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	<title>Fangt uns doch &#187; Musik</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Wölflein und reißender Wolf</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 16:37:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Hörte öfter Wolf Biermanns Lieder zur Friedlichen Revolution: Von den verdorbenen Greisen, Michael Gorbatschow, ich kau mein Herz in Einsamkeit, vom Grab des Vaters in den Lüften, &#8222;wir hattens vergessen &#8211; und immer gewusst&#8220;. Alle Zeitzeugen betonen, wie intensiv die Ausbürgerung dieses Komunisten 1976 in der DDR registriert wurde und Honegger und Genossen in ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=574&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div class="wp-caption alignright" style="width: 291px"><img src="http://www.wolf-biermann.de/images/stories/presse/gr09a.jpg" alt="" width="281" height="421" /><p class="wp-caption-text">2006 © Thorsten Jander</p></div>
<p>Hörte öfter Wolf Biermanns Lieder zur Friedlichen Revolution: Von den verdorbenen Greisen, Michael Gorbatschow, ich kau mein Herz in Einsamkeit, vom Grab des Vaters in den Lüften, &#8222;wir hattens vergessen &#8211; und immer gewusst&#8220;. Alle Zeitzeugen betonen, wie intensiv die <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,445880,00.html">Ausbürgerung dieses Komunisten 1976 in der DDR registriert wurde</a> und Honegger und Genossen in ein seltsames Licht stellte. Biermann ist ein richtig wilder Hund, ich mag seine Texte, seine Melodien und seine Gitarre, ich höre  seine Menschliebe hinter dem Zorn &#8211; und doch bekommen diese Lieder mir nicht, sie hinterlassen eine Beklommenheit zwischen Herz und Bauch, die ich nicht einfach dadurch loswerde, dass ich sie spüre. <span id="more-574"></span>Eine Entdeckung zur Kindheit des 1936 geborenen Lyrikers und Liedermachers auf seiner Homepage, sein Vater war Jude und Kommunist &#8211; aus einem <a href="http://www.wolf-biermann.de/presse/interviews/42-interviews/145-ich-glaube-an-den-menschen">Interview von 2006, in dem es noch viel mehr zu entdecken gibt.</a></p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Haben Sie Ihren Vater in Erinnerung?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Ich habe ihn ganz genau in Erinnerung. Ich war drei Monate alt, als er abgeholt wurde und seinen Ehering auf den Küchentisch legte. Meine Mutter hat den Ring mit ihrem eigenen zusammenfügen und einen Rubin in Dreiecksform darüber setzen lassen, das Zeichen der politischen Häftlinge. Den Ring trägt heute meine Frau Pamela.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT:  Wie kann sich ein drei Monate altes Baby an den Vater erinnern?</p>
<p style="padding-left:30px;">
<div class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0b/Bundesarchiv_Bild_183-1989-1201-046%2C_Wolf_Biermann_Konzert_in_Leipzig.jpg/180px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1201-046%2C_Wolf_Biermann_Konzert_in_Leipzig.jpg" alt="" width="180" height="128" /><p class="wp-caption-text">Wolf Biermann Konzert in Leipzig</p></div>
<p>Biermann: Mein Vater saß sechs Jahre in Bremen-Oslepshausen, den Knast gibt es heute noch. Dreimal im Jahr durfte meine Mutter ihn eine halbe Stunde besuchen. Im Winter 41 fand sie niemanden, der auf mich aufpasste, ich war etwa fünf Jahre alt, und da nahm sie mich in ihrer Not mit. Mein Vater war aber damals nicht im normalen Gefängnis, wo sie mich im Warteraum hätte hinsetzen können, sondern in einem Barackenlager, um Torf zu stechen. Mein Mutter schaffte es, den Posten zu bezirzen, mich mit reinzulassen. Da war ein geschlossenes Fenster, durch das mindestens zwanzig Männerköpfe rausstarrten, die sich drängelten, um eine richtige Frau, ein richtiges Kind zu sehen. Dann saßen wir in einer Baracke, in einem Büroraum. Meine Mutter nahm mich auf den Schoß, vor uns war ein Tisch, auf der anderen Seite ein Stuhl. Der Wachposten brachte meinen Vater in Häftlingsklamotten herein. Der setzte sich auf den Stuhl und reichte mir ein Tüte Bonbons.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Woher hatte er die?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Das hat mir meine Mutter viel später verraten, sie hatte einen der Beamten dort gebeten, meinem Vater die Tüte zuzustecken, damit er sie mir schenken konnte.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: War es das erste Mal, dass Sie ihn leibhaftig gesehen haben?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Ja, aber jeden Morgen wachte ich mit meinem Vater auf, auf eine Weise, die sich kein Romancier ausdenken kann, aber eine Arbeiterfrau. Diese Emma Biermann, die konnte das. Wenn ich morgens um sechs aufstand, meine Mutter musste um sieben in der Dependorf Reinigungsanstalt sein, lief ich aus meinem Zimmerchen, das über dem Kanal hing, unter mir fuhren die Schuten und die Schlepper, das war im Industrieviertel Hammerbrook, ins Treppenhaus. Dort stand mein Leiterwägelchen, und da lag jeden Morgen von meinem Vater ein Leckerli, ein Bonbon, ein Keks, ein Stück Zucker. Dann zog ich den Wagen mit dem Geschenk meines Vaters rein, und meine Mutter erzählte mir beim Frühstück, auf welch abenteuerliche Weise dieser Keks aus Bremen durch die Lüneburger Heide und über die Elbe zu mir gekommen war. Dann hab ich den Keks meines Vaters gegessen, im Grunde genau so wie die Katholiken den Leib Jesu mit der Oblate. So war mir mein Vater inniger vertraut als anderen Kindern ihre flottierenden Väter.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Sie haben ihn damals in der Moorbaracke zum letzten Mal gesehen?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Ja. Und jetzt gab er mir gleich eine ganze Tüte. Ich nahm einen Bonbon raus und steckte ihn hinter mir in den Mund meiner Mutter. Ein zweiten gab ich meinem Vater. Dann nahm ich einen dritten und reichte ihn dem Wachmann, der am Fenster links stand. Und dann zog ich meine Hand wieder zurück. Mein Vater lachte und sagte: Kannst ihm ruhig einen geben. Da hab ich meine Hand wieder zu dem fremden Mann ausgestreckt, dann aber schnell zurückgezogen und mir den Bonbon in den eigenen Mund gesteckt.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Was passierte dann?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Meine Mutter erzählte meinem Vater, dass ich den Spottnamen »der kleine Sänger« hatte. Wenn sie zur Arbeit ging, musste ich alleine warten, bis die Tante Lotte mich aus der Wohnung holte. In diesen anderthalb Stunden habe ich immer gesungen, ganz laut, wie halt so Kinder im dunklen Wald. Und nun sagte meine Mutter: Wölflein, sing doch deinem Papa mal was vor. Schon damals musste man mich eher darum bitten, nicht zu singen. Und so legte ich ungeniert und mit voller Stimme los: „Hörst du die Motoren brummen, ran an den Feind! Bomben, Bomben, Bomben auf Engeland – Bum! Bum!!“ Da sang ich meinem armen Vater das Lied seiner Todfeinde, wie ich es aus der Goebbels-Schnauze, so nannte man den Volksempfänger, gelernt hatte.</p>
<p style="padding-left:30px;">[...]</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT:  Gibt es ein Leben nach dem Tod?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Nein, daran glaube ich überhaupt nicht. Mir würde es reichen, wenn es ein Leben vor dem Tode gibt.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: In Ihrem Lied vom Hugenottenfriedhof heißt es: Wie nahe sind uns manche Tote, doch wie tot sind uns manche, die leben.</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Kunststück. Ich will Ihnen sagen, warum ich als kleiner asthmatischer Junge, als Drachentöter mit der Gitarre so erfolgreich war. Ich hatte ein Holzschwert mit sechs Saiten drauf. Ich fühlte mich oft verzagt und war in Gefahr, dass nicht ich Furcht hatte, sondern dass die Furcht mich hatte. Einfacher gesagt: dass ich zu Kreuze krieche, im Streit mit diesen totalitären Lumpen. Und da kamen immer die Toten, nicht nur mein Vater, auch meine Großmutter, mein Großvater, meine Tante Rosi Biermann, mein Cousin Peter. Die alle habe ich noch gesehen, als sie hier auf der Moorweide abtransportiert wurden. In Minsk hat man sie erschossen. Also: Wenn ich anfing zu wackeln, kamen immer diese Toten, und mein Vater sagte mir: Los, kleiner Wolf! Ich hab mein Leben aufs Spiel gesetzt und verloren. Da wirst du doch wohl dein Wohlleben aufs Spiel setzen können, der Preis ist zum Glück nicht mehr so hoch.</p>
<p style="padding-left:60px;">ZEIT: Ist das so?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Na ja, wenn man jetzt sieht, was mit Ihrer Kollegin in Moskau gemacht wurde… Und wenn ich mich daran erinnere, dass die Stasi mehrere Mordanschläge auf mich verübt hat.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Was passierte?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: In der Hermann-Matern-Straße, die jetzt wieder Luisenstraße heißt, haben die versucht, mich totzufahren. Um einen Zentimeter ist es ihnen misslungen. Danach kam ich mit schlotternden Knien zu meinem starken, klugen Freund Robert Havemann. Ich erzählte ihm alles, und was war der knappe Kommentar des Naturwissenschaftlers? Tja, Wolf, zwei Punkte. Erstens, du darfst das keinem erzählen, die haben alle schon Angst genug. Und zweitens: Musst eben besser aufpassen. Ohne solche kaltherzlichen Freunde wäre ich kaputt gegangen. Ich hatte also immer die Toten im Rücken und solche lebendigen Kumpel.</p>
<p>Empfehle die Abschnitte, dass er an die Menschen und Musen glaube &#8211; dass der Literat, auch der atheistische von Luthers Proletarier-Bibel lebt.</p>
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		<title>Verführung des Künstlers</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 13:24:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Literarische Prosa]]></category>
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		<description><![CDATA[Nochmal aus Nadolnys Münchner Poetikvorlesungen (&#8222;Das Erzählen und die gute Absichten&#8220;), die ich damals in meinem zweiten Semester an der Uni mit viel Spaß und Verwunderung hörte, der Text kommt fast direkt nach dem im letzten Eintrag zitierten:
In Werner Egks Oper Irische Legende überziehen die Dämonen ein Land mit Hunger, um gegen Nahrungsmittel billig Seelen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=558&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.natursteine-blog.de/wp-content/uploads/2007/09/saulenbasalt.jpg" alt="" width="334" height="224" />Nochmal aus Nadolnys Münchner Poetikvorlesungen (&#8222;Das Erzählen und die gute Absichten&#8220;), die ich damals in meinem zweiten Semester an der Uni mit viel Spaß und Verwunderung hörte, der Text kommt fast direkt nach dem im letzten Eintrag zitierten:</p>
<p style="padding-left:30px;">In Werner Egks Oper<a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=54252019&amp;suchbegriff=Egk,%20Werner:%20Irische%20Legende&amp;top=Lexikon"> Irische Legende</a> überziehen die Dämonen ein Land mit Hunger, um gegen Nahrungsmittel billig Seelen einzukaufen. Cathleen, die Fürstin, leistet Widerstand, weil sie kraft aus der Liebe zieh, aus der Liebe zu ihrem Freund, dem Dichter. Die Dämonen wissen: Sobald er das Land verläßt, wird sie zusammenbrechen, und damit aller Widerstand im Lande. Sie öffnen im Schlaf sein Ohr und oktroyieren ihm Bilder und Folgerungen, um ihn zu lenken.<br />
„Was siehst du, Dichter, im Traum?“<br />
„Ein Bündel Stroh.“<br />
„Verfaultes Stroh!“<br />
„Verfaultes Stroh.“<br />
„Was siehst du noch?“<br />
„Einen, der auf dem Stroh liegt.“<span id="more-558"></span><br />
„Einen Aussätzigen!“<br />
„Einen Aussätzigen.“<br />
„Was hält seine Hand, kraftlos?“<br />
„Ein Stück Brot.“<br />
„Schimmlige Rinde!“<br />
„Schimmlige Rinde.“<br />
„Was hörst du?“<br />
„Seltsamen Gesang hör ich, seltsamen Gesang.“<br />
„Gewinsel hörst du, wie von einem Hund vor der Tür!“<br />
„Gewinsel, ja.“<br />
„Wer ist&#8217;s, der mißönt?“<br />
<img src="http://www.natursteine-blog.de/wp-content/uploads/2007/09/saulenbasalt.jpg" alt="" width="334" height="224" />„Der das Brot hält.“<br />
„Was will er?“<br />
„Dank sagen für das Brot.“<br />
„Hörst du ihn noch?“<br />
„Nein, jetzt nicht mehr.“<br />
„Erkennst du ihn?“<br />
„Nein.“<br />
„Du bist&#8217;s doch selber! Du selbst! &#8230; Und in wenig Tagen wirst du sein so wie dies Traumbild, wenn du nicht fliehst aus diesem Pestland!“<br />
Der Dichter sträubt sich noch und sie fragen ihn: „Wozu bist du geschaffen, Dichter?“<br />
„Zu singen.“<br />
„Wann tönte dein letzter Gesang?“<br />
„Vor dem Hunger.“<br />
„Warum singst du nicht mehr?“<br />
„Ich kann nicht, mitten im Untergang.“<br />
Die Dämonen haben die Quelle gefunden, aus der der Dichter schöpft. Der Traum ist seine Inspiration, seine Gewissheit seit je, ihr glaubt er. Um ihn zu manipulieren, brauchen sie nicht einmal mystisch-rätselhafte Sätze. Ein Stakkato von Fragen und – immanent folgerichtigen – Feststellungen genügt. Er wacht auf und ist plötzlich von der Pflicht beseelt, das Land zu verlassen um seiner Berufung nicht untreu zu werden. Egks großartiges, auch sprachlich großes Libretto enthält die zeitlos gültige, grausam genaue Schilderung der Verführbarkeit des Dichters – dort, wo er am stärksten ist.<br />
Gerade die noch unbegriffene, noch nicht mißtrauisch abgeklopfte Inspiration ist Voraussetzung literarischer Erfindung – jedenfalls der überzeugenden. Aber da liegt auch ein Problem. Einerseits: wer nicht verwirrt ist, der hat keine Ahnung. Er wird nichts Neues wittern und erschaffen. Andererseits: wer verwirrt ist, kann nicht handeln und ist nur allzuleicht manipulierbar. Wer können nur hoffen, dass die beiden Übel sich die Waage halten. (34-36)</p>
<p>Egk (1901-1983) war, so wie ich seinen Wiki-Eintrag verstehe, eine Art Hofkomponist der Nazis &#8211; er weiß wohl, was Verführbarkeit ist, später hat er die Sache auch in einer Autobiographie bearbeitet.  (Vielleicht auch so, dass er die Seele verkaufte um irgendetwas zu retten &#8211; so wie es von der Hauptperson der Oper erzählt wird.)</p>
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	</item>
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		<title>Staatslieder</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/08/20/staatslieder/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 14:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Tante erinnert sich an ein Lied, das sie als Schülerin lernen musste. Sie träumte damals, so sagt sie, dass es ein schönes Lied würde mit dem Titel &#8222;Als die goldne Abendsonne&#8222;. Nein, es war ein Heldenlied. Die beiden ersten Strophen konnte sie noch auswendig
1. Als die goldne Abendsonne
Sandte ihren letzten Schein, letzten Schein
&#124;: Zog [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=333&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://einestages.spiegel.de/hund-images/2007/10/04/10/442ad99130a751b0085fed08bdcc47bf_image_document_large_featured_borderless.jpg" alt="" width="249" height="257" />Meine Tante erinnert sich an ein Lied, das sie als Schülerin lernen musste. Sie träumte damals, so sagt sie, dass es ein schönes Lied würde mit dem Titel &#8222;<a href="http://ingeb.org/Lieder/alsdiego.html">Als die goldne Abendsonne</a>&#8222;. Nein, es war ein Heldenlied. Die beiden ersten Strophen konnte sie noch auswendig</p>
<p style="padding-left:30px;">1. Als die goldne Abendsonne<br />
Sandte ihren letzten Schein, letzten Schein<br />
|: Zog ein Regiment von Hitler<br />
In ein kleines Städtchen ein. : |<span id="more-333"></span></p>
<p>Thannhausen, damals Marktflecken, fühlte sich vielleicht auch als kleines Städtchen.</p>
<p style="padding-left:30px;">2. Traurig klangen ihre Lieder<br />
Durch die stille, kleine Stadt; kleine Stadt<br />
|: Denn sie trugen ja zu Grabe<br />
Einen Hitlerkamerad. : |</p>
<p>Die restlichen vier Strophen gibt es <a href="http://ingeb.org/Lieder/alsdiego.html">hier</a>, außer dem Rachschwur nichts, das ich nicht erwartet hätte. Jede Zeit hat ihren Kitsch. Etwas älter ist das Matrosenlied von Hermann Löns (1866-1914), das meine Tante auch noch singen konnte mit dem Refrain</p>
<p style="padding-left:30px;">Leb wohl, mein Schatz, leb wohl,<br />
Denn wir fahren gegen Engelland.</p>
<p><img class="alignright" src="http://projects.brg-schoren.ac.at/nationalsozialismus/sandra1.jpg" alt="" width="226" height="309" />Im Jahr der &#8222;Machtergreifung&#8220; machte sich von Moltke über die Staatsgesänge lustig, die er bei einer staatsmännischen Schulung für Juristen lernen musste: Am 12. Dezember schreibt er an seine Frau:</p>
<p style="padding-left:30px;">Die Lieder sind so, dass sich der selige Heine im Grabe umgedreht hätte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Tatsächlich, sie sind alle denen des Heinrich Heine nachgemacht: Heines manchmal geheime und versteckte Liebe an Land und Leute wird in diesen Heldenliedern laut verkündet, Heines Ironie kommt nicht vor.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Vor allem: heute und schon zur Nazizeit sollte man nicht mehr schreiben wie jener Romantiker, der Gedichte schreiben konnte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Andererseits, das sind natürlich Volkslieder, damalige Popmusik gemischt mit dem, was man auf dem Fußballplatz so von sich gegeben wird. Wir singen keine Lied mehr auf A. H., wir singen nicht, dass wir gegen ein Land in den Krieg ziehen und Menschen rächen, denke dennoch, wir sind nicht viel besser.</p>
<p style="margin-bottom:0;">(&#8222;We are the champions&#8220;, &#8222;We will rock you&#8220;, &#8222;In München steht ein Hofbräuhaus&#8220;, um ein paar gesellschaftlich recht anerkannte Lieder mit menschenverachtenden Inhalten zu nennen. Denke, wenn man das mit der richtigen Ironie sind, kann es o.k. sein.)</p>
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		<title>Zyklischer Weltverlauf</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 15:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mag die Lieder, die eine Geschichte erzählen, die am Ende wieder von vorne beginnt. „Where have all the flowers gone“ (Pete Seeger), „Einmal wurde es am Himmel hell“ (Wilhelm Willms, Pit Jansen), „Wo hat das Leben sein Zuhaus?“ (Kathi Stimmer), auch &#8222;Ein Loch ist im Eimer Karl-Otto&#8222;.  Diese Lieder kann man je im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=308&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" src="http://i.pbase.com/o5/69/690069/1/70033471.bwTsx20Y.MG_WherehavetheFlowersgone.jpg" alt="" width="308" height="231" />Ich mag die Lieder, die eine Geschichte erzählen, die am Ende wieder von vorne beginnt. <a href="http://www.arlo.net/resources/lyrics/flowers-gone.shtml" target="_blank">„Where have all the flowers gone“</a> (Pete Seeger), „Einmal wurde es am Himmel hell“ (Wilhelm Willms, Pit Jansen), „Wo hat das Leben sein Zuhaus?“ (Kathi Stimmer), auch &#8222;<a href="http://www.hackblog.de/2007/02/27/und-noch-1-stockchen/" target="_blank">Ein Loch ist im Eimer Karl-Otto</a>&#8222;.  Diese Lieder kann man je im Kreis schreiben (Der Sonatenhauptsatz bei Symphonien funktioniert meiner vagen Erinnerung nach auch so ähnlich, da capo al coda.)</p>
<p style="margin-bottom:0;">Manche anderen Lieder machen das nach, der richtige Effekt tritt ein, wenn man die erste Strophe beim zweitenmal mit einer ganz neuen Intension singt. <span id="more-308"></span> (Weil es dieses Phänomen beschreibt, kann man auch „<a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/09/11/energie/#more-264" target="_blank">Wie mit neuen Augen</a>“ (Krenzer/Haas) als ein solches Kreislied verstehen.) In welcher Zeit schreibt man eine solche Geschichte, die am Ende wieder neu beginnt. Präsens („Wie mit neuen Augen beginn ich neu zu sehen“, Imperativ (&#8222;verstopf&#8217; es, o Henry&#8220;) past perfect (&#8222;have gone“) zusammen mit Frage für die Zukunft („When will they ever learn?“ dt. „Wann wird man je verstehn?“); am extremsten: Echte Vergangenheit und echte Zukunft in „Einmal“ &#8211; und alle drei Zeiten stecken schon in diesem Wort „einmal“.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" src="http://www.karlheinzschreiner.at/unterseiten/bilder/paintings/paintings_main/B-Schoepfung.jpg" alt="" width="305" height="315" />Kathi Stimmers Fragen stehen im Präsens, richten sich freilich mal zur Zukunft, mal nach hinten aus: „Von wo geht unsre Freude aus? Wie lassen wir Vergang`nes los? Wie wird die Liebe in uns groß?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">In vier Liedern um das, was den Kreislauf der Zeiten überdauert, überraschend überdauert: Dass man vor lauter reden nichts tut, Karl-Otto und Henry! Bei: „Where have all the flowers gone“: das menschliche Nichtwissen und Suchen (in Partnerschaft und Krieg) – die Interpretation ist offen zwischen Hoffnung und Vergeblichkeit. Kathi Stimmers Lied spielt genau in denselben Kategorien, den versteckten Friedhof lässt sie weg, sie spielt mit dem Zusammenprall des Großen (Leid und Unfriede der Welt) mit den Problemen im Kleinen wortreicher und intensiver. Sie verzichtet auf einen Refrain, als letzter Ton bleibt die große Frage der christlichen Spiritualität im Ohr hängen: „Wie wird die Liebe in uns groß?“ &#8211; aber auch sie bleibt offen.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" src="http://punkt.files.wordpress.com/2006/11/mond.jpg?w=295&#038;h=221" alt="" width="295" height="221" />Haben die beiden letzten Lieder den Charakter einer Abendmeditation mit vielfältigen Deutungsmöglichkeiten, so hat „Einmal wurde es am Himmel hell“ ein eindeutiges Thema: Theologie der Schöpfung. Es geht nicht darum, dass Gott das Uhrwerk anschaltete – mag sein, dass er es tatsächlich tat. Es geht darum, dass alles voll seiner Präsenz ist. Dass er es ist, wenn ein Fisch im Wasser schwimmt und wenn ein Mensch mit dem anderen redet. Dass auch er es ist, wenn Kain Abel totschlägt, auch wenn ich es nicht verstehe. Denn einmal werden wir Brüder sein. Und Jesu Auferstehung, das heißt dreierlei: Versöhnung der Menschen, Gott sehen und Zukunft: „einmal wird einer aufersteh`n“. Die Überraschung bei der Wiederholung der ersten Strophe ist dann, dass das alles in der Natur schon da ist: „Einmal wurde es am Himmel hell, hier und da; einmal spross auf der Erde grün &#8230; einmal schwamm im Meer ein Fisch, hier und da, einmal sang ein Vogel im Wald&#8230;“</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" src="http://www.martin-wagner.org/schoepfung_evolution.jpg" alt="" width="292" height="213" />Meine Debatte hier mit Herrn Knab fragt nach dem heute vorherrschenden Weltbild und dem, was uns in die Zukunft führen soll. Herr Knab vertrat die These, dass heute ein zyklisches Weltbild, Nietzsches Wiederkehr des immer gleichen vorherrscht. Die von mir geschätzten Liedtexte haben etwas vom ewigen Wiederkehren, schon durch ihre Kreisform (Vielleicht ist es auch eher ein Art Hegelscher Dialektik, dass man die These vom Anfang später als eine höhere Synthese versteht.) Jedenfalls sprechen sie nicht explizit von letzten Dingen, Antichrist und Endkampf. So wie mir als Christ dieses Sprechen recht fremd ist – wie vielen Christen, seit sich die Wiederkunft des Menschensohnes, die Jesus in baldiger Zukunft erwartete (ohne es zu wissen), nicht als ein geschichtliches Ereignis erfüllt hat.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die „Apokalyptik“ der Lieder:</p>
<ul>
<li>lache über die &#8222;ewige Wiederkehr&#8220;, o Henry</li>
<li>das Wiederkehren ist schon da und noch nicht: „einmal wird einer auferstehn“;</li>
<li>schon dass wir die Frage nach dem Zuhause des Lebens stellen, ist schon irgendwie klar, dass uns eine Wohnung bereitet ist, zu der wir nicht auf alltäglichem Weg Zugang haben.</li>
<li>Über den Gräbern rottet nicht irgendetwas, wacht kein toter Stein, sondern es wächst etwas, nicht nur irgendetwas, Blumen.</li>
</ul>
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		<title>Wann zuletzt Verstecken gespielt?</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 13:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Selber Spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem &#8222;Musical&#8220; oder der Kantate &#8222;Emmaus&#8220; der Türkheimer (Wegzeichenchor u.a. mit der Michi, Sprechrolle, Gerhard sang als &#8222;der Fremde&#8220;, jüngster Spieler sein Sohn Johannes, insges. schätze ich 100 Mitwirkende) sagte ich gestern, ich hätte große Bedenken, Auferstehung auf die Bühne zu bringen. Heute würde ich das Gegenteil sagen: Sind es nicht gerade die Geschichten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=296&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal"><img src="http://www.musik-und-wort.de/hp/gfx/aktuelles_emmaus.jpg" align="right" height="292" width="207" />Nach dem <a href="http://www.maria-himmelfahrt.de/html/chore___emmausmusical.html">&#8222;Musical&#8220; oder der Kantate &#8222;Emmaus&#8220; der Türkheimer</a> (Wegzeichenchor u.a. mit der Michi, Sprechrolle, Gerhard sang als &#8222;der Fremde&#8220;, jüngster Spieler sein Sohn Johannes, insges. schätze ich 100 Mitwirkende) sagte ich gestern, ich hätte große Bedenken, Auferstehung auf die Bühne zu bringen. Heute würde ich das Gegenteil sagen: Sind es nicht gerade die Geschichten vom auferstandenen Jesus, in denen Jesus den Seinen zuruft: „Fangt mich doch!“. Wie im Kinderversteckspiel, beim Ostereiersuchen: ihr habt wohl gedacht, vor dem Grab stünden Wachen. Ha, die sind eingeschlafen. <span id="more-296"></span>Ihr habt gedacht, darin läge ein Leichnam… habt ihr euch gedacht, ja … Ihr habt euch gedacht, ihr könntet finden, wo sie ihn hingelegt haben… Ihr habt euch gedacht, ihr müsstet der Maria von Magdala nicht glauben. Ihr habt euch gedacht, so einen netten Fremden, der wird so wie ein Mensch immer bei euch bleiben … bis ihr ihn erkannt habt, den der hingerichtet war – und dann war er weg! – Zuletzt auf dem See Genezareth. Ihr habt keine Fische gefangen über Nacht, dass es nicht einmal für ein Frühstück langt? Na, „fangt sie doch“ rechts von eurem Schiff. Und heute ist Schwimmen dran, lieber Petrus, nass werden und schwimmen, das mit dem auf-dem-Wasser-gehen war ein andermal. Und die Zukunft, die Jesus seinen Freunden zutraut…</p>
<p class="MsoNormal">Nicht zu fassen.</p>
<p class="MsoNormal">Zeit für große Worte „Nie mehr […] sollt ihr Angst im Schilde führ’n“ (<a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/11/26/grillhahnchen-in-langenneufnach/">Gregor Linsen</a>s Lied) „Sind auch dir die Augen aufgegangen?“ (<a href="http://www.musik-und-wort.de/">Kathi Stimmer-Salzeder</a>), für fans des Wortes genügt „Alleluja“.</p>
<p class="MsoNormal"><img src="http://www.nabu-mv.de/nvp/kleiberschule/img/tarnen_verstecken_.jpg" align="right" height="150" width="200" />Und doch verspielt. Linsens abstrakte Musik, Kathis Stimmers Emotionen, aber nie auf voller Lautstärke: fangt es doch, Irmgard Schorers handlungsfokusierte Lieder „Ich habe den Herrn gesehen“ – die eingestreuten populären Highlights, die überraschenderweise auch davon erzählen.</p>
<p class="MsoNormal">Wenn Auferstehung nicht auch so verspielt wäre, müssten sich Musiker und Schauspieler ärgern, dass sie den Emotionen derer, die alles aufs Spiel gesetzt haben, nicht gerecht werden. Seinen Lebenseinsatz zu bringen ist eine gute Sache, aber heute, ist Spiel angesagt: Versteckulus, mit Instrumenten und Personen.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/296/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/296/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/296/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=296&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Noch mal</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/12/10/noch-mal/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 20:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meditationen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rückmeldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der ehemalige Karmelitenkirche, München, wo wir im Januar unser Stück aufführten, war jüngst eine Ausstellung &#8222;Noch mal leben&#8220; oder &#8222;Noch mal leben vor dem Tod&#8220; (ursprünglich eine Reportage im Magazin &#8222;Spiegel&#8220;).

Vor heute genau einem Jahr machte ich einen Eintrag zu Konstantin Weckers Weiße Rose Lied (wohl anlässlich des 1982-er Kinofilms &#8222;Die weiße Rose&#8220;,  [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=282&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In der ehemalige Karmelitenkirche, München, wo wir im Januar unser Stück aufführten, war jüngst eine Ausstellung <a href="http://www.noch-mal-leben-muenchen.de/index.php">&#8222;Noch mal leben&#8220;</a> oder &#8222;Noch mal leben vor dem Tod&#8220; (ursprünglich eine Reportage im Magazin &#8222;Spiegel&#8220;).</p>
<p><img src="http://www.noch-mal-leben-muenchen.de/img/header.jpg" height="120" width="650" /></p>
<p>Vor heute genau einem Jahr machte ich einen Eintrag zu <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/12/10/konstantin-weckers-lied/">Konstantin Weckers Weiße Rose Lied</a> (wohl anlässlich des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_wei%C3%9Fe_Rose_%28Film%29">1982-er Kinofilms &#8222;Die weiße Rose&#8220;</a>,  zu dem er auch ansonsten die Musik machte, geschrieben.) Ich hörte es letzten Mittwoch im Ausstellungsraum, und dieses Lied bekam in jenem Saal den größten Einzelapplaus. So mitreißend dieses und andere Lieder waren, und welch eigene Atmosphäre sie erzeugten, ans Thema Tod kamen sie nicht richtig heran. Umso bemerkenswerter die Fotos und die Erzählungen dazu. <span id="more-282"></span></p>
<p>Im Rahmen der Ausstellung gab es eine <a href="http://www.noch-mal-leben-muenchen.de/download/schwaiger.pdf">Meditation von Thomas Schwaiger</a>, dessen Buch ich eine recht wichtige Idee für mein Stück verdanke. Ein kurzes Wort zur Ausstellung selbst, die mir an die Toten, Schwerkranken und Sterbenden wach rief, die ich selbst gesehen habe. Thomas Macho in einer <a href="http://www.amazon.de/Noch-leben-Tod-Menschen-sterben/dp/product-description/3421058377">Rezension des Ausstellungskataloges in der NZZ:</a></p>
<blockquote><p>Nicht das Sterben in der Klinik steht [...] im Vordergrund, sondern das Sterben in den Hospizen, deren Arbeit eindringlich gewürdigt wird. Im Vorwort des Buchs wird eine Pflegeschwester zitiert; was sie sagt, gilt für die Hospizbewegung, aber auch für eine Betrachtung der nachfolgenden Fotos und Texte: «Man denkt, man härtet ab, aber das Gegenteil ist der Fall: Man weicht auf.</p></blockquote>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/282/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/282/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/282/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/282/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/282/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=282&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Grillhähnchen in Langenneufnach</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/11/26/grillhahnchen-in-langenneufnach/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 22:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bergpredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur  der Künstler war, wie er selbst bemerkte, im Scheinwerferlicht so etwas wie ein Grillhähnchen, das den Zuhörern serviert wurde, auch  der  nicht ganz so kleine Gast in der Langenneufnacher Kirche fühlte sich zwischen den Bänken und auf Bankheizung so ein wenig  wie im Backofen. (Eine typische Situation  für [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=279&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.edition-gl.de/typo3temp/pics/c79ca55902.jpg" align="right" height="180" width="130" />Nicht nur  der Künstler war, wie er selbst bemerkte, im Scheinwerferlicht so etwas wie ein Grillhähnchen, das den Zuhörern serviert wurde, auch  der  nicht ganz so kleine Gast in der Langenneufnacher Kirche fühlte sich zwischen den Bänken und auf Bankheizung so ein wenig  wie im Backofen. (Eine typische Situation  für Widerstandskämpfer,  siehe die drei Jünglinge im Backofen in Buch Daniel) Es ist mutig, nur mit einer klassischen Gitarre plus eigener Stimme ein Popkonzert zu geben.</p>
<p>Mag seine Lieder und seine Frömmigkeit des <a href="http://www.edition-gl.de/index.html">Gregor Linsen</a>, wenn ich sie gut kenne: &#8222;Vor dir stehn wir um dir zu singen&#8220; erzählte noch einmal die tolle Zeit beim Katholikentag in Saarbrücken. Was mir unter den unbekannten Liedern von  bei denen ich mich grundsätzlich schwer tue, herausstach, war ein Lied im Andenken eines Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus. &#8222;Unser Ja sein ein Ja, unser Nein ein Nein&#8220;. Wusste bisher nichts über <a href="http://www.nikolaus-gross.com/">Nikolaus Groß</a>, christlicher Arbeitnehmervertreter, Pressemann, Familienvater. <span id="more-279"></span>Denke, Wahrhaftigkeit ist eine Widerstandstugend, Wahrhaftigkeit was das starke Motiv dieses Liedes, es ging mir tiefer als die anderen Texte und Melodien. Ich mag auch den Sohn, der sich zunächst weigert im Weinstock des Vaters zu arbeiten, also Nein sagt, am Ende aber doch kommt (wie der Satz mit dem Ja Ja und Nein Nein aus dem Evangelium). Die ganze Familie war im damaligen Köln so richtig katholisch und katholisch eingebettet, in der Grundschule merkte man nicht, dass die Nazis an der Macht waren. Aus der Familie hielt man die Politik weitgehend heraus.</p>
<p>Langer Anhang entsprechend meiner Internetrecherche zu Nikolaus und Elisabeth Groß.</p>
<p><img src="http://www.nikolaus-gross.com/lebenslauf/bilder/leiste.jpg" height="112" width="1120" /></p>
<p>Ertappte mich gestern mal wieder, dass ich mit Kirche die bezahlten und die mächtigen Kräfte meine, so wie man mit Deutsche Bundesbahn den Vorstand und die Angestellten meint. Dagegen folgende Pointe aus einem <a href="http://www.nikolaus-gross.com/erinnerung/index.html">Interview mit einem Sohn von Nikolaus Groß</a>:</p>
<blockquote>
<p class="gross">FRAGE: Am 23. Januar 1998 fand in der St. Agnes Kirche in Köln ein Gottesdienst im Gedenken an den 53. Jahrestag der Hinrichtung Ihres Vaters statt. Vor der Kirche standen einige Demonstranten mit Plakaten, auf denen zu lesen war: &#8222;Die Kirche ehrt die Märtyer des Widerstandes und lenkt damit von ihrem eigenen Versagen in der NS-Zeit ab.&#8220; Wie bewerten Sie diesen Vorwurf und wie beurteilen Sie das Verhalten der katholischen Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus?</p>
<p>BERNHARD GROß: Es ist jedem unbenommen, seine Meinung in geeigneter Form zu äußern. Für dieses Grundrecht unserer Demokratie hat ja unser Vater auch sein Leben eingesetzt. Allerdings kann ich mit dem vorkonziliaren Kirchenverständnis dieser Frauen und Männer wenig anfangen. Mein Kirchenverständnis ist nicht eingeengt auf das Amt in der Kirche, sondern schließt die vielen und unterschiedlichen Charismen und deren Wirkmöglichkeiten mit ein. Das gilt ganz besonders für die Zeit während der nationalsozialistischen Diktatur.</p></blockquote>
<p>Was mir sonst noch an jenem Interview wichtig ist:</p>
<blockquote><p>[...] Roland Freisler hätte Nikolaus Groß gerne nachgewiesen, daß seine Motivation Widerstand zu leisten, auf den gewaltsamen Tod Hitlers ausgerichtet war. Diesen Punkt der Anklage mußte er fallen lassen. So lautete die Begründung des Todesurteils: &#8222;Er schwamm mit im Verrat, muß folglich auch darin ertrinken.&#8220;</p>
<p>Aus den vorhandenen Unterlagen ist belegbar, daß sein Handeln im Widerstand ausschließlich auf die Zeit nach dem Ende des Schreckens ausgerichtet war. Andere Thesen sind unwissenschaftlich, sie haben mit der historischen Wahrheit nichts zu tun. Das Buchmanuskript &#8222;Unter Heiligen Zeichen&#8220;, das er zeitgleich mit seiner Widerstandstätigkeit in den Jahren 1942-43 geschrieben hat, belegt eindeutig die Motivation seines Handelns im Widerstand.</p>
<p>[...] Es hat unsere Mutter tief verletzt, daß die Witwe von Roland Freisler eine hohe Beamtenpension bekam, wohingegen die Witwen der Hingerichteten um ihre berechtigten Ansprüche lange, und zum Teil noch erfolglos kämpfen mußten. Auch den Witwen der in Nürnberg hingerichteten Kriegsverbrecher bescherte der Rechtsstaat im Nachkriegsdeutschland hohe Pensionen und damit ein sorgenfreies Leben.</p></blockquote>
<blockquote><p>[...]Sein Freund Alexander Drenker hat seine Gedanken hierzu in einem Zeitungsbericht nach dem Krieg so ausgedrückt. Er schreibt unter dem Datum vom 29. Oktober 1947:</p>
<p>&#8222;Fünfzehn Jahre kannte ich ihn, aber erst als er von uns ging, wußte ich, wer er war. Als ich in meinem kleinen Buch das Kapitel über die Heiligen schrieb, dachte ich an ihn, und als ich versuchte, mir ein Bild des Arbeiters zu machen, der Träger einer kommenden Zeit sein wird, war er mein Vorbild. Was ich über den Heiligen und den Arbeiter dachte, habe ich nach seinem Maß gedacht. Nikolaus Groß ist sicherlich nicht unbemerkt durch das Leben gegangen, aber er stand nicht im Vordergrund. Er wußte öffentlich zu sprechen, klar und klug mit einer eindringlichen warmherzigen Überzeugungskraft, aber er war kein großer Redner. Die Sprache seiner Broschüren und Artikel ist geformt, aber er war kein ursprünglich begabter Schriftsteller. Seine Größe und seine Vorbildlichkeit liegen in seinem Menschentum. Er war ein Mensch, in dessen Gegenwart man gut wurde und sich seiner Unzulänglichkeit schämte. Er hatte die Tugenden, die heute am seltensten und zugleich am notwendigsten sind. Er war von einer alles und alle umfassenden Güte, er wußte um die Kraft der Milde, er war aufrichtig und wahrhaftig, starkmütig und er hat nie Aufhebens von seiner außerordentlichen Seelenkraft gemacht. Er hat sich zu einer solchen Reife der Persönlichkeit emporentwickelt, daß das Ungewöhnliche an ihm wie selbstverständlich wirkte. Ich bin überzeugt, daß Nikolaus Groß, der im Leben nicht auf dem ersten Platz stand, in Zukunft zu immer größerem Ansehen gelangen wird. Sein Andenken wird nicht verblassen, sondern das Andenken aller anderen christlichen Arbeiterführer überstrahlen, denn er besaß das, was den berühmten Menschen meistens fehlt: Das vertraute Antlitz. Jeder konnte bei ihm sein besseres Ich wiederfinden. Er hat sich im Grunde genommen durch nichts von uns unterschieden als durch sein größeres Menschentum, ich möchte eigentlich sagen, durch seine größere Heiligkeit.&#8220;</p></blockquote>
<p><span style="font-size:16pt;"></span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/279/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/279/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/279/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/279/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/279/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=279&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Energie</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/09/11/energie/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/09/11/energie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Sep 2007 12:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein schon teilweise zitierter Liedtext diesmal ganz. Ein Text von jemand der weiß, dass er sterben wird – und endlich, endlich hört er das Wort, mit dem die öffentliche Predigt Jesu beginnt: „Denkt um, denkt 180 Grad anders.“ – und antwortet darauf. 
&#160;

1. Wie mit neuen Augen, beginn’ ich neu zu sehen.
Und mit neuen Augen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=264&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal"><img src="http://www.faz.net/m/%7B99AB5985-4263-4F7E-9755-D23C957F1156%7DPicture.jpg" align="right" height="348" width="365" />Ein <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/07/30/wieviel-tod-halte-ich-heute-aus-und-paudis/">schon teilweise zitierter Liedtext</a> diesmal ganz. Ein Text von jemand der weiß, dass er sterben wird – und endlich, endlich hört er das Wort, mit dem die öffentliche Predigt Jesu beginnt: „Denkt um, denkt 180 Grad anders.“ – und antwortet darauf. <span id="more-264"></span></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">1. Wie mit neuen Augen, beginn’ ich neu zu sehen.</p>
<p class="MsoNormal">Und mit neuen Augen will ich nun weitergehen.</p>
<p class="MsoNormal">Den Weg bisher, so lang und schwer, seh ich auf einmal anders.</p>
<p class="MsoNormal">Ich sehe neu und anders – und wie vorher.</p>
<p class="MsoNormal">Ich sehe neu und anders – und wie vorher.</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal">2. Wie mit neuen Sinnen beginn’ ich zu empfinden.</p>
<p class="MsoNormal">Was mich selbst behindert, das kann ich überwinden.</p>
<p class="MsoNormal">Ich fühl’ es neu. So vielerlei empfind ich neu und anders,</p>
<p class="MsoNormal">empfinde neu und anders: was es auch sei.</p>
<p class="MsoNormal">Empfinde neu und anders: was es auch sei.</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal">3. Wie mit neuen Kräften kann ich frisch weitergehen.</p>
<p class="MsoNormal">Näher rückt das Ziel jetzt &#8211; und ist schon bald zu sehen.</p>
<p class="MsoNormal">Ich spüre wie die Energie mich antreibt und verwandelt,</p>
<p class="MsoNormal">mich antreibt und verwandelt: so stark wie nie.</p>
<p class="MsoNormal">Mich antreibt und verwandelt: so stark wie nie.</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal">4. Bin auf einmal mutig und kann neu wieder hoffen.</p>
<p class="MsoNormal">Neue Wege stehen jetzt mir auf einmal offen.</p>
<p class="MsoNormal">Und Zuversicht verlässt mich nicht.</p>
<p class="MsoNormal">Es ist fast nicht zu fassen:</p>
<p class="MsoNormal">Ganz mutig und gelassen &#8211; im hellen Licht.</p>
<p class="MsoNormal">Ganz mutig und gelassen &#8211; im hellen Licht.</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal">5. Bin in Gott geborgen und spüre seine Nähe,</p>
<p class="MsoNormal">ganz in Gott geborgen, wohin ich immer gehe.</p>
<p class="MsoNormal">Er ist stets hier bei dir und mir,</p>
<p class="MsoNormal">ich spüre seinen Frieden</p>
<p class="MsoNormal">Ich spüre Gottes Frieden ganz tief in mir.</p>
<p class="MsoNormal">Ich spüre Gottes Frieden ganz tief in mir.</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal"><img src="http://www.faz.net/m/%7B8DB9763C-2AB0-49C6-AECF-2C52E99A709D%7DPicture.jpg" align="right" height="351" width="359" />Rolf Krenzers Text ist nicht so seiltänzerisch sicher wie die <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/31/lyrik-songtexte-kunst-seiltanzen/">Ballade von Felix Fliegenbeil </a>von Michael Ende. (Um hier ein bisschen zu kritisieren. Platt ist in der letzten Strophe „bei dir und mir“, assoziiere das mit: „auch dabei beim Ringelreihen“ – unmotiviert falsche Satzstellung „neue Wege stehen jetzt mir auf einmal offen“: das können keine besonders tollen neuen Wege sein).</p>
<p class="MsoNormal">Mag beide Texte, Krenzers Text aber trotz der sprachlichen Unschärfen lieber. (Wer weiter liest sollte Endes Liedtext – nachzulesen <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/31/lyrik-songtexte-kunst-seiltanzen/">hier</a> – auch kennen.) Felix Fliegenbeil ist Fidibus, Künstler aber gleichzeitig Techniker, Leistungssportler. Und seine „neuen Wege“ enden im Niemandsland, enthoben aus der Gesellschaft, ein einsamer Wanderer zwischen den Galaxien, immerhin nicht unglücklich Er hat sich von der Materie befreit, er braucht kein Seil mehr. Für den Komponisten Willfried Hiller ist zwischen den Planeten das Land der Sehnsucht. Beim Blick dorthin erwartete seine Mutter zuhause den Vater und sein Vater im Krieg die Heimkehr – aber er kam nicht mehr vom Krieg zurück. Das in der Kriegszeit geborene Kind hieß dann Will-fried, es personifiziert den Frieden, egal was auf der Erde sonst da ist (so wie auch bei Krenzer Gottes Friede am Ende gespürt wird). Und dieser Willfried macht die Musik zur Space Shuttle Fahrt des Felix Fliegenbeil. Es geht beim Abheben ins All nicht um das alleinige Expertentum, sondern um Gemeinschaft, nicht um die Freiheit der Bewegung, sondern den Frieden. Auch wenn bei der Lage der Dinge manchmal ein bisschen Vergeistigung und Abstraktion gut tut.</p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://www.rolfkrenzer.de/"><img src="http://www.faz.net/m/%7BB4D6FAA1-9779-411D-890F-62CAC8B2FE5E%7DPicture.jpg" align="right" height="180" width="366" />Rolf Krenzer war Behindertenpädagoge</a>, das Texten und goldene-Schallplatten-Einheimsen hat er nebenbei gemacht. Er ging also der Vergeistigung und dem Abstrakten – zu dem einen das Texten schon hinzieht – durch einen konkreten, menschennahen Beruf aus dem Weg. Was war in seinem Leben „so lang und schwer“? – Ein <a href="http://www.rolfkrenzer.de/JPG/zeitung/krenzer01.jpg">Zeitungsartikel zu seinem Tode</a> deutet zwei Geschichten an. Rektor einer Schule war er gewesen, und wegen etwas, das im Nachhinein und von Außen wie eine Lappalie aussieht (irgendein gezeigter Film im Sexualkundeunterricht) – wurde er diesen Job wieder los. Macht man das mit einem hochgeschätzten Kinderbuchautor? … aber das sieht jetzt anders ganz anders aus – nicht deshalb, weil Gras über die Sache gewachsen ist, sondern weil dem Sänger neue Augen gewachsen ist. (Er hat nicht mehr die paradoxen Augen, von denen Jesus spricht, mit denen man nichts sieht.)</p>
<p class="MsoNormal"><img src="http://www.faz.net/m/%7B9A3ACFF0-51CE-4308-B11F-704D2A65B67D%7DPicture.jpg" align="right" height="420" width="363" />Zuletzt litt Rolf Krenzer an Krebs: und da stehen „neue Wege stehen [mir auf einmal] offen“! Wie bereits angemerkt, der Satz selber ist ungeschickt gesagt. Ihm glauben oder nicht? Ich will den Satz als das Ausschlüpfen aus einem Concon interpretieren, weil der bald folgende Satz „Es ist fast nicht zu fassen:“ dann wirklich schmetterlingsartige Züge trägt. Normalerweise eher ein Umgangssprachesatz, aber im richtigen Kontext: schmetterlingshaft „im hellen Licht“.</p>
<p class="MsoNormal">Es kommt nur ein technisches, leistungsorientiertes Wort in Krenzers Text vor, aber das gleich in der Mitte: Energie. – Dadurch wird Krenzers Lied auch ein Angebot an den Hochleistungskünstler Felix Fliegenbeil. Er hört sein Schlagwort, aber in welchem Sinne? Die Energie nicht als das, was den ehrgeizigen Leistungsträger der Gesellschaft antreibt, nicht als das, wodurch man die Kunst vervollkommnet. Sondern sie ist eine Verwandlungsmacht eine außergewöhnlich starke Verwandlungsmacht, sie verändert das Subjekt und die Welt – ohne Leistung, ohne Genie, nicht als Abstraktion. Sie besteht darin, dass Friede da ist. Wer es fassen kann, der fasse es.</p>
<p class="MsoNormal"><img src="http://www.faz.net/m/%7BB1C4D440-1B91-4E71-98F9-7C1F0A3D9B13%7DPicture.jpg" align="right" height="181" width="356" />(<span class="dunkelgrau fs-10 lh-12">Bildmaterial: <a href="http://www.faz.net/s/RubBC09F7BF72A2405A96718ECBFB68FBFE/Doc~E0BF4318EB39C4235B324A34201EBB732~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>; Asia House Gallery, Bilder von Htein Lin, sieben Jahre politischer Gefangener in Myanmar, dort im Geheimen gezeichnet)</span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/264/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/264/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/264/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/264/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/264/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=264&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wieviel Tod halte ich aus? (und Barockmalerei)</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/07/30/wieviel-tod-halte-ich-heute-aus-und-paudis/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/07/30/wieviel-tod-halte-ich-heute-aus-und-paudis/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jul 2007 13:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; Ein klein Wenig, das ging beim offenen Singen in Türkheim. Unterer Text sei der letzte von Liedtext von Rolf Krenzer (1936-2007) vor seinem Tod. Das erzählte Robert F., der uns das Lied vorstellte. Mag auch die Melodie von Robert Haas.
Wie mit neuen Augen, beginn’ ich neu zu sehen.
Und mit neuen Augen will ich nun [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=259&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.rolfkrenzer.de/jpg/2002_6a.jpg" align="right" height="126" width="146" />&#8230; Ein klein Wenig, das ging beim offenen Singen in Türkheim. Unterer Text sei der letzte von Liedtext von <a href="http://www.rolfkrenzer.de/">Rolf Krenzer</a> (1936-2007) vor seinem Tod. Das erzählte Robert F., der uns das Lied vorstellte. Mag auch die Melodie von <a href="http://www.robert-haas.de/">Robert Haas</a>.</p>
<blockquote><p>Wie mit neuen Augen, beginn’ ich neu zu sehen.<br />
Und mit neuen Augen will ich nun weitergehen.<br />
Den Weg bisher, so lang und schwer, seh ich auf einmal anders.<br />
Ich sehe neu und anders – und wie vorher.<br />
Ich sehe neu und anders – und wie vorher.</p></blockquote>
<p><span id="more-259"></span><img src="http://www.br-online.de/kultur-szene/artikel/0704/26-bayerisch-rembrandt/foto/hermitage.jpg" align="middle" height="573" width="431" /></p>
<p>Die anderen Strophen sind genauso gut und schlecht. (Ich lernte sie alle auswendig.) Jede Strophe erzählt von etwas NEUEM und betont das neue und bleibt dabei in vielen Worten. Nur das Motiv vom WEG schmuggelt sich dazu in alle Strophen hinein. Mehr verrate ich nicht.</p>
<p>Was man aber (mit gewissem Vorwissen) schon in der ersten Strophe sieht (und an der Melodie hört): der Tod ist schon da, in allem neuen, in allem sich auf den Weg machen. Es ist vielleicht sogar schon alles die Perspektive danach. Oder es ist die Perspektive dessen, der immer das „ich weiß, ich muss sterben“ vor Augen hat. Das macht ihm aber keine Angst, sondern gibt ihm den neuen Blick. (Den Blick, den man so ganz natürlich von einer Reise oder vom Urlaub erwartet. Aber man muss nicht den physischen Ort wechseln.)</p>
<p><img src="http://www.br-online.de/kultur-szene/artikel/0704/26-bayerisch-rembrandt/foto/bauer.jpg" align="right" height="480" width="335" />Die Zeit des Barock hat sich viel dem Tod ausgesetzt (- und notgedrungen ausgesetzt gesehen – neben hoher Kinder und Müttersterblichkeit war es ja nur kurz nach dem 30-jährigen Krieg). In Freising war <a href="http://www.erzbistum-muenchen-und-freising.de/EMF009/EMF000828.asp?NewsID=12336">eine faszinierende Ausstellung</a> zum Rembrandschüler <a href="http://www.br-online.de/kultur-szene/artikel/0704/26-bayerisch-rembrandt/index.xml?theme=print">Christoffer Paudiß</a> (1630-1666). Er malt so oft die glimmende Glut, die so leicht erlöschen kann (ein Stück Kohle, Glut in Pfeifen, Lunten oder Laternen), zerschlagene Eier als Bild der menschlichen Unfruchtbarkeit, ein unangenehmes Grinsen von Leuten, die ein Tier erlegt haben, als hätten sie durch das Töten von jemand anderem den eigenen Tod besiegt – oder auch <a href="http://www.museumonline.at/2003/bilder_nach_bildern/Rastbichler/name.html">Hieronymus neben einem Totenschädel und welkenden Blumen</a>. – Trotzdem liebte man die Menschen im Barock, die Bilder des Paudiß zeigen insbesondere eine Liebe zu den kleinen Leuten, auch zu Tieren. Paudiß starb, oft verkannt, in einem Alter jünger als ich jetzt schon geworden bin.</p>
<p>P.S.: Wie die Scholls sich dem Tod stellen mussten, dazu hab ich hier ja schon manches überlegt, siehe zum Beispiel hier und hier.</p>
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		<title>Vier Bühnen: Clowns, Kammer, Vampire, Fiktion</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/02/13/vier-buhnen-clowns-kammer-vampire-fiktion/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Feb 2007 22:05:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rückmeldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vieles gesehen, die letzte Woche. Alles was man kritisiert auch als Kritik am eigenen verstehen (Kritik kann ja auch ein Lob sein, griechisch krinein heißt einfach urteilen.-): 
1) Newcomer Abend im Unterton ( Kabarettkeller in München, Abend für Zaubern und andere Kleinkunst). Die Pantomime, die mal himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt Rosenblätter abzupft, wenige [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=227&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.versacrum.de/images/sk_226.jpg" align="right" height="190" width="139" />Vieles gesehen, die letzte Woche. Alles was man kritisiert auch als Kritik am eigenen verstehen (Kritik kann ja auch ein Lob sein, griechisch krinein heißt einfach urteilen.-): <span id="more-227"></span></p>
<p>1) Newcomer Abend im Unterton ( Kabarettkeller in München, <strong>Abend für Zaubern und andere Kleinkunst</strong>). Die Pantomime, die mal himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt Rosenblätter abzupft, wenige Szenen, wo wir dieses emotionale Schwanken der Liebe ein wenig darstellen: Sophie und Fritz, und als Hans sich ins Getümmel hineinstürzen will. Verstehe U., die sagt, davon hätte sie gern mehr gesehen.</p>
<p><img src="http://www.gs-kunst.de/images/humboldtstrasse1.jpg" align="left" height="265" width="329" />In der letzten Nummer jenes Abends endlich, Livemusik: ein Clown sitzt am Akkordeon und lässt seine Zaubermeisterin manchmal hängen. Der Clown hat Probleme mit seiner Gesichtsmuskulatur, genauso wie er Probleme mit dem Akkordeon hat, es ist, als sind seine Patzer nicht absichtlich. Da ist Frau Zauberkünstler manchmal bitterböse alleingelassen, sie deutet mit ärgerlichen Blicken nach hinten &#8211; aber sie greift nicht an, sozusagen: sie greift nicht zur Gewalt, hält sich an die demokratischen Spielregeln. Und sie zaubert doch. Daraus wird die zweite Supernummer des Abends. &#8211; Man braucht nicht die Gewalt darzustellen, man braucht nicht das Siegen darzustellen, die Welt wird nicht durch die Helden gerettet.</p>
<p>Normalerweise ist Flugblätterlegen keine Heldentat, aber es gilt nun einmal als die Heldentat von Hans und Sophie Scholl. Deshalb ist es vielleicht nicht dumm, dass unser Stück auf diese Heldentat verzichtet. Mag es auch sein, dass wir nicht so viel Humor in unsere Schlussszene legen konnten als Clown und Frau Zauberin.</p>
<p><img src="http://www.wortgestoeber.de/wg-besprochen/bilder/schwestern_1.jpg" align="left" height="202" width="270" />2) Auf eine verrückte Art zwei Ebenen wurden dargestellt in <strong><a href="http://www.muenchner-kammerspiele.de/index2.php?&amp;URL=home.php?">Tschechows &#8222;Drei Schwestern&#8220; in den Münchner Kammerspielen</a></strong>. Zwischenhinein ziehen die Schauspieler einfach Puppenmasken auf. Eigentlich sind die drei Schwestern noch die Mädchen, die sie vor 11 Jahren waren, als sie noch mit Puppen spielten, so, als wären sie selber welche. Tschechows Plot ist ähnlich dem unseren, es geht um die Entlarvung des Inneren. Nur wird da nicht die Kraft zur Entscheidung entdeckt, sondern auf der Reise ins Innere wird entlarvt, dass da drinnen eigentlich noch viel weniger ist als äußerlich geboten ist. In diesem Dreistünder Stück werden fast gar keine Entscheidungen getroffen. <img src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_1846_gr.jpg" align="left" height="256" width="340" />Die wenigen, die getroffen werden, macht ein unglücklicher Umstand wieder zunichte. Dabei hängt die ganze Bühne voller Wunschzettel. Die Nikolausnüsse fallen im ersten Akt auch noch von der Decke, und sind einen ganzen Akt lang ein tolles Requisit, aber das Christkind kommt nicht mehr. Die Zettel werden nie weniger! Nicht den billigsten Wunsch können die Schwestern in die Tat umsetzen. &#8211; Das ist die Situation vor Hitler, bei Tschechow waren es die Jahre vor der kommunistischen Revolution als er schrieb. &#8211; Bei uns ist es umgekehrt: das Äußere ist ganz schal bzw. furchtbar, aber im Inneren wachsen die Kräfte.</p>
<p><img src="http://www.spiegel.de/img/0,1020,746524,00.jpg" align="right" height="420" width="274" />Noch härter als meine Kommentare ist die Deutung, die <a href="http://http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,450864,00.html">der Spiegel zum letzten Akt</a> anbietet. Auch das ist eine Parallele zu uns, weil in &#8222;Fangt uns doch&#8220; sich der Tod ja auch blicken lässt:</p>
<blockquote><p>Aber in Wahrheit sind sie sowieso alle tot &#8211; das nämlich ist der Clou der knapp dreieinhalb Stunden langen Kriegenburgschen Sehnsuchtsschwelgerei: Die Wäschekammer, in der er seine &#8222;Drei Schwestern&#8220; spielen lässt, ist ein Totenhaus. Die gelblichweißen Gewänder, die alle Menschen, auch die Soldaten im Haus der drei Heldinnen, tragen, sind Leichenhemden. Und immer mal wieder stülpen sich die Akteure unförmige, schauerliche Gipskopfmasken über die Häupter, dann ist Mummenschanzalarm im Reich der Mumien und Lemuren.</p></blockquote>
<p><img src="http://www.musical-in.de/grafiken/tanz-der-vampire.jpg" align="left" height="236" width="350" />3)  Mario wies mich in der Pause auf das Lied von der Gier in der <strong>Nacht der Vampire</strong> hin und war gespannt, was ich davon halte. So denn meine Antwort: das Lied bringt die Stimmung des Stückes besser auf den Punkt wie der angebliche Grusel und die musicaltypischen Romanzen. Ewig leben, aber nicht zufrieden sein, immer auf der Suche sein nach dem nächsten ewigen Augenblick. (Das, was auch der Hexe im ersten Narnia-Roman &#8222;The Magican&#8217;s Nephew&#8220; am Ende blüht.) Das ist Ewigkeit eins bei Kierkegaard, die erste Ewigkeit des Augenblicks: Saras Kehle schon in der Hand haben, aber den Biss auf den Ball aufheben. Das ist der Bestfall: normalerweise hat der Graf ja zugebissen, aber dadurch wurde seine Gier nur immer größer. Ähnliches Ewigkeitsstreben bei den &#8222;Guten&#8220;, immer in der Badewanne liegen, immer soll es die liebe kleine Tochter bleiben, immer hilft Knoblauch; das irremachende Staunen in der Bibliothek, man kann ewig weiter lesen und bekommt die Lesesucht.</p>
<p>Über Ewigkeit zwei und Ewigkeit drei bei Kierkegaard rede ich lieber mündlich, aber sie kommen bei den Vampiren nicht vor. (Mit vielleicht einer Ausnahme vielleicht, der Professorengehilfe, in zweifacher Hinsicht, im Job und als Lover.) Kommen Ewigkeit zwei und Ewigkeit drei in &#8222;Fangt uns doch&#8220; vor? So ansatzweise. &#8211; Bei uns kommt Ewigkeit eins wohl nicht vor. Verlieren wir Bodenhaftung? &#8211; Warum bin ich nur so ein schlechter Kucker und sehe nicht, ob Sara am Ende während dem Schlusslied noch gebissen hat?</p>
<p>Die ganze Nummer jedenfalls eine verrückt tolle Leistung und viel Spaß. &#8211; Mein Lieblingmusical bleibt freilich &#8222;Dancer in the Dark&#8220;.</p>
<p><img src="http://www.zelluloid.de/images/szenen/458bf526666b0.jpg" align="left" height="200" width="300" />4) Schriftsteller als Leute am Verzweifeln, so der <strong>Kinofilm &#8222;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0420223/quotes">Stanger than Fiction</a>&#8222;</strong> (deutsch: Schräger als Fiktion) gestern Abend. Die Personen im Film waren mir recht sympathisch. Interessant vor allem jene Schriftstellerin, die sich verrückt macht, weil sie ihren Roman nicht hinkriegt. Und da machen sich die Figuren selbstständig. Aber man höre und staune, so wird es besser! Sie selber leistet durch ihr Erzählen einen wichtigen Beitrag, und ihre Hauptperson leistet durch sein Tun einen wichtigen Beitrag. Hinter dieser verrückten Fassade, der Schriftstellerin, die irgendwie gezwungen ist, so zu schreiben, wie sie schreiben kann und bisher geschrieben hat, steckt eine unbändige Leidenschaft. Wie macht sich diese Frau kaputt um den Platz und die Geschichte zu finden, an dem ihre Geschichte zu Ende kommt. Und wie gut ist es am Ende, das ganze in andere Hände zu legen, zufrieden zu sein, doch eher eine zweitklassige Geschichte geschrieben zu haben.</p>
<p>Dass die Geschichte dieses Films eine geniale Art ist, von Gott zu erzählen, sah nur <a href="http://www.martin-loewenstein.de/">einer der Internetschreiber (siehe 11.Feb.07)</a>, die ich gelesen habe.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Lyrik, Songtexte, Kunst, Seiltanzen</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/31/lyrik-songtexte-kunst-seiltanzen/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 13:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Gedicht des Tages des DLF war gestern ein Spiegelgedicht, identisch waren die erste und die achte Zeile, die zweite und die siebte, die dritte und die sechste und die vierte mit der fünften. Interpretiert wird dieses Klagbund Gedicht wie folgt:
Der Dichter exponiert sich in seinem Liebespoem nicht mit origineller Metaphorik, sondern collagiert Versatzstücke aus [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=219&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://druckgrafik-wolfgang-werner.de/images/thumbnails_large/Seiltaenzer_2.jpg" align="right" height="216" width="271" />Im <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/lyrikkalender/585245/">Gedicht des Tages des DLF</a> war gestern ein Spiegelgedicht, identisch waren die erste und die achte Zeile, die zweite und die siebte, die dritte und die sechste und die vierte mit der fünften. Interpretiert wird dieses Klagbund Gedicht wie folgt:</p>
<blockquote><p>Der Dichter exponiert sich in seinem Liebespoem nicht mit origineller Metaphorik, sondern collagiert Versatzstücke aus den Trivialmythen der Schlagerwelt. Aber er erfüllt damit jenes Kriterium für lyrische Modernität, das ein weiterer Klabund-Bewunderer, der Dichter Gottfried Benn (1886-1956) verfügt hatte: Moderne Gedichte, so Benn, seien zuvorderst &#8222;Schlager von Klasse&#8220;.</p></blockquote>
<p>Als Beispiel eines guten Textes hab ein Michael Ende Lied im Kopf (das Willfried Hiller vertont hat). Es findet sich (mit ein paar kleinen Fehlern) <a href="http://www.achi.at/forum/threads/show/?language=de&amp;group=43&amp;thread=3056">hier</a>. Ich zitiere &#8222;Die Ballade vom Seiltänzer&#8220; aus dem <a href="http://www.radar-music.cms-domain.de/168.html">&#8222;Trödelmarkt der Träume&#8220;</a> vollständig:</p>
<p style="text-align:center;" align="center">Es war ein Tänzer auf dem Seil<br />
mit Namen Felix Fliegenbeil,<br />
der Größte aller Zeiten,<br />
das kann man nicht bestreiten.<br />
Ihm lag nicht viel an Gut und Geld,<br />
nichts an der Menge Gunst,<br />
ihm ging´s nicht um den Ruhm der Welt,<br />
ihm ging es um die Kunst.<br />
<span id="more-219"></span></p>
<p align="center">Schon in der Seiltanzschule war,<br />
er bald der Beste in der Schar,<br />
und als ein Jahr vorüber,<br />
war er dem Lehrer über.<br />
Da sagte der in mildem Ton:<br />
&#8222;Du Wunderkind, ade!<br />
Ich kann dich nichts mehr lehren, Sohn,<br />
drum geh mit Gott &#8211; doch geh!&#8220;</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="center">So zog er in die Welt hinaus,<br />
wohin er kam, erscholl Applaus.<br />
Die ganze Welt bereist er<br />
und suchte seinen Meister.<br />
Doch keiner tanzte so genial<br />
die Sprünge des Balletts<br />
hoch droben auf dem Seil aus Stahl<br />
und immer ohne Netz.</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="center">Da er den Meister nirgends fand,<br />
beschloss er endlich kurze Hand,<br />
statt andre zu begeistern,<br />
sich selber zu bemeistern.<br />
&#8222;Mein Tanz&#8220;, sprach Felix Fliegenbeil,<br />
&#8222;ist noch kein Meisterstück.<br />
Zwar kann ich alles auf dem Seil,<br />
doch ist das Seil zu dick.&#8220;</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="center">Drum spannte er von Haus zu Haus<br />
nun einen Draht anstatt des Taus<br />
und übte, drauf zu springen.<br />
Das sollte bald gelingen.<br />
Dann nahm er einen dünnern Draht<br />
und einen dünnsten noch-<br />
es dauerte zwei Jahre grad,<br />
dann konnte er´s jedoch.</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="center">Und schließlich kam das siebte Jahr,<br />
da tanzte er auf einem Haar,<br />
gespannt von Turm zu Turm,<br />
dort schritt er hin im Sturm.<br />
Das Publikum sah schweigend zu<br />
und hielt die Hüte fest.<br />
Dann aber kam der Clou,<br />
der sich kaum glauben lässt:</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="center">Denn eines Tages um acht Uhr Früh,<br />
da spannte er nichts mehr zwischen sie.<br />
Er tanzte auf der Leere,<br />
als ob dort etwas wäre.<br />
Hoch überm Abgrund ging es zwar<br />
mit leichtem Tänzerschritt,<br />
doch weil er ohne Halt nun war,<br />
nahm ihn ein Windstoß mit.</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="center">Wer weiß, wohin der Wind ihn trieb.<br />
Ein Astronom allein beschrieb,<br />
was er im Fernrohr schaute<br />
im Sternbild Argonaute.<br />
Es sei, sprach er, gewiss kein Traum.<br />
Er habe ihn gesehen,<br />
von Stern zu Stern im Himmelsraum<br />
wie einen Tänzer gehn.</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="center">Es war der Tänzer ohne Seil<br />
mit Namen Felix Fliegenbeil,<br />
der Größte aller Zeiten,<br />
das wird man nicht bestreiten.<br />
Ihm lag nichts mehr an Gut und Geld,<br />
nichts an der Menge Gunst,<br />
ihm ging´s nicht um den Ruhm der Welt,<br />
ihm ging es um die Kunst!</p>
<p><img src="http://www.radar-music.cms-domain.de/uploads/tx_templavoila/ende_hiller_troedelmarkt_01.jpg" align="right" height="100" width="107" />Ich zitiere hier die Strophen, in denen unterer Text nicht stimmt Mehrere Punkte, warum der Text gut ist</p>
<ul>
<li class="MsoNormal">sehr eingängige Sprache,      nicht aufgesetzte, sondern recht natürliche Verse. Man könnte den Text      fast auch als Prosa lesen. Es gibt einen offensichtlichen und klaren      Handlungsstrang.</li>
<li class="MsoNormal">Die eingängige Sprache      entspricht der Leichtigkeit der Handlung, der Leichtigkeit wie Felix      Fliegenbeil auf dem Seil tanzt</li>
<li class="MsoNormal">Der Fokus des ganzen      Gedichtes ist auf eines, eine Zeile &#8222;ihm ging es um die Kunst&#8220;.      Die Skurrilität von Kunst kommt anschaulich heraus, aber auch die großen      Fähigkeiten des Künstlers.</li>
<li class="MsoNormal">Toll ist, wie das Thema      Kunst und das Thema Seiltänzerschaft zusammengebracht wird: beides ist      eine Luftnummer, man hat nichts in der Hand, und dennoch hat es was.</li>
<li class="MsoNormal">Der Text schafft ein gutes      Klima, dass man sich mit dem Felix Fliegenbeil identifiziert. (Das muss      ein Schlager ja auch leisten. Aber hier geschieht es nicht platt. &#8211; und      nicht so depressiv melancholisch wie sonst oft in Ende/Hiller/Woska       &#8222;Trödelmarkt der Träume&#8220;.)</li>
</ul>
<p>Gleichzeitig ist der Text ein Lied. Selbstverständlich soll er gesungen werden. Ich glaube, dass das Songhafte spätestens für die Lyrik nach dem zweiten Weltkrieg nicht mehr typisch ist (wie es Benn &#8211; wahrscheinlich vor dem Krieg &#8211; für die Moderne meinte). Aber es gibt heute auch gute vertonbare lyrisch anspruchsvolle Texte: den obigen, im Stück zitieren wir ja Kaschnitz.</p>
<p>Es ist wie wenn ich dramatisch Kleist lese. Ich weiß, wenn ich schreibe, an so ein Genie komme nie hin. (Und dennoch, auch wenn &#8222;Fangt uns doch&#8220; nicht so leicht geworden ist wie Felix Fliegenbeil, so hängt es vielleicht mehr in der Realität &#8211; als in der reinen Kunst.)</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/219/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/219/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/219/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/219/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/219/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/219/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/219/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/219/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=219&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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