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	<title>Fangt uns doch &#187; Otl Aicher</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Fangt uns doch &#187; Otl Aicher</title>
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		<title>Kriegslogik</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 15:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Es naht der 70. Jahrestag des Begins des zweiten Weltkrieges. Las bei Andrea Böhm einen Artikel über &#8222;Die unaussprechliche Tat: Vergewaltigung von Männern&#8220;, zum Bosnien-Krieg und zum Ostkongo:
Vergewaltigung ist das einzige Verbrechen, bei dem die Scham der Tat am Opfer, nicht am Täter hängen bleibt. Gerade deshalb funktioniert sexuelle Gewalt so gut als Waffe im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=544&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.chroniknet.de/assets/77768_2.jpg" alt="" width="233" height="169" />Es naht der 70. Jahrestag des Begins des zweiten Weltkrieges. Las bei <a href="http://blog.zeit.de/kongo/?p=280">Andrea Böhm</a> einen Artikel über &#8222;Die unaussprechliche Tat: Vergewaltigung von Männern&#8220;, zum Bosnien-Krieg und zum Ostkongo:</p>
<p style="padding-left:30px;">Vergewaltigung ist das einzige Verbrechen, bei dem die Scham der Tat am Opfer, nicht am Täter hängen bleibt. Gerade deshalb funktioniert sexuelle Gewalt so gut als Waffe im Krieg. <span id="more-544"></span>Frauen werden nach einer Vergewaltigung oftmals von ihren Männern verstoßen, womit nicht nur das Leben des Opfers, sondern das einer ganzen Familie, eines ganzen Dorfes zerstört werden kann. Mit dem sozialen Tod des Frau verschwindet immer auch eine Mutter, eine Bäuerin &#8211; und damit auch die Versorgerin einer ganzen Gruppe.</p>
<p style="padding-left:30px;">Auch Ziwa weiss, dass ihn seine Familie und Nachbarn nun ächten. In ihren Augen ist er zum “Buschweib” geworden. Bei der Vergewaltigung von Frauen besteht die soziale Erniedrigung darin, sie &#8211; und damit die Ehre der Gemeinschaft &#8211; zu “beschmutzen” und zu “schänden”. Bei vergewaltigten Männern besteht sie darin, dass sie zu Frauen “degradiert” werden.</p>
<p>Die ganz andere Logik des Krieges. Habe Otl Aichers Erinnerungen von seiner Umerziehung beim Barras im Kopf. Und kann mir vorstellen, wie anders bei Kriegsbeginn die Assoziationen waren: derer, die sich noch vom ersten Weltkrieg verraten fühlten, und die vielleicht die Kriegszeit verklärten &#8211; andererseits derer, die wußten, dass beim Krieg immer die einfachen Leute die Dummen sind, und wie hochmütig das deutsche Auftreten auf der Weltbühne vorher war, ganz zu schweigen von der Menschenverachtung des Systems.</p>
<p>Und wie dann die Rollen schnell wechseln konnten, wenn ein Abiturient, den das ganze vielleicht zunächst abstößt, schnell befördert wird &#8211; und wenn jemand, der voll im Nazi-Strom mitschwimmt, plötzlich gewisse Bereiche ausblenden muss. Aber man war wie im Rausch, schreiben heute viele (Erinnerungen an den Kriegsbeginn <a href="http://www.seniorenbuero-hamburg.de/zeitzeukribeg.htm">hier</a>)</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/544/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/544/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/544/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/544/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/544/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/544/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/544/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/544/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/544/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/544/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=544&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Menschen als Schweine</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 20:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Otl Aicher]]></category>
		<category><![CDATA[Rückmeldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[
Otl Aichers Erfahrung bei der Wehrmacht. Mit einem kleinen Kommentar ärgert er einen Vorgesetzten &#8211; er muss nicht lange warten, bis er alleine strafexerzieren muss, eine Quälerei und sicherlich war er danach dreckig &#8222;wie die Sau&#8220;. Noch schlimmer für den jungen Intellektuellen: Sprache und Welt der Kammeraden beim Kommis, &#8222;schweinisch&#8220; sagt man. Noch einmal schlimmer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=389&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright size-full wp-image-89" title="schuetzengraben-2-k.jpg" src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/schuetzengraben-2-k.jpg?w=339&#038;h=254" alt="schuetzengraben-2-k.jpg" width="339" height="254" /></p>
<p>Otl Aichers Erfahrung bei der Wehrmacht. Mit einem kleinen Kommentar ärgert er einen Vorgesetzten &#8211; er muss nicht lange warten, bis er alleine strafexerzieren muss, eine Quälerei und sicherlich war er danach dreckig &#8222;wie die Sau&#8220;. Noch schlimmer für den jungen Intellektuellen: Sprache und Welt der Kammeraden beim Kommis, &#8222;schweinisch&#8220; sagt man. <span id="more-389"></span>Noch einmal schlimmer ist es für Leutnand Fritz Hartnagel, als er hört, wie sich andere hohe Offiziere mit der Vernichtung der Juden brüsten. Das ist schlimmer, wie Tiere miteinander umgehen. Es zieht den Menschen herunter aufs tierische Niveau und vielleicht noch tiefer. (<img class="alignright size-full wp-image-71" title="kampf wur" src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/schwein-1-k.jpg?w=319&#038;h=239" alt="kampf wur" width="319" height="239" />Solche Offiziere, die zu Schweinen mutieren, stellten wir im Stück (verhältnismäßig dezent) dar Eine ähnliche Erfahrung macht der junge Soldat Heinrich Böll (damals kein Widerstandstyp) in einer Kaserne weit hinter der Frontlinie:</p>
<p style="padding-left:30px;">Osnabrück, 22.4.1940 Heinrich Böll an Eltern und Geschwister<br />
[...] Es war übrigens entsetzlich, die Bemerkungen der Kameraden heute mittag bei dem Begräbnis zu hören. Wir leben anscheinend in einer Welt von Schweinen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-202" title="saufer-w_sophie.jpg" src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2007/01/saufer-w_sophie.jpg?w=321&#038;h=227" alt="saufer-w_sophie.jpg" width="321" height="227" /></p>
<p style="padding-left:30px;">Die Ansicht, dass der Mensch nur eine etwas höhere Art von Tier ist, ist allgemein verbreitet. Dann dazu noch äußerst eindeutige Anwürfe in bezug auf die Frau des Gefallenen. Heldenverehrung. Aber schweigen wir.</p>
<p>Das Tierische (Schweinische) im Menschen ist nicht zu leugnen, plädiere zunächst (mit Platon) für die Herrschaft der Vernunft. Zudem an die Hoffnung auf Befreiung/Erlösung der Kreatur. Pädagogen sind gefragt &#8211; Weihnachten, das Glück von Hirten, Schafen, Ochs und Esel wird erwartet.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=389&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wären die Scholls zum G8 Gipfel gegangen?</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/05/25/waren-die-scholls-zum-g8-gipfel-gegangen/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2007 21:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Inge Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Otl Aicher]]></category>
		<category><![CDATA[Theodor Haecker]]></category>

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		<description><![CDATA[Inge Scholl, Fritz Hartnagel und Otl Aicher engagierten sich nach dem Krieg sehr in der Friedensbewegung: gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands, gegen die Stationierung von Atomwaffensprengköpfen, dass heute immer noch Ostermärsche stattfinden ist ein Überbleibsel dieser Bewegung.
Großes Aufbegehren des Volkes in internationalen Dingen gab es zuletzt beim Begin des Irakkrieges, und nun wieder, wenn die Großen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=247&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.epo.de/images/stories/specials/3.preis_05_web400.jpg" align="right" height="202" width="297" />Inge Scholl, Fritz Hartnagel und Otl Aicher engagierten sich nach dem Krieg sehr in der Friedensbewegung: gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands, gegen die Stationierung von Atomwaffensprengköpfen, dass heute immer noch Ostermärsche stattfinden ist ein Überbleibsel dieser Bewegung.</p>
<p><img src="http://www.cartoon-competition.org/uploads/pics/ct3a.jpg" align="left" height="378" width="293" />Großes Aufbegehren des Volkes in internationalen Dingen gab es zuletzt beim Begin des Irakkrieges, und nun wieder, wenn die Großen Acht (G8, die aber tatsächlich nicht mehr die größten 8 Volkswirtschaften der Welt sind) sich im Ostseebad Heiligendamm nahe Rostock treffen. Worum geht es den Globalisierungskritikern, die dort auftreten? Als allgemeine Antwort auf diese Frage verweise ich auf zwei Blogs, <a href="http://g8-blog.blogspot.com/">einen mehr inhaltlichen</a> und <a href="http://www.weltweite-aktion-gegen-armut.de/standpunkte_forderungspapier.html">einen mehr praktischen mit Grönemayer auf der Frontpage</a>.</p>
<p>Mich interessiert der Skandal der Armut.<span id="more-247"></span></p>
<blockquote><p><img src="http://www.cceia.org/people/data/:v_get/120059/thomas_pogge.html/_res/id=sa_Picture" align="right" height="140" width="110" />Unsere Weltordnung spiegelt [...] die Verhandlungsmacht der verschiedenen Staaten und Firmen wieder. Sie berücksichtigt die Interessen derer, die wirtschaftliche oder militärische Macht kontrollieren. Die Menschen im ärmsten Viertel verfügen über ein halbes Prozent des globalen Sozialprodukts, haben kein ernst zu nehmendes Gewaltpotential, sind meist durch frühkindliche Unterernährung auf Lebenszeit geistig und körperlich geschwächt und oft nicht einmal im Lesen und Schreiben ausgebildet. Die Interessen dieser Menschen werden einfach ignoriert und ihr Elend fortgesetzt. Moralisch jedoch zählen die Interessen eines jeden Menschen gleich. So abstrakt, als philosophisches Postulat, wird man mir das gern zugeben. Aber die politischen Folgen dieses Zugeständnisses sind revolutionär. Wenn die Weltgesellschaft wirklich moralisch verpflichtet ist, sich eine Ordnung zu geben, die die Interessen aller gleichermaßen berücksichtigt, dann ist die bestehende Ordnung ein Massenmord. 200 Millionen Armutstode seit Ende des Kalten Krieges, von denen die meisten durch institutionelle Reformen leicht hätten vermieden werden können.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.frankfurter-hefte.de/gespraech/gespraech_07_08b_01.html"><img src="http://www.epo.de/images/stories/specials/2.preis_05_web400.jpg" align="left" height="272" width="370" />Ich zitierte</a> Thomas Pogge (Foto), Professor an der California University, der pünktlich zum deutschen G8-Gipfel eine Universitätstour durch Deutschland macht. Ich habe ihn <a href="http://www.hfph.mwn.de/hochschule/presse/pogge/document_view">am Mittwoch</a> gehört. Er sprach da nicht von Massenmord, er nimmt das Wort auch im oben zitierten Interview zurück</p>
<blockquote><p>es fehlt ja die Absicht, diese Menschen umzubringen &#8211; ihr Tod ist bloß Nebeneffekt unserer Politik. Wir wollen bei uns Arbeitsplätze bewahren, unseren Anteil am globalen Wirtschaftswachstum so groß wie möglich haben. [...] Trotz gutem Weltwirtschaftswachstum ist, laut Weltbank, die Zahl der Armen in den 13 Jahren seit Ende des Kalten Krieges nicht zurückgegangen. Das ist nicht gewollt. Aber man weiß es, und nimmt es in Kauf.</p></blockquote>
<p>Aber er sagt, dass man mit Klugheitüberlegungen Afrika gegenüber nicht weiter kommt. Wir haben nichts davon, wenn es Afrika besser geht. Einzige Ausnahme: Wir brauchen Afrikas Bodenschätze, ohne sie ginge es Europa schlecht. Also tut man nichts dagegen, dass in diesen Ländern so korrupte Strukturen herrschen, dass man sich diese Rohstoffe billig sichern kann.</p>
<p><img src="http://www.cartoon-competition.org/uploads/pics/1135_MILLENNIUM_DEVELOPMENT_01.jpg" align="middle" height="358" width="500" /></p>
<p>Pogge vertritt (gegen wichtige Globalisierungs-kritiker wie Sacks), dass man mit Klugheitsüberlegungen weder dafür argumentieren kann, sich in Afrika zu engagieren, noch dass sich ein Engagement aus Klugheitsüberlegungen positiv für die Menschen dort auswirken könnte. Das einzige, was helfen kann, ist dass wir uns aus moralischen Gründen engagieren: weil so und so viele Leute verhungern und weil eigentlich jeder Mensch gleich ist. Nicht nur &#8222;eigentlich&#8220; gleich: Jeder Mensch hat die gleichen Grundrechte und -pflichten. (Ich glaube, so jemand wie den Thomas Pogge hätten die Weiße Rose Leute geschätzt: sie haben letztlich nicht deshalb das Lebensrisiko auf sich genommen, weil es klug gewesen wäre, hätte Hitler den Krieg aufgehört. Sondern aus moralischen Gründen, weil es Unrecht war.) Ich weise aber darauf hin, dass eine solche These überhaupt nicht selbstverständlich ist: Dr Nüsslein, MdB hat uns gegenüber wiederholt vertreten, dass man mit Moral nicht für Entwicklungspolitik argumentieren dürfe.</p>
<p><img src="http://www.cartoon-competition.org/uploads/pics/ct1.jpg" align="right" height="243" width="385" />Aber wenn Pogge recht hat, dann ist das Anlass zur Meditation: Man sollte sich also regelmäßig das Menschenrecht auf Nahrung klar machen, was man dafür nicht zulassen will, wem man deswegen keine Ruhe lassen sollte &#8230; zuallererst sich selber (&#8230; die Milleniumsziele sind eine Lüge, die Halbierung der Armut gegenüber 1990 ist faktisch eine Reduzierung um 19 % usw./ und überhaupt: Warum hat Roosewelt 1944 nicht gesagt, wir versuchen zu erreichen, dass es bis 1971 nur noch halb so viele KZs gibt?)</p>
<p>Theodor Haecker sagt im <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/inhalt/">Motto zu unserem Theaterstück</a>, dass es lang braucht, vom darüber Nachdenken dazu zu kommen, dass man weiß, was man tun soll. Bin noch mitten in dieser Phase. Und dann braucht es nochmal lang, bis man es endlich tut. Der Punkt an seinem Zitat ist aber: es ist das &#8222;Unwiderrufliche&#8220;: natürlich ist es das Unwiderrufliche, dass es nicht geht, dass über eine halbe Milliarde Menschen hungert. (Handlungsvorschläge in Pogges Buch, das im Dezember auf Deutsch erscheinen wird: <a href="http://www.cceia.org/resources/journal/19_1/symposium/5109.html">World Poverty and Human Rights</a>)</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/247/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/247/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/247/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/247/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/247/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/247/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/247/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/247/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/247/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/247/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/247/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/247/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=247&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Bildung und das Seine entdecken</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/03/02/bildung-und-das-seine-entdecken/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2007 16:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Es mag stimmen, dass das Alphabet und das einfache Rechnen, Lesen und Schreiben mehr Leute vor der Armut bewahrt und aus der Armut geholt hat wie manches andere. Diese Bildung bewahrt einen aber nicht davor, Nazi zu werden. &#8211; Andererseits: diese Bildung war einer der Hauptgründe, warum Deutschland nach der Nazi-Diktatur wieder verhältnismäßig schnell zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=231&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.misereor.de/uploads/pics/galasudan_03.jpg" align="left" height="141" width="214" />Es mag stimmen, dass das Alphabet und das einfache Rechnen, Lesen und Schreiben mehr Leute vor der Armut bewahrt und aus der Armut geholt hat wie manches andere. Diese Bildung bewahrt einen aber nicht davor, Nazi zu werden. &#8211; Andererseits: diese Bildung war einer der Hauptgründe, warum Deutschland nach der Nazi-Diktatur wieder verhältnismäßig schnell zu Wohlstand kam.</p>
<p>Was spricht dagegen, Bildung zum Hauptgegenstand der <a href="http://www.misereor.de/Peru_Ausbildung_von_Rechtsberater_innen.8914.0.html">Misereor-Kampagne 2007</a> zu machen?<span id="more-231"></span></p>
<ul>
<li>Wenn man politisch keine Position beziehen will, dann kann man sich immer herausreden und sagen: Wenn nur die Bildung in diesem Land funktionieren würde, dann wäre alles besser.</li>
<li>Diktatoren und Diktatorensöhne, die wieder Diktatoren werden, sind typischerweise in hochangesehenen Jesuiteninstituten oder Schweizer Internaten zur Schule gegangen (jener Mann aus Zimbabwe als Jesuitenschüler, der Sohn des nordkoreanischen Diktators machte in seinem Schweizer Internat zu viel Hully Gully, so dass ihn sein Vater wieder nach Hause holte&#8230;)</li>
<li>Wenn man die Argumentation auf die Spitze treiben will. Terrorismus ist kein Armuts-, sondern ein Mittelschichtsproblem (vgl. <a href="http://blog.zeit.de/kosmoblog/?p=747">hier</a>). Also: wenn du sicherstellen kannst, dass es in deinem Land keine Mittelschicht gibt (so in China), dann hast du keine Aufmüpfigen und obendrein keine Terroristen.</li>
</ul>
<p>Dafür spricht das Gedankenexperiment, dass man sich vorstellt, dass man seinen Ausweis verliert &#8211; und weder lesen noch schreiben kann. Oder irgendetwas einkaufen muss, und nicht rechnen kann, kein Gefühl für Geldnoten hat.</p>
<p>Ich würde ja noch weiter gehen. Das Wissen und sich-Auskennen ist von sich her schon etwas Gutes und Schönes. Irgendwann kommst du in die Situation wie der junge Otl Aicher (und alle anderen aus dem Weiße-Rose-Kreis), und möchtest wissen, auf wen beruft sich denn dieser komische Staat? Und er liest den Hintergrundideologen, Nietzsche, und stellt fest, dass die Nazis ja wieder was ganz anderes machen. Und er möchte wissen, wer hinter denen steht, die nicht so ganz mitmachen, die für die Menschen unten hinstehen, er liest Augustinus und Thomas von Aquin. Und vieles anderes&#8230;  Eine Zeitlang heißt Bildung, das zu wissen, was alle wissen, dann kommt die Zeit, in der man bei seinen ganz eigenen Fragen auf Entdeckungsreise geht.</p>
<p>Und es ist ein Traum, wenn man dazu erstens die Fähigkeit und zweitens neben Schule, Beruf, Familie Zeit hat. Wer in Deutschland will, hat in sehr vielen Fällen Zeit für seine ganz eigene Bildung! Und ich möchte, dass die jetzigen Kinder und jungen Leute in der dritten Welt diese Chance bekommen! (Es gibt sicher noch andere viele tolle Chancen im Leben, aber eine tolle ist eben, auf Bildungs-Entdeckungen aus zu sein &#8211; und viele andere tolle Chancen setzen eben so eine Grundbildung voraus.)</p>
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	</item>
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		<title>Michelangelo Buonarotti</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/23/michelangelo/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Jan 2007 11:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Otl Aicher]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Er will Bildhauer werden&#8220; erzählt Carl Muth von Otl Aicher. Für Alexander Schmorell, der ebenso Bildhauer-Berufswünsche  hegte, war der Zeitgenosse Rodin das Vorbild. Kenne mich in dieser Kunst wenig aus, aber ist nicht der große Bildhauer Michelangelo Buonarotti (1475 &#8211;  1564), seine Moses-Statue, seinen David, seine Pieta. (Mich faszinierte der Wagenlenker, als ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=191&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Mose_%28Michelangelo%29.jpg" align="right" height="355" width="266" />&#8222;Er will Bildhauer werden&#8220; erzählt Carl Muth von Otl Aicher. Für Alexander Schmorell, der ebenso Bildhauer-Berufswünsche  hegte, war der Zeitgenosse Rodin das Vorbild. Kenne mich in dieser Kunst wenig aus, aber ist nicht der große Bildhauer Michelangelo Buonarotti (1475 &#8211;  1564), seine Moses-Statue, seinen David, seine Pieta. (Mich faszinierte der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wagenlenker_von_Delphi">Wagenlenker, als ich ihn in Delphi sah</a>, den Namen seines Meisters, Sotades, kennt kaum jemand.) Und da Otl Aicher gern mit großen Geistern zu verkehrte, war er schon der Typ, der, wenn er schon Bildhauer werden wollte,  dann auch ein neuer Michelangelo werden will.<span id="more-191"></span></p>
<p>Es spricht für Otl Aicher, dass er sich von folgendem eher kunstverachtenden Gedicht des Künstlers Michelangelos mitreißen ließ. Hier eines der <a href="http://www.sonett-central.de/rilke/michelangelo.htm">Sonette in der Übersetzung von Rainer Maria Rilke</a></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Schon angelangt ist meines Herzens Fahrt</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Im schlechten Schiff durch Stürme übers Meer</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Am Hafen Aller, wo die Wiederkehr</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Nicht Einem harte Rechenschaft erspart.</span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Da seh ich nun die Phantasie, die oft</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Als Abgott thronte durch der Künste Gnaden,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Wie falsch sie war, von Irrtum überladen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Und was ein jeder, sich zum Nachteil, hofft.</span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Verliebtes Denken, einstens froh und leer,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Was ist mirs jetzt vor zweien Toden wert?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Des einen bin ich sicher, einer droht.</span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Malen und Bilden stillt jetzt längst nicht mehr</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Die Seele, jener Liebe zugekehrt,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:AGaramond;">Die offen uns am Kreuz die Arme bot.</span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
</blockquote>
<p>Auf diesen Text wird im Stück angespielt, als Otl ganz auf die Augustinische Innenschau schwenkt und dieses Gedicht etwas übertrieben interpretiert: &#8222;Das Werk der Hände ist nichts wert. So hat er [Michelangelo] es gesehen.&#8220; Dass Otl bei Thomas von Aquin  eine rationale Weltsicht findet, die das Werk der Hände hochschätzt, muss sein späteres Designerhandwerk sehr inspiriert haben.<br />
Auch unsere Theaterarbeit ist vor allem Werk der Hände, Bühnenbauen, Schneidern, die Bewegungen auf der Bühne. Die Furcht, die aus Michelangelos Gedicht spricht, ist mir erstmal fremd. Andererseits: wie schnell das innere Leben seinen Geist verlieren kann, das Werk der Hände die Liebe, das ist auch frappierend.<br />
Nebenbei: In die Bockshörner des Moses von Michelangelo kann man viel hineininterpretieren, vielleicht sind sie solche abgöttischen Dinge, solches verliebte &#8211; von der Realität abgelöste &#8211; Denken, wie es der älter werdende Künstler an sich selber kritisiert. Mir fällt noch keine schöne Geschichte ein, wie man sie mit den Teufelshörnchen aus unserem Stück zusammenbringen könnte.</p>
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	</item>
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		<title>warum kleinschrift?</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/19/warum-kleinschrift/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Jan 2007 23:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aurelius Augustinus]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Otl Aicher]]></category>

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		<description><![CDATA[Muss da einen Text aus den &#8222;innenseiten des krieges&#8220; (Otl Aicher, S. 66)  unbedingt ins Netz setzen, finde es eine Schande, dass er nicht längst schon irgendwo im Netz steht. Otl Aicher ist für den Krieg eingezogen, hat kurzfristig frei, trifft sich mit Sophie Scholl und die beiden debattieren.
kennst du den kleinen gott, frage [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=188&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://re-xs.ucsm.ac.uk/re/pilgrimage/images/Nazareth.jpg" align="right" height="211" width="349" />Muss da einen Text aus den &#8222;innenseiten des krieges&#8220; (Otl Aicher, S. 66)  unbedingt ins Netz setzen, finde es eine Schande, dass er nicht längst schon irgendwo im Netz steht. Otl Aicher ist für den Krieg eingezogen, hat kurzfristig frei, trifft sich mit Sophie Scholl und die beiden debattieren.</p>
<blockquote><p>kennst du den kleinen gott, frage ich? den gott, der nicht die geschichte lenkt, der nicht zu gericht sitzt, der nicht seinen fuß auf seine feinde setzt? es gibt ihn. er kümmert sich nicht um die könige und mächtigen der erde, nicht um kaiser und päpste, nicht um die siege der nationen, sondern um arme, hungrige, verlassene, einsame und leidende, all die kleinen, die von der geschichtsschreibung auf den kompost geworfen werden. &#8222;der ganze erdball kann nicht in einer größeren not sein als die seele. und dieser gott ist bei den leidenden seelen am abrund des nichts.&#8220;</p>
<p>was ich durchmache, kann ich nicht einmal mitteilen, es ist so inwendig und geheim, dass nur ein gott es verstehen kann, der sich klein genug machen kann, in meinem inwendigsten platz zu finden. das ist nicht der gott der hohenpriester. du lernst ihn kennen, wenn du den evangelisten markus in einem zug durchlist.</p></blockquote>
<p>Keine theologische Auswertung, auch wenn das recht spannend werden könnte. (Was bleibt von Gott, wenn er nicht allmächtig ist?)</p>
<p>Sondern Theater: Sophokles und Shakespeare schrieben über Könige und Kriegsherren seine größten Stücke, Becket und Bernhard schreiben sie über ganz gewöhnliche Leute. Was die auf der Bühne mitmachen ist auch schon &#8222;so inwendig und geheim, dass nur ein gott es verstehen kann, der sich klein genug machen kann, in meinem inwendigsten platz zu finden&#8220;. So etwas suchen auch wir: Wir spielen über berühmte Leute, aber Leute ohne hohe Herkunft und vor allem stellen wir das nicht dar, was sie berühmtes taten.</p>
<p>Otl Aicher war der kleine gott, die kleinen leute und das augustinische innere so wichtig, dass er vielleicht deshalb sein leben lang beim kleinschreiben blieb.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/188/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/188/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/188/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/188/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/188/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/188/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/188/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/188/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/188/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/188/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/188/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/188/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=188&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Geschmack der Musik</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/11/13/der-geschmack-der-musik/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/11/13/der-geschmack-der-musik/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Nov 2006 17:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inge Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Otl Aicher]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>

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		<description><![CDATA[Als das Carl Muths Zeitschrift Hochland 1941 verboten war, wollte Otl Aicher selbst eine Zeitschrift herausgeben, in der sich seine Freunde gegenseitig bestärkten. Er nannte sie Windlicht, weil sie den Freunden ein Licht in dunkler Zeit sein sollte. (Es war auch mal im Gespräch, dass unser Theaterstück und der Schlusssong &#8222;Windlicht&#8220; heißt.) Natürlich dachte Otl [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=101&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Als das Carl Muths Zeitschrift Hochland 1941 verboten war, wollte Otl Aicher selbst eine Zeitschrift herausgeben, in der sich seine Freunde gegenseitig bestärkten. Er nannte sie Windlicht, weil sie den Freunden ein Licht in dunkler Zeit sein sollte. (Es war auch mal im Gespräch, dass unser Theaterstück und der Schlusssong &#8222;Windlicht&#8220; heißt.) Natürlich dachte Otl nicht an eine öffentliche Herausgabe, sondern die Texte sollten einfach unter höchstens 20 gleichgesinnten jungen Leuten schriftlich kursieren. Grogo konnte wohl manche eigenen Gedichte beisteuern, Inge schrieb lange Berichte über die gemeinsamen Skifahrten, Hans schrieb Artikel über das Turiner Grabtuch und die Armut, Otl selber schrieb einen kritischen Artikel über Napoleon und meinte eigentlich damit Hitler. (Bei uns im Stück wird dieser Artikel dem Hochland selbst zugeschrieben, da stand aber wohl kein kritischer Napoleon-Artikel.) Dieser Artikel wäre beinahe von der Polizei entdeckt worden, Inge konnte  geistesgegenwärtig das Schlimmste verhindern, der Rest jener Ausgabe des Windlichts war ungefährlich. Aber es gab im Folgenden keine weiteren Ausgaben mehr.</p>
<p><img src="http://www.maritain.de/gedenktafel.jpg" align="left" height="248" width="295" />Im Zusammenstellen des Heftes übte sich Otl im Fördern von Talenten (was auch später als Designer und Graphiker das Seine bleiben sollte.). Immer wieder bat Otl Sophie um Zeichnungen für dieses Heft. Sophie entschuldigt sich öfter, dass sie nur das kleine Nachbarskind &#8222;Dieterle&#8220; gemalt hat und sonst nichts, aber Otl ist es wohl zufrieden. Weil Sophie auch Klavier spielte und sehr gern in Theater und Konzerte ging, gab ihr Otl auch den Auftrag, einen Aufsatz zu schreiben zum Thema: &#8222;Warum hat ein Konzertabend heute einen Geschmack an sich?&#8220; Sie meint zunächst, so direkt auf die Frage könne sie nichts Richtiges sagen. Dann wird es doch ein zwei Buchseiten Aufsatz. Sie zitiert den ihr so wichtigen Satz der Nouveau Catholique (Mauritan), dass man einen harten Geist und ein weiches Herz haben müsse. Dann fährt sie fort:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">Musik aber macht das Herz weich; sie ordnet seine Verworrenheit, löst seine Verkrampftheit und schafft so eine Voraussetzung für das Wirken des Geistes in der Seele, der vorher an ihren hart verschlossenen Pforten vergeblich hart geklopft hat. Ja, ganz still und ohne Gewalt macht die Musik die Türen der Seele auf. Nun sind sie offen! Nun ist sie bereit, aufzunehmen. Dieses ist die letzte Wirkung, die Musik auf mich ausübt, die sie mir notwendig macht in diesem Leben. Und so wenig ich mich wasche um des Wassers willen, das ich dazu benötige, so wenig höre ich Musik um der Musik willen. (Sophie Scholl an Otl Aicher, Januar 1942)</p>
</blockquote>
<p><span id="more-101"></span>
<p class="MsoNormal">Anschließend folgen spöttische Ausführungen, dass der normale Bildungsbürger sich durch ein Konzert überhaupt nicht anrühren lassen würde. Der Aufsatz endet aber damit, dass Sophie sich in die gewöhnlichen Menschen, über die sie da erstmal gelästert hat, einzufühlen versucht. Sie fragt: Warum haben sie keine Hunger nach dem Geistigen? Und sie endet mit einer Meditation, dass nichts wäre, würde Gott nicht jederzeit die Menschen nähren. (Ich zitiere aus dem Kopf, bitte im Zweifelsfall verbessern.)</p>
<p class="MsoNormal">Hinter dem Zitat könnte das folgende Menschenbild stecken: Die wichtigsten Organe für das gute Leben sind der menschliche Geist, sozusagen das Gehirn, und das menschliche Herz. Herrschen soll dabei der menschliche Geist, der Verstand, die Worte, der Sinn. Zunächst klingt aus Sophies Text eine Abwertung der Musik, der Emotionalität, der Herzensangelegenheiten. Sie hat nur die zweite Stelle, wenn es spitz auf Knopf steht. (Habe mir einmal eine Zeitlang überlegt, ob es andersherum sein könnte, denke aber tatsächlich, dass diese Rangordnung, wie sie schon Platon aufgestellt hat, richtig ist. Die Vernunft soll herrschen. Es ist besser, nicht aus der Wut im Bauch jemand umbringen und nicht aus realitätsblinder Verliebtheit jemand zu heiraten.)</p>
<p class="MsoNormal">Die Musik ist wie das Wasser zum Waschen. Emotion ist Mittel zum Zweck. Aber zu welchem Zweck? Dass sie der Vernunft dient? Nein, sie macht offen, dass ich Neues hören kann, dass ich erst mitbekomme, zwischen welchen Optionen ich entscheiden kann. Wenn ich jetzt das Zitat nochmal lese, wird meine Theorie von der Herrschaft der Vernunft in Frage gestellt: Der Geist kommt von außen, der (herrschende) Verstand sagt: Nein, du passt mir nicht ins Konzept! Und der Verstand baut eine Mauer auf. Aber die Musik, wenn man sie richtig hört, spielt, singt, sie reißt die Mauern wieder ein. &#8211; Und in deinem Inneren wirkst nicht du (Mensch) selber, nicht deine Entscheidungen, nicht deine Emotionen, nicht dein Verstand und nicht deine Musik, sondern der noch viel reichere, großzügigere, phantasievollere Geist. Nach ihm hat Sophie Hunger!</p>
<p class="MsoNormal">Sophie, lieber Leser, lieber Matthias, ja wenn das so ist, dann fang ihn doch! catch it if you can.</p>
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		<title>otl aicher, Familie, Autobiographie</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/11/09/otl-aicher-familie-autobiographie/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Nov 2006 17:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Otl Aicher]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>

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		<description><![CDATA[
Otl Aicher ist im Bereich Grafik und Design immer noch aktuell. So wurde bei einem
Workshop »MagazinGrotesk« auf den Tagen der Typografie von Christopher
Boesner ein Entwurf für ein Magazin über Otl Aicher angefertigt.
(Informationen zu dem Workshop:http://www.typosition.de/typotage2006_doku.html)
Nicht zu unrecht kritisiert Barbara Schüler und andere die historische Glaubwürdigkeit von Otl Aichers &#8222;innenseiten des krieges&#8220; (1985), ein Lieblingsbuch von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=98&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.typosition.de/workshops_images/tt06_christopher_0481.jpg" align="right" height="210" width="350" /><br />
Otl Aicher ist im Bereich Grafik und Design immer noch aktuell. So wurde bei einem<br />
Workshop »MagazinGrotesk« auf den Tagen der Typografie von Christopher<br />
Boesner ein Entwurf für ein Magazin über Otl Aicher angefertigt.<br />
(Informationen zu dem Workshop:http://www.typosition.de/typotage2006_doku.html)</p>
<p>Nicht zu unrecht kritisiert <a href="http://www.buecher.de/verteiler.asp?site=artikel_faz.asp&amp;wea=1100485&amp;artikelnummer=000000594722">Barbara Schüler</a> und andere die historische Glaubwürdigkeit von <a href="http://www.politische-bildung-brandenburg.de/demokratie/fragen/wozu_staat.htm">Otl Aichers &#8222;innenseiten des krieges&#8220; (1985)</a>, ein Lieblingsbuch von mir. Otl Aicher, der später weltberühmte Designer, damals Freund der Schollgeschwister, lässt darin beispielsweise kaum ein gutes Haar an seinen Eltern und übergeht völlig, dass er auch Geschwister hatte. Das heißt nicht, dass ihm nicht sehr viel an Schwester Hedwig (Hedl) (verheiratet) Maser, geb. 1920, lag. Die liebenswürdige Goetheumwandlung: &#8222;Der Mensch sei hilfreich, Hedl und gut&#8220;, mit der ihn seine Schwester (aus den Jahren nach dem Krieg) zitiert, zeugt davon. Ich zitiere aus einem Interview mit Hedwig Maser aus: Hochstrasser [Hg.] „Freundschaft und Begegnung. Erinnerungen an Otl Aicher“, Ulm 1997, veröffentlicht einige Jahre nach Otl Aichers Tod an den Folgen eines Autounfalls 1991:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">„Er hat […] die Nähe von uns, von der Familie gar nie mehr gesucht. Er war immer woanders. Er war viel bei Scholls. Da war alles gut und recht und schön.</p>
<p class="MsoNormal">F: Hat er sich für seine Herkunft oder für sein Elternhaus geschämt?</p>
<p><span id="more-98"></span></p>
<p class="MsoNormal">A: Dazu hatte er eigentlich keinen Grund. Mein Vater war im Dritten reich so schwarz angeschrieben wie er. Selbst seine Post ist zensiert worden. Schon vom Rückblick her, als er das Buch geschrieben hatte, wusste er ja, was der Vater in der Nachkriegszeit alles ermöglicht hatte. Der Vater ist ihm in sehr vielem entgegengekommen. Er hat ihm sein Auto geliehen, so oft er es brauchte, und vieles mehr. Als die Nazis vor dem Söflinger Pfarrhaus aufmarschierten und eine Demonstration gegen den Pfarrer veranstalteten, waren mein Vater und Otl im Pfarrhaus um den Pfarrer zu verteidigen und eventuell Eindringlinge fernzuhalten. Hier lagen die beiden auf einer Linie. Otl durfte ja das Abitur nicht machen. Mein Vater und meine Mutter gingen dann zu Herrn Scholl, um mit ihm zu erörtern, was sie denn unternehmen könnten, um ihm eine Chance zu geben, das Abi machen zu dürfen. Werner Scholl nämlich durfte es machen. Obwohl er nicht mehr in der HJ war.</p>
<p class="MsoNormal">Als letzten Versuch unternahmen meine Eltern die beschwerliche Reise nach Stuttgart zum Kultusminister. Dort sagte man ihnen: Wer ins Theater will, braucht eine Eintrittskarte. Meine Mutter sagte dann zu Otl: ‚Dann gehst Du eben in den SA-Sturm, oder sonst irgendwo hin.’ Er aber hat das abgelehnt. Dann sagte er zur Mutter: ‚„Lieber klopfe ich Steine von Söflingen nach Ehrenstein, als dass ich wegen des Abiturs dazugehe.’ Herr Scholl sagte dazu: „Herr Aicher, seien Sie doch stolz auf so einen Sohn.“ Das war der Unterschied zwischen der Familie Scholl und der Familie Aicher.“</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Die Sache mit dem Abitur ist natürlich kritisch. Willi Graf, etwas früher und im erst spät ins Reich integrierten Saarland konnte es trotz seiner Blockadehaltung gegenüber der Hitlerjugend doch machen. Ebenso wie Otl verweigerte er Eltern und Schwestern den Zugang zu seiner Welt. Otl war meines Wissens der Einzige in ganz Württemberg, dem wegen Nichtmitgliedschaft in der Hitlerjugend das Abitur verweigert wurde. Jedenfalls ist es nicht ganz gerecht, im Nachhinein die eigenen Eltern quasi als Mitläufer des Systems darstellen, wie in den &#8222;innenseiten des krieges&#8220; geschehen. Selbst wenn er es damals so empfunden hat. Dass Otl sich vaterlos fühlte, bevor er Kontakt zu Carl Muth bekam, habe ich schon in einem anderen <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/09/28/grogo-und-otl/">Eintrag</a> erwähnt.</p>
<p class="MsoNormal">Ich möchte auch betonen, dass ich nur von seiner Schwester in jenem Interview etwas von Otls Selbstverstümmelung weiß.  Das spricht davon, dass er vielleicht schon immer ein gutes Verhältnis zu ihr hatte. Im schon zitierten Interview erzählt sie auch folgendes:</p>
<blockquote><p>Otl war geistig und seelisch so unfähig für diesen Krieg, dass er sich auch körperlich so machen wollte. In einem Brief vom 3. Dezember 1940 schreibt er mir nach München: ‚… ich hab mir nämlich drei Finger abgeschlagen…’ Genau berechnet fiel ihm ein Heizkörper auf die linke Hand, die er nicht so zum Modellieren brauchte.</p></blockquote>
<p class="MsoNormal">Ich bin nicht sicher, ob diese Selbstverletzung zu einer bleibenden Behinderung wurde. Jedenfalls hat sie Otl Aicher nicht vor der Einberufung zur Wehrmacht bewahrt. In den &#8222;innenseiten des krieges&#8220; erwähnt er die Verletzung nicht. Interessant, wie jenes Buch stilisiert. (Ähnliches tun ja auch die Confessiones des Augustinus. Hier das Thema &#8222;Gott holte mich aus diesem allem heraus&#8220; bei Otl &#8222;So kam es, als ich mich nicht verbiegen lassen wollte&#8220;, bei allem, was nicht so gut passt, braucht man sich nicht so ganz an die Wahrheit zu halten.)</p>
<p class="MsoNormal">Mich interessieren Leute, die sich bei (für sie maximaler) Offenheit ihr Geheimnis bewahren. Auch sie rufen einem zu &#8222;Fangt uns doch!&#8220;</p>
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		<title>Donaukähne bauen, Aussätzige heilen &#8211; Grogo und Otl</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/09/28/grogo-und-otl/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Sep 2006 08:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Meditationen]]></category>
		<category><![CDATA[Otl Aicher]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ein wenig Recherche über die Jugendfreunde Otl Aicher und Willi Habermann (mit Spitznamen Grogo). Otl Aicher starb 1991 an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Als ein Erinnerungsbuch erschien, schrieb Willi Habermann dafür einen Aufsatz über die Jugendfreundschaft der beiden. Aus „Freundschaft und Begegnung. Erinnerungen an Otl Aicher“, Ulm 1997 sind die folgenden Informationen entnommen.
Otl wählte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=18&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal">Hier ein wenig Recherche über die Jugendfreunde Otl Aicher und Willi Habermann (mit Spitznamen Grogo). Otl Aicher starb 1991 an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Als ein Erinnerungsbuch erschien, schrieb Willi Habermann dafür einen Aufsatz über die Jugendfreundschaft der beiden. Aus „Freundschaft und Begegnung. Erinnerungen an Otl Aicher“, Ulm 1997 sind die folgenden Informationen entnommen.</p>
<p class="MsoNormal">Otl wählte seine Freunde sehr elitär aus, und er machte mit ihnen elitäre Unternehmungen: Zusammen mit einem dritten Freund Friedo (Kotz) bastelten die beiden selber Kähne und Flösse, mit denen sie auf einem Seitensee der Donau ruderten. Weitere Hobbys: Säbelfechten und irgendwelche halsbrecherischen Konstruktionen bauen, damit man tolle Fotos vom Ulmer Münster machen kann. Mit 17 Jahren (1939) schrieb Otl auch seine Meditationen auf, z.B.:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">„Die Menschen setzen nicht auf ihre Vernunft – ihr Gewissen ist meist dämlich – konservativ – Stimme der Masse in ihnen – der Sitte – so es gilt, auf Gott zu horchen – aber auch sich vom Ekel vor denen mit dem Massengewissen zu reinigen – denn man muss seine Feinde lieben – und: es gibt nur einen Beruf: Christ werden! Aussätzigenarzt.“</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Die beiden lasen wechselseitig, was der andere geschrieben hatte. Grogo schrieb Gedichte. Die wurden von Otl manchmal sehr gelobt, ein andermal dann böse kritisiert. Grogo regte auch an, dass Otl einen Aufsatz, den er über ein Gedicht des berühmten Bildhausers Michelangelo geschrieben hatte, an Carl Muth schickte. (Das geschah aber noch nicht im Jahr 1937, wo wir es im Stück spielen lassen, sondern gute drei Jahre später.)</p>
<p class="MsoNormal">Otl antwortete in einem Brief „unwichtig ist mir der Anschluss an ihn … ich brauche keinen Anschluss. Nur um des Urteiles allein möchte ich ihn hören.“ (Brief vom 21. Januar 41) Als Otl Carl Muth dann kennen gelernt hat, hat sich sein Urteil gewandelt „Oh, ich bin so froh, dass ich nun einen Mann gefunden habe, der mir ein Vater sein kann….“ (14.2.41)</p>
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