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	<title>Fangt uns doch &#187; Hans Scholl</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Fangt uns doch &#187; Hans Scholl</title>
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		<title>Der Philosoph</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 17:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bergpredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Muth]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Scholl]]></category>
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		<description><![CDATA[Josef Furtmeier (1887-1969) war guter Freund des Hans Scholl, der Sophie Scholl, des Christl Probst, von Proffessor Huber, vermittelt wohl über Carl Muth oder die klassischen Konzerte. Glaube nicht, dass er im aktiven Widerstand dabei war &#8211; sicher hat er geistig gut dagegengehalten, nicht umsonst hatte er im Freundeskreis den Spitznamen &#8222;der Philosoph&#8220; (die besten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=299&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.gss-bensheim.de/wrose/tyrannos.jpg" alt="" width="200" height="300" /><span>Josef Furtmeier (1887-1969) war guter Freund des Hans Scholl, der Sophie Scholl, des Christl Probst, von Proffessor Huber, vermittelt wohl über Carl Muth oder die klassischen Konzerte. Glaube nicht, dass er im aktiven Widerstand dabei war &#8211; sicher hat er geistig gut dagegengehalten, nicht umsonst hatte er im Freundeskreis den Spitznamen &#8222;der Philosoph&#8220; (die besten Rezensionen: <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/buchtipp/446614/" target="_blank">DLF</a> und <a href="http://www.amazon.de/Weggef%C3%A4hrte-Geschwister-Scholl-Furtmeier-1938-1947/dp/3423245204" target="_blank">Jakob Knab</a>)<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ein erster Zugang, werde wohl noch mehr dazu schreiben: Furtmeier</span><span> ist vom Typ her ein Grantler. Die Menschen sind geistlos, ein Viertel der Deutschen, so schreibt er 1946, seien unbekehrbare Nazis. Am besten, ich lebe zusammen mit vielen Hunden und Katzen auf dem Land. Da ist so vieles ähnlich den Scholls, und doch sind die Auswirkungen anders. Warum ist er so selten begeistert? Von ganz einfachen Dingen begeistert, etwa von seinen Hunden und Katzen? <span id="more-299"></span>Erstmal aber, wie er den Ermordeten ähnlich ist:</span></p>
<ul style="margin-top:0;" type="disc">
<li class="MsoNormal"><span>Niemand von den gewöhnlichen Leuten      interessiert sich fürs Geistige. Eigentlich lohnt es NUR davon, Briefe zu      schreiben und NUR die Beschäftigung damit (vgl. Sophie: Warum haben sie      keinen Hunger nach dem Geistigen?)</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Insbesondere Interesse für die      verschiedensten Wissenschaften,</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Besuch von Konzerten und Theatern, </span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Raucher</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Ringen damit, wie das Ganze von Gott her      gedacht ist, </span></li>
<li class="MsoNormal"><span>gleichzeitig: prinzipielle Sicherheit, dass      Gott es gut meint, </span></li>
<li class="MsoNormal"><span>neue Rede von Jesus: „das gotterfüllteste      Leben, das je gelebt wurde“; vgl. Sophie: der, der als einziger den geraden      Weg zu Gott ging</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Schriftstellerisch theologischer Rückhalt in      Autoren wie Haecker, Pryzwara.</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Das Problem des deutschen Bürgertums: Dass      sie sich seit dem ersten Weltkrieg aus der Politik zurückgezogen haben –      Muth hat dagegen gekämpft, Robert Scholl hat dagegen gekämpft, sein Sohn      Hans wäre aus Verantwortungsgefühl nach dem Krieg vielleicht Politiker      geworden.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size:10pt;">Aber gerade hier der Unterschied: Robert Scholl wollte als Bürgermeister von Ulm verzeihen, Fritz Hartnagel und auch Furtmeier kommen da nicht heran. Wie soll man jemand verzeihen, der keinen Anflug von Reue zeigt: in der Mensa wetteifern die Studenten, wer im Fronteinsatz das tollste Erlebnis hatte.</span> Sehr viele sind vor allem deshalb gern großzügig, weil weil sie eigenes Versagen verbergen wollen.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/299/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/299/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/299/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=299&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hitler als Antichrist?</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/03/18/hitler-als-antichrist/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 11:41:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hans Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Theodor Haecker]]></category>

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		<description><![CDATA[Dezember 1942, es geht ums Grundsätzliche.  Ich zitiere eine Zankel-Rezension von Jakob Knab:
An einem Sonntag im Advent 1942 trafen sich einige Freunde der »Weissen Rose« mit dem katholischen Kulturphilosophen Theodor Haecker. [...]. Hier meine Darstellung dieser Schlüsselszene: Die Frage kam auf die »Heraufkunft des Antichrist«. Haecker, darauf vorbereitet, las zunächst die entsprechende Bibelstelle (2 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=291&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.remnantnewspaper.com/images/antichrist.jpg" align="right" height="255" width="250" />Dezember 1942, es geht ums Grundsätzliche.  Ich zitiere eine Zankel-Rezension von <a href="http://www.amazon.de/Flugbl%C3%A4ttern-gegen-Hitler-S%C3%B6nke-Zankel/dp/customer-reviews/3412200387/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1&amp;customer-reviews.start=1&amp;qid=1203437923&amp;sr=8-1#customerReviews">Jakob Knab</a>:</p>
<blockquote><p>An einem Sonntag im Advent 1942 trafen sich einige Freunde der »Weissen Rose« mit dem katholischen Kulturphilosophen Theodor Haecker. [...]. Hier meine Darstellung dieser Schlüsselszene: Die Frage kam auf die »Heraufkunft des Antichrist«. Haecker, darauf vorbereitet, las zunächst die entsprechende Bibelstelle (2 Thess 2, 1 &#8211; 12)  vor und gab dann eine Deutung im Sinne des englischen Theologen John Henry Newman (1801 &#8211; 1890),  indem er seine eigene Übersetzung von Newmans Oxforder Predigt »Die Zeiten des Antichrist« vortrug. Hans Scholl protestierte gegen diese religiös-eschatologische Deutung: »Der Antichrist kommt nicht erst, er ist schon da!« <span id="more-291"></span>Die Frontfamulatur und die Erfahrungen an der Ostfront hatten Scholl radikalisiert. Im vierten Flugblatt hatte er Hitler noch als »Dämon« und als »Boten des Antichrist« attackiert, nun nannte er Hitler den »Antichrist«. Es wurde ein religiöser und politischer Konflikt zwischen Scholl und Haecker ausgetragen. [...]  Zankel [vertritt] diese falsche These: »Scholls Denken war für Haecker viel zu weltlich, zu bürgerlich-liberal« (S. 268) Richtig ist: Haecker war besorgt angesichts von Scholls religiöser Schwärmerei.</p></blockquote>
<p>Aus heutiger Sicht war Hitler nicht der Antichrist, Haecker hat recht behalten. Herr Knab wies mich auf Newmans Text <a href="http://www.newmanreader.org/works/arguments/antichrist/lecture1.html">hier</a>,  die erste von vier Vorlesungen über die patristische Idee des Antichristen. Newman die Schriftzeugnisse vom Ende der Welt aus der Sicht der christlichen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte. Die Grundaussage von &#8222;The Times of Antichrist&#8220;: man kann nie wissen, wann es ist &#8211; aber der Antichrist, wahrscheinlich ein männlicher Tyrann, wird dreieinhalb Jahre  (bzw. 42 Monate) herrschen. Vorher wird das Evangelium auf der ganzen Welt verkündet (ob das geschehen ist oder nicht, kein Kommentar) außerdem kommt &#8222;a time of unexampled trouble&#8220;; eine Zeit beispielloser Schwierigkeiten &#8211; eine solche gab es nach Newman noch nicht. Dann kommt wieder Christus, endgültig.</p>
<p><img src="http://www.eekman.com/virtual_gallery/media/sculptures/small/originals/antiochus_original_small.jpg" align="right" height="310" width="216" />Andererseits gab es viele Vorläufer des Antichrist, allen voran Antiochus zur Zeit der Makabäer (ein paar hundert Jahre vor Christus),  &#8222;the apostate emperor Julian&#8220; (ca. 300-400 n.Chr.) und &#8222;the false prophet Mahomet&#8220; (ca. 600 n.Chr.:  der Prophet des Islam), und es gibt Schriftzeugnisse, dass es mehrere Antichristen gibt, die patristischen Schriftsteller sprechen vom &#8222;Schatten des Antichristen&#8220;.</p>
<p>Am Ende seines Aufsatzes gibt Newman Warnungen, was zu seiner Zeit, dem ausgehenden 19. Jahrhundert der unexplained trouble sein könnte, der bei mangelnder Wachsamkeit den Antichristen heraufbeschwören könnte: es ohne Religion tun wollen, die Idee, dass eine Nation nichts mit Religion zu tun hat, dass sie nur eine Sache des individuellen Gewissens sei. In den Einzelheiten würde ich Newmans Argumentation heute recht kritisch sehen, zum Beispiel sein Plädoyer für öffentliche Eide: &#8222;for example, an attempt to get rid of oaths, under a pretence that they are too sacred for affairs of common life, instead of providing that they be taken more reverently and more suitably?&#8220; &#8211; eine Praxis, von der Jesus schlichtweg abrät (laienhafte Bemerkung, ich kenne die theologische Diskussion dazu nicht). Auch prinzipiell ist inzwischen parlamentarische Demokratie und die Trennung von Kirche und Staat die anerkannte evangelische und katholische Position. Wenn Newman klagt, dass man der Kirche ihre Macht nehmen will, ist mir nicht so ganz wohl. Wie ein Literat beschreibt Newman die Verführungen des Satan:</p>
<blockquote><p>Far be it from us to be seduced with the fair promises in which Satan           is sure to hide his poison! Do you think he is so unskilful in his           craft, as to ask you openly and plainly to join him in his warfare           against the Truth? No; he offers you baits to tempt you. He promises           you civil liberty; he promises you equality; he promises you trade and           wealth; he promises you a remission of taxes; he promises you reform.           This is the way in which he conceals from you the kind of work to           which he is putting you; he tempts you to rail against your rulers and           superiors; he does so himself, and induces you to imitate him; or he           promises you illumination, {61}—he offers you knowledge, science,           philosophy, enlargement of mind. He scoffs at times gone by; he scoffs           at every institution which reveres them. He prompts you what to say,           and then listens to you, and praises you, and encourages you. He bids           you mount aloft. He shows you how to become as gods. Then he laughs           and jokes with you, and gets intimate with you; he takes your hand,           and gets his fingers between yours, and grasps them, and then you are           his.</p></blockquote>
<p>Mit der Psychologie und dem entscheidenden Punkt, wie Gott sein zu wollen, hat Newman etwas getroffen. Das Thema, wann der Antichrist kommt, hat er an dieser Stelle hinter sich gelassen und zu predigen begonnen &#8230; man möge sein Kommen durch Taten verhindern. (Zu Hitlers Religiosität vgl. <a href="http://www.dradio.de/dlf/senduhttp://fangtunsdoch.wordpress.com/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=291ngen/politischeliteratur/753336/">hier</a>.)</p>
<p>Eine kleine esotherische Deutung, inwiefern Hans Scholl Recht hatte (weiß nicht, ob ich an sowas glauben soll, aber es ist eine schöne Geschichte): Im 42. Monat (3,5 Jahre) nach Kriegsbeginn fiel die Macht des Sohnes des Verderbens, als Stalingrad verlorenging. Gleichzeitig erschien dem deutschen Volk wieder die Tat des Christus, dass da drei Menschen ihre Freunde mehr liebten als das eigene Leben und ihre Tat wurde wirksam, so dass in Deutschland lange Frieden herrschte.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/291/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/291/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/291/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=291&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Fast rauschhafte Freiheit</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/07/09/fast-rauschhafte-freiheit/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jul 2007 15:46:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Meditationen]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ruf des Hans Scholl nach Freiheit war wahrscheinlich nicht nur eine Hoffnung für Deutschland. Ich denke, dass eine Art Freiheit auch in seinem Inneren lebte. Um zu erläutern, was ich meine, ein Zitat von Ruth Pfau, auf die ich ja schon öfter in diesem Blog hingewiesen habe. Man muss wissen sie ist Ärztin in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=256&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.teeth.com.pk/blog/images/Karachibynight.jpg" align="right" height="222" width="342" />Der Ruf des Hans Scholl nach Freiheit war wahrscheinlich nicht nur eine Hoffnung für Deutschland. Ich denke, dass eine Art Freiheit auch in seinem Inneren lebte. Um zu erläutern, was ich meine, ein Zitat von Ruth Pfau, auf die ich ja schon öfter in diesem Blog hingewiesen habe. Man muss wissen sie ist Ärztin in der pakistanischen Millionenstadt <a href="http://www.globalsecurity.org/wmd/world/pakistan/karachi.htm">Karachi</a> (mehr Bilder <a href="http://www.streetphotos.net/blog/index.php/archives/category/photographs/shopped">hier</a>); als Jugendliche (*1929) noch die Bombadierungen von Leipzig am eigenen Leibe mitbekommen.<span id="more-256"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:36pt;">Meine Arztkollegen fragten mich, wieso ich gerade die dreckigste und schwierigste Aufgab in Karachi angenommen hatte. Ich war nie eine Frau für große Projekte. Ursprünglich dachte<img src="http://www.pictureninja.com/pages/pakistan/downtown-karachi.jpg" align="right" height="256" width="341" /> ich an „geistigere“ Dinge als an diesen Kampf gegen die nackte Not, gegen Hunger, Schmutz, Ratten, Fliegen, gegen Opium, Schmuggel und Menschenhandel. Irgendwie liegt aber in diesem offenen Angriff gegen die schreiendste Ungerechtigkeit auch etwas sehr Geistiges. Eine fast rauschhafte Freiheit, die sich in ihren klaren Momenten als völlig unabhängig von Erfolg oder Misserfolg beschreiben lässt. Diese Freiheit liegt in der Entscheidung, dass man sich hinstellen kann und sagen: ich sehe nicht mehr länger zu. Als mir das Elend wie eine Welle entgegenschlug– und die Welle wurde höher, als ich anfing das erste Urdu [eine pakistansche Sprache] zu verstehen und zu begreifen, was hier vorging -, da hatte ich gedacht: Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder du fährst heim auf dem kürzesten Wege. Oder du steigst aus dem Boot aus und versuchst, über Wasser zu gehen und fängst einfach an. Ich kam mir reichlich verrückt vor damals Heute weiß ich, dass es die einzig logische Antwort auf dieses Elend war. <img src="http://www.international.ucla.edu/cms/images/karachi.jpg" align="right" height="210" width="340" />Und dass es der Ansatz für die Antwort auf die Frage ist, die mich nach dem Krieg umgetrieben hat: ob der Mensch wirklich aus der Sinnlosigkeit eines über ihn verhängten Schicksals nicht ausbrechen könnte. (aus: <a href="http://www.sgu.ul.bw.schule.de/buchvor/bvt19.htm"><em>Verrückter kann man gar nicht leben</em>,</a> 1995, 212-14)</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:36pt;">&nbsp;</p>
<p><img src="http://www.streetphotos.net/karachi/1/images/Old%20karachi%2012sept04%20083.jpg" align="right" height="261" width="347" />Auch unser Stück spielt darauf an, dass Freiheit etwas mit &#8222;über&#8217;s Wasser gehen&#8220; zu tun hat. Wir zitieren die Stelle, in der J.v.N. und sein Schüler Kephas übers Wasser gehen. (Verrückt dazu auch die Erwähnung des Übers-Wasser gehen in Tschingis Aitmanows &#8222;Der  Junge und das Meer&#8220;). Aber mehr schreibe ich jetzt nicht, will obiges Zitat nicht zerreden. Warum schreibt man hier harmlose Blogs?</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/256/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/256/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/256/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/256/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/256/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/256/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/256/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/256/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/256/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/256/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/256/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/256/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=256&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wie Jesus aussah</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2007 21:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Carl Muth]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Scholl]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Mir ist Christus neu geboren&#8220;, schreibt Hans Scholl begeistert zu Weihnachten 41/42 (an Carl Muth, von dem er ein Bild des Grabtuches erhalten hatte, und ähnlich an Rose Nägele). Damit zu tun hat seine Begeisterung für das sogenannte Grabtuch von Turin. Es war eine ziemliche Sensation, als man 1898 dieses altehrwürdige Tuch, dessen Existenz man [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=222&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.diewunderseite.de/grabtuch/Bilder/grabtuch.jpg" align="right" height="335" width="160" />&#8222;Mir ist Christus neu geboren&#8220;, schreibt Hans Scholl begeistert zu Weihnachten 41/42 (an Carl Muth, von dem er ein Bild des Grabtuches erhalten hatte, und ähnlich an Rose Nägele). Damit zu tun hat seine Begeisterung für das sogenannte Grabtuch von Turin. Es war eine ziemliche Sensation, als man 1898 dieses altehrwürdige Tuch, dessen Existenz man bis ins Mittelalter zurückverfolgen kann, auf dem man kaum etwas sah, zum ersten Mal fotographierte. Das Negativ zeigte einen gefolterten und gewaltsam zu Tode gebrachten Menschen, anatomisch so exakt, wie es kein Maler der Mittelalters gekonnt hätte. Die Art der Hinrichtung verweist auf die Römerzeit, sie entspricht nicht den Richtlinien der darstellenden Kunst und der Literatur über den gekreuzigten Jesus.<span id="more-222"></span></p>
<p><img src="http://www.zdf.de/ZDFde/img/19/0,1886,2821779,00.jpg" alt="Plastische Rekonstruktion aus Turiner Grabtuch" align="left" height="147" width="298" />Die Forschungslage zu diesem Tuch ist ziemlich krass. Stoffproben vom Rand des Gewebes lassen naturwissenschaftlich ziemlich sicher auf eine Herkunft um 1300 nach Christus schließen (drei unabhängige C14 Analysen im Jahr 1988). Andererseits finden sich Schriftzeichen auf dem Tuch, die von der Art des Schreibens ins zweite oder dritte Jahrhundert nach Christus gehören, und vieles anderes verweist auf die Zeitenwende. Künstlerisch und technisch passt das Ganze einfach nicht ins Mittelalter (oder sonst irgendeine Zeit auch nicht in die heutige).  Verweis auf Internetseiten <a href="http://www.grabtuchvonturin.de/">hier</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Turiner_Grabtuch">hier(Wiki)</a>. Über eine andere Reliquie mit vielleicht demselben Gesicht und textliche Hinweise auf ein Jesustuch <a href="http://www.welt.de/data/2007/02/05/1200759.html">spekuliert Klaus Berger hier</a>.</p>
<p>Jetzt zitiere ich einen Beitrag von Hans Scholl im Windlicht:</p>
<blockquote><p>Ist es notwendig, dass über dieses Bild geschrieben wird, musste dieses Gesicht aus dem Schatten des Unerforschten ins grelle Tageslicht fallen, um den Menschen neue Zweifel zu bringen? Die wir ohnehin Christus als unseren Herrn bekannt haben, bedurften wir dieses fragwürdigen Beweises? Warum also spreche ich zu dir? Weil ich es gesehen habe. Weil die Nacht und das Suchen, die Sehnsucht nach Licht und nach der Erkenntnis dessen, was Bestand hat, vorausgingen. Weil meine Skepsis mit einem Schlage versank und erst langsam wieder heraufkroch in mein Gehirn.</p>
<p><img src="http://www.sowharderwijk.nl/templates/columns_2003/images/Giotto2.jpg" alt="Die Beweinung Christi" align="right" height="159" width="221" /> Doch dies ist noch nicht alles. Gibt es doch andere Beweise als die der Wissenschaft, Beweise des Herzens. Ich habe Abbildungen der römischen Christusdarstellungen gesehen. Woher wusste ich, ohne auch nur einen Augenblick zu zögern, dass Christus nicht so ausgesehen hat? Betrachte ich dagegen einen Christus Dürers oder Giottos oder des Griechen Theotocopuli, weiß ich da nicht ebenso unmittelbar, dass diese dem wahren Christus viel näher sind?</p></blockquote>
<p>Passt das Giotto Bild hier wirklich mit dem Bild auf dem Tuch zusammen? Ein andermal hier, was ich sonst noch dazu überlege</p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:'Times New Roman';"></span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/222/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/222/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/222/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=222&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Flugblätter schicken: Eine Fehleinschätzung?</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Nov 2006 20:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hans Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Hirzel]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wurde auch nach dem Krieg viel Kritik am Vorgehen der Widerständler in der Weißen Rose geübt. Das geht soweit, dass man auch in christlichen Blättern, die darauf hinwies, dass ihr Widerstand nicht ethisch einwandfrei war. Wenn man eine solche Bemerkung macht und daneben verschweigt, dass auch das Verhalten der meisten deutschen Bischöfe nicht gerade [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=91&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://hs.riverdale.k12.or.us/~dthompso/german/wrose/flyers.gif" align="left" height="236" width="213" />Es wurde auch nach dem Krieg viel Kritik am Vorgehen der Widerständler in der Weißen Rose geübt. Das geht soweit, dass man auch in christlichen Blättern, die darauf hinwies, dass ihr Widerstand nicht ethisch einwandfrei war. Wenn man eine solche Bemerkung macht und daneben verschweigt, dass auch das Verhalten der meisten deutschen Bischöfe nicht gerade ethisch einwandfrei war, ist das nicht fair. (Immerhin ist schon recht hoch einzuschätzen, dass solche Artikel das allgemeine Schweigen über Krieg und Nationalsozialismus brachen.)</p>
<p>Andererseits wird da immer wieder auf ein Dilemma hingewiesen. Als die niederländischen Bischöfe gegen die Abtransporte der Juden einschritten, wurden als Antwort selbst die Juden, die irgendwie von Christen versteckt werden konnten (wie Edith Stein, die damals in einem niederländischen Kloster war) in die KZs gebracht &#8211; und faktisch vielleicht niemand geholfen.</p>
<p>Eine, die es wissen muss, ist Sophies Freundin Susanne Hirzel. Sie war zum Teil bei den Aktionen dabei war und erzählt von einem Gespräch mit Sophie und Hans Scholl im Dezember 1942, zwei Monate vor Festnahme und Todesurteil. Sie bringt ihre Meinung mit folgenden Worten zum Ausdruck:</p>
<blockquote>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;">&#8222;Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kriegsmaschinerie durch zivile Kräfte aufzuhalten wäre.“</p>
</blockquote>
<p><span id="more-91"></span></p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;">Dann folgt ihre Analyse:</p>
<blockquote>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;">Es war mir klar, dass das „Fernziel“ der Münchner war, Hitler zu beseitigen. Meine Bedenken glitten völlig an ihr ab. Sie lebte auf einer anderen Ebene, fühlte sich von ihrem Gewissen gerufen und hatte, so schien es mir, bei ihren Überlegungen ihr eigenes Sterben miteinbezogen. Man weiß heute von ihrem Ausspruch: „Es fallen so viele <em>für </em>diese Regierung, es müssen auch einige <em>gegen</em> sie fallen.“ – Wir trafen uns mit Hans Scholl im Café. Weil er bei Eugen Grimminger, einem Freund seines Vaters, Geld erhalten hatte, war er voll hochgemuter Freude. „Bald werden es die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass wir von Verbrechern regiert werden. Wenn es viele, sehr viele einsehen, könnte daraus eine Tat entstehen und die Fackel, die wir werfen, könnte neue Fackeln entzünden.“ Ich hatte den Eindruck, dass er einen aus der Gesinnung vieler entstehenden Erfolg, etwa einen Aufstand mit Barrikaden oder ein Attentat, für möglich hielt und sah meinerseits eine Lücke klaffen zwischen der Meinung vieler und einem Erfolg, denn die Netze von Gestapo, SS und Polizei waren dicht und stark. Es ist im vierten Flugblatt zu lesen, nur mit militärischer Gewalt sei Hitlers Macht zu brechen; dennoch rief später das fünfte Flugblatt zur Tat auf, zu einem „neuen Befreiungskrieg“. Die Münchner Gruppe wollte durch eine Tat, um der Ehre und Moral willen, ein Zeichen setzen, auch sich selbst von der Schuld des Schweigens und der Untätigkeit befreien. Sie mussten etwas tun. Wie schon in der Vergangenheit wunderte ich mich über ihre Sicherheit. Erfüllt von der Richtigkeit ihrer Ansichten verkehrten sie nur mit Gleichgesinnten, überschätzten deren Stärke und hörten zu wenig auf Andersdenkende. Selbst mutig, erwarteten sie von anderen den gleichen Mut, kannten als junge Leute noch nicht die Schwäche der Menschen. Konnte man denn einen wahrscheinlichen Misserfolg vor den Angehörigen verantworten? (Susanne Hirzel: Vom Ja zum Nein<span>, </span>181-2, vgl. 209-10)</p>
</blockquote>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;">Man stelle sich vor, dass die Musikstudentin und Chellistin Susanne Hirzel in ihrem studentischen Streichquartett offen zu diskutieren wagte, ob es Sinn macht, bei einer Flugblattaktion mitzuwirken.  Das Ergebnis war, man würde nicht mitmachen, weil weil so etwas einfach keine Chance auf Erfolg hätte.</p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;">Der Text bringt mir einige wichtige Punkte:</p>
<ul>
<li>Die Scholl Geschwister waren selbst in ihren besten Motiven keine Musterschüler, sondern irgendwie stallblind. (Bei jedem, der etwas tut, werden auch seine charakterlichen Schattenseiten sichtbar.)</li>
<li>Susanne Hirzel hat ihr Buch als Rentnerin geschrieben, weil sie von mehreren Seiten dazu aufgefordert wurde. Eigentlich wollte sie da nichts veröffentlichen. Sie gleicht darin dem Knecht im Evangelium, der zuerst sagt: Nein, ich tue deine Arbeit nicht &#8211; und sie am Ende doch tut (Im Gegensatz zu dem Knecht, der sagt &#8222;Ich mache das schon&#8220; und am Ende nichts zuwege bringt.) Interessanterweise ist ihr Verhalten im Widerstand dasselbe gewesen. Eigentlich wollte sie nicht mitmachen und als es spitz auf Knopf stand, hat sie dann doch in Stuttgart Briefe mit den Flugblättern ausgefahren.</li>
<li>Alterseinsicht: die Menschen sind nicht so sehr egoistisch oder böse, sondern vielmehr schwach, verführt, wie Kinder, die keine Eltern haben und um die sich kaum jemand kümmert.</li>
</ul>
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	</item>
		<item>
		<title>An Rose Nägele: &#8222;ohne Bindung dorthin steuern, wo ich es haben will&#8220;</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Nov 2006 23:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hans Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Inge Scholl]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans Scholl kam bei Frauen wohl recht gut an, es wird aber nicht nur im neuesten Sophie Scholl Film darüber gewitzelt, dass sich oft mehrere junge Frauen gleichzeitig als seine Freundin fühlten. Die emotional und inhaltlich tiefsten veröffentlichten Briefe schrieb er Rose Nägele, Tochter einer mit den Scholls befreundeten Stuttgarter Arztfamilie. In einem neuen Sammelband [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=75&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Hans Scholl kam bei Frauen wohl recht gut an, es wird aber nicht nur im neuesten Sophie Scholl Film darüber gewitzelt, dass sich oft mehrere junge Frauen gleichzeitig als seine Freundin fühlten. Die emotional und inhaltlich tiefsten veröffentlichten Briefe schrieb er Rose Nägele, Tochter einer mit den Scholls befreundeten Stuttgarter Arztfamilie. In einem <a href="http://www.shoa.de/content/view/515/389/">neuen Sammelband</a> spricht Jakob Knab von Rose als der &#8222;Seelenfreundin&#8220; des Hans Scholl. Wir zitieren im Stück einen Liebesbrief, wo Hans von ihrer &#8222;Glöckchenstimme&#8220; schwärmt und einen anderen, in dem Hans vom Konflikt zwischen Krieg und Beziehung träumt. Auch einige Briefe um die Jahreswende 1942/43, als sich Hans von Rose lösen will, werden zitiert</p>
<blockquote><p> Wenn die wilden Tiere ihr Gewahrsam gesprengt [haben] und unters Volk gelaufen sind, muß eben jeder, der einen starken Arm hat, nach der Waffe greifen, gleichgültig, welchen Standes und welcher innerer Berufung er ist. (Hans Scholl an Rose Nägele, 14. Dezember 1942)</p></blockquote>
<p><span id="more-75"></span>Ähnlich verweist der Brief vom 16.2.1943, kurz vor der Verhaftung von Hans und Sophie darauf hin, dass Hans die Beziehung eigentlich abbrechen will. Sein Brief von damals hat etwas Gewundenes. Armin Ziegler berichtet von einer engeren Freundschaft mit der Münchner Medizinstudentin Traute Lafrenz, die z.T. mit an den Widerstandsaktivitäten beteiligt war, und von Gisela Schertling (Bekanntschaft von Sophie aus ihrer Zeit beim RAD, inzwischen Münchner Studentin), dass er ihr im Januar 1943 die Ehe versprochen hat. Im <a href="http://www.ifz-muenchen.de/archiv/ed_474.pdf">Findbuch zum Nachlass von Inge Aicher-Scholl</a> finden sich folgende Einträge bzgl. Briefen von Rose Nägele an Inge Scholl:</p>
<blockquote><p>Brief vom 12. Februar 1943 aus Stuttgart: Sie bittet sie um Hilfe, Klarheit über Hans zu bekommen, die Gründe für das Ende ihrer Beziehung zu erfahren, die Wahrheit, um endlich aus der Ungewissheit herauszukommen. Sie schildert, wie zwischen ihnen beiden langsam eine Mauer emporgewachsen sei, nun solle sie ihn nur noch als einen Freund von vielen betrachten. Sie beschreibt ihre Verzweiflung und ihren Schmerz;</p>
<p>Brief vom 29. April 1943: Sie spricht über ihre Gefühle und den Trost, den sie beim Beten finde;<br />
Brief vom 12. September 1943 aus Kirschappen: Sie berichtet von ihrem Entschluß, in Ostpreußen ihre Lehre beenden zu wollen. Sie beschreibt ihre Gefühle über den Tod von Hans und Sophie. Inge sei für sie die beste und liebenswerteste Schwester;</p>
<p>Brief vom 23. Februar 1947 aus Murrhardt: Sie hatte beabsichtigt, ans Grab von Hans und Sophie zu fahren, doch dann habe sie die Angst vor den vielen Menschen dort abgehalten. Es seien vier Jahre mit viel Schmerz, viel Not und nur ein wenig Freude vergangen. Sie würde sie gerne einmal besuchen, aber als Freundin von damals, denn heute ginge jeder seinen eigenen Weg. Sie möchte Hans&#8217; Mutter alle seine Briefe, die sie noch hat, schenken, verbunden mit dem Wunsch, in ihnen lesen zu dürfen um an die glückliche Zeit zu denken, um dann wieder in ihr Leben zurückzugehen. Sie erzählt von ihrem Plan, einmal nach Australien auszuwandern;</p></blockquote>
<p>Es ist sehr bitter zu lesen, dass der Krieg auch die Überlebenden auseinander gebracht hat&#8230;</p>
<p>Hans Scholl möchte ich im Theaterstück nicht so sehr als Frauenheld sehen, sondern als jemand, der in kritischer Situation alles,  Beziehungen, Beruf, eigene Pläne, Rücksicht auf liebe Verwandte schmerzlich (und mit zwiespältigen Gefühlen) hinter sich lassen wollte, wenn er sich für die Freiheit Deutschlands einsetzte. Als Beleg das folgende Zitat, das auch in unser Stück einging. Am 16.2.1943, zwei Tage vor der Verhaftung, sechs Tage vor seinem Tod,  schreibt der 25-jährigen Hans Scholl in einem Brief an Rose Nägele:</p>
<blockquote><p>Noch nie war meine Achtung vor Deinem reinen Herzen größer als in diesen Tagen, das das Leben zu einer steten Gefahr geworden ist. Aber weil ich die Gefahr selbst gewählt habe, muß ich frei, ohne Bindung, dorthin steuern, wo ich es haben will. Irrwege bin ich schon viele gegangen, und ich weiß es, Abgründe tun sich auf, tiefste Nacht umgibt mein suchendes Herz &#8211; aber ich stürze mich hinein. Wie groß ist das Wort Claudels: La vie, c´est uns grande aventure vers la lumiere. (Das Leben ist ein großes Abenteuer zum Lichte hin.)</p></blockquote>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"></span><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;"></span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/75/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/75/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/75/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=75&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Leseabende, Lektüre, Zitate</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/23/leseabende-lekture-zitate/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/23/leseabende-lekture-zitate/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2006 23:26:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aurelius Augustinus]]></category>
		<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Scholl]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Web-Zeitungartikel der Deutschen Tagespost bringt viele wichtige Zitate der Scholl Geschwister. Das ist dir, Domi, vielleicht eine Hilfe, wenn du für irgendwelche Werbeveröffentlichungen noch etwas brauchst.
    1940 schreibt Sophie ihrem an der Front stehenden Freund Fritz Hartnagel: „Wie könnte man da von einem Schicksal erwarten, dass es einer gerechten Sache den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=57&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ein <a href="http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=3254">Web-Zeitungartikel der Deutschen Tagespost</a> bringt viele wichtige Zitate der Scholl Geschwister. Das ist dir, Domi, vielleicht eine Hilfe, wenn du für irgendwelche Werbeveröffentlichungen noch etwas brauchst.</p>
<blockquote><p>    1940 schreibt Sophie ihrem an der Front stehenden Freund Fritz Hartnagel: „Wie könnte man da von einem Schicksal erwarten, dass es einer gerechten Sache den Sieg gebe, da sich kaum einer findet, der sich ungeteilt einer gerechten Sache opfert.(&#8230;) Ob es wohl auch heute noch Menschen gibt, die nicht müde werden, ihr ganzes Denken und Wollen auf eines ungeteilt zu richten?“</p>
<p><span id="more-57"></span>Diese Klarheit der Gedanken, die letztlich zum Handeln ohne Rücksicht auf sich selbst führt, ist das Ergebnis von Lektüre und Gesprächen, die trotz innerer und äußerer Anfechtungen konsequent weitergeführt werden. „Abends &#8230; lese ich im Augustinus“, schreibt die 20-jährige Sophie während des Reichsarbeitsdienstes. „Ich muss langsam lesen, ich kann mich so schwer konzentrieren. Aber ich lese einmal zu. Auch wenn mir die Lust fehlt&#8230; Ich bemühe mich sehr, mich von den augenblicklichen Einflüssen möglichst unberührt zu halten. Nicht von den weltanschaulichen und politischen, die mir bestimmt nichts mehr ausmachen, aber von den Stimmungseinflüssen. Il faut avoir un esprit dur et le coeur tendre.“<br />
Dieser Satz des französischen Philosophen Jacques Maritain – „Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben“ – taucht auch bei Hans Scholl auf. Er ist eine Art Motto jenes Freundeskreises, der sich zunächst in Ulm und dann in München rund um die Scholls bildet und zum Reservoir der „Weißen Rose“ wird. Zu Mentoren dieses Studentenzirkels werden tiefreligiöse Schriftsteller wie Werner Bergengruen, Theodor Haecker und Carl Muth. Letzteren – er war bis zu ihrem Verbot Herausgeber der Zeitschrift „Hochland“ – lernte Hans Scholl 1941 kennen, als er es übernahm, die Bibliothek des alten Mannes zu ordnen. Die Beziehung der beiden ist auch wichtig für das Verantwortungsbewusstsein und die Gewissensentscheidung zum äußeren Widerstand, wie sie allen Mitgliedern der „Weißen Rose“ gemeinsam ist.<br />
Die Freundschaft dieses Kreises gewinnt rasch politische Bedeutung, denn inmitten einer durch Krieg und Propaganda apathisch und egozentrisch gewordenen Umwelt veranstalten die Studenten Gespräche und „Leseabende“, die sich aber nicht in selbstgefälligen Diskussionen oder – bei aller Lebensbejahung – in Geselligkeit erschöpfen, sondern immer zu praktischen Überlegungen führen.</p></blockquote>
<p>Ich kenne das gemeinsame Lesen &#8211; es stimmt, dass das ein schmaler Grad ist. Weil ich selber am liebsten theoretischer Philosoph bin, lasse ich es nicht so gern stehen, dass das Ziel immer eine praktische Überlegung sein sollte. Und doch, wir hätten nie ein doch verhältnismäßig großes Interesse in der KJT an der dritten Welt, wenn man nicht praktisch dazu etwas machen würde am Missio-Abend und bei anderen Gelegenheiten. Unsere Fans wären nicht so begeistert beim Fußballturnier treu geblieben, wenn sie nicht als Fans praktisch gut ausgerüstet und zum praktischen Anfeuern vorbereitet gewesen wären.</p>
<p>Dass man beim Reden und erst recht beim Diskutieren gern selbstgefällig wird, stimmt auch. Das ist leicht bei anderen zu beobachten (Der und der hört sich gern reden, labert einen zu usw.), der Hammer, wenn man mal selber so ist. (Ein Blog ohne viele Antworten hat auch so etwas &#8230; aber der zwingt wenigstens niemand zum Gelesenwerden.)</p>
<p>Zuletzt noch ein berühmtes Zitat des Historikers Golo Mann über die Weiße Rose, das jener Artikel am Anfang bringt:</p>
<blockquote><p>    Hätte es im deutschen Widerstand nur sie gegeben, die Geschwister Scholl und ihre Freunde, so hätten sie alleine genügt, um etwas von der Ehre des Menschen zu retten, welcher die deutsche Sprache spricht.</p></blockquote>
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		<title>Schwäbische Jugend</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Oct 2006 18:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hans Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Scholl]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum morgigen Geburtstag unseres Hans Scholl Schauspielers und gewählten Mitglieds der KJT-Leitung fand ich was im Netz. Äußerlich hatten die beiden später zum Tode verurteilten Geschwister Scholl schon während ihrer Zeit in den nationalsozialistischen Jugendverbänden je etwas Auffallendes, so dass sich manche Ulmer Einwohner noch heute daran erinnern. Ich zitiere den Online-Auftritt der Stadt Ulm:
Bald [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=43&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.ulm.de/sixcms/media.php/16/thumbnails/Bronze-B%FCsten%20von%20Hans%20und%20Sophie%20Scholl.jpg.22214.jpg" alt="Bronze von Hans und Sophie Scholl" align="left" height="118" width="180" />Zum morgigen Geburtstag unseres Hans Scholl Schauspielers und gewählten Mitglieds der KJT-Leitung fand ich was im Netz. Äußerlich hatten die beiden später zum Tode verurteilten Geschwister Scholl schon während ihrer Zeit in den nationalsozialistischen Jugendverbänden je etwas Auffallendes, so dass sich manche Ulmer Einwohner noch heute daran erinnern. Ich zitiere den <a href="http://www.ulm.de/kultur_tourismus/stadtgeschichte/geschwister_scholl.4349.3076,3963,4236,3968,4349.htm">Online-Auftritt der Stadt Ulm</a>:</p>
<blockquote><p><span id="more-43"></span>Bald nahmen die Scholl-Kinder beim Jungmädelbund (JM) und beim Jungvolk Führungsposten ein. Vor allem Hans und Sophie praktizierten Mutproben und Härtetests mit dem Ziel, sich und den anderen das Äußerste abzuverlangen. Das brachte ihnen bei den einen Bewunderung und begeisterte Zustimmung ein, bei den anderen hingegen – vor allem bei manchen Eltern – Ablehnung, und es gab Kinder und Jugendliche die vor Hans und Sophie Scholl regelrecht Angst hatten.<br />
Geradezu Symbolcharakter haben zwei Äußerlichkeiten, die manchen Ulmern bis heute als Charakteristika der beiden im Gedächtnis haften. Das waren zum einen die extrem kurzen Hosen von Hans Scholl, die eine Handbreit über dem Knie endeten und die er nicht selten auch im Winter trug. Andere Jungen eiferten dem gutaussehenden, „schneidigen“ Hans nach – zum Kummer ihrer ob drohender Blasenentzündung besorgten Erzieher.<br />
Sophie hingegen trug eine Zeit lang einen Knaben-Haarschnitt: hinten kurz, vorne lang, der sich deutlich von den Zöpfen ihrer Altersgenossinnen abhob. Auch das mag ein Stück Freiheit gewesen sein, das es ermöglichte, die Natur auszukosten ohne mädchenhafte Rücksichtnahme auf die Frisur. Denn Sophie kletterte gleich ihrem Bruder auf die höchsten Baumwipfel und schlug sich bei Geländespielen durch die Büsche. Das alles musste biederen Bürgern verdächtig sein, weshalb ihr, der damals 14 bis 15-Jährigen, bald die Bezeichnungen „Buabamädle“ (Bubenmädchen) oder einfach „d&#8217;r Bua“ (der Bub) anhingen.<br />
Hans und Sophie praktizierten in ihren Gruppen Ideale wie das bedingungslose Teilen mitgebrachter Nahrungs- und Barmittel, was ihnen – je nach Sympathie oder Antipathie – den Ruf von Kommunisten oder echten Christen einbrachte. Bei alledem aber unterzogen sie ihr privates Umfeld einer elitären Auswahl. Nicht jeder schien ihnen würdig, mit ihnen zusammen ihre Ideale zu verfolgen.</p></blockquote>
<p>Liebe KJTler und ihre Eltern: eigentlich braucht ihr vor Baschi keine Angst haben.<br />
Lieber &#8222;schneidiger&#8220; Sebastian, wünsche dir reichen Segen, alles Gute und die Freude und Courage in der Jugendarbeit, wie sie auch der Hans Scholl hatte. Außerdem könntest du dich ja zur nächsten Probe entsprechend obiger Anleitung kleiden <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=43&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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