Der Philosoph
22. April 2008
Josef Furtmeier (1887-1969) war guter Freund des Hans Scholl, der Sophie Scholl, des Christl Probst, von Proffessor Huber, vermittelt wohl über Carl Muth oder die klassischen Konzerte. Glaube nicht, dass er im aktiven Widerstand dabei war – sicher hat er geistig gut dagegengehalten, nicht umsonst hatte er im Freundeskreis den Spitznamen „der Philosoph“ (die besten Rezensionen: DLF und Jakob Knab)
Ein erster Zugang, werde wohl noch mehr dazu schreiben: Furtmeier ist vom Typ her ein Grantler. Die Menschen sind geistlos, ein Viertel der Deutschen, so schreibt er 1946, seien unbekehrbare Nazis. Am besten, ich lebe zusammen mit vielen Hunden und Katzen auf dem Land. Da ist so vieles ähnlich den Scholls, und doch sind die Auswirkungen anders. Warum ist er so selten begeistert? Von ganz einfachen Dingen begeistert, etwa von seinen Hunden und Katzen? Read the rest of this entry »
Bildung für Eine Welt und Umerziehungslager
26. Februar 2007
Zur Eröffnung der Miseror Fastenaktion der Diözese Augsburg in der Pfarrgemeinde Thannhausen lade ich herzlich ein. Mit dieser Einladung bin ich nicht allein, es scheint, dass sogar die Wise Guys eine Videobotschaft präsentieren wollen. Hauptevent ist der Gottesdienst am nächsten Sonntag 10:15 Uhr und das anschließende bunte Programm mit Fastenessen. Interessant sind vor allem die Gäste aus China, Peru und Brasilien. Fastenmotto: Entdecke, was zählt!
Robert Scholl erzählte seinen Kindern, dass die Leute, die in Dachau gesessen waren, versprechen mussten, nicht zu erzählen, was dort passiert. Ich weiß nicht, wieviele Künstler so etwas mitmachen mussten und lebend davon kamen. Am Sonntag zu Gast in Thannhausen ist jedenfalls ein Künstler, der aus einem chinesischen Umerziehungslager wieder herausgekommen ist. (14 Uhr Vorstellung im Pfarrsaal, 14:30 Workshop mit dem Künstler) Obwohl selbst nicht Christ, durfte Li Jinyuan das heurige Hungertuch von Misereor malen. Read the rest of this entry »
Feiges Denken „macht dich nicht frei“
12. Oktober 2006
„Allen“ war eines der letzten Wörter, das Hans Scholl schrieb. Er kritzelte es auf irgendein Papier, das Sophie zugeschmuggelt wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie damit auf ein Goethe Gedicht ohne Titel hinweist, das die folgenden zwei Zeilen enthält: „Allen Gewalten/ zum Trutz sich erhalten“, die wir im Stück auch singen. Das vollständige Gedicht lautet so:
Read the rest of this entry »