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	<title>Fangt uns doch &#187; Inhalt</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Fangt uns doch &#187; Inhalt</title>
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		<title>Die Menschen als Schweine</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 20:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Otl Aichers Erfahrung bei der Wehrmacht. Mit einem kleinen Kommentar ärgert er einen Vorgesetzten &#8211; er muss nicht lange warten, bis er alleine strafexerzieren muss, eine Quälerei und sicherlich war er danach dreckig &#8222;wie die Sau&#8220;. Noch schlimmer für den jungen Intellektuellen: Sprache und Welt der Kammeraden beim Kommis, &#8222;schweinisch&#8220; sagt man. Noch einmal schlimmer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=389&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright size-full wp-image-89" title="schuetzengraben-2-k.jpg" src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/schuetzengraben-2-k.jpg?w=339&#038;h=254" alt="schuetzengraben-2-k.jpg" width="339" height="254" /></p>
<p>Otl Aichers Erfahrung bei der Wehrmacht. Mit einem kleinen Kommentar ärgert er einen Vorgesetzten &#8211; er muss nicht lange warten, bis er alleine strafexerzieren muss, eine Quälerei und sicherlich war er danach dreckig &#8222;wie die Sau&#8220;. Noch schlimmer für den jungen Intellektuellen: Sprache und Welt der Kammeraden beim Kommis, &#8222;schweinisch&#8220; sagt man. <span id="more-389"></span>Noch einmal schlimmer ist es für Leutnand Fritz Hartnagel, als er hört, wie sich andere hohe Offiziere mit der Vernichtung der Juden brüsten. Das ist schlimmer, wie Tiere miteinander umgehen. Es zieht den Menschen herunter aufs tierische Niveau und vielleicht noch tiefer. (<img class="alignright size-full wp-image-71" title="kampf wur" src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/schwein-1-k.jpg?w=319&#038;h=239" alt="kampf wur" width="319" height="239" />Solche Offiziere, die zu Schweinen mutieren, stellten wir im Stück (verhältnismäßig dezent) dar Eine ähnliche Erfahrung macht der junge Soldat Heinrich Böll (damals kein Widerstandstyp) in einer Kaserne weit hinter der Frontlinie:</p>
<p style="padding-left:30px;">Osnabrück, 22.4.1940 Heinrich Böll an Eltern und Geschwister<br />
[...] Es war übrigens entsetzlich, die Bemerkungen der Kameraden heute mittag bei dem Begräbnis zu hören. Wir leben anscheinend in einer Welt von Schweinen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-202" title="saufer-w_sophie.jpg" src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2007/01/saufer-w_sophie.jpg?w=321&#038;h=227" alt="saufer-w_sophie.jpg" width="321" height="227" /></p>
<p style="padding-left:30px;">Die Ansicht, dass der Mensch nur eine etwas höhere Art von Tier ist, ist allgemein verbreitet. Dann dazu noch äußerst eindeutige Anwürfe in bezug auf die Frau des Gefallenen. Heldenverehrung. Aber schweigen wir.</p>
<p>Das Tierische (Schweinische) im Menschen ist nicht zu leugnen, plädiere zunächst (mit Platon) für die Herrschaft der Vernunft. Zudem an die Hoffnung auf Befreiung/Erlösung der Kreatur. Pädagogen sind gefragt &#8211; Weihnachten, das Glück von Hirten, Schafen, Ochs und Esel wird erwartet.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=389&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Zeitungsbericht Mindel- und Zusambote</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/12/07/zeitungsbericht-mindel-und-zusambote/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Dec 2006 22:33:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Rückmeldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Matthias Zimmermann hat mir dankenswerterweise seinen Artikel über unser Theaterstück, wie er im Mindel- und Zusamboten veröffentlicht wurde, zugeschickt. Mit seiner Erlaubnis darf ich ihn hier veröffentlichen.
Leben in Wahrheit
Katholische Jugend Thannhausen begeistert mit anspruchsvollem Theaterstück
Thannhausen.
&#160;
Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal und stehende Ovationen für die jungen Schauspieler – die Premiere des neuen, selbstgeschriebenen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=161&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Matthias Zimmermann hat mir dankenswerterweise seinen Artikel über unser Theaterstück, wie er im Mindel- und Zusamboten veröffentlicht wurde, zugeschickt. Mit seiner Erlaubnis darf ich ihn hier veröffentlichen.<a href="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/iii_ende_lied_geh_in_dich.JPG" title="Geh in Dich (Anfang des Liedes)"><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/iii_ende_lied_geh_in_dich.JPG?w=507&#038;h=381" alt="Geh in Dich (Anfang des Liedes)" height="381" width="507" /></a></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Leben in Wahrheit</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Katholische Jugend Thannhausen begeistert mit anspruchsvollem Theaterstück</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-161"></span>Thannhausen.</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal">Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal und stehende Ovationen für die jungen Schauspieler – die Premiere des neuen, selbstgeschriebenen Theaterstücks „Fangt uns doch“ am Samstagabend im Thannhauser Pfarrsaal war für die Katholische Jugend (KJT) ein voller Erfolg.</p>
<p class="MsoNormal">Nur drei Monate Zeit hatten die fast 40 Schauspieler, Techniker und sonstigen Helfer um den Autor des nachdenklich stimmenden Stückes, Matthias Rugel, dann mussten die Proben abgeschlossen sein und die aufwändige Bühne stehen. Was sie in dieser kurzen Zeit geleistet haben, dürfte landkreisweit einmalig sein. Über zwei Stunden folgte das Publikum der Theatertruppe bei der Premiere durch die anspielungsreiche Szenenfolge, ohne Anzeichen der Ermüdung zu zeigen. Damit war klar, dass die Truppe das Anliegen des Stückes auf eine eindringliche Art verständlich machen konnte: Wieso entschieden sich einige (wenige) Menschen während der Nazizeit zum aktiven Widerstand gegen ein totalitäres, also alle Lebensbereiche umfassendes, Terrorregime – und wieso tat dies die Mehrheit nicht?</p>
<p class="MsoNormal">„Wie es kam, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden“ ist der Untertitel des Stückes und der Weg zu dieser unumkehrbaren Entscheidung führte, wird durch eine Folge lose miteinander verbunden Einzelszenen in drei Akten vor dem Publikum ausgebreitet. Jürgen Steber komponierte und arrangierte eine Reihe von Liedern, die auf beeindruckende Art immer wieder an Schlüsselszenen die gesprochenen Textteile unterbrechen und so für eine wohl austarierte Spannung sorgen.</p>
<p class="MsoNormal">Bei der hervorragenden Ensembleleistung fällt es schwer einzelne Schauspieler gesondert hervorzuheben. Aufgrund ihrer zeitlich langen und schauspielerisch ausdrucksstarken Bühnenpräsenz bleiben aber die Auftritte der von Theresa Mayer und Sebastian Lober dargestellten Hauptfiguren Sophie und Hans Scholl besonders tief im Gedächtnis haften. Ohne die Leistung der anderen Schauspieler zu schmälern sei auch auf die beklommen machende Darstellungskunst von Florian Brustkern verwiesen, der in drei Nebenrollen, als „Grübelteufel“ „Staatspolizist“ und „Frontsoldat“ auftritt.</p>
<p class="MsoNormal">„Dieser Krieg ist (wie alle bedeutenden Kriege) seinem eigentlichen Wesen nach ein geistiger; …-und dieser Krieg ist im Grunde ein Krieg um die Wahrheit“, zitiert das Programmheft zum Stück aus einem Brief von Hans Scholl. Und dies lässt sich wohl als eine der Kernbotschaften aus dem Stück lesen. Wer die Wahrheit in ihrem ganzen Wesen erkennt, Wahrheit im Sinne von „wahrhaftem Leben“ oder gerechtem und moralischem Leben, kann sich nicht zum Werkzeug des Unrechts machen lassen.</p>
<p class="MsoNormal">Wie aber die Wahrheit erkennen, in einem System, das alle Wege zu ihr, die Kunst, die Wissenschaft, ja sogar die Freundschaft und die persönlichen Beziehungen zwischen den Menschen ganz für sich vereinnahmt hat? Die Antwort auf diese Frage erschließt sich von ihrem Ende: Das System verliert seine Macht über alle Individuen, wenn sie sich ihm in letzter Konsequenz verweigern. Dann ist der Mensch wirklich frei und kann ein Leben in Wahrheit führen. Doch der Preis dafür ist hoch: Er kostet Hans und Sophie Scholl das Leben. Aber diese Erkenntnis, so kann man das Stück deuten, ist es, die den beiden Widerstandshelden die Angst vor dem Tode nahm und sie zu ihren Taten befähigte.</p>
<p class="MsoNormal">Nach der philosophischen Denkarbeit, die dank der scheinbar mühelosen Vermittlung durch die überzeugende Schauspielgruppe, leicht viel, konnten alle Beteiligten ihren verdienten Lohn in Form <span> </span>minutenlangen Applauses und stehender Ovationen am Ende der Premiere entgegennehmen.</p>
<p><span style="font-size:12pt;font-family:Arial;">Matthias Zimmermann</span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/161/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/161/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/161/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=161&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wem könnte unser Stück gefallen?</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/11/14/wem-konnte-unser-stuck-gefallen/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Nov 2006 22:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinofilm 2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Für wen, für welche Zuschauer spielen wir Theater?
Ich denke mir mal, wir spielen für 4 Gruppen
(1) Erstens für die, die den Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ gesehen haben. Die sich begeistert haben für das, was Sophie Scholl tat und sagte, und die staunend zuschauten, wie Sophie sicher war, dass der Tod das kleinere [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=107&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/dsc08952.jpg" title="gesamt"><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/dsc08952.jpg?w=326&#038;h=245" alt="gesamt" align="left" height="245" width="326" /></a>Für wen, für welche Zuschauer spielen wir Theater?</p>
<p>Ich denke mir mal, wir spielen für 4 Gruppen</p>
<p>(1) Erstens für die, die den Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ gesehen haben. Die sich begeistert haben für das, was Sophie Scholl tat und sagte, und die staunend zuschauten, wie Sophie sicher war, dass der Tod das kleinere Übel ist. Für andere Fans der Weißen Rose, die den Film nicht kennen oder nicht so viel darin entdeckt haben, natürlich auch.</p>
<p>(2) Für Fans der KJT: <span id="more-107"></span>die uns schon immer gerne haben spielen sehen, die gern die Singgruppe hören und sich auf Jugendgottesdienste freuen. Die irgendetwas vom Thannhausener Teil des Weltjugendtages mitbekommen haben, als wir 33 Senegalesen zu Gast hatten. Natürlich auch für die, die selber mal im KJT-Theater mitspielen wollen, aber für dieses Mal zu jung waren oder aus anderen Gründen nicht können. Natürlich auch für die Fans einzelner Schauspieler, Komponisten, Sänger u.ä.</p>
<p>(3) Für Leute, die eine Ahnung und Hoffnung haben, dass ihr eigenes Leben etwas Besonderes werden kann. Dass sie sehen, wie es mit Hans und Sophie Scholl unter schwierigen Umständen mit einem gewöhnlichen Leben anfing, und dass es gut wurde, dass sie am Ende das Ihre fangen, das es ihnen auch wert war, das Leben zu riskieren. Die eine Ahnung haben, dass auf diesem Weg die frohe Botschaft des Jesus von Nazareth auch bei ihnen eine wichtige Rolle spielen könnte.</p>
<p>(4) Für Leute die unbefangen sind, gern ein Theaterstück sehen und sich mit Spaß auf so etwas einlassen. Die einen mehr emotional, die anderen mehr intellektuell – nur ein Zugang allein genügt nicht. Denen es nichts ausmacht, dass die Handlung nicht spannend im gewöhnlichen Sinne ist und die Freude am Selber-Interpretieren haben, wenn die Deutung nicht gleich auf der Hand liegt. Die ein bisschen über Ungenauigkeiten und Schlamperein hinwegsehen können.</p>
<p>Ich hoffe, lieber Leser, Sie oder du gehören zu einer dieser Gruppen. Wenn nicht, und Sie/du konnten doch etwas mit dem Stück oder der Werbung dafür anfangen, bin ich besonders gespannt auf einen Kommentar.</p>
<p>Es bleibt die Frage: Ist unser Stück für Kinder geeignet? Holger fragte mich, ob er mit seinem neuneinhalbjährigen Sohn hingehen kann. Ich schrieb ihm zurück:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Ich denke, wir bringen nichts auf die Bühne, das unter den Jugendschutz fallen würde. Außerdem ist unser Stück recht abwechslungsreich (Bühne, Kostüme, viel Musik, keine langen Monologe).</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Andererseits ist es wahrscheinlich, dass er irgendwann den eigentlichen Handlungsfaden verliert und ebenso könnte das einigen Erwachsenen passieren. &#8211; Aber die können wenigstens wissen: erster Akt normale Handlung. zweiter Akt: versetzt die Leute in den Krieg, da kippt die Handlung oft in eine Traumebene. Im dritten Akt geht es die ganze Zeit darum eine Entscheidung zu treffen, da ist space-t das ganze nochmal ab, ich versuche das Innere des Menschen darzustellen.</span><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Fazit: Wenn dein Sohn richtig Lust auf Theater hat und du vorher mit ihm darüber sprichst, dann kann er Freude an dem Stück haben. Aber ich empfehle es im Allgemeinen nicht für Kinder.</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;">Diese Antwort ändert nichts daran, dass es mich unendlich freuen würde, wenn wir wenigstens ein Kind mit unserem Stück begeistern könnten. (Es war so toll, dass es beim &#8222;Bauern in der Kutte&#8220; vor 5 Jahren bei so vielen Kindern klappte. Und das war eigentlich ein Erwachsenenstück.)</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;">Wenn jemand wissen will, welche Szenen so nacheinader folgen (und es vielleicht mit Kindern durchgehen will), empfehle ich den Blogeintrag <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/11/14/szene-fur-szene/">Szene für Szene</a>.</p>
<blockquote></blockquote>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/107/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/107/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/107/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/107/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/107/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=107&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Szene für Szene</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Nov 2006 18:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es folgt eine Inhaltsangabe, die sich eng an die Szenen hält und verhältnismäßig knapp ist
Erster Akt:
 			 Wir befinden uns im Jahr 1937, zwei Jahre bevor Hitler Polen angreift.
In den Gruppenstunden Bund Deutscher Mädels Ulm wird Theater gespielt. Nicht irgendein Theaterstück, sondern das Theaterstück über den Musterdeutschen, den Forscher und Lebemenschen Doktor Faust. Goethe lässt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=106&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es folgt eine Inhaltsangabe, die sich eng an die Szenen hält und verhältnismäßig knapp ist</p>
<p><strong>Erster Akt:</strong></p>
<p><a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/wp-admin/upload.php?style=inline&amp;tab=browse-all&amp;post_id=106&amp;_wpnonce=aed37ea983&amp;ID=74&amp;action=view&amp;paged=2" id="file-link-74" title="Chor bei der Probe" class="file-link image"> 			 <img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/chor-1.jpg?w=216&#038;h=163" alt="Chor bei der Probe" align="left" height="163" width="216" /></a>Wir befinden uns im Jahr 1937, zwei Jahre bevor Hitler Polen angreift.</p>
<p>In den Gruppenstunden Bund Deutscher Mädels Ulm wird Theater gespielt. Nicht irgendein Theaterstück, sondern das Theaterstück über den Musterdeutschen, den Forscher und Lebemenschen Doktor Faust. Goethe lässt in seinem Theaterstück Gott und Teufel auftreten. Sie verhandeln über den Deutschen. Um Sophie Scholl, die Souffleuse in der Theaterprobe zu ärgern, tun die beiden Schauspielerinnen, als verhandelten sie über Sophie, die Deutsche Frau.</p>
<p>In der folgenden Szene treten tatsächliche Teufel auf, die böse Pläne mit den Menschen und insbesondere Sophie und ihren Bruder Hans haben. Die Teufel sind sehr glücklich, dass die Juden ausgerottet werden sollen, ärgern sich aber, dass eine Gruppe, die einmal &#8222;Die weiße Rose&#8220; heißen soll, hier nicht mitmachen will. Deshalb schicken sie ihnen die Polizei ins Haus.</p>
<p><a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/wp-admin/upload.php?style=inline&amp;tab=browse-all&amp;post_id=-1163520421&amp;_wpnonce=aed37ea983&amp;ID=84&amp;action=view&amp;paged" id="file-link-84" title="bude" class="file-link image"> 			 <img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/gemuetliche-bude-k.jpg?w=216&#038;h=163" alt="bude" align="left" height="163" width="216" /></a>Im Haus Scholl ist ein großes Kommen und Gehen unter den Freunden der fünf Kinder, als die Gestapo in die Idylle einbricht. Weil die Kinder Hans, Werner und Inge mit einer verbotenen Jugendbewegung zu tun hatten, werden sie gefangen genommen. Aus Versehen muss sogar Sophie mit ins Gefängnis.</p>
<p><strong>Zweiter Akt</strong></p>
<p>Der Krieg hat begonnen. Hans Scholl, der wegen Hitlers Willkür schon zwei Monate im Gefängnis saß, ist gezwungen, als Soldat in den Krieg zu ziehen. Er versteht nicht, dass andere vom Krieg und den deutschen Siegen begeistert sind.</p>
<p>Der Münchner Publizist Carl Muth hat Kontakt zu Kindern und Eltern Scholl aufgenommen. Er ist Herausgeber einer Zeitschrift, die aus christlichem Geist verdeckt Widerstand gegen die nationalsozialistische Weltanschauung leistet. Er weist die Eltern Scholl darauf hin, dass in dieser Zeit ein anderer Kampf zu führen ist als der Kampf mit der Waffe. Statt einer Waffe greift Muth zu einem Hirtenstab und versucht wie Mose, betend und den Stab hochhaltend für sein Volk und vor allem die jungen Leute, die er kennt, vor Gott hinzustehen.</p>
<p><a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/wp-admin/upload.php?style=inline&amp;tab=browse-all&amp;post_id=106&amp;_wpnonce=aed37ea983&amp;ID=80&amp;action=view&amp;paged=2" id="file-link-80" title="Brief Hans an Sophie" class="file-link image"> 			 <img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/brief-hans-an-sophie-k.jpg?w=216&#038;h=163" alt="Brief Hans an Sophie" align="left" height="163" width="216" /></a>Auf der anderen Seite des Kampffeldes ist es das Werk der Teufel, dass die Schollgeschwister mit allem Schlimmen, was der Krieg zu bieten hat, konfrontiert werden. Hans schildert Sophie in einem Brief, wie knapp er dem Tode entronnen ist.</p>
<p>Sophie bekommt einen bösen Traum, indem ihr die Menschen als furchtbare Hautkrankheit der Erde erscheinen, die nichts Besseres zu tun haben, als sich umzubringen.</p>
<p>Den Freund der Familie, Otl Aicher, bringt die Angst vor dem Krieg so weit, dass er sich selber verstümmelt.</p>
<p><a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/wp-admin/upload.php?style=inline&amp;tab=browse-all&amp;post_id=106&amp;_wpnonce=aed37ea983&amp;ID=67&amp;action=view&amp;paged=3" id="file-link-67" title="mephisto_masregelt_teufel-k.jpg" class="file-link image"> 			 <img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/10/mephisto_masregelt_teufel-k.jpg?w=216&#038;h=163" alt="mephisto_masregelt_teufel-k.jpg" align="left" height="163" width="216" /></a>Die Teufel feiern ihren Sieg, bis Mephisto erscheint und aufdeckt, dass sie eigentlich noch nichts Richtiges erreicht haben. Auf lange Sicht planen sie einen Besuch bei jemandem, vor dem sie selber Angst haben, um etwas gegen Sophies uns Hans Widerspenstigkeit zu erreichen. Zunächst gilt Angriff gilt aber den engsten Freundschaftsverhältnissen, die Sophie und Hans haben.</p>
<p><strong>Dritter Akt</strong></p>
<p>Die Teufel besuchen den Tod. Etwas widerwillig geht er auf  ihren Wunsch ein, sich den beiden in seinem ganzen Schrecken zu präsentieren, damit sie ganz gewiss beim System mitmachen.</p>
<p>Hans und seine Schwester Inge besuchen Professor Muth, der ihnen gut zuspricht. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt: Deutschland muss den Krieg verlieren. Wer den christlichen Weg gehe, brauche keine Angst zu haben.</p>
<p><a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/wp-admin/upload.php?style=inline&amp;tab=browse-all&amp;post_id=106&amp;_wpnonce=aed37ea983&amp;ID=66&amp;action=view&amp;paged=3" id="file-link-66" title="suse-sophie-spiegel-k.jpg" class="file-link image"> 			 <img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/10/suse-sophie-spiegel-k.jpg?w=216&#038;h=163" alt="suse-sophie-spiegel-k.jpg" align="left" height="163" width="216" /></a>Sophie tankt eine ähnliche Zuversicht, als sie die Schriften des Augustinus liest. Nun zwingen sie die Teufel in die Kammer des Todes. Dort zeigen sich alle Menschen, die den beiden bisher hilfreich waren, nicht mehr als Freunde sondern nur als Teile einer großen Kriegsmaschine. Hans und Sophie sind auf sich selber gestellt. Der Tod heißt sie Abschied zu nehmen von allem, was ihnen lieb und teuer ist. Manche Erinnerungen und Ahnungen bringen sie durcheinander, bis zuletzt ihr Hilferuf erhört wird und der Tod von der Bühne verschwindet.</p>
<p><a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/wp-admin/upload.php?style=inline&amp;tab=browse-all&amp;post_id=-1163520421&amp;_wpnonce=aed37ea983&amp;ID=89&amp;action=view&amp;paged" id="file-link-89" title="schuetzengraben-2-k.jpg" class="file-link image"> 			 <img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/schuetzengraben-2-k.jpg?w=216&#038;h=163" alt="schuetzengraben-2-k.jpg" align="left" height="163" width="216" /></a>An der russischen Front betrinken sich einige deutsche Offiziere. Sie wissen von deutschen Untaten an der russischen Bevölkerung und den Konzentrationslagern. Alle identifizieren sich mit dem System, nur Fritz, der Freund der Sophie Scholl, sieht hier ein großes Unrecht am Werk. Als er nicht mehr weiter weiß, hilft ihm Sophie, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Leider kann er seinen Kameraden nicht helfen.</p>
<p>Die Angst vor Tod, Lüge und Diffamierung haben nicht nur Sophie und Hans Scholl verloren, sondern auch ihr Freund Alexander Schmorell. Er beschießt, Flugblätter der Weißen Rose zu schreiben. Als ihn jemand, dem er Gutes getan hat, bei der Gestapo anschwärzen will, kann er das verhindern. Bei seiner Flucht ruft er den verdutzten Verfolgern und Teufeln selbstsicher zu &#8222;Fangt uns doch!&#8220;.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Gegenwind, Gespenst, frohe Botschaft erzählen</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Nov 2006 14:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bergpredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchereins tut sich schwer, die Mittelszene im dritten Akt zu verstehen. Ich selbst habe manchmal Befürchtungen, dass die Szene „Das Innere des Menschen“ esoterisch wirkt. Esoterisch heißt geheimwissenschaftlich. Gegen Esoterik und Nichtverstehen gibt es ein (gemeinsames) Gegenmittel: Aufklärung. Wieder einmal ein Versuch, aufzuklären, was unsere Szene beabsichtigt:
Ich will also in der Szene „dunkle Kammer“ bzw. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=99&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Manchereins tut sich schwer, die Mittelszene im dritten Akt zu verstehen. Ich selbst habe manchmal Befürchtungen, dass die Szene „Das Innere des Menschen“ esoterisch wirkt. Esoterisch heißt geheimwissenschaftlich. Gegen Esoterik und Nichtverstehen gibt es ein (gemeinsames) Gegenmittel: Aufklärung. Wieder einmal ein Versuch, aufzuklären, was unsere Szene beabsichtigt:</p>
<p><a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/wp-admin/upload.php?style=inline&amp;tab=browse-all&amp;post_id=-1163425724&amp;_wpnonce=f5144614c3&amp;ID=83&amp;action=view&amp;paged" id="file-link-83" title="Im Inneren Gehirne" class="file-link image"><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/gehirne-im-tank-k.jpg?w=199&#038;h=151" alt="Im Inneren Gehirne" align="left" height="151" width="199" /></a>Ich will also in der Szene „dunkle Kammer“ bzw. „Das Innere des Menschen“ erzählen, dass Hans und Sophie Scholl in den Stürmen des Lebens Gegenwind haben. Schließlich wird es geisterhaft und gruslig. Bis sie erahnen, dass das, was ihnen geisterhaft vorkommt, ihr Freund ist, Jesus, der auf dem Wasser geht und ihnen zuruft: „Habt keine Angst! Kommt mir doch entgegen!“ Da gehen sie raus, setzen alles auf eine Karte. Das klappt ein wenig, aber dann sinken sie doch ins Wasser ein. Ihr „Hilf mir“ – Ruf nimmt einen verzweifelten Tonfall an. Aber in demselben Moment nimmt sie Jesus bei der Hand, zieht sie heraus, und fragt, warum sie nicht weitergelaufen sind, wie es doch normal gewesen wäre.<br />
Und die beiden Kinder Hans und Sophie können nicht mehr anders als jubeln. Sie kugeln sich auf dem Boden, und gleichzeitig fallen die beiden erwachsenen reifen Menschen nieder auf den die Erde, stehen würdig auf und rufen ohne Worte zu gebrauchen: „Groß bist du Gott, und höchsten Lobes würdig.“</p>
<p><span id="more-99"></span>[Spätestens ab jetzt ist dieser Artikel vor allem für Leute, die das Stück kennen]<br />
Noch genauer die Parallelen:<br />
Gegenwind = die Leute werden in die Maschine gezwungen<br />
Geisterhaft und gruslig = was auf der Maschine transportiert wird<br />
Jesus = Stimme aus dem Off</p>
<p>&#8230; jetzt hab ich schon wieder Bammel, dass ich zu viel oder falsch erkläre. Es ist doch vollkommen unpassend, anmaßend unfair, oder einfach nur falsch, dass ich Jesus auftreten lasse.</p>
<p>Mir ist nicht ganz wohl, wenn ich hier sage, dass ich rein das Evangelium nacherzählen will.<br />
Einerseits könnte man sagen, das kennen wir doch schon, warum erzählst du uns altbekannte Geschichten. Geschichten, die gar nicht unbedingt so passiert sein müssen, die vielleicht unmöglich passieren können, weil du meinst, das kann gar nicht klappen, dass ein Mensch auf dem Wasser geht. Wegen solchen Überlegungen hab ich schon oft abgeschaltet, wenn mir jemand vom Evangelium erzählen wollte. Aber gegen diese Argumentation kann ich im Zweifelsfall gegenhalten.<br />
Es ist eine zweite Überlegung, die mir den Mund versperrt, dass ich mein Verständnis dieser Szene vielleicht nicht klar genug gemacht habe und vielleicht auch jetzt noch nicht klar genug sage. Mir scheint, mein Stück scheitert an diesem Anspruch, das Evangelium richtig zu erzählen. Schlimmstenfalls in einem solchen Maß, dass es besser wäre, das Stück gäbe es nicht. So in der Art, wie es Werner Scholl in dieser Szene sagt:</p>
<blockquote><p> Nichts tun wir richtig. Wir studieren nicht richtig, wir arbeiten nicht richtig. Wir haben nie Ruhe und legen den Mantel nie ab. Wir machen beim System mit und tun nichts dagegen.</p></blockquote>
<p>Ich bin ja auch nicht allein mit diesem Scheitern. Das ist das typische Problem, wenn jemand die Bergpredigt umzusetzen versucht. Und nicht nur in dem Sinne, dass man hinter den Ansprüchen (radikal verzeihen, sich als Erbe des Landes fühlen, wenn man gerecht handelt, das verführende Auge ausreißen u.a.) zurückbleibt, sondern auch, wenn man sie wortwörtlich erfüllt – wie Otl Aicher, als er sich als Jugendlicher selber verstümmelt, um nicht dem dämonischen System dienen zu müssen. Er findet, so verstehe ich sein späteres Schweigen, sein Leben lang kein gutes Verhältnis zu dieser Tat.<br />
Das Stück will also ein Evangelium (eine frohe Botschaft) bauen, aber es scheitert daran. So wie es im Lebensplan eines jeden Christen steht: Ich will die frohe Botschaft von Jesus in die Welt bringen, aber es klappt nicht.<br />
Trotzdem: viel lieber eine große Aufgabe und daran scheitern, als dass man eh schon weiß, was kommt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie diesen Blog lesen?</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/11/03/wie-diesen-blog-lesen/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Nov 2006 02:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inhalt]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 1000. Leser etwas zum Überblick auf diesem Blog:
Ich habe jetzt eine Seite mit einer ausführlichen Inhaltsangabe des Stückes in diesen Blog integriert. Die ist als Vorschlag für das Programmheft gemeint. Sie ist also insbesondere für Leute, die das Stück noch nicht kennen. Wenn es sehr verwirrend oder sehr langweilig ist, bitte schreibt mir dazu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=77&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Zum 1000. Leser etwas zum Überblick auf diesem Blog:</p>
<p><img src="http://www.oppisworld.de/zeit/biograf/scholl.jpg" align="right" height="190" width="284" />Ich habe jetzt eine Seite mit einer <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/inhalt/">ausführlichen Inhaltsangabe</a> des Stückes in diesen Blog integriert. Die ist als Vorschlag für das Programmheft gemeint. Sie ist also insbesondere für Leute, die das Stück noch nicht kennen. Wenn es sehr verwirrend oder sehr langweilig ist, bitte schreibt mir dazu einen Kommentar.</p>
<p>Unter der <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/tag/inhalt/">Kategorie &#8222;Inhalt&#8220;</a> findet sich ein einführender Presseartikel (erschienen im Hoi&#8217;garta) und eine weitere Inhaltsangabe aus der Perspektive der Teufel. Es war mir ein Spaß, dass in der neuen Inhaltsangabe das Wort &#8222;Teufel&#8220; gar nicht vorkommt. Auf seine Art einführend ist auch mein <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/09/26/fangt-uns-doch-warum-dieser-stucktitel/">Artikel zum Stücktitel</a>. Eine <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/was-man-wissen-sollte/">weitere Pressemitteilung</a> erzählt die Widerstandsaktivitäten der Weißen Rose. Nur weil damals Flugblätter verschickt und Hauswände angeschmiert wurden, interessiert uns die Vorgeschichte von Hans und Sophie Scholl überhaupt.</p>
<p>Ältere Fotos und Probenkommentare auf der <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/probenfotos/">Probenfotos Seite</a>, die neuesten Fotos in einem <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/11/08/probenphotos-aktuell-woende-4511/">Weblog Beitrag</a>. Wer für unser Stück Werbung machen will, kann sich das <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/plakat/">Plakat</a> herunterladen.</p>
<p>Zum Lesen empfehle ich entweder, man sucht sich die Artikel, die einen interessieren direkt aus den aktuellen Artikeln (bzw. den previous articles &#8211; durch Klick ganz unten auf die Startseite).  Oder man sucht sich die Kategorien, die einen grob interessieren und sucht da nach dem Passenden. (Dies ist der 31. Artikel in diesem Blog.) &#8211; Letzte Möglichkeit, gegen die ich auch nichts habe: Man flirtet sich beim erstbesten Link weiter auf irgendwelche anderen Seiten.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/77/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/77/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/77/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=77&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<media:content url="http://www.oppisworld.de/zeit/biograf/scholl.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Erster Artikel in der Presse</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/12/erster-artikel-in-der-presse/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/12/erster-artikel-in-der-presse/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2006 16:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/12/erster-artikel-in-der-presse/</guid>
		<description><![CDATA[Im Hoi&#8217;garta für den Monat November können wir einen Artikel und ein bis zwei Fotos veröffentlichen. Es könnte der folgende Artikel werden (verbesserte Version 20.10.):
&#160;
Fangt uns doch &#8211; Theaterprojekt der KJT
Wie es kam, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden
Im Frühjahr 2005 begeisterte ein Kinofilm, der die letzten Tage der Ulmer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=35&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Im Hoi&#8217;garta für den Monat November können wir einen Artikel und ein bis zwei Fotos veröffentlichen. Es könnte der folgende Artikel werden (verbesserte Version 20.10.):</p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;">&nbsp;</p>
<p><strong><span class="dunkelgrau-12-16"><span style="font-size:11pt;">Fangt uns doch &#8211; Theaterprojekt der KJT</span></span></strong></p>
<p><span class="dunkelgrau-12-16"><span style="font-size:11pt;"><strong>Wie es kam, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden</strong></span></span></p>
<p><span class="dunkelgrau-12-16"><span>Im Frühjahr 2005 begeisterte ein Kinofilm, der die letzten Tage der Ulmer Widerständlerin Sophie Scholl zeigte. Der Film berichtet, wie sie im Februar 1943 mit ihrem Bruder Hans beim Flugblätterverteilen in der Münchner Universität ertappt und nach wenigen Tagen Gefängnis zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Gut zwanzig Jahre zuvor hatte der Film „Die weiße Rose“ die Vorgeschichte erzählt. Wie Münchner Studenten, darunter jene Geschwister Scholl, sich zusammenschlossen und anfingen, die Bevölkerung durch Briefe und nächtliche Malaktion zum Widerstand gegen die braune Diktatur aufzurufen. </span></span></p>
<p><span id="more-35"></span></p>
<p>Warum aber haben nicht mehr Menschen etwas gegen die nationalsozialistische Diktatur unternommen? Was prägte gerade die beiden Schwaben in der Münchner Widerstandsgruppe, Hans und Sophie Scholl? Warum konnten sie wider den Ungeist der Zeit aktiv werden?</p>
<p>Auch diese Geschichte kann man erzählen. Diesen „Vorfilm“ für die beiden Kinofilme hat sich die Katholische Jugend Thannhausen (KJT) als Theaterprojekt vorgenommen. Texte und Lieder sind selbst geschrieben, so dass es am 18. November im Pfarrheim Thannhausen (19 Uhr) zu einer Uraufführung kommen wird. Ein eindrucksvoller Projektchor, ein fleißiges Bühnenbauteam und 30 Schauspieler freuen sich zu erzählen, welche Umstände, Freunde, Ideen und Gefühle die Ulmer Jugendlichen im Dritten Reich geformt haben.</p>
<p>Diese Einflüsse sind nicht immer die besten. Als noch alle fünf Kinder auf der Schule waren, wurde der Vater Robert Scholl als Bürgermeister einer schwäbischen Kleinstadt abgewählt, musste vollständig beruflich umsatteln und konnte nur mit großer Anstrengung seine Familie über die Runden bringen. Hans und Sophie Scholl waren in Ulm begeisterte Hitlerjungen und Jungmädels. In Schule und Freizeit lernten sie also die nationalsozialistische Weltanschauung. Nach der Schulzeit konnte niemand so einfach tun, was er wollte, Jungen mussten zum Militär und in den Krieg, Mädchen zum Reichsarbeitsdienst und zum Feriendienst in die Munitionsfabrik. Immerhin konnte das den Schollgeschwistern nicht die Freude am Leben verderben.</p>
<p>Wie kam es nun, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Das Theaterspiel bietet als Antwort keine These aus einem Lehrbuch, sondern dramatisches Geschehen und Bilder: Es ist, wie wenn jemand oder etwas auf einer Rennbahn lossprintet und den anderen zuruft: Fangt mich doch! Daher der Titel des Stücks „Fangt uns doch“, daher die gezimmerte Bühne in Form in der Form Viertel-Kreises einer Radrennbahn.<br />
Eine Rennbahn ist freilich meist in einer Arena, einem gewölbten Innenraum. Ebenfalls in einem Innenraum, im menschlichen Inneren, in einer gewissen Unabhängigkeit von Genen, Erziehung und Milieu, fallen die Entscheidungen der Menschen. Ein solcher Innenraum wird auf der Bühne im Pfarrheim gebaut. Aus diesem Innenraum spricht das Schlusslied: „Sieh in dich“. Sieh einfach nach, inwieweit du es mitmachst, dass Freiheit und menschliche Würde unterdrückt werden, und sieh ebenso, inwieweit du nicht mitmachst. Hast du nicht selbst (in dir) die Antwort längst gefunden, warum Hans und Sophie Scholl gegen das gottes- und menschenverachtende Nazi-System aktiv wurden? Ein Theaterabend bei der KJT mag helfen, sich dieser (seiner eigenen) Antwort zu vergewissern: Fang sie doch. Fangt uns doch, uns Widerständler! Fang diese Menschen, die damals an ein anderes Deutschland glaubten! Fang sie, denen wir unser Deutschland verdanken. Fang sie, die den Geist unserer Verfassung geprägt haben.<br />
Viele aus der „Fangt uns doch“ Gruppe waren schon beim Theaterprojekt Krabat im Jahr 2003 dabei. So sind die Schauspieler und Regisseure heute zwischen 15 und 36 Jahren. Sie spielen am Samstag, 18. und 25. November je um 19 Uhr, am Sonntag, 19. November um 14 Uhr und am Sonntag, 26. November um 16:30 Uhr. Karten zu 7 € (ermäßigt 4 €) gibt es bei &#8230;</p>
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		<title>Warum kommen Teufel im Stück vor?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Oct 2006 13:05:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

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		<description><![CDATA[Charly (die jetzt leider nicht mehr mitspielen kann) schrieb mir im Frühjahr, als sie das Stück zum erstenmal gelesen hatte eine e-mail und fragte, was das mit den vielen Teufels solle. Meine Antwort wurde eine Art Zusammenfassung des Stücks (wenn auch nur aus einer Perspektive):
Die Teufel haben eine Entdeckung gemacht. Sie meinen, dass sie einen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=20&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Charly (die jetzt leider nicht mehr mitspielen kann) schrieb mir im Frühjahr, als sie das Stück zum erstenmal gelesen hatte eine e-mail und fragte, was das mit den vielen Teufels solle. Meine Antwort wurde eine Art Zusammenfassung des Stücks (wenn auch nur aus einer Perspektive):</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die Teufel haben eine Entdeckung gemacht. Sie meinen, dass sie einen Plan Gottes herausbekommen haben und dann vielleicht etwas Gutes verhindern können.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Eigentlich redet Gott nicht mit ihnen, aber es gibt besondere Situationen, in denen sie vielleicht seine Pläne erfahren: Wenn jemand ein Theaterstück schreibt oder es aufführt, in denen ein Schauspieler-Teufel mit einem Schauspieler-Gott redet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die Teufel meinen nun, dass die Rose, die der Schauspieler von DER HERR in der Hand hat, darauf hindeutet, dass auf der Welt, die eigentlich ihr teuflisches Reich ist, irgendetwas aufblühen soll wie diese Rose. Sie wollen herauskriegen, was das ist und es dann verhindern.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Ihre Vermutung scheint richtig zu sein, weil sie einen Engel finden, von dem sie weiterführende Informationen rauspressen können.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Dann haben sie einen dreistufigen Plan um das &#8222;Aufblühen&#8220; der weißen Rose zu verhindern (und das heißt zu verhindern, dass aus Hans und Sophie Scholl herausragende Menschen werden)</span></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">- sie einschüchtern dadurch, dass sie die Gestapo kurzzeitig gefangen nimmt</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">- sie einschüchtern durch den Krieg und böse Träume dazu</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">-<span>  </span>sie einschüchtern dadurch, dass sie sie in ihr eigenes Inneres führen und mit dem Tod konfrontieren</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die ersten beiden Strategien klappen nicht, die letzte hat eine paradoxe Wirkung: Hans und Sophie erleben sowohl richtige Verzweiflung als auch, dass es neben oder hinter dem Tod ein großes Fest gibt. Bei diesem Fest sind die Teufel nur Zuschauer und hängen wie Bettler herum.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Schlussszenen:</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die sonst recht schüchterne Sophie kann nach dem Fest ohne Angst auftreten und sieht die Welt wie sie wirklich ist: z.B. Soldaten, die sich wie Schweine verhalten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Andererseits bekommen die Teufel in der Gestalt von Stadtstreichern heraus, was die weiße Rose wirklich sein wird, nämlich ein Flugblattschreiben gegen Hitler. Jetzt wissen sie, dass es ein leichtes ist, die Gruppe dem Henker auszuliefern. Dennoch werden sie vom fröhlichsten Weiße Rose Mitglied Alexander Schmorell angeschmiert.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Irgendwie darf man die Teufel nicht so ernst nehmen, sie blödeln ja nur rum. Aber hinter dem Blödeln verbirgt sich eine Strategie: sie wollen alles durcheinander bringen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die eigentliche Dynamik des Stückes bekommen sie nicht mit: dass da jemand soweit kommt, für die Menschen, die unter Hitler leiden müssen, sein Leben einzusetzen. So enden viele Bauer-Teufel Geschichten. Eigentlich ist der Teufel immer der Dumme.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:12pt;"><span style="font-size:10pt;font-family:Helv;color:black;">Die Teufel sind aber auch ein Kontrast. Sie stehen für das Gewöhnliche, die Masse, von der sich die Scholls gerade absetzen wollen.</span></p>
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