits ganz aus der Mode gekommen war, so dass diese Art Röcke von tonangebenden reichen Herren seit etwas zwei Jahren nicht mehr getragen wurden.[…] Mit einem Wort, das äußere hatte den Anschein von Wohlanständigkeit bei äußerst knappem Taschengeld. (Die Brüder Karamasoff, Übertragung E.H. Rahsin, Serie Piper, 1952, S. 1036)</p></blockquote>
<p>Typisch für einen Teufel ist eine hohe Verwandlungsfähigkeit, aber es bleibt gern etwas derb snobistisches. In den ersten beiden Goetheschen Faustszenen im Studierzimmer gilt nach Erich Trunz:</p>
<blockquote><p> Während Mephistopheles [zunächst] als fahrender Schoastikus [Student] aufgetreten ist, erscheint er [in der zweiten Szene im Studierzimmer] in der Kleidung eines Adligen.</p></blockquote>
<p>B. Im Faust sind freilich auch die klassischen Teufelsattribute präsent, wie sie aus mittelalterlichen Theaterspielen und Schriften übernommen wurden, und auch mir zuerst für einen Teufel einfallen: ein Bocksbein, häßlich, Behaarung, ein Schwanz, Hörner, die Farben schwarz und rot. Solche Teufel treten in den Vorläufern von Goethes Faust auf, die Mythenforscher kennen auch einen griechischen Gott mit einem Bocksbein, den Pan. Im Jedermann (im Mittelalter und bei Hofmannsthal) tritt so ein Teufel auf, so kann man sich im Fasching als Teufel verkleiden.<br />
Wenn man diese Verkleidung kennt, versteht man die Managerteufel leicht so, dass die gewalttätig und sexuell aggressiv zerstörerischen Attribute in den obigen literarischen Texten von außen nach innen gewandelt sind. – Bleiben sie bei Dostojewski nicht auch noch außen – nur in anderer Form? Was bei Dostojewski freilich wegfällt, ist das verspielte und manchmal sogar schon kuschelige Äußere: dass man von Teufelchen reden kann, wenn man sich Hörnchen aufsetzt. Dass man im Fasching sich als Teufel verkleiden kann, ohne böse zu sein.<br />
C. Eine dritte Variante versucht noch viel radikaler als die Literaten das Äußerliche, das leicht ins Verspielte tendiert, wegzulassen: In Musicals ist es üblich, Teufel als schwarze Gestalten auftreten zu lassen, manchmal als Fledermaus- oder Vampirvarianten, manchmal  als Punks oder Rocker. (Kann mir jemand Stücke oder Inszenierungen schrieben, in denen das so ist?)</p>
<p>Was für Teufel haben wir in unserem Stück? Managertypen – Typen wie den griechischen Gott Pan – oder dunkle Gestalten? Für die erste Interpretation spricht die Organisation der Teufel mit IT-Chef und Oberkommissar, für die dritte die schwarzen Pläne des Mephisto, offensichtlich in der Szene, in der er selber in Sophies Traum eingreift und den totalen Krieg entfacht. Für die zweite Interpretation, dass es sich bei den unseren um sehr menschliche und etwas verspielte Teufel handelt, spricht meines Erachtens am meisten. Das heißt aber nicht, dass wir sie mit den klassischen Attributen ausstatten wollen, das wäre (bei unserer Stückkonzeption wohl Kitsch).<br />
Die zugrunde liegenden Erzählungen für unsere Teufel sind meines Erachtens die die dummen Teufel in den Märchen. Sie werden durch Bauernschläue überwunden. (Zum Beispiel im <a href="http://gutenberg.spiegel.de/grimm/maerchen/bauer_te.htm">Brüder Grimm Märchen: Der Bauer und der Teufel</a>).<br />
Märchen werden nun zwar oft illustriert, und zwar in Kostümierungen vom Typ B – aber ich denke, das ist eine Zusatzinterpretation, die durch den Text nicht gerechtfertigt ist. Ähnlich doof, wie wenn man statt dem „Kupper, knupper, kneischen, wer knuppert an meinem Häuschen“ der Brüder Grimm „Knusper, Knusper, Knäuschen“ sagt. – Ich denke, wie man sich einen Teufel im Märchen vorstellt, da ist man ziemlich frei… Nur leider weiß ich jetzt immer noch nicht, was die Teufel in unserem Stück tragen sollen.</p>
<p><span style="font-size:9pt;"></span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/23/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/23/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/23/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=23&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/04/was-tragen-teufel-am-leibe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Warum kommen Teufel im Stück vor?</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/04/warum-kommen-teufel-im-stuck-vor/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/04/warum-kommen-teufel-im-stuck-vor/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2006 13:05:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/04/warum-kommen-teufel-im-stuck-vor/</guid>
		<description><![CDATA[Charly (die jetzt leider nicht mehr mitspielen kann) schrieb mir im Frühjahr, als sie das Stück zum erstenmal gelesen hatte eine e-mail und fragte, was das mit den vielen Teufels solle. Meine Antwort wurde eine Art Zusammenfassung des Stücks (wenn auch nur aus einer Perspektive):
Die Teufel haben eine Entdeckung gemacht. Sie meinen, dass sie einen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=20&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Charly (die jetzt leider nicht mehr mitspielen kann) schrieb mir im Frühjahr, als sie das Stück zum erstenmal gelesen hatte eine e-mail und fragte, was das mit den vielen Teufels solle. Meine Antwort wurde eine Art Zusammenfassung des Stücks (wenn auch nur aus einer Perspektive):</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die Teufel haben eine Entdeckung gemacht. Sie meinen, dass sie einen Plan Gottes herausbekommen haben und dann vielleicht etwas Gutes verhindern können.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Eigentlich redet Gott nicht mit ihnen, aber es gibt besondere Situationen, in denen sie vielleicht seine Pläne erfahren: Wenn jemand ein Theaterstück schreibt oder es aufführt, in denen ein Schauspieler-Teufel mit einem Schauspieler-Gott redet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die Teufel meinen nun, dass die Rose, die der Schauspieler von DER HERR in der Hand hat, darauf hindeutet, dass auf der Welt, die eigentlich ihr teuflisches Reich ist, irgendetwas aufblühen soll wie diese Rose. Sie wollen herauskriegen, was das ist und es dann verhindern.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Ihre Vermutung scheint richtig zu sein, weil sie einen Engel finden, von dem sie weiterführende Informationen rauspressen können.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Dann haben sie einen dreistufigen Plan um das &#8222;Aufblühen&#8220; der weißen Rose zu verhindern (und das heißt zu verhindern, dass aus Hans und Sophie Scholl herausragende Menschen werden)</span></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">- sie einschüchtern dadurch, dass sie die Gestapo kurzzeitig gefangen nimmt</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">- sie einschüchtern durch den Krieg und böse Träume dazu</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">-<span>  </span>sie einschüchtern dadurch, dass sie sie in ihr eigenes Inneres führen und mit dem Tod konfrontieren</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die ersten beiden Strategien klappen nicht, die letzte hat eine paradoxe Wirkung: Hans und Sophie erleben sowohl richtige Verzweiflung als auch, dass es neben oder hinter dem Tod ein großes Fest gibt. Bei diesem Fest sind die Teufel nur Zuschauer und hängen wie Bettler herum.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Schlussszenen:</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die sonst recht schüchterne Sophie kann nach dem Fest ohne Angst auftreten und sieht die Welt wie sie wirklich ist: z.B. Soldaten, die sich wie Schweine verhalten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Andererseits bekommen die Teufel in der Gestalt von Stadtstreichern heraus, was die weiße Rose wirklich sein wird, nämlich ein Flugblattschreiben gegen Hitler. Jetzt wissen sie, dass es ein leichtes ist, die Gruppe dem Henker auszuliefern. Dennoch werden sie vom fröhlichsten Weiße Rose Mitglied Alexander Schmorell angeschmiert.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Irgendwie darf man die Teufel nicht so ernst nehmen, sie blödeln ja nur rum. Aber hinter dem Blödeln verbirgt sich eine Strategie: sie wollen alles durcheinander bringen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die eigentliche Dynamik des Stückes bekommen sie nicht mit: dass da jemand soweit kommt, für die Menschen, die unter Hitler leiden müssen, sein Leben einzusetzen. So enden viele Bauer-Teufel Geschichten. Eigentlich ist der Teufel immer der Dumme.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die Teufel sind aber auch ein Kontrast. Sie stehen für das Gewöhnliche, die Masse, von der sich die Scholls gerade absetzen wollen.</span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/20/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/20/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/20/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/20/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/20/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=20&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/04/warum-kommen-teufel-im-stuck-vor/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/d3fdab92e23499caadf1726d4c061f53?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">fangtunsdoch</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>