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	<title>Fangt uns doch &#187; Historisches</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Fangt uns doch &#187; Historisches</title>
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		<title>Wölflein und reißender Wolf</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 16:37:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Hörte öfter Wolf Biermanns Lieder zur Friedlichen Revolution: Von den verdorbenen Greisen, Michael Gorbatschow, ich kau mein Herz in Einsamkeit, vom Grab des Vaters in den Lüften, &#8222;wir hattens vergessen &#8211; und immer gewusst&#8220;. Alle Zeitzeugen betonen, wie intensiv die Ausbürgerung dieses Komunisten 1976 in der DDR registriert wurde und Honegger und Genossen in ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=574&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div class="wp-caption alignright" style="width: 291px"><img src="http://www.wolf-biermann.de/images/stories/presse/gr09a.jpg" alt="" width="281" height="421" /><p class="wp-caption-text">2006 © Thorsten Jander</p></div>
<p>Hörte öfter Wolf Biermanns Lieder zur Friedlichen Revolution: Von den verdorbenen Greisen, Michael Gorbatschow, ich kau mein Herz in Einsamkeit, vom Grab des Vaters in den Lüften, &#8222;wir hattens vergessen &#8211; und immer gewusst&#8220;. Alle Zeitzeugen betonen, wie intensiv die <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,445880,00.html">Ausbürgerung dieses Komunisten 1976 in der DDR registriert wurde</a> und Honegger und Genossen in ein seltsames Licht stellte. Biermann ist ein richtig wilder Hund, ich mag seine Texte, seine Melodien und seine Gitarre, ich höre  seine Menschliebe hinter dem Zorn &#8211; und doch bekommen diese Lieder mir nicht, sie hinterlassen eine Beklommenheit zwischen Herz und Bauch, die ich nicht einfach dadurch loswerde, dass ich sie spüre. <span id="more-574"></span>Eine Entdeckung zur Kindheit des 1936 geborenen Lyrikers und Liedermachers auf seiner Homepage, sein Vater war Jude und Kommunist &#8211; aus einem <a href="http://www.wolf-biermann.de/presse/interviews/42-interviews/145-ich-glaube-an-den-menschen">Interview von 2006, in dem es noch viel mehr zu entdecken gibt.</a></p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Haben Sie Ihren Vater in Erinnerung?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Ich habe ihn ganz genau in Erinnerung. Ich war drei Monate alt, als er abgeholt wurde und seinen Ehering auf den Küchentisch legte. Meine Mutter hat den Ring mit ihrem eigenen zusammenfügen und einen Rubin in Dreiecksform darüber setzen lassen, das Zeichen der politischen Häftlinge. Den Ring trägt heute meine Frau Pamela.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT:  Wie kann sich ein drei Monate altes Baby an den Vater erinnern?</p>
<p style="padding-left:30px;">
<div class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0b/Bundesarchiv_Bild_183-1989-1201-046%2C_Wolf_Biermann_Konzert_in_Leipzig.jpg/180px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1201-046%2C_Wolf_Biermann_Konzert_in_Leipzig.jpg" alt="" width="180" height="128" /><p class="wp-caption-text">Wolf Biermann Konzert in Leipzig</p></div>
<p>Biermann: Mein Vater saß sechs Jahre in Bremen-Oslepshausen, den Knast gibt es heute noch. Dreimal im Jahr durfte meine Mutter ihn eine halbe Stunde besuchen. Im Winter 41 fand sie niemanden, der auf mich aufpasste, ich war etwa fünf Jahre alt, und da nahm sie mich in ihrer Not mit. Mein Vater war aber damals nicht im normalen Gefängnis, wo sie mich im Warteraum hätte hinsetzen können, sondern in einem Barackenlager, um Torf zu stechen. Mein Mutter schaffte es, den Posten zu bezirzen, mich mit reinzulassen. Da war ein geschlossenes Fenster, durch das mindestens zwanzig Männerköpfe rausstarrten, die sich drängelten, um eine richtige Frau, ein richtiges Kind zu sehen. Dann saßen wir in einer Baracke, in einem Büroraum. Meine Mutter nahm mich auf den Schoß, vor uns war ein Tisch, auf der anderen Seite ein Stuhl. Der Wachposten brachte meinen Vater in Häftlingsklamotten herein. Der setzte sich auf den Stuhl und reichte mir ein Tüte Bonbons.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Woher hatte er die?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Das hat mir meine Mutter viel später verraten, sie hatte einen der Beamten dort gebeten, meinem Vater die Tüte zuzustecken, damit er sie mir schenken konnte.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: War es das erste Mal, dass Sie ihn leibhaftig gesehen haben?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Ja, aber jeden Morgen wachte ich mit meinem Vater auf, auf eine Weise, die sich kein Romancier ausdenken kann, aber eine Arbeiterfrau. Diese Emma Biermann, die konnte das. Wenn ich morgens um sechs aufstand, meine Mutter musste um sieben in der Dependorf Reinigungsanstalt sein, lief ich aus meinem Zimmerchen, das über dem Kanal hing, unter mir fuhren die Schuten und die Schlepper, das war im Industrieviertel Hammerbrook, ins Treppenhaus. Dort stand mein Leiterwägelchen, und da lag jeden Morgen von meinem Vater ein Leckerli, ein Bonbon, ein Keks, ein Stück Zucker. Dann zog ich den Wagen mit dem Geschenk meines Vaters rein, und meine Mutter erzählte mir beim Frühstück, auf welch abenteuerliche Weise dieser Keks aus Bremen durch die Lüneburger Heide und über die Elbe zu mir gekommen war. Dann hab ich den Keks meines Vaters gegessen, im Grunde genau so wie die Katholiken den Leib Jesu mit der Oblate. So war mir mein Vater inniger vertraut als anderen Kindern ihre flottierenden Väter.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Sie haben ihn damals in der Moorbaracke zum letzten Mal gesehen?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Ja. Und jetzt gab er mir gleich eine ganze Tüte. Ich nahm einen Bonbon raus und steckte ihn hinter mir in den Mund meiner Mutter. Ein zweiten gab ich meinem Vater. Dann nahm ich einen dritten und reichte ihn dem Wachmann, der am Fenster links stand. Und dann zog ich meine Hand wieder zurück. Mein Vater lachte und sagte: Kannst ihm ruhig einen geben. Da hab ich meine Hand wieder zu dem fremden Mann ausgestreckt, dann aber schnell zurückgezogen und mir den Bonbon in den eigenen Mund gesteckt.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Was passierte dann?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Meine Mutter erzählte meinem Vater, dass ich den Spottnamen »der kleine Sänger« hatte. Wenn sie zur Arbeit ging, musste ich alleine warten, bis die Tante Lotte mich aus der Wohnung holte. In diesen anderthalb Stunden habe ich immer gesungen, ganz laut, wie halt so Kinder im dunklen Wald. Und nun sagte meine Mutter: Wölflein, sing doch deinem Papa mal was vor. Schon damals musste man mich eher darum bitten, nicht zu singen. Und so legte ich ungeniert und mit voller Stimme los: „Hörst du die Motoren brummen, ran an den Feind! Bomben, Bomben, Bomben auf Engeland – Bum! Bum!!“ Da sang ich meinem armen Vater das Lied seiner Todfeinde, wie ich es aus der Goebbels-Schnauze, so nannte man den Volksempfänger, gelernt hatte.</p>
<p style="padding-left:30px;">[...]</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT:  Gibt es ein Leben nach dem Tod?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Nein, daran glaube ich überhaupt nicht. Mir würde es reichen, wenn es ein Leben vor dem Tode gibt.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: In Ihrem Lied vom Hugenottenfriedhof heißt es: Wie nahe sind uns manche Tote, doch wie tot sind uns manche, die leben.</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Kunststück. Ich will Ihnen sagen, warum ich als kleiner asthmatischer Junge, als Drachentöter mit der Gitarre so erfolgreich war. Ich hatte ein Holzschwert mit sechs Saiten drauf. Ich fühlte mich oft verzagt und war in Gefahr, dass nicht ich Furcht hatte, sondern dass die Furcht mich hatte. Einfacher gesagt: dass ich zu Kreuze krieche, im Streit mit diesen totalitären Lumpen. Und da kamen immer die Toten, nicht nur mein Vater, auch meine Großmutter, mein Großvater, meine Tante Rosi Biermann, mein Cousin Peter. Die alle habe ich noch gesehen, als sie hier auf der Moorweide abtransportiert wurden. In Minsk hat man sie erschossen. Also: Wenn ich anfing zu wackeln, kamen immer diese Toten, und mein Vater sagte mir: Los, kleiner Wolf! Ich hab mein Leben aufs Spiel gesetzt und verloren. Da wirst du doch wohl dein Wohlleben aufs Spiel setzen können, der Preis ist zum Glück nicht mehr so hoch.</p>
<p style="padding-left:60px;">ZEIT: Ist das so?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: Na ja, wenn man jetzt sieht, was mit Ihrer Kollegin in Moskau gemacht wurde… Und wenn ich mich daran erinnere, dass die Stasi mehrere Mordanschläge auf mich verübt hat.</p>
<p style="padding-left:30px;">ZEIT: Was passierte?</p>
<p style="padding-left:30px;">Biermann: In der Hermann-Matern-Straße, die jetzt wieder Luisenstraße heißt, haben die versucht, mich totzufahren. Um einen Zentimeter ist es ihnen misslungen. Danach kam ich mit schlotternden Knien zu meinem starken, klugen Freund Robert Havemann. Ich erzählte ihm alles, und was war der knappe Kommentar des Naturwissenschaftlers? Tja, Wolf, zwei Punkte. Erstens, du darfst das keinem erzählen, die haben alle schon Angst genug. Und zweitens: Musst eben besser aufpassen. Ohne solche kaltherzlichen Freunde wäre ich kaputt gegangen. Ich hatte also immer die Toten im Rücken und solche lebendigen Kumpel.</p>
<p>Empfehle die Abschnitte, dass er an die Menschen und Musen glaube &#8211; dass der Literat, auch der atheistische von Luthers Proletarier-Bibel lebt.</p>
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		<title>Von der politischen Freiheit</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 15:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Selber Spielen]]></category>
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		<description><![CDATA[Bin heute sehr dankbar, den Leipzigern, für ihr mutiges Beten und Demonstrieren heute vor 20 Jahren. Werde auch die Nobelpreisträgerin von gestern, Herta Müller, einmal lesen, die angeblich so genau den Diktatoren dieser Welt auf die Finger schaut &#8211; und indirekt das hohe Lied der Freiheit singt.  Dieses Lied sei mit Reiner Kunze (aus einem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=565&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.faz.net/m/%7BA087830E-5FF7-4DB5-952D-AE142A9A2272%7DPicture.jpg" alt="" width="299" height="445" />Bin heute sehr dankbar, <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-10/Ende-DDR?page=3">den Leipzigern</a>, für ihr mutiges Beten und Demonstrieren heute vor 20 Jahren. Werde auch die Nobelpreisträgerin von gestern, Herta Müller, einmal lesen, die angeblich so genau den Diktatoren dieser Welt auf die Finger schaut &#8211; und indirekt das hohe Lied der Freiheit singt.  Dieses Lied sei mit Reiner Kunze (aus einem Interview in Jahr 1991) angestimmt</p>
<p style="padding-left:30px;">[Interviewfrage] Haben Sie den Eindruck, dass die Menschen im Osten Deutschlands von der Freiheit, die jetzt gekommen ist, enttäuscht sind? Von der Freiheit, die sie so stürmisch wollten und nach der sie aus einer so tiefen Überzeugung heraus verlangten?</p>
<p style="padding-left:30px;">[Kunze] Diejenigen, die in diesem politischen System nahezu erstickt sind, werden die Freiheit stets als <em>den</em> Wert empfinden. Aber hat denn die Mehrheit der Menschen tatsächlich die Freiheit gewollt? Die Menschen in der DDR haben nicht wissen können, was das ist, die Freiheit zu wollen.  Sie haben geglaubt &#8211; nicht alle, ich weiß -, Freiheit sei etwas, das man ohne Gegenleistung erhalten kann. Sie haben eine Freiheit ohne Risiko erwartet. Eine Freiheit, die man, wie soll ich sagen, abheben kann bei Bedarf. Eine verwaltete Freiheit. Eine bequeme Freiheit. Da kann ich nur sagen: Nichts ist unbequemer als die Freiheit. Aber auch nichts ist begehrenswerter. <img class="alignright" src="http://www.nikolaikirche-leipzig.de/images/stories/headpics/headpic_108.jpg" alt="" width="267" height="151" /><span id="more-565"></span>Es gibt einiges, das ähnlich oder genauso begehrenswert ist: Gesundheit (was genügend Nahrung, genügend Schutz vor Kälte, genügend Wasser für die Hygiene einschließt). Und Liebe. Aber frei sein heißt, sich entscheiden müssen, und das hat man nicht gesehen, und deshalb kann ich niemandem einen Vorwurf machen. (195-6)</p>
<p>Reiner Kunze hat einen ähnlich genauen Blick für das Kokettieren mit der Diktatur, er kennt die Verführbarkeit gerade der deutschen Schriftsteller, Künstler und Intellektuellen:</p>
<p style="padding-left:30px;">Lassen Sie mich eines vorausschicken &#8211; ich kann dann freier sprechen. Die dem Sozialismus verpflichteten oder im Westen zuweilen auch mit dem Sozialismus kokettierenden Intellektuellen &#8211; ich nenne sie jetzt einmal unerlaubt abgekürzt die &#8222;deutschen&#8220; Intellektuellen, es gibt unter den deutschen selbstverständlich auch andere &#8211; diese Intellektuellen haben viel dazu beigetragen, dass in der DDR der Geist hochgehalten wurde und die Maßstäbe nicht völlig verlorengingen. <img src="http://images.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2009-10/leipzig/leipzig-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" />Ich verdanke einigen von ihnen Hilfe und Freundlichkeiten &#8211; Stephan Hermlin, Christa und Gerhard Wolf, den Heyms, Heinz Knobloch und seiner Frau &#8230; Vor allem aber sind es ihre literarischen Werke, die dazu beigetragen haben, dass die Maßstäbe nicht verloren gingen &#8211; trotz der Brüche und Inkonsequenzen in manchem dieser Bücher. Und so haben diese Schriftsteller selbstverständlich auch dazu beigetragen, dass es zu den gesellschaftlichen Veränderungen gekommen ist. &#8211; Und lassen sie mich noch eines vorausschicken: Die bedauerliche Rolle, die diese Kollegen im Augenblick spielen und auch in der Vergangenheit gespielt haben, will nichts für die Zukunft besagen. Spätestens seit Kleist wissen wir, dass sich in einem wirklich überragenden Autor letztlich der Dichter als stärker erweist als der Ideologe, und die Voraussetzungen dafür, dass sich in Deutschland der Dichter vom Ideologen befreit &#8211; zumindest insoweit, dass er sich nicht mehr von diesem in seinen Schaffensprozess hineinreden lässt &#8211; waren seit 1933 nie so günstig wie heute &#8230; (190-1)</p>
<p style="padding-left:30px;">[...] Das Schlimmste, was diese Intellektuellen haben tun können , war ihr Auftreten im Westen. Sie waren Adjutanten einer Diktatur. Sie haben von dieser Diktatur im Westen &#8211; und zwar weltweit &#8211; ein Zeugnis abgelegt, das besagte, dieses politische System habe seine Fehler, aber in ihm vollziehe sich der Fortschritt der Menschheit und dieses Zeugnis entsprach der Heilserwartung der sozialistischen Intellektuellen in der ganzen Welt. Deshalb wurde dieses Zeugnis tradiert, und das Zeugnis derer, die versuchten, die Dinge beim Namen zu nennen, wurde entweder nicht gehört oder der Lüge geziehen. (192)</p>
<p>Zitate aus Reiner Kunze: <em>Wo Freiheit ist&#8230; Gespräche 1977-1993</em>. Aus einem Gespräch mit dem Österreichischen Fernsehen vom 30. September 1991. -</p>
<p>Was war das mit Kleist, wo war er ideologisch verzerrt?</p>
<p>&#8230; Die Dinge beim Namen nennen, das möchte ich auch können.</p>
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		<title>Kriegslogik</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 15:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Otl Aicher]]></category>

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		<description><![CDATA[Es naht der 70. Jahrestag des Begins des zweiten Weltkrieges. Las bei Andrea Böhm einen Artikel über &#8222;Die unaussprechliche Tat: Vergewaltigung von Männern&#8220;, zum Bosnien-Krieg und zum Ostkongo:
Vergewaltigung ist das einzige Verbrechen, bei dem die Scham der Tat am Opfer, nicht am Täter hängen bleibt. Gerade deshalb funktioniert sexuelle Gewalt so gut als Waffe im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=544&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.chroniknet.de/assets/77768_2.jpg" alt="" width="233" height="169" />Es naht der 70. Jahrestag des Begins des zweiten Weltkrieges. Las bei <a href="http://blog.zeit.de/kongo/?p=280">Andrea Böhm</a> einen Artikel über &#8222;Die unaussprechliche Tat: Vergewaltigung von Männern&#8220;, zum Bosnien-Krieg und zum Ostkongo:</p>
<p style="padding-left:30px;">Vergewaltigung ist das einzige Verbrechen, bei dem die Scham der Tat am Opfer, nicht am Täter hängen bleibt. Gerade deshalb funktioniert sexuelle Gewalt so gut als Waffe im Krieg. <span id="more-544"></span>Frauen werden nach einer Vergewaltigung oftmals von ihren Männern verstoßen, womit nicht nur das Leben des Opfers, sondern das einer ganzen Familie, eines ganzen Dorfes zerstört werden kann. Mit dem sozialen Tod des Frau verschwindet immer auch eine Mutter, eine Bäuerin &#8211; und damit auch die Versorgerin einer ganzen Gruppe.</p>
<p style="padding-left:30px;">Auch Ziwa weiss, dass ihn seine Familie und Nachbarn nun ächten. In ihren Augen ist er zum “Buschweib” geworden. Bei der Vergewaltigung von Frauen besteht die soziale Erniedrigung darin, sie &#8211; und damit die Ehre der Gemeinschaft &#8211; zu “beschmutzen” und zu “schänden”. Bei vergewaltigten Männern besteht sie darin, dass sie zu Frauen “degradiert” werden.</p>
<p>Die ganz andere Logik des Krieges. Habe Otl Aichers Erinnerungen von seiner Umerziehung beim Barras im Kopf. Und kann mir vorstellen, wie anders bei Kriegsbeginn die Assoziationen waren: derer, die sich noch vom ersten Weltkrieg verraten fühlten, und die vielleicht die Kriegszeit verklärten &#8211; andererseits derer, die wußten, dass beim Krieg immer die einfachen Leute die Dummen sind, und wie hochmütig das deutsche Auftreten auf der Weltbühne vorher war, ganz zu schweigen von der Menschenverachtung des Systems.</p>
<p>Und wie dann die Rollen schnell wechseln konnten, wenn ein Abiturient, den das ganze vielleicht zunächst abstößt, schnell befördert wird &#8211; und wenn jemand, der voll im Nazi-Strom mitschwimmt, plötzlich gewisse Bereiche ausblenden muss. Aber man war wie im Rausch, schreiben heute viele (Erinnerungen an den Kriegsbeginn <a href="http://www.seniorenbuero-hamburg.de/zeitzeukribeg.htm">hier</a>)</p>
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		<title>Adam von Trott wäre 100</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 09:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 9. August wäre einer aus dem Kreisauer Kreis 100 Jahre alt geworden, einer der jüngsten, Adam von Trott zu Solz, Doppelagent im Auswärtigen Amt der Nazis. Eine Predigt des Bischofs zum Festgottesdienst fasst dieser Artikel in der Hersfelder Zeitung Online zusammen. Ein Zitat:
Viel sei Adam von Trott gegeben worden: das familiäre Umfeld, das ihm [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=538&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.eva-verein.de/kreisau/trott.jpg" alt="" width="202" height="300" />Am 9. August wäre einer aus dem Kreisauer Kreis 100 Jahre alt geworden, einer der jüngsten, Adam von Trott zu Solz, Doppelagent im Auswärtigen Amt der Nazis. Eine Predigt des Bischofs zum Festgottesdienst fasst <a href="http://www.hersfelder-zeitung.de/rostart/00_20090810194945_Ohne_Scheu_vor_den_Folgen.html">dieser Artikel in der Hersfelder Zeitung Online</a> zusammen. Ein Zitat:</p>
<p style="padding-left:30px;">Viel sei Adam von Trott gegeben worden: das familiäre Umfeld, das ihm die Türen zu einflussreichen Kreisen im In- und Ausland geöffnet habe; eine beeindruckende Weitsicht, die es ihm ermöglichte, die verschiedenen Richtungen des Widerstands beieinander und gesprächsbereit zu halten; eine noble Liberalität, mit der er andere für sich gewinnen konnte, aber auch eine immense Beharrlichkeit, die Dinge voranzutreiben, die ihm wichtig waren.</p>
<p style="padding-left:30px;">Der höchste Preis</p>
<p style="padding-left:30px;">Doch Adam von Trott habe man nicht nur viel gegeben, man habe auch viel von ihm gefordert. Am Ende der höchste Preis: das Opfer des Lebens. Das solle nicht vergeblich sein. Der Bischof erinnerte an die Inschrift auf dem Gedenkstein unter dem Kreuz hoch über Imshausen: Bittet für sie. Beherzigt ihr Beispiel.</p>
<p style="padding-left:30px;">Die Kollekte des Gottesdienstes erbat Verena Onken von Trott für ein Hilfsprojekt im Sudan: ein Modell im Zentrum der Konflikte.</p>
<p><a href="http://www.refugeesinternational.org/where-we-work/africa/sudan">Sudanpolitik</a> ist tatsächlich etwas, wo heute Widerstand gefragt ist. (Mir scheint es schwieriger hier Widerstand zu leisten als etwa gegen Neonazis. Zugegeben, es ist weit weg. Dennoch: Warum nehme ich mir nicht die  Zeit dafür?)</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/538/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/538/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/538/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/538/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/538/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/538/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/538/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/538/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/538/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/538/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=538&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Es weitergeben</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/06/08/es-weitergeben/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 17:23:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Widerstadsfähigkeit weitergeben?
Christian Führer, selbst Sohn eines Pfarrers, hat nach seinem Studium in Leipzig Ende der 60er Jahre seine erste Pfarrstelle in einer Landgemeinde in Sachsen angenommen. Mit ihm kommt seine Frau Monika.
Im Dorf waren wie so richtig angekommen. Die Anteilnahme der Dorfbewohner spürte ich deutlich, als im Jahre 1969 unser erstes Kind geboren wurde. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=501&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6a/Christian_Fuehrer.jpg/180px-Christian_Fuehrer.jpg" alt="" width="204" height="136" />Wie Widerstadsfähigkeit weitergeben?</p>
<p>Christian Führer, selbst Sohn eines Pfarrers, hat nach seinem Studium in Leipzig Ende der 60er Jahre seine erste Pfarrstelle in einer Landgemeinde in Sachsen angenommen. Mit ihm kommt seine Frau Monika.</p>
<p style="padding-left:30px;">Im Dorf waren wie so richtig angekommen. Die Anteilnahme der Dorfbewohner spürte ich deutlich, als im Jahre 1969 unser erstes Kind geboren wurde. <span id="more-501"></span>Im Dorf waren wir so richtig angekommen. Und wir sorgten für Gesprächsstoff. Über den Namen unserer Tochter staunten die Leute nicht schlecht, denn üblich waren damals Jaqueline, Mike, René und dergleichen. Auf dem Dorf wurde aus unserer Katharina natürlich bald Katrina. Der Name unseres ersten Sohnes, Sebastian, ging den Menschen 1971 schon besser über die „sägs&#8217;sche Zunge. [...]</p>
<p style="padding-left:30px;">Dank unserer Kinder erinnerte ich mich wieder an meine Eltern – besonders an meinen Vater – und deren Erziehungsmethoden. Wir stellten es Katharina damals frei, ob sie den Pionieren beitreten wollte oder nicht. Mir als Vater wäre es sehr nahe gegangen, wenn ich meiner Tochter etwas verboten hätte, um dann “Ich möchte doch auch wie die anderen Kinder Pionier sein“ von ihr zu hören. So hingegen konnte sie selbst erfahren, was an der Sache mit der Pionierorganisation dran war. Allerdings war es in jenen Tagen nur allzu selbstverständlich, dass alle Kinder der Organisation beitraten. Keineswegs davon überzeugt, gingen meine Frau und ich in die Schule und fragten nach.</p>
<p style="padding-left:30px;">„Warum sollen die Kinder überhaupt zu den Pionieren gehen?“, erkundigte ich mich bei der Klasslehrerin von Katharina. Diese Frage war nun überhaupt nirgends vorgesehen.</p>
<p style="padding-left:30px;">„Die gehen doch alle dorthin.“</p>
<p style="padding-left:30px;">„Und warum gehen alle dorthin?“ hakte ich beharrlich nach.</p>
<p style="padding-left:30px;">„Nun, weil alle dorthin gehen!“ lautete die unwirsche Antwort der Lehrerin. „Und weil Pioniere Altpapier und Flaschen sammeln!“, fügte sie noch hinzu.</p>
<p style="padding-left:30px;">„Aber dafür muss man doch nicht der Pionierorganisation beitreten“, erwiderte ich nur. „Altpapier und Flaschen sammeln wir auch so.“ Nach unserem Umweltbewusstsein war das eine Selbstverständlichkeit. Nach ihrer Zeit bei den Jungpionieren entschloss Katharina sich jedoch gegen eine weiterführende Karriere bei den Thälmannpionieren. Sie hatte erfahren, dass sie bei den Pionieren nichts versäumte. Und so ging sie den Weg, der sie ab der vierten Klasse bei den Thälmannpionieren vorbeiführte. Sebastian trat erst gar nicht den Jungpionieren bei. Damit hatten wir bei unseren ersten beiden Kindern ganz ohne Zwang erreicht, was wir wollten.</p>
<p>aus: Christian Führer (2009): Und wir sind dabei gewesen. Die Revolution, die aus der Kirche kam. Der Pfarrer der Nikolaikirche erzählt sein Leben; Seiten 85-87.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/501/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/501/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/501/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/501/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/501/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/501/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/501/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/501/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/501/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/501/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=501&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Zeitung des Fritz Gerlich</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/05/26/veranstaltung-zu-fritz-gerlich/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 12:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 75 Jahren wurde der Publizist Fritz Gerlich von den Nazis ermordet, anderthalb Jahre war er vorher ohne Prozess im Gefängnis gesessen. Man wusste davon (und von ähnlichen Morden) im Saarland und in Österreich, und doch hat man dem Hitler zugejubelt.
Zu ihm gibt es eine recht gute Website hier mit allen Ausgaben seiner Zeitung zwischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=494&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://images.eo-bamberg.de/5/467/1/12981338477201008416.jpg" alt="" width="600" height="290" />Vor 75 Jahren wurde der Publizist Fritz Gerlich von den Nazis ermordet, anderthalb Jahre war er vorher ohne Prozess im Gefängnis gesessen. Man wusste davon (und von ähnlichen Morden) im Saarland und in Österreich, und doch hat man dem Hitler zugejubelt.</p>
<p>Zu ihm gibt es eine recht gute Website <a href="http://www.gerlich.com/">hier</a> mit allen Ausgaben seiner Zeitung zwischen 1931 und 1933 zum Herunterladen.</p>
<p>&#8222;Es gibt nur einen, der den geraden Weg zu Gott gegangen ist. &#8220; oder so ähnlich schreibt Sophie Scholl an Fritz Hartnagel mitten im Krieg. Sie meint damit nicht Fritz Gerlich, aber dessen Zeitung hieß tatsächlich &#8222;Der gerade Weg&#8220; und warnte vor Hitler. Bis 1930 war Gerlich Chefredakteur der &#8222;Münchner Neueste Nachrichten&#8220;, der Vorläuferzeitung der Süddeutschen.</p>
<p>Eine Historikerdiskussion gestern offenbarte spannende Dinge. Was für ein Hitzkopf Gerlich war, wie er sich beraten ließ (von Resl von Konnersreuth), wie man als Nichtjournalist gleich Chefredakteur werden kann, dass er keine Angst davor hatte, für das, was er schrieb und herausgab, zu sterben, wie er überlegte, auf die SS-Leute, die sein Büro plünderten, zu schießen, wie einer seiner Artikel jemand in den Selbstmord trieb, wie seine Zeitschrift einen Freund schwer in Zahlungsschwierigkeiten brachte, wie Hitler mit ihm sprach und wie sie seitdem erbitterte Feinde wurden, wie er stundenlang Artikel aus dem Kopf diktieren konnte &#8230; das wird eine Fernsehsendung für BR Alpha</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/494/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/494/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/494/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/494/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/494/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/494/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/494/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/494/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/494/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/494/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=494&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Friedensbewegung ost und west</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/04/08/friedensbewegung-ost-und-west/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 11:04:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Inge Scholl]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ich so als Jugendlicher und Kind gesagt bekam in den 80-er Jahren: Die Amerikaner haben uns nach dem Krieg geholfen, sie stehen für Freiheit und gegen Kommunismus und Diktatur. Sie wollen nicht die Weltherrschaft wie (jeder im Gesellschaftsspiel Risiko und wie) die Sowjetunion. Sie sehen sich gezwungen, aufzurüsten, weil es die anderen auch tun. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=467&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/b/be/Schwerter_Zu_Pflugscharen.svg/300px-Schwerter_Zu_Pflugscharen.svg.png" alt="" width="214" height="214" />Was ich so als Jugendlicher und Kind gesagt bekam in den 80-er Jahren: Die Amerikaner haben uns nach dem Krieg geholfen, sie stehen für Freiheit und gegen Kommunismus und Diktatur. Sie wollen nicht die Weltherrschaft wie (jeder im Gesellschaftsspiel Risiko und wie) die Sowjetunion. Sie sehen sich gezwungen, aufzurüsten, weil es die anderen auch tun. Die sogenannte Friedensbewegung sind entweder keine politischen Realisten oder sie sind vom Kommunismus unterwandert. Die Erben der Weißen Rose, allen voran Inge Aicher-Scholl und Fritz Hartnagel, galten als anti-kommunistisches Aushängeschild der Friedensbewegung. <span id="more-467"></span>Wir, die Nachfahren der Widerständler wollen keine Wiederbewaffnung, zu Adenauers Zeiten und in den frühen 80ern wieder. Krieg und Rüstung lösen keine Probleme. In dieser kämpferischen Zeit war ich in Verhofen &#8222;Die Weiße Rose&#8220; &#8211; trotz des skandalträchtigen Abspanns wurde darin die Nato-Debatte nicht instrumentalisiert. Soweit ich mich erinnere, war mir jedenfalls im Kopf, dass das grobe Bild so passe &#8211; schließlich hörte man manches, was im Osten wirklich schlechter lief als im Westen, insbesondere die Angriffe auf das Christentum und Freiheitsrechte &#8211; , dass die Welt aber nicht so einfach wäre.</p>
<p><img class="alignright" src="http://www.faz.net/m/%7B085307B0-8744-4D9A-B04D-6E10C653226E%7DPicture.jpg" alt="" width="298" height="435" />Was dagegen lief im Osten? Man wusste  mehr oder weniger, dass man in einer gleichmacherischen Diktatur lebte. Christian Führer schreibt in seiner Autobiographie, dass er als Jugendlicher gerne mit Gewehren schoss und erst damit aufhörte, als er einmal im Rausch einen Vogel tot geschossen hatte. Immer wollte er wie Jesus gewaltlos sein, auch in der Art, wie er seine Kinder erzog. Als er 1980 als Pfarrer nach Leipzig kam, bot sich die Gelegenheit, Friedensdekaden zu gestalten (vgl. Logo oben und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwerter_zu_Pflugscharen">Wikipedia</a>). Man durfte sehr wenig protestieren und staunte, was im Westen alles möglich war. Man war aber sehr enttäuscht, dass die Proteste im Westen von der Politik ignoriert wurden. Und es gab die Reaktion: da drüben ist es auch nicht besser, da dürfen sie zwar demonstrieren, aber die Politiker machen eh, was sie wollen. (Diese Reaktion seht leider nicht in Führers Buch, es hatte was, den Mann persönlich zu erleben. Lese dennoch mit Begeisterung sein Buch &#8222;Und wir sind dabei gewesen&#8220;. &#8211; Anmerkung 9.4.: sie steht doch im Buch auf S. 188, habe es inzwischen fertiggelesen. Wahrscheinlich mein Buch des Jahres 2009.)</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/467/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/467/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/467/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/467/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/467/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/467/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/467/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/467/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/467/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/467/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=467&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<media:content url="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/b/be/Schwerter_Zu_Pflugscharen.svg/300px-Schwerter_Zu_Pflugscharen.svg.png" medium="image" />

		<media:content url="http://www.faz.net/m/%7B085307B0-8744-4D9A-B04D-6E10C653226E%7DPicture.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Nikolaikirche Leipzig Montag 17 Uhr</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/03/25/nikolaikirche-leipzig-montag-17-uhr/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 09:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bergpredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern diese Geschichte und ihre Vorgeschichte aus erster Hand von Christian Führer erzählt bekommen. Bin recht dankbar und glücklich. (Am Bild die offene Tür der Nikolaikirche.)
       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=464&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.nikolaikirche-leipzig.de/images/stories/headpics/headpic_108.jpg" alt="" width="209" height="118" />Gestern <a href="http://www.nikolaikirche-leipzig.de//content/blogcategory/51/65/">diese Geschichte </a>und ihre Vorgeschichte aus erster Hand von Christian Führer erzählt bekommen. Bin recht dankbar und glücklich. (Am Bild die offene Tür der Nikolaikirche.)</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/464/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=464&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Philipp von Boeselager</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/01/23/philipp-von-boeselager/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 19:34:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Weblog hat den 1. Mai 2008, den Tod Philipp von Boeselagers verschlafen. Einer vom 20. Juni, der den Tod als Widerständler in Kauf genommen hätte. Dazu manches in der FAZ:
Am Vorabend seines Todes noch hat er mit seinem Freund, dem Verleger Friedrich-Karl Sandmann, über die Vorgeschichte des 20. Juli geredet. Auch da fiel wieder [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=424&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.faz.net/m/%7BF252951A-B1BB-46A9-852A-19A29F0A7169%7DFile1_4.jpg" alt="" width="174" height="189" />Mein Weblog hat den 1. Mai 2008, den Tod Philipp von Boeselagers verschlafen. Einer vom 20. Juni, der den Tod als Widerständler in Kauf genommen hätte. Dazu manches in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E4DD79419D404470CBD3E0436E80DAEA4~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>:</p>
<p style="padding-left:30px;">Am Vorabend seines Todes noch hat er mit seinem Freund, dem Verleger Friedrich-Karl Sandmann, über die Vorgeschichte des 20. Juli geredet. Auch da fiel wieder dieser Satz: Hätte er doch, als er einmal direkt hinter ihm stand, Hitler erschossen, statt auf die Ausführung des 20. Juli zu warten. <span id="more-424"></span></p>
<p style="padding-left:30px;">[...] Vor drei Wochen trafen wir ihn zu einem langen Gespräch. Dieser freundliche, humorvolle Herr hatte Stauffenbergs Sprengstoff besorgt; dieser überzeugte und überzeugende Katholik hatte den Tyrannenmord geplant und dabei seinen eigenen Tod in Kauf genommen; dieser Edelmann war mit zwei Toten durch den Krieg gereist, weil er sie in Heimaterde bestattet sehen wollte. Anders als unsere Hollywood-Phantasie uns einredet, gab es dafür keine Belohnung. Philipp von Boeselager kehrte nicht als Held heim, und es dauerte Jahre, ehe er seine Rolle beim 20. Juli auch nur erwähnte.</p>
<p>Aus dem <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E0E54C29AE31345D9B93C3E2478D9B1CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">letzten Interview mit Boeselager</a> noch etwas</p>
<p style="padding-left:30px;"><strong>[FAZ] Hatten Sie denn danach, in den fünfziger, sechziger Jahren, das Gefühl, dass Sie wegen Ihrer Teilnahme am Widerstand gegen Hitler und am 20. Juli skeptisch betrachtet wurden?</strong></p>
<p style="padding-left:30px;">[Boeselager] Nein, wir wurden nicht angeguckt. Man sprach nicht darüber, das war tabu. Es ging darum, das Haus wiederaufzubauen. Es war lange unglaubwürdig für den normalen Deutschen, dass die Regierung verbrecherisch war. Der Gauleiter, einzelne SA-Leute, ja; aber dass die Regierung einen belog und bestahl, das war nicht glaubhaft. Und sobald man das gedacht hatte, schob man das weg, das wollte man dann nicht wissen.</p>
<p style="padding-left:30px;">[...]</p>
<p style="padding-left:30px;"><strong>Es wurde oft von Hitlers Dämonie geredet. Haben Sie das auch so empfunden? </strong></p>
<p style="padding-left:30px;">Nein, ich habe ihn mehrmals gesehen, bei Kluge (Generalfeldmarschall Günther von Kluge, bei dem Boeselager Ordonnanzoffizier war und bei dem er auch den Widerständler Henning von Tresckow kennenlernte, d. Red.), und wir haben erlebt, wie militärisch blöd er war, ja richtig blöd und auch verbrecherisch. Da gab es eine Geschichte aus dem Herbst 42, Frühjahr 43, da kamen drei Ukrainer zu Tresckow und boten an, der Heerestruppe eine Truppe aufzustellen, wenn die Ukraine im Krieg eine gewisse Selbständigkeit und nach dem Krieg eine territoriale Selbständigkeit bekäme.</p>
<p style="padding-left:30px;">Und Tresckow kam dann zu Kluge mit einem dieser Ukrainer und sagte, es gebe jetzt 800.000 bis eine Million russischer Soldaten in deutschen Uniformen, außerdem 3,6 Millionen Kriegsgefangene, wenn man an die appellierte durch diese Ukrainer, dann bestünde noch eine gewisse Chance, den Krieg zu gewinnen. Dann wurde ein Gutachten gemacht von Tresckow; Kluge unterschrieb das, und die drei Kerle wurden zu Hitler geschickt, denn der musste das ja genehmigen. Wir hörten und sahen nichts mehr, und nach drei Wochen hat man sich hintenrum erkundigt, was da eigentlich los sei. Hitler, hieß es, habe das Gutachten gar nicht gelesen und die drei Leute gleich erschießen lassen &#8211; als russische Elite, die müsse man vernichten. Wenn Sie so etwas erleben, wenn sie schon am Stock gehen, dann fassen Sie die Blödheit nicht.</p>
<p style="padding-left:30px;"><strong>[...] Sie wussten also vom Holocaust, aber wussten Sie auch von der Dimension?</strong></p>
<p style="padding-left:30px;">Als ich so zweifelte, soll man überhaupt, sagte ich das dem Tresckow. Tresckow antwortete: Mehr als 16.000 Menschen werden täglich umgebracht, das können wir stoppen. Damit war die Sache klar, Sie hätten nicht mehr gut weiter schlafen können, wenn sie nein gesagt hätten. Und das waren nicht die Deutschen, die als Soldaten oder Zivilisten umkamen &#8211; Tresckow sagte „umgebracht“.</p>
<p style="padding-left:30px;">[...] Und wenn das Attentat geglückt wäre, war mir auch klar, dass die Ostpreußen und die Schlesier und die Pommern sagen würden: Wenn ihr den Hitler nicht umgebracht hättet, dann säßen wir heute noch in Ostpreußen.</p>
<p style="padding-left:30px;"><strong>Das war Ihnen klar?</strong></p>
<p style="padding-left:30px;">Das war mir völlig klar. Man war ja über die Stimmung sehr genau orientiert, 80 Prozent der Deutschen glaubten an den Hitler.</p>
<p>Das <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E0E54C29AE31345D9B93C3E2478D9B1CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">ganze lange Interview</a> zu lesen lohnt sehr. Es gibt noch ein <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E43CB84050C914E35AE5C85F7BCD95123~ATpl~Ecommon~Scontent.html">kurzes Interview</a> zum 20. Juni 2007, darin Zuversicht auf den neuen &#8222;Operation Walküre&#8220; Film, weil er hoffentlich den Widerstand gegen Hitler bekannt macht, und dies:</p>
<p style="padding-left:30px;"><strong>Gibt es ein Vermächtnis des Widerstandes? Für das einundzwanzigste Jahrhundert, für die heute junge Generation?</strong></p>
<p style="padding-left:30px;">Boeselager: Meine Antwort, die ich auch jungen Menschen immer gebe, ist: politische Betätigung. Man soll sich beteiligen, sich engagieren. Seinem Vaterland dienen. Das ist ja auch durch die Nationalsozialisten völlig in Misskredit gebracht worden.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/424/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=424&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die Menschen als Schweine</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/12/16/die-menschen-als-schweine/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 20:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Otl Aicher]]></category>
		<category><![CDATA[Rückmeldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[
Otl Aichers Erfahrung bei der Wehrmacht. Mit einem kleinen Kommentar ärgert er einen Vorgesetzten &#8211; er muss nicht lange warten, bis er alleine strafexerzieren muss, eine Quälerei und sicherlich war er danach dreckig &#8222;wie die Sau&#8220;. Noch schlimmer für den jungen Intellektuellen: Sprache und Welt der Kammeraden beim Kommis, &#8222;schweinisch&#8220; sagt man. Noch einmal schlimmer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=389&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright size-full wp-image-89" title="schuetzengraben-2-k.jpg" src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/schuetzengraben-2-k.jpg?w=339&#038;h=254" alt="schuetzengraben-2-k.jpg" width="339" height="254" /></p>
<p>Otl Aichers Erfahrung bei der Wehrmacht. Mit einem kleinen Kommentar ärgert er einen Vorgesetzten &#8211; er muss nicht lange warten, bis er alleine strafexerzieren muss, eine Quälerei und sicherlich war er danach dreckig &#8222;wie die Sau&#8220;. Noch schlimmer für den jungen Intellektuellen: Sprache und Welt der Kammeraden beim Kommis, &#8222;schweinisch&#8220; sagt man. <span id="more-389"></span>Noch einmal schlimmer ist es für Leutnand Fritz Hartnagel, als er hört, wie sich andere hohe Offiziere mit der Vernichtung der Juden brüsten. Das ist schlimmer, wie Tiere miteinander umgehen. Es zieht den Menschen herunter aufs tierische Niveau und vielleicht noch tiefer. (<img class="alignright size-full wp-image-71" title="kampf wur" src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2006/11/schwein-1-k.jpg?w=319&#038;h=239" alt="kampf wur" width="319" height="239" />Solche Offiziere, die zu Schweinen mutieren, stellten wir im Stück (verhältnismäßig dezent) dar Eine ähnliche Erfahrung macht der junge Soldat Heinrich Böll (damals kein Widerstandstyp) in einer Kaserne weit hinter der Frontlinie:</p>
<p style="padding-left:30px;">Osnabrück, 22.4.1940 Heinrich Böll an Eltern und Geschwister<br />
[...] Es war übrigens entsetzlich, die Bemerkungen der Kameraden heute mittag bei dem Begräbnis zu hören. Wir leben anscheinend in einer Welt von Schweinen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-202" title="saufer-w_sophie.jpg" src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2007/01/saufer-w_sophie.jpg?w=321&#038;h=227" alt="saufer-w_sophie.jpg" width="321" height="227" /></p>
<p style="padding-left:30px;">Die Ansicht, dass der Mensch nur eine etwas höhere Art von Tier ist, ist allgemein verbreitet. Dann dazu noch äußerst eindeutige Anwürfe in bezug auf die Frau des Gefallenen. Heldenverehrung. Aber schweigen wir.</p>
<p>Das Tierische (Schweinische) im Menschen ist nicht zu leugnen, plädiere zunächst (mit Platon) für die Herrschaft der Vernunft. Zudem an die Hoffnung auf Befreiung/Erlösung der Kreatur. Pädagogen sind gefragt &#8211; Weihnachten, das Glück von Hirten, Schafen, Ochs und Esel wird erwartet.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/389/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/389/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=389&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Moltke gegen Selbstbefreiung</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/11/24/moltke-gegen-selbstbefreiung/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 10:58:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Sophie Scholl wollte den Hitler erschießen, Hans Scholl hätte da seine Skrupel gehabt. Kann etwas gutes entstehen, wenn man jemand anderem Gewalt antut?  Auch im Kreisauer Kreis wurden solche Fragen reflektiert, hier ein interessanter pragmatischer Gesichtspunkt gegen die Revolte, gerade von dem sehr weitsichtigen und mutigen Graf von Molkte.
Während Dietrich Bonhoeffer in seinem Rückblick &#8216;Nach [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=376&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Sophie Scholl wollte den Hitler erschießen, Hans Scholl hätte da seine Skrupel gehabt. Kann etwas gutes entstehen, wenn man jemand anderem Gewalt antut?  <img class="alignleft" src="http://www.mahnung-gegen-rechts.de/pages/staedte/Zittau/pics/Hitler-als-Redner-03.jpg" alt="" width="286" height="143" />Auch im Kreisauer Kreis wurden solche Fragen reflektiert, hier ein interessanter pragmatischer Gesichtspunkt gegen die Revolte, gerade von dem sehr weitsichtigen und mutigen Graf von Molkte.</p>
<p style="padding-left:60px;">Während Dietrich Bonhoeffer in seinem Rückblick &#8216;Nach zehn Jahren&#8217; des Dritten Reiches Weihnachten 1942, wenige Monate vor seiner Verhaftung, die Belehrung der Dummen oder vielmehr der durch den überwältigenden Eindruck der Machtentfaltung Dummgemachten für unmöglich hielt, wenn ihr nicht ein Akt der Befreiung vorausging, den er von einem Staatsstreich erhoffte, sah Moltke darin die Gefahr einer neuen Dolchstoßlegende. Deshalb hielt er eine klare militärische Niederlage Deutschlands für nötig. Vor allem für diesen Fall arbeiteten die Kreisauer im Sommer 1943 weiter an konkreten Plänen für ein neues Deutschland in einem neuen Europa und suchten nach geeigneten Personen, „Landesverwesern“, die, wenn es so weit war, in der Übergangszeit regionale Verantwortung übernehmen konnten. (Einleitungstext in Helmuth James von Moltke &#8222;Briefe an Freya. 1939-1945, S. 46-7, andere Sicht auf Moltkes Einstellung <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10675&amp;ausgabe=200705">hier</a>)</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/376/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/376/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/376/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=376&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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