Rettungsgeschichten

9. September 2010

Drei wichtige Motive in Rettungsgeschichten. (a) Das positiv erlebte Abendteuer des Retters und des Geretteten. (b) Dass die gerettete Person ohne eigenes Zutun beschenkt wird. (c) Der Untergang, der zur Rettung führt.

In den meisten Rettungsgeschichten gibt es alle drei Motive. Ich versuche hier Beispiele dafür zu geben, dass die beiden letzten Motive auch manchmal dominant sind.

Das Beschenktwerden der Geretteten:  Dornröschen bekommt nach 100 Jahren Schlaf alle Gaben, die ihr die guten Feen versprochen haben und vor allem den Prinzen; die Blindgeborenen nach der Operation (Annie Dillard), der Hund des Blinden im brennenden World Trade Center, der sein Herrchen nicht verlässt, um sich selber zu retten, sondern ihm den Weg aus den Flammen weist, Adam bekommt bei der Erfindung der Literatur die Gabe der Schrift geschenkt (Adler), … Den Rest des Beitrags lesen »

Stücksuche

23. Januar 2008

Suche nach einem Theaterstück – für Amateurbühne. Damit sich andere Leute leichter tun ich wir uns schon mehrmals taten. Sehr viele Stücke gibt es beim Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage. Den Rest des Beitrags lesen »

Philosophie der Christen

20. November 2007

Gehört zum Christentum eine Philosophie? Nicht so, dass jeder Christ eine philosophische Position beziehen müsste. Aber für den, der zu philosophieren anfängt, muss sein christlicher Glaube irgendwie vernünftig bleiben, dazu hilft in manchen Fragen die Theologie, in anderen Philosophie. (Illustriend zum Eintrag einige Bilder von David Reed, inspieriert von Barockmalerei und Las Vegas Leuchtreklamen – als gelungenes Beispiel einer Integration von Altem in eine neue Zeit.) Den Rest des Beitrags lesen »

Das nächste Projekt

2. Oktober 2007

Zum einjährigen Bestehen und 20.000 Klick auf die Seite (meine sind nicht mitgezählt), ein kleiner Ausblick und Rückblick. Wir hatten die meisten Klicks in den Aufführungsmonaten November und Januar, doch jetzt seltsamerweise im September, ein Jahr nach Probenbeginn die allermeisten. Dazu tragen seltsame Dinge bei. Domis gezeichnete Hand aus dem Programm ist unter Google Bilder unter “Hand” verhältnismäßig hoch gerankt, und manche Schüler geben “Kriegsgedichte” ein und finden dazu einen einschlägigen Artikel.

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Die letzten Tage in Köln beim evangelischen Kirchentag den Erlassjahr-Stand mit betreut, zuvor recht mit Rostock und dem (Wetter für’s) KJT-Festival mitgefiebert.
Im nachhinein bemerke ich bei mir einen gewissen Widerstand, “das Evangelische”, evangelische Spiritualität an mich heranzulassen. Ich wollte irgendwie nicht glauben, dass da etwas “lebendig und kräftig und schärfer” ist. Entsprechend meine Einstellung zum Kirchentagsmotto und zum Logo. Derweil hat der Kirchentag am Mittwoch mit etwas total Begeisterndem angefangen. Der Beleuchtung einer Rheinbrücke, über der untertags einfach nur so teilweise eine orange Plane gebreitet ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Liebt, die euch hassen, tut Gutes denen, die euch verfolgen. Mit wunderbarem Humor nimmt der dänische Spielfilm „Adams Äpfel“, der letzten Herbst im Kino lief, diese Anregung des J.v.N. auf (Filmkritiken hier und hier). Selten ging ich so reich beschenkt und aufatmend aus einem Kino oder Theater – nach einer Komödie! Pastor Iwan lebt mit Leuten zusammen, die nach einem Gefängnisaufenthalt noch einmal eine Art Bewährung machen müssen. Darunter ein Skinhead, Adam, von dem er sich zusammenschlagen lässt. Nachher existiert dieses Ereignis für ihn einfach nicht mehr (für den Zuschauer bleibt es immer sichtbar, lange trägt Iwan eine Nasenschiene und nachher ist seine Nase so richtig schief). Den Rest des Beitrags lesen »

Notlage und Rettung

23. April 2007

Anlässlich des heutigen Namenstages zweier Regiemitglieder eine von meinen liebsten dramatischen Erzählungen und eine Geschichte, die mir manches bedeutet. Wir sind im legendären Land Lybia, in die Stadt Silena, ich zitiere die mittelalterliche Schrift Legenda Aurea (um 1279):

Nahe bei der Stadt war ein See, so groß als ein Meer, darin wohnte ein giftiger Drache, der hatte schon oft das ganze Volk in die Flucht getrieben, wann es gewappnet wider ihn zog. Dann kam er bis unter die Mauern der Stadt und verpestete alles mit seinem Gifthauch. Also gaben ihm die Bürger täglich zwei Schafe, dass sie seinen Grimm stilleten; Den Rest des Beitrags lesen »

Nach dem bemerkenswerten Vortrag von Theo Schmidtkonz zu Käthe Kollwitz (1867 – 1945) (Karfreitag) sammle ich hier ein paar Bilder, wie sie den Tod malte.

Zunächst rechts oben sie selbst im Foto und darunter als Büste, damit man sie unten wiedererkennt. Man muss wissen, dass sie Berlinerin, Sozialistin und mit einem Armenarzt verheiratet war. Ihre Bilder sind durchwegs (sozial-)politisch gemeint, zum Teil malte sie auch Aufrufe zu Demonstrationen. Eine gute Einführungsseite mit Bilderklärungen finden sich über Wikipedia und hier, eine Bilderzusammenstellung etwa auch hier.

Zu unserem Thema: Wir hatten ja im Stück die klassische Variante kostümiert, ein schwarzer Henker ohne Beil. Käthe Kollwitz kennt auch eine solche Darstellung (nächstes Bild, vielleicht interpretiere ich falsch.) Den Rest des Beitrags lesen »

Building wie Bildung
Exkurs, weil das halt wieder ein bischen Regiearbeit war, drei vom Regieteam und fast das ganze Bühnenteam waren schließlich dabei …
Meine Nachreflexion zum Misereor-Abend und -Gottesdienst “Bilding for alle”. Mit dem Abend war ich recht zufrieden (mit einer Ausnahme um 0:45 Uhr, aber auch die Geschichte endete ja gut). Die vier Türme, die ich ja erst am Morgen sah, waren einfach toll. Den Rest des Beitrags lesen »

Ein Aspekt, den ich zum Theaterstück beiseite gelassen habe. So gut wie alle Weißen Rose Mitglieder, die am Ende hingerichtet wurden, waren Raucher (bei Willi Graf und Professor Huber bin ich nicht so sicher). Auch Sophie – in einer Zeit, in der es noch verhältnismäßig ungewöhnlich war, dass Frauen rauchten. (Der Kinofilm würdigt ja die Abschiedszigarette vor der Hinrichtung am 22. Februar (der Blog hat den Todestag verschlafen, tja.)) Den Rest des Beitrags lesen »

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