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	<title>Fangt uns doch &#187; Kostüme</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Fangt uns doch &#187; Kostüme</title>
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		<title>Nobelpreis für Widerstand</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 11:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kostüme]]></category>
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		<description><![CDATA[Bin recht angetan von der Rede Herta Müllers &#8222;Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis&#8220; bei der Nobelpreisverleihung am Montag. Ein interessanter Kommentar zur Feierlichkeit findet sich in der FAZ:
In ihrem schlichten schwarzen Kleid mit weißem Gürtel und weißem Saum war Herta Müller inmitten der opulenten Ballroben und des allgemeinen Geglitzers mancher echter und vieler falscher [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=581&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Bin recht angetan von der Rede Herta Müllers &#8222;<a href="http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~EED52CE88668344B1AD22F0676425855F~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis</a>&#8220; bei der Nobelpreisverleihung am Montag. Ein interessanter <a href="http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~EFD2C45E851644E76BC50B7BB67F4385B~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Kommentar zur Feierlichkeit</a> findet sich in der FAZ:</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 368px"><img src="http://www.faz.net/m/%7B9B4C8C36-0726-4266-9AD7-A561661F5FEA%7DPicture.jpg" alt="" width="358" height="235" /><p class="wp-caption-text">Herta Müller beim Bankett</p></div>
<p style="padding-left:30px;">In ihrem schlichten schwarzen Kleid mit weißem Gürtel und weißem Saum war Herta Müller inmitten der opulenten Ballroben und des allgemeinen Geglitzers mancher echter und vieler falscher Juwelen die eigentliche Hauptperson des Abends. Nicht nur in ihrer Erscheinung steht sie für die Konzentration aufs Wesentliche.</p>
<p>Leseprobe <span id="more-581"></span>aus der Rede. Müller arbeitet als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik und wird, weil sie nicht für den Geheimdienst arbeiten will, Stück für Stück herausgemobt. Einige Wochen vor ihrer Entlassung muss sie auf der Treppe arbeiten:</p>
<p style="padding-left:30px;">In der Zeit, als ich ein Treppenwitz war, habe ich im Lexikon nachgeblättert, was es mit dem Wort TREPPE auf sich hat: Die erste Stufe der Treppe heißt ANTRITT, die letzte Stufe AUSTRITT. Die waagerechten Stufen zum Drauftreten sind seitlich in die TREPPENWANGEN eingepasst. Und die Freiräume zwischen den einzelnen Stufen heißen sogar TREPPENAUGEN. Von den Bauteilen der hydraulischen, ölverschmierten Maschinen kannte ich die schönen Wörter: SCHWALBENSCHWANZ, SCHWANENHALS, der Halt der Schrauben hieß SCHRAUBENMUTTER. Und genauso verblüfften mich die poetischen Namen der Treppenteile, die Schönheit der technischen Sprache. TREPPENWANGEN, TREPPENAUGEN &#8211; also hat die Treppe ein Gesicht. Ob aus Holz oder Stein, Beton oder Eisen &#8211; wieso bauen die Menschen selbst in die sperrigsten Dinge der Welt ihr eigenes Antlitz hinein, geben totem Material die Namen vom eigenen Fleisch, personifizieren es zu Körperteilen. Wird den Spezialisten der Technik die schroffe Arbeit erst erträglich durch versteckte Zärtlichkeit.</p>
<p>Herta Müller hatte das Glück (und die Stärke), die Mitarbeit mit der Securitate abzulehnen &#8211; sie erzählt es in ihrer Rede. Wie schnell man in den rumänischen Geheimdienst kam, wie lange man daran zu schlucken hat, und wie man sich mit sich selber versöhnen kann &#8211; dazu empfehle ich ein <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?key=standard_document_38433315&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=5982&amp;msg=5982&amp;jm=2&amp;mediakey=fs/hauptsachekultur/20091211_hk_werner_soellner">Video zu Werner Söllner im HR</a>.</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow:hidden;position:absolute;left:-10000px;top:125px;width:1px;height:1px;">In der Zeit, als ich ein Treppenwitz war, habe ich im Lexikon nachgeblättert, was es mit dem Wort TREPPE auf sich hat: Die erste Stufe der Treppe heißt ANTRITT, die letzte Stufe AUSTRITT. Die waagerechten Stufen zum Drauftreten sind seitlich in die TREPPENWANGEN eingepasst. Und die Freiräume zwischen den einzelnen Stufen heißen sogar TREPPENAUGEN. Von den Bauteilen der hydraulischen, ölverschmierten Maschinen kannte ich die schönen Wörter: SCHWALBENSCHWANZ, SCHWANENHALS, der Halt der Schrauben hieß SCHRAUBENMUTTER. Und genauso verblüfften mich die poetischen Namen der Treppenteile, die Schönheit der technischen Sprache. TREPPENWANGEN, TREPPENAUGEN &#8211; also hat die Treppe ein Gesicht. Ob aus Holz oder Stein, Beton oder Eisen &#8211; wieso bauen die Menschen selbst in die sperrigsten Dinge der Welt ihr eigenes Antlitz hinein, geben totem Material die Namen vom eigenen Fleisch, personifizieren es zu Körperteilen. Wird den Spezialisten der Technik die schroffe Arbeit erst erträglich durch versteckte Zärtlichkeit.</div>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/581/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/581/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/581/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=581&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Invasion!</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/06/07/invasion/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/06/07/invasion/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 20:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Umgang mit den Fremden ist großes Thema bei den Kammerspielen in dieser Spielzeit, „Invasion&#8220; (Kritiken hier) von Jonas Hassen Khemiri dauert nur 40 Minuten, entdeckte einige interessante Aspekte an diesem Thema. Zum Lachen: Alle haben etwas oder wollen etwas mit Abulkasem – den aber gibt es gar nicht wirklich, wenigstens nicht in Schweden, wo [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=304&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3030_gr.jpg" alt="" width="297" height="223" />Der Umgang mit den Fremden ist großes Thema bei den Kammerspielen in dieser Spielzeit, „Invasion&#8220; (Kritiken <a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1107&amp;Itemid=1">hier</a>) von <a href="http://www.muenchner-kammerspiele.de/index2.php?&amp;URL=ensemble_ueber.php?ID=3%A7detail=1289%A7">Jonas Hassen Khemiri</a> dauert nur 40 Minuten, entdeckte einige interessante Aspekte an diesem Thema. Zum Lachen: Alle haben etwas oder wollen etwas mit Abulkasem – den aber gibt es gar nicht wirklich, <span id="more-304"></span>wenigstens nicht in Schweden, wo das Stück spielt: er ist zunächst Held einer griechischen Sage, auch in 1001 Nacht, dann eine Redensart in einer Schulklasse, dann Alibi-Name für zwei Flirts, gesuchter Verbrecher, Terrorist, Asylbewerber, berühmte tunesische Sängerin – am Ende ist die Mauer umgefallen, alle stehen sie in den Ruinen, es wird erzählt: jemand ungenannter verstümmelt sich anonym die Hand, vielleicht ist es jener Asylbewerber, niemand bezweifelt jedenfalls, dass es Abulkasem ist. Bei uns geht jedenfalls alles weiter.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3028_gr.jpg" alt="" width="296" height="222" />Während unsereiner über Abulkasem lacht, spielt die große Invasion, wie es im Stücktitel hießt, zwei Schüler mit Laserpointern und Spucke-Papier-Blasrohren, das, was die Fernsehkameras von der harmlosen Kindheit und den abenteuerlichen Reisen des gefährlichen <img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3035_gr.jpg" alt="" width="292" height="218" />Helden berichten, die Direktheit der Flirts, wie jene Tunesierin die Männer wie ihre Puppen tanzen lässt und dann doch selbst Opfer wird, das sprachliche Eindringen durch die Übersetzerinnen-Primadonna – zuletzt der Einbruch von vier Schülern in die Privatsphäre, als sie unvermittelt Zeuge dessen werden, dass sich da jemand absichtlich die Hand auf der Herdplatte röstet, die muslimische Strafe für einen Dieb – Eindringen, Invasion ist ja der erste Schritt zum Diebstahl.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3031_gr.jpg" alt="" width="294" height="220" />Die Theatermittel: klassisch einfach und genial: wie bei Shakespeare treten die Spieler beiseite und verkünden ihre inneren Gedanken, wer in eine neue Rolle schlüpft, hat einfach ein neues Gewand an, die Aufdringlichkeit der Perücken und Gewänder macht die Rollenwechsel eindeutig. Und das ganze macht Sinn, denn jeder ist mal Abulkasem, jeder kann Abulkasem sein. Die Mauer als Sinnbild dessen, dass sich Mensch und Gesellschaft im Norden („in Schweden“) als bedroht empfindet, bedroht von Eindringlingen. Kinder sind die objektiven Zeugen, ohne in ihrer draufgängerischen Weise zu verstehen – sie sind zu groß für ihre Kleider, haben zu viel Haare auf dem Kopf, die Elterngeneration wirkt in ihrem Pragmatismus recht naiv.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.goettliche-odette.de/media/szenenfotos/DD2_2749_250px.jpg" alt="" width="204" height="298" />Wie lobt man sich da jenen Lehrer, der unter seinen Schülern für die Verständigung zwischen den Kulturen wirbt und als Zeichen dafür mit kulturgemischter Besetzung Romeo und Julia aufführen will. Ein Theaterstück vom Katholikentag in Osnabrück, bei dem ich noch mehr gelacht habe. „<a href="http://www.goettliche-odette.de/">Die göttliche Odette</a>“ nämlich, so der Name des Stückes und gleichzeitig „Julia“ die Tochter jenes Lehrers, verkuckt sich in den streng muslimischen Romeo bzw. Jamal. Das nimmt dem Vater recht bald jede Toleranz &#8230; und doch findet das Ding zu einer Lösung.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Lösung dieser ganzen Geschichten (von je vier Menschen), wie sie in „Invasion!“ misslingt und in der „göttlichen Odette“ trotz allen Lachens glaubhaft bleibt: die klassische Gastfreundschaft Abrahams, eigentlich kommt da Gott (wenn drei Männer kommen, Sara lacht), die Einladung zum Essen mit dem richtigen Geist. <img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.goettliche-odette.de/media/szenenfotos/DD2_2708_300px.jpg" alt="" width="270" height="176" />Dominik und ich haben nach der Vorstellung, als wir mit den Schauspielern redeten, noch ein gutes Stück von dem Mahl abbekommen. Kathi Stimmer singt oft vom Mahl (z.B. „Ein Tisch und eine Bank“), man kann daraus ein Kriminalstück machen (Ausstellung Freising „Geistes Gegenwart“, Christiane Möbius &#8222;Kriminalstück II&#8220;, oder „Einer von euch wird mich verraten – wer ists?) oder eben eine Komödie („göttliche Odette“ oder „Hase Hase“ oder „du, Herr willst mir die Füße waschen &#8230;wenn da so ist, dann wasch mich doch bitte überall“)</p>
<p style="margin-bottom:0;">P.S.: Abulkasem ist eine <a href="http://www.swr.de/swr4/bw/programm/treffnach3/gedichte/vermischtes/-/id=257758/nid=257758/did=366218/z372ug/index.html">Der-Bauer-schickt-den-Jockel-aus</a> Geschichte, Begründung <a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1107&amp;Itemid=1">hier</a>.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=304&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Dem Löwen vorgeworfen</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/08/07/dem-lowen-vorgeworfen/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Aug 2007 18:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bergpredigt]]></category>
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		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[
Warum war das Urchristentum so faszinierend? So faszinierend, dass es irgendwann einmal sogar wirtschaftlich klug war, sich unter die Christen zu reihen? So faszinierend, dass es schließlich ein Kaiser in Rom als Staatsreligion ausruft? So faszinierend, dass es Hunderte oder Tausende in den Märtyrertod trieb, nur weil sie kein Weihrauchopfer für den Kaiser bringen wollten? [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=260&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://213.155.72.42/bilder/2376-3.jpg" align="middle" height="332" width="500" /></p>
<p>Warum war das Urchristentum so faszinierend? So faszinierend, dass es irgendwann einmal sogar wirtschaftlich klug war, sich unter die Christen zu reihen? So faszinierend, dass es schließlich ein Kaiser in Rom als Staatsreligion ausruft? So faszinierend, dass es Hunderte oder Tausende in den Märtyrertod trieb, nur weil sie kein Weihrauchopfer für den Kaiser bringen wollten? Warum konnte das Urchristentum der Apostel die Krankenheilungen herbeiführen, von denen die Apostelgeschichte berichtet (die aber schon bei der Aufzählung der Charismen durch Paulus fehlen)?</p>
<p style="line-height:150%;">Ich denke deshalb, weil es Charakterschule war. Woran erkennt man einen vollkommenen Charakter? Am Humor. Folglich: Man sollte über das Urchristentum eine Komödie schreiben. So geschehen in George Berhard Shaw „Androklus und der Löwe“, derzeit im Residenztheater München. (Inhaltsangabe <a href="http://www.bayerischesstaatsschauspiel.de/stuecke/stuecke.php?cat=show&amp;id=208">hier</a>, warum es ein Märchen ist <a href="http://www.welt.de/print-welt/article704168/Dieter_Dorn_macht_Shaw_in_Muenchen.html">hier</a>.)<span id="more-260"></span></p>
<p style="line-height:150%;">Ich habe schon darauf verwiesen, dass <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/07/23/wer-war-kurt-huber/#more-258">Otto Betz eine starke Parallele von den Aufzeichnungen der Widerständler gegen Hitler zu den aufgeschriebenen frühen Martyrergeschichten zieht</a>. So wie das Christentum u.a. wegen dieser frühen Martyrer Weltreligion wurde, so wurde u.a. wegen der christlichen Widerständler die Bundesrepublik ein demokratischer und entschieden friedensfreundlicher Staat. Hoffe, ich nehme damit den Mund nicht zu voll.</p>
<p style="line-height:150%;"><img src="http://213.155.72.42/bilder/2369-3.jpg" align="middle" height="332" width="500" /></p>
<p style="line-height:150%;">Ging jedenfalls mit einer entsprechenden Erwartung in „Androklus und der Löwe“ (George Bernard Shaw) ins <img src="http://213.155.72.42/bilder/2387-3.jpg" align="right" height="500" width="332" />Residenztheater. Eine Komödie, kein politisches Manifest und keine Kreuzwegstationen. Es ist schön zu sehen, dass Widerständler Humor haben und wie schwach sie sind. Und dann wieder so stark, es wird ja direkt gespielt, dass sie den Caesar von sich überzeugen.</p>
<p style="line-height:150%;">Als freilich die Stunde des Widerstands und der Prüfung vorbei ist, kommt das ganz normale Leben zurück. Ob die Christen die Charakterstärke, die sie zum Martyrium vorbereitete, (und ihren Humor) auch in alltäglichen Situationen bewahren? Das ist überhaupt nicht klar – und doch darf man es erhoffen. Vielleicht, ganz vielleicht hat der Caesar etwas bei seiner Begegnung mit dem Löwen gelernt. Vielleicht hat er eine neue Form gelernt, wie man dem Großen auch in anderen Formen als denen, die er kennt. Man muss weder ein Weltreich aufbauen noch Erfolg im Leben haben.</p>
<p style="line-height:150%;">Die Kritik spielt sowohl dem Stück als auch der Inszenierung eher böse mit.  Der DLF sendete:</p>
<blockquote>
<p style="line-height:150%;">Schon der Kritiker der Daily News wusste zu Shaws Zeiten alles über das Stück &#8222;Androklus und der Löwe&#8220;, indem er es als &#8222;sehr plumpes Herumalbern, vermischt mit seriösen Ideen&#8220; beschrieb. Dem ist auch 96 Jahre nach der Uraufführung nicht wirklich etwas hinzuzufügen [...] Ob Schneiderlein oder Christenschar ob Gladiatorenteam oder der Löwe selbst, alles hüpft und plumpt über die Bühne als seien wir mitten in einer Kinderklamotte, dazu noch hübsch firlefanzig ausstaffiert, dass noch jede Motte ihre Freude hätte. So sind die Christen leichenweiß, die Gladiatoren brachial bunt und der Löwe so goldenglitzerlockig, als sei er gerade aus einem der ekeledlen Schaufenster der Münchner Maximiliansstraße entlaufen.</p>
</blockquote>
<p><img src="http://213.155.72.42/bilder/2360-3.jpg" align="middle" height="332" width="500" /></p>
<p>Eine <a href="http://www.theaterkritiken.com/Residenz/androklusundderloewe.htm">Internetkritik</a> verweist auf einen Inszenierungsfehler, der Löwe war einfach zu gut:</p>
<blockquote><p>Es gibt ein ungeschriebenes Theatergesetz: Vermeide wenn möglich Tiere und Kinder auf der Bühne, denn sie fesseln die Aufmerksamkeit der Zuschauer über Gebühr. Diesen Effekt erzielte auch der Löwe. Michael Tregor, als Androklus die Hauptfigur des Stückes, hatte kaum eine Chance, gegen das zauberhaft anzuschauende, perfekt choreographierte Tier anzukommen. [...] Es war ein großes Spektakel, das Shaws Botschaft zwar nicht außer Acht ließ, sie aber auch nicht explizit und heutig erzählte. Diese Inszenierung wird ohne Zweifel im Gedächtnis derer bleiben, die sie sahen. Der Löwe war unvergesslich.</p></blockquote>
<p><img src="http://213.155.72.42/bilder/2364-3.jpg" align="right" height="500" width="332" />Die <a href="http://www.bayerische-staatszeitung.de/index.jsp?MenuID=33&amp;year=2006&amp;ausgabeID=311&amp;rubrikID=5&amp;artikelID=4003">Bayerische Staatszeitung</a> ist auch recht kritisch, lässt aber eine positive Verständnismöglichkeit offen:</p>
<blockquote><p>Und das ist das Hinreißende an diesem Abend im Münchner Residenztheater: Er ist vollkommen sinnlos. Er will nichts, er steht für nichts, er erklärt sich selbst oder auch nicht. Dahin ­ &#8211; und so hat die Aufführung also doch ihre Wirkung -­ will man gelangen. Zum Sein an sich.</p></blockquote>
<p>Mehr Verwirrung im <a href="http://www.merkur-online.de/mm_alt/nachrichten/kultur/kunstakt/art282,743771">Interview mit Regisseur Dieter Dorn im Münchner Merkur</a> (&#8222;Über den Glauben darf man sich nicht lustig machen&#8220; und er möchte sich, was die Glaubenfrage angeht, zugunsten der Position Shaws enthalten.)  Etwas klären wollte das Einführungsgespräch: Shaw sah 1911, als er das Stück schrieb, den Krieg kommen. Er dachte, dass es doch alles Christen wären, die da aufeinander losstürmen wollten. (&#8222;Die linke Wange hinhalten&#8220; wird im Stück als Synonym des Christseins gelesen.) Und das Stück sagt: Warum habt ihr den Humor verloren und seid nur noch schaulustiges raunend brüllendes Volk beim Gladiatorenkampf, Boxkampf, der Tour der France? &#8211; nein, eigentlich beim Krieg. Ihr seid nicht mehr gerettete Menschen, nicht mehr Menschen, denen das Eine mehr wert ist, als alles was sie besitzen, sondern irgendwelche Pragmatiker wie Caesar. Leute, die vor allem den Anderen aufs Maul schauen. Shaw sei großer Individualist gewesen. Ich denke aber auch, dass er dachte, dass ein Leben nach der Bergpredigt ein sehr individuelles sei (und wenn er ein Christ war, so sagte er wohl auch, ein Leben nach der Bergpredigt ist ein bestmögliches individuelles Leben).</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=260&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Käthe Kollwitz: wie der Tod aussieht</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/04/17/kathe-kollwitz-und-der-tod/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2007 09:18:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenbei]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem bemerkenswerten Vortrag von Theo Schmidtkonz zu Käthe Kollwitz (1867 &#8211; 1945) (Karfreitag) sammle ich hier ein paar Bilder, wie sie den Tod malte.
Zunächst rechts oben sie selbst im Foto und darunter als Büste, damit man sie unten wiedererkennt. Man muss wissen, dass sie Berlinerin, Sozialistin und mit einem Armenarzt verheiratet war. Ihre Bilder [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=242&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.kollwitz-kaethe.de/images/artist/194.jpg" align="right" height="187" width="145" />Nach dem bemerkenswerten Vortrag von Theo Schmidtkonz zu <a href="http://www.kaethe-kollwitz.de/">Käthe Kollwitz</a> (1867 &#8211; 1945) (Karfreitag) sammle ich hier ein paar Bilder, wie sie den Tod malte.</p>
<p><img src="http://www.exhibition-network.com/aktuell/detailimg/detailbigimg/ernstkaethe.jpg" align="right" height="187" width="275" />Zunächst rechts oben sie selbst im Foto und darunter als Büste, damit man sie unten wiedererkennt. Man muss wissen, dass sie Berlinerin, Sozialistin und mit einem Armenarzt verheiratet war. Ihre Bilder sind <a href="http://www.shoa.de/content/view/91/92/">durchwegs (sozial-)politisch gemeint</a>, zum Teil malte sie auch Aufrufe zu Demonstrationen. Eine gute Einführungsseite mit Bilderklärungen finden sich über Wikipedia und <a href="http://www.kks-hannover.de/schule_7.html">hier</a>, eine Bilderzusammenstellung etwa auch <a href="http://www.exhibition-network.com/angebot/angebote.php?a=detail&amp;II=9&amp;lang=de">hier</a>.</p>
<p>Zu unserem Thema: Wir hatten ja im Stück die klassische Variante kostümiert, ein schwarzer Henker ohne Beil. Käthe Kollwitz kennt auch eine solche Darstellung (nächstes Bild, vielleicht interpretiere ich falsch.)<span id="more-242"></span></p>
<p><img src="http://85.214.48.237/kettererkunst/kunst/pice/318/100700235.jpg" align="middle" height="398" width="508" /></p>
<p>Jetzt andere Darstellungen, die den Tod ernst nehmen:</p>
<p><em>Abschied und Tod (1923)</em></p>
<p><img src="http://www.artnet.de/artwork_images_551_218292_kathe-kollwitz.jpg" align="middle" height="480" width="400" /></p>
<p><em>Der Tod tritt heran</em> (Bei diesem, beim folgenden und vielen anderen Bildern zeichnet sie sich selber, deshalb hier rechts auch mal ihr Foto. Außerdem kommt er oft als Hand, oben wohl sogar mit zwei Händen.)</p>
<p><img src="http://www.learn-line.nrw.de/angebote/praktphilo/fragen_kreise/fragenkr7/tod_01_bilder/kollwitz_02.jpg" align="middle" height="424" width="400" /></p>
<p><em>Frau den Tod willkommen heißend</em></p>
<p><img src="http://www.learn-line.nrw.de/angebote/praktphilo/fragen_kreise/fragenkr7/tod_01_bilder/kollwitz_01.jpg" align="middle" height="522" width="400" /></p>
<p>Dass der Tod wie eine Hand kommt bedeutet vielleicht, dass ihm jede Bosheit fehlt.</p>
<p><em>Tod wird als Freund erkannt (1934/35)</em></p>
<p><img src="http://www.staff.uni-mainz.de/willi/docs/schule/ausstellungen/kollwitz.jpg" align="middle" height="428" width="426" /></p>
<p><em>Der Tod tröstet (1921-23)</em></p>
<p><img src="http://www.exhibition-network.com/angebot/detailimg/detailbigimg/ko1.jpg" align="middle" height="594" width="458" /></p>
<p><em>Tod, Frau und Kind (nach 1914</em>, als ihr Sohn im Krieg gefallen war &#8211; auf diesem Bild erkenne ich nichts, Vermutung: rechts Käthe, mit ihr verschmilzt ihr Sohn, von unten kommt ein Schwert)</p>
<p><img src="http://www.ithaca.edu/handwerker/publications/news/200108/pix/kollwitzb.jpg" align="middle" height="448" width="451" /></p>
<p>Härter ist auch, wenn man den Tod als Knochenmann darstellt</p>
<p><em>Tod und Frau (1910)</em></p>
<p><img src="http://www.kks-hannover.de/html/kollwitz/kk-tod.jpg" align="middle" height="411" width="435" /></p>
<p>Schon die Hand ist ein Bild, das die Gestalt des Todes in die Nähe Gottes rückt. Mehr noch tut es der Stab (siehe zum Beispiel Psalm 23). So das Bild ihres Bruders Konrad, 1932, kurz nach seinem Tod gemalt.</p>
<p><em>Konrad ruft der Tod (1932)</em></p>
<p><img src="http://www.kks-hannover.de/html/kollwitz/kk-konr.jpg" align="middle" height="536" width="433" /></p>
<p>In einem Tagebucheintrag vom 25. November 1934 schreibt Käthe Kollwitz: „Unter den Zeichnungen zum Tod ist eine, wo der Tod an Konrad vorüber geht, wie in dem Kinderspiel ‚Wir fahren nach Jerusalem, wer kommt mit?’“ &#8211; Meint sie das heute noch bekannte Spiel von der &#8222;Reise nach Jerusalem&#8220;?</p>
<p>Es gibt hier mehr zu sagen als eine Antwort auf die Frage, wie man den Tod kostümiert. Aber hier sammle ich einmal alle &#8222;Kostüm&#8220;-Vorschläge der obigen Bilder:</p>
<ul>
<li>schwarzer Henker ohne Beil</li>
<li>Hand von hinten</li>
<li>entgegengestreckte Hand</li>
<li>das unsichtbare Gesicht (auf dem Bild nur von hinten zu sehen), das im Gegenüber alles entlarvt</li>
<li>dass zwei Menschengesichter verschmelzen</li>
<li>ein Knochenmensch</li>
<li>der Unsichtbare, der mit dem sichtbaren Stab vorbeigeht</li>
</ul>
<p>Nebenbei: Es gibt auch ein Karfreitagsbild mit mindestens einer gekreuzigten Frau von Käthe Kollwitz, das P. Schmidtkonz (an jenem Karfreitag) nicht zeigte. Ein Frühwerk:</p>
<p><em>Aus vielen Wunden blutest Du, o Volk (1896)</em></p>
<p><img src="http://www.uni-leipzig.de/ru/bilder/rechtfg/kollwi01.jpg" align="middle" height="398" width="1107" /></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/242/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/242/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/242/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/242/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=242&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Fotos aktuell (WoEnde 18./19.11 + 4./5.11.)</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/11/08/probenphotos-aktuell-woende-4511/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/11/08/probenphotos-aktuell-woende-4511/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2006 09:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kjttheater</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüme]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier nun also die ersten 5 Fotos von den beiden ersten Aufführungen.
Eine herzliche Einladung noch an alle zu den kommenden beiden Aufführungen.
Ein Foto vom &#8222;Wutlied&#8220;

Ein Foto beim &#8222;Lied von der Freundschaft&#8220;

Hausbesetzung bei Pfarrer Weiss

Ein Foto beim Lied: &#8222;Hackt er wieder&#8220;

Das Licht des Bewusstseins geht langsam auf

Nun die Fotos vom Probenwochende (4./5.11.2006)

Allen ist die Freude noch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=90&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Hier nun also die ersten 5 Fotos von den beiden ersten Aufführungen.</p>
<p>Eine herzliche Einladung noch an alle zu den kommenden beiden Aufführungen.</p>
<p>Ein Foto vom &#8222;Wutlied&#8220;</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/i-4wut1-k.JPG?w=518&#038;h=388" height="388" width="518" /></p>
<p>Ein Foto beim &#8222;Lied von der Freundschaft&#8220;</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/i-5-3freundschaft1-k.JPG?w=518&#038;h=388" height="388" width="518" /></p>
<p>Hausbesetzung bei Pfarrer Weiss</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/i-6-weiss-k.JPG?w=518&#038;h=388" height="388" width="518" /></p>
<p>Ein Foto beim Lied: &#8222;Hackt er wieder&#8220;</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/iii-hackt_er_wieder1-k.JPG?w=518&#038;h=388" height="388" width="518" /></p>
<p>Das Licht des Bewusstseins geht langsam auf</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/iii-3-7kommt1-k.JPG?w=518&#038;h=388" height="388" width="518" /></p>
<p>Nun die Fotos vom Probenwochende (4./5.11.2006)</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/bluete-gut-k.jpg?w=518&#038;h=388" height="388" width="518" /></p>
<p>Allen ist die Freude noch nicht anzumerken, aber das wird schon noch.</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/bluete-k.jpg?w=519&#038;h=388" height="388" width="519" /></p>
<p>Anspannung ist gut &#8211; ich denke sie loest sich dann auch noch</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/dein-anblick-k.jpg?w=521&#038;h=389" height="389" width="521" /></p>
<p>Bei einer Theaterprobe kann es auch mal langweilig sein &#8211; Sehr gut, wenn man dies auch spielen kann!</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/fesselung-k.jpg?w=518&#038;h=388" height="388" width="518" /></p>
<p>Oh, Oh, wer zulange dableibt wird gefesselt &#8211; die Teufel verstehen ihr Handwerk (noch)</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/gemuetliche-bude-k.jpg?w=574&#038;h=430" height="430" width="574" /></p>
<p>so ein eigenes Zimmer ist schon schoen &#8211; und wenn dann auch noch das Fenster geputzt wird. Besonders die Sauberkeit der Scheiben beeindruckt mich!</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/gestapo-im-haus-1-k.jpg?w=574&#038;h=430" height="430" width="574" /></p>
<p>Bei ungebetenem Besuch wird es dann etwas ernster.</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/brief-hans-an-sophie-k.jpg?w=574&#038;h=430" height="430" width="574" /></p>
<p>Durch diese Mauer ist kein durchkommen &#8211; doch geistig kann man einander verbunden sein und aneinander denken. Liebe Zuschauer freut euch auf die Gesangssoli!</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/gehirne-im-tank-k.jpg?w=574&#038;h=430" height="430" width="574" /></p>
<p>Was nicht alles auf der Maschine transportiert wird &#8211; (Unabhängig vom Schreiber kamen meine Mitregisseure auf die Idee &#8222;brains in a vat&#8220; auf die Bühne zu bringen &#8211; das ist aus dem philosophischen Gruselkabinett, oder auch aus den Matrix-Filmen bekannt.)</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/maschine-bei-arbeit-k.jpg?w=574&#038;h=430" height="430" width="574" /></p>
<p>Da ist es also das Innere &#8211; maschinenhaft bei der Arbeit. Und es wird aufgepasst, dass alles so laeuft wie geplant.</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/gesten-noch-nicht-perfekt-k.jpg?w=574&#038;h=430" height="430" width="574" /></p>
<p>Manches bedarf noch der Koordination &#8211; doch es ist schoen zu sehen wie alle dabei sind!</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/schuetzengraben-2-k.jpg?w=574&#038;h=430" height="430" width="574" /></p>
<p>Die Welt, sowie die Schoepfung harrt weiter der Erloesung. Gut, dass es Hoffnungszeichen gibt!</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/90/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/90/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/90/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/90/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/90/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/90/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/90/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/90/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/90/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/90/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/90/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/90/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=90&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</media:content>

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		<media:content url="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/iii-3-7kommt1-k.JPG" medium="image" />

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		<title>Schwäbische Jugend</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Oct 2006 18:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hans Scholl]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Scholl]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum morgigen Geburtstag unseres Hans Scholl Schauspielers und gewählten Mitglieds der KJT-Leitung fand ich was im Netz. Äußerlich hatten die beiden später zum Tode verurteilten Geschwister Scholl schon während ihrer Zeit in den nationalsozialistischen Jugendverbänden je etwas Auffallendes, so dass sich manche Ulmer Einwohner noch heute daran erinnern. Ich zitiere den Online-Auftritt der Stadt Ulm:
Bald [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=43&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.ulm.de/sixcms/media.php/16/thumbnails/Bronze-B%FCsten%20von%20Hans%20und%20Sophie%20Scholl.jpg.22214.jpg" alt="Bronze von Hans und Sophie Scholl" align="left" height="118" width="180" />Zum morgigen Geburtstag unseres Hans Scholl Schauspielers und gewählten Mitglieds der KJT-Leitung fand ich was im Netz. Äußerlich hatten die beiden später zum Tode verurteilten Geschwister Scholl schon während ihrer Zeit in den nationalsozialistischen Jugendverbänden je etwas Auffallendes, so dass sich manche Ulmer Einwohner noch heute daran erinnern. Ich zitiere den <a href="http://www.ulm.de/kultur_tourismus/stadtgeschichte/geschwister_scholl.4349.3076,3963,4236,3968,4349.htm">Online-Auftritt der Stadt Ulm</a>:</p>
<blockquote><p><span id="more-43"></span>Bald nahmen die Scholl-Kinder beim Jungmädelbund (JM) und beim Jungvolk Führungsposten ein. Vor allem Hans und Sophie praktizierten Mutproben und Härtetests mit dem Ziel, sich und den anderen das Äußerste abzuverlangen. Das brachte ihnen bei den einen Bewunderung und begeisterte Zustimmung ein, bei den anderen hingegen – vor allem bei manchen Eltern – Ablehnung, und es gab Kinder und Jugendliche die vor Hans und Sophie Scholl regelrecht Angst hatten.<br />
Geradezu Symbolcharakter haben zwei Äußerlichkeiten, die manchen Ulmern bis heute als Charakteristika der beiden im Gedächtnis haften. Das waren zum einen die extrem kurzen Hosen von Hans Scholl, die eine Handbreit über dem Knie endeten und die er nicht selten auch im Winter trug. Andere Jungen eiferten dem gutaussehenden, „schneidigen“ Hans nach – zum Kummer ihrer ob drohender Blasenentzündung besorgten Erzieher.<br />
Sophie hingegen trug eine Zeit lang einen Knaben-Haarschnitt: hinten kurz, vorne lang, der sich deutlich von den Zöpfen ihrer Altersgenossinnen abhob. Auch das mag ein Stück Freiheit gewesen sein, das es ermöglichte, die Natur auszukosten ohne mädchenhafte Rücksichtnahme auf die Frisur. Denn Sophie kletterte gleich ihrem Bruder auf die höchsten Baumwipfel und schlug sich bei Geländespielen durch die Büsche. Das alles musste biederen Bürgern verdächtig sein, weshalb ihr, der damals 14 bis 15-Jährigen, bald die Bezeichnungen „Buabamädle“ (Bubenmädchen) oder einfach „d&#8217;r Bua“ (der Bub) anhingen.<br />
Hans und Sophie praktizierten in ihren Gruppen Ideale wie das bedingungslose Teilen mitgebrachter Nahrungs- und Barmittel, was ihnen – je nach Sympathie oder Antipathie – den Ruf von Kommunisten oder echten Christen einbrachte. Bei alledem aber unterzogen sie ihr privates Umfeld einer elitären Auswahl. Nicht jeder schien ihnen würdig, mit ihnen zusammen ihre Ideale zu verfolgen.</p></blockquote>
<p>Liebe KJTler und ihre Eltern: eigentlich braucht ihr vor Baschi keine Angst haben.<br />
Lieber &#8222;schneidiger&#8220; Sebastian, wünsche dir reichen Segen, alles Gute und die Freude und Courage in der Jugendarbeit, wie sie auch der Hans Scholl hatte. Außerdem könntest du dich ja zur nächsten Probe entsprechend obiger Anleitung kleiden <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/43/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/43/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=43&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Was tragen Teufel am Leibe?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Oct 2006 20:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

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		<description><![CDATA[A. Die meisten Teufel in der Literatur der letzten Jahrhunderte sind männlich und in Anzug und Krawatte gekleidet, und doch irgendwie heruntergekommen. So passt es schon auf Mephisto in Goethes Faust (den man freilich auch anders auf die Bühne bringen kann), auf den Teufel des Iwan Karamasoff (in Dostojewski: Die Brüder Karamasoff), und den des [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=23&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>A. Die meisten Teufel in der Literatur der letzten Jahrhunderte sind männlich und in Anzug und Krawatte gekleidet, und doch irgendwie heruntergekommen. So passt es schon auf Mephisto in Goethes Faust (den man freilich auch anders auf die Bühne bringen kann), auf den Teufel des Iwan Karamasoff (in Dostojewski: Die Brüder Karamasoff), und den des Adrian Leverkühn (bei Thomas Mann in „Doktor Faustus“). Für mich sind diese Teufel Managertypen, ähnlich wohl auch denen bei Adalbert von Chamisso (im „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“) und bei Bulgakow („Der Meister und Margaritha“, ein Buch, das ich nicht verstehe). Auch jüngst in den Matrix-Filmen, wenn man Agent Smith als Teufel verstehen will.<br />
Ich weise hier nicht alles nach, aber zitiere zumindest zwei Stellen. Zunächst zitiere ich meinen Lieblingsroman. Der 24-jährige Iwan K. sitzt mit hohem Fieber allein im Zimmer.</p>
<blockquote><p> Dort saß plötzlich jemand! Wie und wann er hereingekommen war, das mag Gott wissen […] Es war irgendein Herr oder besser gesagt, ein bestimmter Typ von russischem Gentleman, nicht mehr jung an Jahren, einer ‚qui frisait la cinquantaine’, wie die Franzosen sagen, dessen dunkles, ziemlich langes, noch dichtes Haar und keilförmig geschnittenes Bärtchen erst wenig grauuntermischt waren. Er trug einen kurzen, augenscheinlich vom besten Schneider gearbeiteten, aber schon ziemlich abgetragenen braunen Rock, ein Kleidungsstück, das ungefähr vor drei Jahren gearbeitet sein mochte und bereits ganz aus der Mode gekommen war, so dass diese Art Röcke von tonangebenden reichen Herren seit etwas zwei Jahren nicht mehr getragen wurden.[…] Mit einem Wort, das äußere hatte den Anschein von Wohlanständigkeit bei äußerst knappem Taschengeld. (Die Brüder Karamasoff, Übertragung E.H. Rahsin, Serie Piper, 1952, S. 1036)</p></blockquote>
<p>Typisch für einen Teufel ist eine hohe Verwandlungsfähigkeit, aber es bleibt gern etwas derb snobistisches. In den ersten beiden Goetheschen Faustszenen im Studierzimmer gilt nach Erich Trunz:</p>
<blockquote><p> Während Mephistopheles [zunächst] als fahrender Schoastikus [Student] aufgetreten ist, erscheint er [in der zweiten Szene im Studierzimmer] in der Kleidung eines Adligen.</p></blockquote>
<p>B. Im Faust sind freilich auch die klassischen Teufelsattribute präsent, wie sie aus mittelalterlichen Theaterspielen und Schriften übernommen wurden, und auch mir zuerst für einen Teufel einfallen: ein Bocksbein, häßlich, Behaarung, ein Schwanz, Hörner, die Farben schwarz und rot. Solche Teufel treten in den Vorläufern von Goethes Faust auf, die Mythenforscher kennen auch einen griechischen Gott mit einem Bocksbein, den Pan. Im Jedermann (im Mittelalter und bei Hofmannsthal) tritt so ein Teufel auf, so kann man sich im Fasching als Teufel verkleiden.<br />
Wenn man diese Verkleidung kennt, versteht man die Managerteufel leicht so, dass die gewalttätig und sexuell aggressiv zerstörerischen Attribute in den obigen literarischen Texten von außen nach innen gewandelt sind. – Bleiben sie bei Dostojewski nicht auch noch außen – nur in anderer Form? Was bei Dostojewski freilich wegfällt, ist das verspielte und manchmal sogar schon kuschelige Äußere: dass man von Teufelchen reden kann, wenn man sich Hörnchen aufsetzt. Dass man im Fasching sich als Teufel verkleiden kann, ohne böse zu sein.<br />
C. Eine dritte Variante versucht noch viel radikaler als die Literaten das Äußerliche, das leicht ins Verspielte tendiert, wegzulassen: In Musicals ist es üblich, Teufel als schwarze Gestalten auftreten zu lassen, manchmal als Fledermaus- oder Vampirvarianten, manchmal  als Punks oder Rocker. (Kann mir jemand Stücke oder Inszenierungen schrieben, in denen das so ist?)</p>
<p>Was für Teufel haben wir in unserem Stück? Managertypen – Typen wie den griechischen Gott Pan – oder dunkle Gestalten? Für die erste Interpretation spricht die Organisation der Teufel mit IT-Chef und Oberkommissar, für die dritte die schwarzen Pläne des Mephisto, offensichtlich in der Szene, in der er selber in Sophies Traum eingreift und den totalen Krieg entfacht. Für die zweite Interpretation, dass es sich bei den unseren um sehr menschliche und etwas verspielte Teufel handelt, spricht meines Erachtens am meisten. Das heißt aber nicht, dass wir sie mit den klassischen Attributen ausstatten wollen, das wäre (bei unserer Stückkonzeption wohl Kitsch).<br />
Die zugrunde liegenden Erzählungen für unsere Teufel sind meines Erachtens die die dummen Teufel in den Märchen. Sie werden durch Bauernschläue überwunden. (Zum Beispiel im <a href="http://gutenberg.spiegel.de/grimm/maerchen/bauer_te.htm">Brüder Grimm Märchen: Der Bauer und der Teufel</a>).<br />
Märchen werden nun zwar oft illustriert, und zwar in Kostümierungen vom Typ B – aber ich denke, das ist eine Zusatzinterpretation, die durch den Text nicht gerechtfertigt ist. Ähnlich doof, wie wenn man statt dem „Kupper, knupper, kneischen, wer knuppert an meinem Häuschen“ der Brüder Grimm „Knusper, Knusper, Knäuschen“ sagt. – Ich denke, wie man sich einen Teufel im Märchen vorstellt, da ist man ziemlich frei… Nur leider weiß ich jetzt immer noch nicht, was die Teufel in unserem Stück tragen sollen.</p>
<p><span style="font-size:9pt;"></span></p>
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		<title>Kostüme und Musik als Zugangserleichterung</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Sep 2006 19:36:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Kinofilm 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[ In Kinofenster schreibt Claudia Hennen zum Kinofilm &#8222;Sophie Scholl &#8211; Die letzten Tage&#8220;:
Bewusst wurden jedoch aufdringliche Zeitbezüge vermieden und Uniformen,          Hakenkreuze und andere Insignien des Nationalsozialismus weit gehend ausgeblendet.          Die Kostüme entsprechen zwar der Mode der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=9&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p> In Kinofenster schreibt <a href="http://www.kinofenster.de/ausgaben/kf0502/film1.htm">Claudia Hennen</a> zum Kinofilm &#8222;Sophie Scholl &#8211; Die letzten Tage&#8220;:</p>
<blockquote><p>Bewusst wurden jedoch aufdringliche Zeitbezüge vermieden und Uniformen,          Hakenkreuze und andere Insignien des Nationalsozialismus weit gehend ausgeblendet.          Die Kostüme entsprechen zwar der Mode der 1940er-Jahre, wirken jedoch          seltsam zeitlos. Insgesamt entsteht eine Atmosphäre, in der Handlung          und Dialoge an Aktualität gewinnen, denn Rothemund versteht seinen          Film nicht als reinen Geschichtsfilm, sondern in erster Linie politisch.          Anachronistisch ist auch der Soundtrack: Reinhold Heil und Johnny Klimeks          elektronische Klangcollagen im Stil der österreichischen Kultband          „Kruder &amp; Dorfmeister“ wurden handlungstragenden Momenten –          etwa dem Auswerfen der Flugblätter oder der Fahrt zum Prozess –          unterlegt. Besonders ein jüngeres Publikum dürfte auf diese          Weise einen leichteren Zugang finden und sich gut mit Sophie Scholls Haltung          identifizieren können. Nicht zuletzt ist es der herausragenden schauspielerischen          Leistung von Julia Jentsch zu verdanken, dass die Frage nach dem politischen          Engagement einer Generation und der Zivilcourage jedes Einzelnen beindruckend          an Aktualität gewinnt.</p></blockquote>
<p>Ich bemerke Nähe und Ferne zur Konzeption unseres Theaters. Es geht sowohl um Politik als auch um innere Haltung. Von einem Theater muss man nicht verlangen, dass auf der Bühne oder in den Gewändern Historisches exakt imitiert wird. Im Gegenteil, wenn von Anfang jeder sehen kann, dass man das nicht will,  dann ist der Zuschauer gezwungen, in Gewand und Kulisse eine Extra-Idee vermuten. (Die könnte ich freilich heute noch nicht formulieren. Wenn es am Ende bei unseren Aufführungen keine gäbe, wäre das schade.)</p>
<p>Auch Musik greift auf unserer Bühne anders ins Stück ein als das in einem Film passiert. Sie ist mit Text unterlegt, kommentiert, treibt teilweise auch die Handlung voran. Wie dem Film gibt sie dem Stück eine gewisse Stimmung, die sie für gewisse Gruppen anziehend macht. Ich bin leider in Fragen des Musikstils nicht so richtig gut drauf. Kennt jemand <span>„Kruder &amp; Dorfmeister“? </span>Schreibt mir jemand die Kultband, an die die Musik in unserem Stück erinnert? Wie würdet ihr die Stimmung beschreiben,  die unsere Songs unabhängig vom Text haben?</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/9/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/9/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/9/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=9&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Tom Tykwer: &#8222;Drecklevel&#8220;</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/09/26/blick-auf-profiregisseur-tom-tykwer/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Sep 2006 07:52:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüme]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum diesen Blog? – Damit wir beim Spielen möglichst viel „wissen warum“.
Ich zitiere Tom Tykwer, Regisseur von u.a. &#8222;Lola rennt&#8220; und jüngst „Das Parfum“, aus einem Interview in der FAZ. (Man soll sich an den Großen des Fachs orientieren. Beziehungsweise tun, was sie sagen, nicht unbedingt sich daran orientieren, was sie selber tun – so [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=3&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal">Warum diesen Blog? – Damit wir beim Spielen möglichst viel „wissen warum“.</p>
<p>Ich zitiere Tom Tykwer, Regisseur von u.a. &#8222;Lola rennt&#8220; und jüngst „Das Parfum“, aus einem <a href="http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9892E0074EDE4E5AFA/Doc~EAC9703AF55004CB3B5DEB1FB3ACBB23C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Interview in der FAZ</a>. (Man soll sich an den Großen des Fachs orientieren. Beziehungsweise tun, was sie sagen, nicht unbedingt sich daran orientieren, was sie selber tun – so jedenfalls j.v.n. – ich selber habe den Film nicht gesehen.)</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><span class="dunkelgrau-12-16">„Ich habe mir tatsächlich nie vorgestellt, daß ich einen Kostümfilm machen würde. An Kostümfilmen ärgert mich immer, daß die Leute so aussehen, als seien sie vor zwei Minuten vom Kostümbildner angezogen worden, und mich ärgert der Zustand, in dem die Welt ist. Es sieht immer aus wie Heute, ein bißchen auf Gestern getrimmt, weil Oberflächen nicht genügend bearbeitet werden und bei Filmen, die im achtzehnten Jahrhundert spielen, zum Beispiel das Drecklevel einfach nicht stimmt.“</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><span class="dunkelgrau-12-16">Stimmt, Kostümtheater wollen auch </span><span class="dunkelgrau-12-16">wir </span><span class="dunkelgrau-12-16">nicht machen, aber ganz ohne soldatische Stiefel und Mützen wird es auch nicht gehen. Und auch der Tom Tykwer hat ja mit &#8222;Das Parfum&#8220; einen historischen Film gemacht. </span></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><span class="dunkelgrau-12-16">„Wir haben versucht, einen historischen Film zu machen, der nicht die Theatralik eines herkömmlichen Kostümfilms bemüht, nicht diese artifizielle Ästhetik herstellt, die automatisch einreißt, wenn Komparsen in Kostüme gesteckt werden, in denen sie sich nicht wohl fühlen, und von links nach rechts laufen, ohne zu wissen, warum. Wir haben mit den Darstellern, auch den Statisten, über alles geredet, was sie tun, und haben darauf bestanden, daß alle auch können, was sie tun. Die Fischmetzger müssen Fische ausnehmen können, sie müssen Gesichter haben, die in die Zeit passen, sie müssen vor allem in ihren Kostümen schon Zeit verbracht haben. Wir wollten den Trick Süskinds wiederholen, der eine erfundene Geschichte so erzählt, als sei sie wirklich geschehen, und der uns mitnimmt in diese Epoche. Süskind vermittelt uns ein glaubwürdiges Gefühl der Zeit, wie sie wahrscheinlich gewesen ist, vor allem eben das Leben auf der Straße und nicht in den Adelshäusern, die wir sonst fast immer sehen im Kino.“</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><span class="dunkelgrau-12-16">Auch wir wollen niemand nur in irgendein Kostüm stecken und irgendwas spielen lassen, sondern jeder soll wissen, warum dies und das.</span></p>
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