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	<title>Fangt uns doch &#187; Bedeutung Weiße Rose</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Fangt uns doch &#187; Bedeutung Weiße Rose</title>
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		<title>Apokalyptischer Gegenentwurf</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 15:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Archetyp von Sophie Scholls Traum in der letzten Nacht (siehe letzter Eintrag). Es ist eine Zeit großer Not :
Da erschien ein großes Zeichen am Himmel: Ich sah eine Frau, die mit der Sonne bekleidet war; sie hatte den Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Kopf trug sie eine Krone aus zwölf Sternen. Und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=303&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.onlinekunst.de/november/blake_roter_dr_400.jpg" alt="" width="309" height="367" />Der Archetyp von Sophie Scholls Traum in der letzten Nacht (siehe <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/05/10/traumerische-bedeutung-von-taufe/">letzter Eintrag</a>). Es ist eine Zeit großer Not :</p>
<p style="padding-left:30px;">Da erschien ein großes Zeichen am Himmel: Ich sah eine Frau, die mit der Sonne bekleidet war; sie hatte den Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Kopf trug sie eine Krone aus zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in ihren Wehen, denn die Schmerzen unmittelbar vor der Geburt hatten sie erfaßt. (Offenbarung des Johannes, Kap. 6)</p>
<p>Sophie ist nicht wörtlich schwanger, aber sie hat etwas mit sich, das weiterleben soll. Etwas eigenes und etwas nicht Eigenes. <span id="more-303"></span>Statt dem tiefen Erdspalte erscheint diesmal ein Tier aus der Urzeit.</p>
<p style="padding-left:30px;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.ckrumlov.cz/obr/mesto/histor/2548b.jpg" alt="" width="252" height="352" />Und ein anderes Zeichen erschien am Himmel: Ein großer feuerroter Drache, der sieben Köpfe und zehn Hörner hatte und auf seinen Köpfen sieben Kronen. Sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache stellte sich vor die Frau, die gebären wollte, damit er ihr Kind verschlinge, sobald sie geboren hätte. Und sie gebar einen Sohn, einen kraftvolles männliches Kind, das dazu bestimmt war, alle Völker mit eisernem Stab zu weiden. Und das Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt.</p>
<p>In der kirchlichen Tradition identifiziert man die Frau, die trotz der großen Drangsal ihr mächtiges Kind zur Welt bringt, symbolisch mit Maria aus Nazareth, der Mutter Jesu bzw. mit der &#8222;seligen Jungfrau&#8220;, so Haecker. Bildliche Darstellungen von der Frau haben gern etwas von Kitsch, die Taufpatin und die Erdspalte ist mir lieber.</p>
<p><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.paf.li/images/2morgensterne/image018.jpg" alt="" width="222" height="178" />Biblisch hat die Frau ein direktes Vorbild in einer Prophetengeschichte. Da gab es doch schon einmal eine Frau, die gebären sollte, obwohl da Könige nur tun was sie wollen &#8211; ein Bündnis mit dem großen Nachbarn schließen &#8211; und darauf vertrauen, dass Gott sie schützen will &#8230; die, die den Immanuel &#8222;Gott mit uns&#8220; gebären sollte.</p>
<p>Das ganze als Symbol dafür, wo die Macht sitzt &#8211; wie sie aussieht. Gegenmodell zu den Nazis bzw. dem deutschen Mann: die kosmische Frau. Sie strotzt nicht vor Stärke, sondern hat Schmerzen, Geburtswehen.</p>
<p><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.onlinekunst.de/engel/16/bayrischer_meister_verkuend.jpg" alt="" width="295" height="400" />Auch das Bild der Weißen Rose (oder Lilie) ist nicht frei von lieblichen und kitschigen Assoziationen, über Dante, bildende Kunst und gewisse Marienlieder ist es vernetzt mit dem Bild der kosmischen Frau am Himmel. Es bringt zu den Ideen von Macht und Schmerzen die Idee der Reinheit mit ins Bild: Auch das wieder in Absetzung zur Naziwelt, in der vieles einfach Dreck war: von der Sprache bis zu den weltanschaulichen Ansichten.</p>
<p>Es stimmt, es mag ja sein, dass der konkrete <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/09/27/wie-adelige-wahrend-der-franzosischen-revolution/">Anlass für die Namensgebung</a> jener Brief an Lilo Ramdohr oder Brentanos Romanzen gewesen sein mag, im Namen steckt mehr. Ein apokalyptischer Gegenentwurf zur aktuellen Zeit, der doch mit etwas ganz konkretem angefangen wird. Schließlich wachsen weiße Rosen auf der Erde. (Dagegen bleibt auch Zankels Deutung von einer aristokratischen Parteiung blass.)</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/303/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/303/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/303/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/303/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/303/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=303&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wer war Kurt Huber?</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/07/23/wer-war-kurt-huber/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2007 14:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[War am Freitag, 13. Juli, dem Tag der Hinrichtung von Alexander Schmorell und Prof. Kurt Huber, im Justizpalast München in dem Saal, in dem Freisler drei Weiße Rose Mitglieder zum Tode verurteilte (und manche andere zu längeren Haftstrafen). Hörte einen bemerkenswerten Vortrag von Rosemarie Schumann. Frau Schumann hat sich die letzten 5 Jahre vorrangig mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=258&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://muenchner.de/museumsnacht2001/graphics/jpg/justizpalast.jpg" align="right" height="145" width="200" />War am Freitag, 13. Juli, dem Tag der Hinrichtung von Alexander Schmorell und <a href="http://www.khg.net/unterricht/faecher/geschichte/khuber/index.htm">Prof. Kurt Huber</a>, im Justizpalast München in dem Saal, in dem Freisler drei Weiße Rose Mitglieder zum Tode verurteilte (und manche andere zu längeren Haftstrafen). Hörte einen bemerkenswerten Vortrag von Rosemarie Schumann. Frau Schumann hat sich die letzten 5 Jahre vorrangig mit dem spätesten Mitglied der Weißen Rose beschäftigt, <span id="more-258"></span>jüngst erschien ihre Biographie von Kurt Huber:<strong> </strong><a href="http://www.amazon.de/Leidenschaft-Leidensweg-Huber-Widerspruch-Nationalsozialismus/dp/3770016211"><em>Leidenschaft und Leidensweg. Kurt Huber im Widerspruch zum Nationalsozialismus.</em></a></p>
<p><img src="http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/41PP0DRRLsL._SS500_.jpg" align="right" height="266" width="266" /> Die erste Frage bei <a href="http://www.br-online.de/kultur-szene/thema/scholl-weisse-rose/kurt-huber.xml">Kurt Huber</a>: Hat er wenigstens zeitweise mit den Nazis zusammengearbeitet?  führt zu einer weiteren, die mich noch mehr intessiert: Wie konnte man die Aufklärung ablehnen und dabei ein vorbildlicher Widerständler gegen Hitler werden? Und weiter: Wie beurteilten die Scholls das große Projekt Europäische Aufklärung? Wie stehe ich dazu?</p>
<p>Nachbearbeitung meiner Vortragsmitschriften: Zunächst drei bemerkenswerte Vorzüge des Huberschen Denkens, an die meinereins nicht so recht herankommt und hinter denen, wie ich es verstand, auch die Autorin gern zurücksteht.</p>
<ol>
<li>Der Mann &#8222;dachte in abendländischen Dimensionen&#8220;.</li>
<li>Huber liebte die induktive Methode. Er &#8222;lauschte erst dem Ton und dann erst der Melodie&#8220;</li>
<li>In seiner wissenschaftlichen Methode lag politischer Sprengstoff. Die Diktatur wirkte nicht so, wie er dachte, von unten nach oben. Sondern sie wirkte von oben nach unten.</li>
</ol>
<p>Das Interesse für <strong>Volkslieder</strong> war Huber und den Nationalsozialisten gemeinsam. Beide bemühten sich, Volkslieder aufzuwerten. Huber dachte, Volkslieder kommen vom Volk als dem allgemeinen Kulturträger. Sie repräsentieren ein Volk, einen Sänger, eine Landschaft. Soweit konnten die Nazis wohl mitgehen. Ihre Methode war freilich die des Massensingens. Huber dachte, dass das den Charakter der Volkslieder verletzt. Der eigentliche Zweck des Gesanges sei &#8222;innere Einkehr&#8220;. &#8211; Huber wurde wegen seines Einsatzes für das Volkslied von den Nazis (schon vor dem Krieg) nach Berlin als Professor berufen, und erlebte dort ein Fiasko, ein Jahr später saß er schon wieder in München. (Carl Orff widmete seinem Freund nach dem Krieg die Volks-Oper &#8222;<a href="http://www.dieterwunderlich.de/Carl_Orff.htm">Die Bernauerin</a>&#8222;.)</p>
<p><img src="http://www.khg.net/unterricht/faecher/geschichte/khuber/bild/flu.jpg" align="right" height="334" width="200" />Ich habe hier im Blog öfter betont, dass ich die Weiße Rose Leute in der Linie der <a href="http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm">europäischen <strong>Aufklärung</strong></a> (Kant, Pascal) sehe. Das trifft für Prof. Huber nicht zu. Er stand der Aufklärung sehr kritisch gegenüber, weil sie so viele Verluste mit sich brachte. Fühlte sich der mittelalterliche Mensch &#8211; so Huber &#8211; in der göttlichen Ordnung aufgehoben: Gott wird in der Aufklärung zum reinen Begriffswesen, der Mensch hat seinen Halt verloren. Das sei ein nicht wieder gut zu machender Verlust. Das Gleichgewicht der lebendigen Kräfte im Volk sei gestört, die Weimarer Republik erschien Huber als grauer Novemberstaat, ohne Moral, ein failed state. Dass man das Recht auf Staat und Gesetz gründet, schien ihm vollkommen verfehlt.</p>
<p>Deshalb idealisierte Huber anfangs die neue Zeit, die mit den Nazis anbrechen sollte. Er erhoffte den aus seiner Sicht notwendigen Rückschlag gegen die Aufklärung. Die Nazis versprachen, die republikanischen Fehler zu heilen.  Was Huber persönlich von ihnen als Schäbigkeit erfuhr, las er zunächst nicht politisch. Huber war nicht in dem Sinne gegen das Hitler-Regime, wie später die Verschwörer des 20. Juli. Aber er war auch kein Mitläufer der Nazis, er hat sich nie auf die nationalsozialistische Ideologie eingelassen, sondern wollte etwas anderes: die Rückkehr einer alten Zeit ( &#8211; vielleicht einer recht romantisierten Zeit, die in Wirklichkeit gar nie existiert hatte?). Seine Helden waren Herder, Augustin, Leibniz, eine philosophia perennis.</p>
<p><img src="http://www.net4.com/muenchen-in-5-stunden/14stachus-und-ring/1justizpalast3.JPG" align="right" height="228" width="304" />Noch bei seinem Verfahren vor dem Volksgerichthof sagte er, er erhebe Widerspruch, nicht Widerstand. Dennoch muss seine Hoffnung auf das neue System erschöpft gewesen sein, er muss desillusioniert gewesen sein, als er das sechste Flugblatt formulierte und darin klare Worte fand. Er beendete den Friedensschluss mit dem System und fand Worte der Anklage. Interessanterweise auch eine gewisse Identifikation mit Kant:</p>
<blockquote><p>Als deutscher Staatsbürger, als deutscher Hochschullehrer und als politischer Mensch erachte ich es als Recht nicht nur, sondern als sittliche Pflicht, an der Gestaltung der deutschen Geschichte mitzuarbeiten, offenkundige Schwächen aufzudecken und zu bekämpfen (&#8230;). Was ich bezweckte, war die Weckung der studentischen Kreise nicht durch eine Organisation, sondern durch das schlichte Wort, nicht zu irgendeinem Akt der Gewalt, sondern zur sittlichen Einsicht in bestehende schwere Schäden des politischen Lebens. Rückkehr zu klaren sittlichen Grundsätzen, zum Rechtsstaat, zu gegenseitigem Vertrauen von Mensch zu Mensch, das ist nicht illegal, sondern umgekehrt die Wiederherstellung der Legalität. Ich habe mich im Sinne von Kants kategorischem Imperativ gefragt, was geschähe, wenn diese subjektive Maxime meines Handelns ein allgemeines Gesetz würde.</p></blockquote>
<p>Vollkommenes Deutsch, wie ihm sein Nazi-gutachter, der Plotinforscher Richard Haber, attestierte.</p>
<p>Ich fragte die Autorin danach, ob sie Haecker und Muth ebenfalls anti-aufklärerisch beurteile. Da werde es schwierig, so Schumann. Jedenfalls hätte Huber mit Muth korrespondiert, es sei aber nie soweit gekommen, dass Huber im Hochland publiziert hätte. &#8211; Das was man die Weiße Rose nennt ist vielstimmiger, als man so denkt.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/258/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/258/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/258/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=258&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Über die die Grenzen gedacht</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/07/11/uber-die-die-grenzen-gedacht/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jul 2007 14:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle Christen stellen sich unter den &#8222;Dominus Jesus&#8220; (den Herrn Jesus). Wenn das eine gewisse Gemeinsamkeit bedeutet, so besteht in manchen kirchlichen Papieren eine gewisse Uneinigkeit, wie das zu geschehen habe. Eine mir sehr wichtige Dimension der Einheit der Christen war der gemeinsame Widerstand gegen Adolf Hitler. Otto Betz schreibt dazu in einer Doppelrezension von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=257&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.vauka-berlin.de/CDs/vermehren.jpg" align="right" height="243" width="243" />Alle Christen stellen sich unter den &#8222;Dominus Jesus&#8220; (den Herrn Jesus). Wenn das eine gewisse Gemeinsamkeit bedeutet, so besteht in manchen kirchlichen Papieren eine gewisse Uneinigkeit, wie das zu geschehen habe. Eine mir sehr wichtige Dimension der Einheit der Christen war der gemeinsame Widerstand gegen Adolf Hitler. Otto Betz schreibt dazu in einer Doppelrezension von <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/27221.html">Gerhard Ringshausen, &#8222;Widerstand und christlicher Glaube angesichts des Nationalszialismus&#8220;</a> und <a href="http://www.buecher.de/shop/Start/Brakelmann-Guenter/Helmuth-James-von-Moltke/products_products/detail/prod_id/20934784/vnode/1/wea/1100485/">Günter Brakelmann, &#8222;Helmuth James von Moltke&#8220;</a>: <span id="more-257"></span></p>
<blockquote><p>[...] wenn es  auch heute sinnvoll und notwendig ist, sich mit den Gestalten des Widerstandes gegen Hitler zu befassen, dann liegt es auch daran, dass wir es hier mit wirklich bedeutenden Persönlichkeiten zu tun haben, deren Briefe und Aufzeichnungen vielleicht zu den wichtigsten Glaubenszeugnissen der Neuzeit zählen, nur vergleichbar mit den Märtyrerakten der frühen Christenheit. Viel zu selten machen wir uns klar, dass diese Widerstandskreise ja auch zu Zellen der neuerwachten Una Sancta, der Bewegung hin zur Einheit der Christen, wurden.</p>
<p>Wenn man sich mit den Gestalten befasst, die <em>Gerhard Ringshausen</em> in seinem Buch vorstellt, fällt einem zunächst auf, dass sie weit über die Grenzen ihres Berufes, ihrer Konfession und ihrer nationalen Herkunft hinausgedacht haben. Die meisten waren religiös Suchende, die nicht einfach die gesicherten Bastionen verteidigt haben, sondern sich lernbereit und innerlich beweglich auf neue Perspektiven einließen. Erste dadurch konnte eine ökumenische Gesinnung wachsen. Dazu kommt, dass es musische Menschen waren, bei denen die Begegnung mit Dichtung, Musik und bildender Kunst eine große Rolle spielte. Die Sensibilität für Rechtlichkeit und Missachtung der Rechtsordnung führte dazu, dass vielen die Augen für das Unrechtssystem der Nazis geöffnet wurden.</p>
<p>Und noch etwa fällt auf: Freundschaft hatte bei diesen Gruppen einen hohen Stellenwert. [...] (aus: <em>Christ in der Gegenwart Nr.28/2007,</em> 232)</p></blockquote>
<p>Alles nichts neues, trifft auch auf die Weiße Rose Leute, aber sehr gut gesagt. Schön, dass Betz auf den Zusammenhang mit den urchristlichen Martyrerlegenden hinweist, die sind freilich nicht ganz so zugänglich. Aber ich schätze sie auch.</p>
<p><img src="http://www.kreisau.de/kib/Kreis/Mitglieder/hjm/moltke.jpg" align="right" height="261" width="200" />Bemerkenswert aus der recht positiven <a href="http://www.buecher.de/shop/Start/Brakelmann-Guenter/Helmuth-James-von-Moltke/products_products/detail/prod_id/20934784/vnode/1/wea/1100485/">SZ-Rezension</a> (Hans Mommsen) von Ringshausens Moltke Biographie:</p>
<blockquote><p>Der Verfasser beschreibt eindrucksvoll, dass die 2. Kreisauer Tagung 1942 zu einer weitgehenden Einigung über die angestrebte wirtschaftliche Neuordnung im europäischen Maßstab gelangte, die zwischen den Prinzipien „der Freiheit des Einzelnen” und dem einer „gerechten Sozialordnung” vermitteln sollte. Er sieht im Programm des „personalen Sozialismus” die spätere „soziale Marktwirtschaft” grundsätzlich vorweggenommen.</p></blockquote>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/257/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/257/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/257/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/257/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/257/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/257/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/257/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/257/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/257/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/257/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/257/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/257/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=257&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Apokalyptisches Weltbild</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/06/27/apokalyptisches-weltbild/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2007 12:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Theodor Haecker]]></category>

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		<description><![CDATA[Dokumentiere hier kurz einen Briefwechsel, den ich mit einem Aufsatzautor und Multiplikator zur Weißen Rose hatte. Es geht um den Stil der Weiße Rose Flugblätter, insbesondere der ersten vier Flugblätter, die für akademische Leser geschrieben waren. Im vierten Flugblatt heißt es beispielsweise:

Jedes Wort, das aus Hitlers Munde kommt, ist Lüge. Wenn er Frieden sagt, meint [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=252&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Dokumentiere hier kurz einen Briefwechsel, den ich mit einem Aufsatzautor und Multiplikator zur Weißen Rose hatte. Es geht um den Stil der Weiße Rose Flugblätter, insbesondere der ersten vier Flugblätter, die für akademische Leser geschrieben waren. Im <a href="http://weisse-rose-stiftung.de/fkt_standard.php?aktion=ls&amp;ma=cs&amp;c_id=mamura&amp;id=09186353&amp;topic=033&amp;page=1&amp;mod=2&amp;lang=de">vierten Flugblatt</a> heißt es beispielsweise:</p>
<p><img src="http://weisse-rose.source4u.de/imgs/headnew.gif" alt="" width="700" height="150" align="middle" /></p>
<blockquote><p>Jedes Wort, das aus Hitlers Munde kommt, ist Lüge. Wenn er Frieden sagt, meint er den Krieg, und wenn er in frevelhaftester Weise den Namen des Allmächtigen nennt, meint er die Macht des Bösen, den gefallenen Engel, den Satan. Sein Mund ist der stinkende Rachen der Hölle<span id="more-252"></span>, und seine Macht ist im Grunde verworfen. Wohl muss man mit rationalen Mitteln den Kampf wider den nationalsozialistischen Terrorstaat führen; wer aber heute noch an der realen Existenz der dämonischen Mächte zweifelt, hat den metaphysischen Hintergrund dieses Krieges bei weitem nicht begriffen. Hinter dem Konkreten, hinter dem sinnlich Wahrnehmbaren, hinter allen sachlichen, logischen Überlegungen steht das Irrationale, d. i. der Kampf wider den Dämon, wider den Boten des Antichrists.</p></blockquote>
<p>In fast derselben Sprachform wird im vierten Flugblatt auch der romantische Dichter Novalis erwähnt. Diese apokalyptische Sprache ist ursprünglich eine jüdische, dort um die Zeit Jesu entwickelt, in der Bibel finden sich Zeugnisse im Buch Daniel und der geheimen Offenbarung des Johannes (Apokalypse). Es ist eine Zeit der großen Not.</p>
<p>Ich schrieb am 26.1.2007:</p>
<blockquote><p><img src="http://www.lochstein.de/hrp/themen/koerper/koerper7.JPG" alt="" width="202" height="247" align="right" />Ich weiß [...], dass der Stil der Flugblätter der des Theodor Haecker ist, so sehr, dass man sich wundern muss, dass ihm nach der Festnahme der ersten drei Weiße Rose Mitglieder nicht mehr passiert ist. Selber ist aber mir &#8211; so wie allen Film-, Theater-, Rezensions- und Buchautoren zum Thema, die ich kenne &#8211; <em>das apokalyptische Zeitverständnis Haeckers und der Flugblätter</em> recht fremd. Mag es auf die damalige Zeit gepasst haben, auf die heutige passt es nicht. Wenigstens sehe ich nicht, wie es passen könnte.</p></blockquote>
<p>Aus der Antwort von Herrn K., noch am selben Tag:</p>
<blockquote><p>In meiner Bücherei finden sich sehr viele Bücher von Autoren, die seinerzeit vom Freundeskreis der Weissen Rose gelesen wurde. Der heutigen Zeit ist dieser <em>christliche Existenzialismus und Personalismus</em> weitgehend fremd. [...]</p>
<p>Apokalypse: In vielen Büchern über die Weiße Rose wird das vierte Flugblatt einfach übergangen. Heute ist das nietzscheanische Zeitbild angesagt.</p></blockquote>
<p>Ich zitiere wieder aus meiner Antwort (12.3.2007), schreibe etwas unscharf, weil die Hauptautoren des christlichen Personalismus wohl Henry Kardinal Newman und die Franzosen Claudel, Marcel, Bernanos, evtl. auch <a href="http://www.maritain.de/leben.htm">Maritain</a> sind, die ich gar nicht erwähne. Bernanos hat etwas, ist aber ein wenig krass zu lesen. An Claudel komme ich nicht ran, kommt mir so unsinnig pathetisch aufgeladen vor, so, wie mir als Mittelstüfler Schiller vorkam. Der Christ Kierkegaard und der vom Christentum entfremdete Heidegger sind die Urväter des Existentialismus überhaupt: Sartre und Camus stehen für die nicht christliche Variante des Existentialismus um die Mitte des letzten Jahrhunderts. Existentialismus heißt sicherlich, dass man sich mit dem eigenen Sterben-müssen konfrontiert.</p>
<blockquote><p><img src="http://www.klosterkirche.de/zeiten/ende-kirchenjahr/img/totentanz.jpg" alt="" width="408" height="236" align="right" />Der christliche Personalismus und Existentialismus: Kierkegaard kenn ich ein wenig und bin ziemlich fasziniert. Heidegger kenn ich auch ein wenig, mehr durch Erklärungen als dass ich Sein und Zeit wirklich verstünde, er lässt den zweiten Sprung von der Moral in den Glauben weg.</p>
<p>Apokalypse: Meint ihr, nur die Afrikaner, denen ihr Ackerland ausdorrt, müssen die Folgen des Klimawandels spüren. Nein, ihr werdet alle daran zugrunde gehen, wenn ihr nicht umkehrt. &#8211; so würde ich das Evangelium vom letzten Sonntag unabgemildert lesen. [Ich beziehe mich auf <a href="http://www.bibel-online.net/buch/42.lukas/13.html">Lukas 13,1-5</a>. Jesus spricht, nimmt Bezug auf Arbeitsunfälle und unmenschliche Taten seiner Zeit, wehrt sich dagegen, dass dabei jemand wegen seiner Sünde bestraft wird, prophezeit aber seinen Zuhörern ein böses Ende, wenn sie sich nicht ändern. Eine Deutung auch <a href="http://www.lochstein.de/hrp/themen/koerper/koerper7.JPG">hier</a>.]</p>
<p>Aber man ist selber halt so in seinem Trott drinne (und so werden die gewöhnlichen Leute zur Nazizeit auch gesagt haben.) Oder: wir versuchen ein paar kleine Sachen jetzt wenigstens in der Fastenzeit&#8230;<br />
&#8211; Aber das ist irgendwie, das Maximum an Apokalypse, das ich verstehen kann. Mit nietzeanische Zeitbild meinen Sie, man sieht die Welt heute als Wiederkehr des immer Gleichen? Oder als rein irdischer Kampf um die Macht?</p></blockquote>
<p><img src="http://www.bassdruck.de/Pixs/mix/c.jpg" alt="" width="252" height="159" align="right" />Was ist das Gegenbild zur apokalyptischen Weltanschauung, die mit dämonischen Mächten kämpft und auf den Weltenrichter hofft? Herr K., 13.3 schickt mir ein Zitat des Theologen Johann Baptist Metz:</p>
<blockquote><p>„Das nietzscheanische Zeitbild der ewigen Wiederkehr des Gleichen sitzt ganz tief, und es zeigt sich in den Fluchtversuchen, in denen der Mensch heute Identität, die ihm ja nicht mehr vergönnt zu sein scheint, sucht, in Vorstellungen von Seelenwanderung, Reinkarnation usw. Ich meine, es gehört ungeheuer viel intellektuelle Zivilcourage dazu, eine Zeit mit Finale einzuklagen, eine Zeitvorstellung, die über das Wissen darum, daß das individuelle Leben kurz ist, hinausgeht.“</p></blockquote>
<p>Der Apokalyptiker nimmt den Tod ernst, andere Lebenseinstellungen mögen den Tod ernst nehmen, die heute weit verbreitete nietzesche aber wohl nicht. Der Punkt ist, dass sie auch (oder gerade unter) Christen verbreitet sein soll. Natürlich kenne ich sie von innen her. Dennoch kontere ich am 16.3.2007. Eigentlich nehmen wir es nicht ernst, dass alles immer wieder das gleiche ist, so leben wir nicht:</p>
<blockquote><p>Der Punkt ist doch, dass Handlungen ganz anders strukturiert sind als sonstige Naturprozesse, da gibt es Ziele.<br />
Die Frage ist, ist die ganze Welt eher nach dem Modell einer Handlung gestrickt oder nach dem eines determinierten Ablaufes.</p>
<p>Die Menschen heute und früher kennen beides [Zielfixierung und nietzschesche Wiederholschleife], und ich glaube schon, dass jedem das Handlungmodell zunächst mal näher ist.<br />
Dieses Handlungsmodell muss man aber nicht gleich apokyptisch lesen. (Soviel Exegese kenne ich ja nicht, aber Jesus hatte doch wahrscheinlich auch eine Phase seines Auftretens, in der er nicht von Endkampf und Endgericht redete.)</p></blockquote>
<p>Klappt so ein alternative Modell zu Nietzsche, ohne dass man Jesus, den Weltenrichter, sehr bald erwartet (bzw. an der Welt verzweifelt)? Galliläischer Frühling?</p>
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		<title>Theaterfest &#8211; Zukunft &#8211; Anliegen</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/04/11/theaterfest-fangt-uns-doch/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/04/11/theaterfest-fangt-uns-doch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Apr 2007 09:35:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kjttheater</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Literarische Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Rückmeldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt ist auch das Theaterfest (13. April) vorbei, pünktlich zum 100. Eintrag in diesem Blog, kurz vor dem 10.000. Klick (genaue Anzahl 9.822), nach über 2000 abgefangenen Spam-Posts, 26 Kommentaren. So als Erinnerung nochmal ein Münchner Foto.

Freute mich sehr über euer zahlreiches Erscheinen und das Ambiente, insbesondere mehrere Filmchen und Präsentationen zum Spiel. Wünsche mir, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=241&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Jetzt ist auch das Theaterfest (13. April) vorbei, pünktlich zum 100. Eintrag in diesem Blog, kurz vor dem 10.000. Klick (genaue Anzahl 9.822), nach über 2000 abgefangenen Spam-Posts, 26 Kommentaren<strong>. </strong>So als Erinnerung nochmal ein Münchner Foto.</p>
<p><img src="http://fangtunsdoch.files.wordpress.com/2007/01/hans_sophie.jpg?w=518&#038;h=388" height="388" width="518" /></p>
<p>Freute mich sehr über euer zahlreiches Erscheinen und das Ambiente, insbesondere mehrere Filmchen und Präsentationen zum Spiel. Wünsche mir, dass es mit KJT-Theater bald weitergeht, selber aber muss ich erstmal eine andere Priorität setzen.</p>
<p>Bloge vielleicht ab und zu weiter, weil mir das Thema recht am Herzen liegt. Vermute immer noch, wir leben, weil sie bereit waren für das Ihre zu sterben. Wir würden vielleicht auch leben, wenn es die Widerständler nicht gegeben hätte, aber anders, mit weniger Hoffnung, mit weniger Weisheit. Iwan Illitsch in <a href="http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=3722&amp;CategoryID=63">Leo Tolstojs: &#8222;Der Tod des Iwan Iljitsch&#8220;</a> wusste es erst viel später, und wie hätte es sein Leben bereichert zu wissen&#8230;(was ich schon zu oft gesagt habe, der geneigte Leser hat wahrscheinlich <a href="http://www.buch24.de/Der_Tod_des_Iwan_Iljitsch/3-260830-1.html">schon davon gehört</a>.)</p>
<p>Zitat Donna Leon, Weltwoche (<a href="http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=3722&amp;CategoryID=63">Link wie oben auf Leo Tolstoi</a>):  &#8222;Es ist unmöglich, diese Novelle zu lesen, ohne darob zu erschauern, wie genau sie unsere Zeit widerspiegelt.&#8220;</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/241/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/241/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/241/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/241/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/241/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/241/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/241/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/241/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/241/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/241/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/241/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/241/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=241&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Sklaverei und Abschussliste</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/03/07/skaverei-und-abschussliste/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/03/07/skaverei-und-abschussliste/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 21:04:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Bergpredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Einblendung Armenfriedhof nahe einem Zuckerrohrfeld: „Am Tag, als ich zum Bischof geweiht wurde, habe ich hier einen Namenlosen beerdigt. An diesem heiligen Ort möchte ich begraben sein.“
Der alte Herr, der hier spricht, ist Ausländer in Brasilien. Die heutigen heimischen Bischöfe in Alagoas stehen nicht für die Zuckerrohrarbeiter hin. (Nur nach dem Konzil war das eine [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=234&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.alternativas.at/thumbs/brasilHansRomstorfer.jpg" align="left" height="206" width="274" />Einblendung Armenfriedhof nahe einem Zuckerrohrfeld: „Am Tag, als ich zum Bischof geweiht wurde, habe ich hier einen Namenlosen beerdigt. An diesem heiligen Ort möchte ich begraben sein.“<br />
Der alte Herr, der hier spricht, ist Ausländer in Brasilien. Die heutigen heimischen Bischöfe in Alagoas stehen nicht für die Zuckerrohrarbeiter hin. (Nur nach dem Konzil war das eine gewisse Zeit lang anders.) <a href="http://www.boennigheimerzeitung.de/bz/html/news/artikel_brennpunkt.php4?artikel=2720593">Carlos Lima</a>, Gast in Thannhausen (siehe dieser  Blogeintrag) aus Brasiliens Nordosten, zeigte uns einen Film über moderne <a href="http://www.ila-bonn.de/brasilientexte/zuckerrohrbassegio.htm">Sklaverei auf Alagoas Zuckerplantagen</a>. Der Ackerboden im ganzen Bundesstaat gehört 8 Familien. <span id="more-234"></span>10 Tonnen Zucker muss ein Arbeiter dort am Tag schneiden, dann verdient er 3 Euro am Tag. Alle möglichen Willkürmaßnahmen, wie man mit den Leuten umgeht. (Sie wiegen es und sagen einfach, das waren nur 5 Tonnen) Kein Wunder, dass es dort nicht lohnt, Maschinen zu kaufen.<br />
Der Film bringt zunächst ein hartes Faktum, dann wiederholt er sich oft, am Ende aber ein starker Schluss. Jener Bischof und jener 28-jährige, der erzählt, dass sein Leben auch ein anderes hätte werden können. Aber jetzt ist es einfach so, dass er nichts als Zuckerrohrschneiden kann. Es ist fast unglaublich, dass dieser Mann noch lachen kann, wenn er seine Geschichte erzählt. Gott wollte es so, sagt er, weil er nie die Chance auf besseres wirklich ergreifen konnte. Er wäre gern LKW-Fahrer geworden, aber es hat nicht sollen sein. Es fiel ihm schwer, diese seine Geschichte zu erzählen. Dass er davon träumt, mal wieder zu Haus zu sein. Und er ist dankbar, dass er sie erzählen durfte. Die Filmemacher haben nach dieser Geschichte einen Film gedreht. (Ein Artikel über die Zustände dort finde sich <a href="http://www.ila-bonn.de/artikel/266mythosmonokultur.htm">auf den ila-Seiten</a>.)<br />
<img src="http://www.ila-bonn.de/bilder/zucker.gif" align="left" height="226" width="600" /><span>Irgendwo sind Bischöfe doch Leute, an denen man sich orientiert. Wenn Kardinal Lehmann sagt, der Zaun, den die Israelis bauen, dient nicht dem langfristigen Frieden und ein anderer Bischof ihn mit der Berliner Mauer vergleicht, dann weist das doch darauf hin, dass solche Behauptungen nicht aus der Luft gegriffen sind. Andersherum: Wenn Kardinal Bertram, damals Vorsitzender der Bischofskonferenz, von Breslau aus Hitler jedes Jahr zum Geburtstag schrieb und bezüglich dem, was ihm nicht gefiel, in der Öffentlichkeit schwieg (und nur viele dicke Briefe nach Berlin schrieb), so haben sich auch manche Katholiken daran orientiert. So haben sich beide Gruppen das Leben bewahrt – und gleichzeitig gab es einen Holocaust. – Aber man wich ab von der Nachfolge des J.v.N., der sehr bald nach seinem ersten öffentlichen Auftreten auf der Abschussliste der Großen stand. Ich zitiere Markus, drittes Kapitel, Vers 6:</span></p>
<blockquote><p><img src="http://www.ibeac.org.br/images/dom_elder_camara_02.jpg" align="right" height="199" width="149" /> Da verließen die Pharisäer die Synagoge und trafen sich mit den Freunden und Anhängern des Königs Herodes. Sie berieten miteinander, wie sie Jesus töten könnten.</p></blockquote>
<p>(Entsprechend geht es bei Markus in einem Fort weiter.)</p>
<p class="MsoNormal">Wir sind Carlos Silva und der Initiative Landlosenbewegung MST und die Landpastoral CPT mit 140 anderen großen Dank schuldig, dass sie, obwohl sie auf der (an die Öffentlichkeit lancierten) Abschussliste stehen, mit ihrem Job gegen Sklaverei, Vertreibung und anderes weitermachen. (Die Gewerkschaft ist vollständig von den Großgrundbesitzern gekauft. Vorletztes Jahr allein gab es 38 Morde in der Landlosenbewegung, 55.000 gibt es in Brasilien pro Jahr.)</p>
<p><span>Es ist sehr schön, dass wir mit Misereor dieses Zeugnis unterstützen können. Den Geschwistern Scholl können wir nicht mehr bei ihrer Arbeit helfen.</span></p>
<p><span>(&#8222;Nein, die traut sich sowas nicht&#8220; lasse ich im Theaterstück über eine Theaterschreiberin berichten, trotzdem fasziniert mich eine seligpreisung.)</span></p>
<p>Nochmal, es geht um keine Kleinigkeit, <a href="http://www.ila-bonn.de/brasilientexte/zuckerrohrbassegio.htm">ich zitiere</a>:</p>
<blockquote><p>„Die Wohnlager erinnern mich an deutsche KZs“, betont Padre Peres, „doch die Profite der Zuckerunternehmer sind geradezu astronomisch hoch!“</p></blockquote>
<p>Ironie der Geschichte: Gerade beim Zucker fallen als aller erster die EU Agrarsubventionen, deren Fallen doch gerade den Leuten in Entwicklungs- und Schwellenländern nützen soll.</p>
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		<media:content url="http://www.ila-bonn.de/bilder/zucker.gif" medium="image" />

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	</item>
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		<title>Wichtige Geschichten</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/22/wichtige-geschichten/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/22/wichtige-geschichten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Jan 2007 21:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Rückmeldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Selber Spielen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die wichtigsten Geschichten, so G. B. im Gottesdienst mit uns, sind für einen Christen die Erzählungen von Jesus von Nazareth. Zum Beispiel wie er die Kranken heilte:
Der Mann mit der ausgedorrten Hand. Jesus könnte ihn irgendwo im Geheimen von seiner Behinderung heilen. Aber so wäre die Unterdrückung, das Außenseitersein, das Tuscheln, weitergegangen. Nein dieser Mann [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=190&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die wichtigsten Geschichten, so G. B. im Gottesdienst mit uns, sind für einen Christen die Erzählungen von Jesus von Nazareth. Zum Beispiel wie er die Kranken heilte:</p>
<p>Der <a href="http://www.catena-aurea.de/ljbpann9.html">Mann mit der ausgedorrten Hand</a>. Jesus könnte ihn irgendwo im Geheimen von seiner Behinderung heilen. Aber so wäre die Unterdrückung, das Außenseitersein, das Tuscheln, weitergegangen. Nein dieser Mann muss in die Mitte. Und dann muss er diese kranke Hand allen zeigen. Und erst dann wird er heil.</p>
<p><img src="http://www.welt.de/media/pic/000/637/63712v1.jpg" align="right" height="124" width="170" />Nur weil ihnen die Geschichten von Jesus wichtig sind, bezahlen manche Leute mit dem Leben. Ich weiß zu wenig über Hrant Dink, den türkischen armenischen Christen, der am Freitag ermordet wurde.  Aber er kämpfte gegen den wachsenden Rassismus und Nationalismus dort in der Türkei, vgl. die <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/585023/">Deutschlandfunksendung Europa</a> heute vom heutigen Montag. Und aus seinem Umkreis hört man mutige Worte</p>
<blockquote><p>Aydin Engin will sich nicht einschüchtern lassen und will weiter für &#8222;Agos&#8220; schreiben, der Zeitung seines ermordeten Freundes Hrant Dink:</p>
<p><span class="text_zitatdlf">&#8222;Es gibt ein türkisches Sprichwort, das heißt: Wer sich vor den Vögeln fürchtet, kann kein Korn säen.&#8220;</span></p></blockquote>
<p>Irgendwann wird der Armenier mit der verwundeten Hand in die Mitte der Türkei und die Mitte Europas treten dürfen und man wird ihm glauben, wenn er sagt, wie es seinem Volk einst erging.</p>
<p>Ein Theaterstück in die Öffentlichkeit geben, schauzuspielern heißt ein wenig, seine verwundete Hand zeigen. (Hat das Ganze überhaupt einen wirklichen Zusammenhang, wenn man es unvoreingenommen ansieht? Ist da nicht manches hölzern gesprochen, die vielen Wiederholungen in den Liedern nicht recht nervig?)<span id="more-190"></span></p>
<p>Und wenn er, der Heiler, da ist, wird er etwas daraus machen. Er wird etwas draus machen, sogar wenn hinter ihm selber die Pharisäer lauern und er wegen dieser kleinen Freundlichkeit bittere Nachteile in Kauf nehmen muss: jetzt, da er nachweislich das (Sabbat-)Gesetz verletzt, steht er bei ihnen auf der Abschussliste. Auf der Liste derer, denen man ein Terrorkommando schickt. Und auch J.v.N. spricht ja oft vom Säen und vom Korn, das Früchte bringt, 50-fach, 100-fach. Nein, der Sämann braucht keine Angst vor den Vögeln zu haben. O.k., so einfach ist das nicht. Ich zitiere nochmal den DLF, ein Stück vor dem obigen Schusszitat steht da:</p>
<blockquote><p>Es werden Tausende erwartet, das Begräbnis soll noch einmal zu einer machtvollen Demonstration für eine demokratische Türkei werden. Viele Weggenossen Dinks, Türken wie Armenier, werden mit dem nervenzehrenden Verdacht leben müssen, vielleicht der nächste zu sein.</p></blockquote>
<p>Soweit ist es mit uns nicht. Wenn wir mehr taten, als die verwundete Hand zu zeigen, dann doch nur ein wenig. (Irgendwie kann man durch Theaterspielen es auch richtig verschleiern, wenn man eine verwundete Hand hat. So gesehen tun wir weniger als die verwundete Hand zeigen.) Wir spielen die Geschichten der Schollgeschwister nur nach. Bei denen ging es auch gegen Rassismus und Nationalismus, für ein demokratisches Heimatland. Nicht einfach so, sondern in konkreten Fragen: zunächst gegen den Drill, der in den offiziellen Nazi-Jugendorganisationen herrschte, dann gegen die ungerechte Festnahme und andere Ungerechtigkeiten, die sie daraufhin umso tiefer empfanden. Gegen die Dummheit und Lächerlichkeit der Nazis, wie es der Franz Joseph Müller oben bei uns auf der Bühne betonte. Gegen das, was man vom staatlichen Umgang mit Behinderten, Juden und Nichtkonformisten mitbekam.</p>
<p>Im Freundeskreis wurde darüber gesprochen. Da wurde die verdorrte Hand der Gesellschaft wenigstens im kleinen Kreis gezeigt. Die Weiße Rose Leute wollten das noch mehr in die Öffentlichkeit tragen. Flugblätter und die Wandschmierereien &#8222;Nieder mit Hitler&#8220;, jeder sollte das sehen. Ihre, unsere Geschichte erzählt auch, dass das ein Schritt zur Heilung Deutschlands war. Sechs Menschen brachte das damals auf die Abschussliste. Oder auf die Abköpfliste, weil man dem allem noch einen halblegalen Anspruch geben wollte. (Auch J.v.N. hatte ja mindestens zwei offizielle Gerichtsverfahren.)</p>
<p>Nicht nur, dass wir von dieser Heilung Deutschlands her in Freiheit und in einem Rechtsstaat leben, sondern irgendwie können diese Geschichten in uns Fuß fassen. Es ist attraktiv davon zu hören, dass niemand eine größere Liebe hat als der, d. s. L. g. f. s. F.</p>
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		<title>Traumsatz, Erfolg</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/01/17/traumsatz-erfolg/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 11:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Meditationen]]></category>
		<category><![CDATA[Selber Spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Es könnte ja sein, dass wir Erfolg haben auch bei den Münchner Aufführungen. Deshalb fand ich wieder einen Satz, den ich einst auswendiglernte und wieder vergaß.
&#8222;Das einzige, was wirklich zählt, ist gläubiges Handeln&#8220; schreibt Teilhard. &#8222;Es lohnt sich nicht, sich mit persönlichem Erfolg oder persönlicher Befriedigung aufzuhalten.&#8220;
zitiert aus Annie Dillard, Außer der Zeit (For the [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=184&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es könnte ja sein, dass wir Erfolg haben auch bei den Münchner Aufführungen. Deshalb fand ich wieder einen Satz, den ich einst auswendiglernte und wieder vergaß.</p>
<blockquote><p>&#8222;Das einzige, was wirklich zählt, ist gläubiges Handeln&#8220; schreibt Teilhard. &#8222;Es lohnt sich nicht, sich mit persönlichem Erfolg oder persönlicher Befriedigung aufzuhalten.&#8220;</p></blockquote>
<p><img src="http://www.sspxasia.com/Documents/SiSiNoNo/Images/1994_August/Teilhard_de_Chardin.jpg" align="right" height="300" width="256" />zitiert aus <a href="http://anniedillard.com/">Annie Dillard</a>, Außer der Zeit (For the time Being), 1999. Sie zitiert den Jesuiten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Teilhard_de_Chardin">Pierre Teilhard de Chardin</a>, Paläontologe, von dem es heißt, dass manche Päpste des letzten Jahrhunderts einerseits verboten, seine theologischen Schriften mit kirchlicher Erlaubnis zu drucken,  andererseits sie gleichzeitig auf dem Nachtkästchen stehen hatten. (Auf dem ersten Blick meinte ich diese Ambivalenz auf dem Foto nebenan zu sehen, aber es sind nur zwei Fotos aufeinander. Aber vielleicht doch: Johannes Paul macht sich Gedanken über diesen seltsamen Mann.) Mich interessiert die englische Übersetzung und das wohl französische Original dieses (wohl über solche innerkirchlichen Debatten erhobenen) Zitats.</p>
<p>Es folgt noch kurz meine sehr unvollkommene Deutung des Satzes, wem sie gefällt und wem sie nicht gefällt, der bleibe in jedem Fall besser bei jenem Traumsatz. Sodenn: Mein Job ist es unter anderem, an euch alle, meine Spieler und das Eure zu glauben, an mich selber, ebenso wie daran, dass das Tun der Scholls Sinn machte als auch daran, dass alles gut is &#8230; den letzten Buchstaben schreib ich nicht hin, weil uns Menschen das, sollte es so sein, heute noch verborgen ist.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/184/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/184/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/184/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=184&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ich sage selten Vaterland</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/12/16/ich-sage-selten-vaterland/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 15:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenbei]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Meister, ich weiß was: Deutschland.&#8220;
&#8222;Tölpel, was hast du gesagt? – Deutschland?&#8220;
In diesen Sätzen (wer unser Stück kennt, weiß den Zusammenhang dort) in diesen kurzen Sätzen steckt der zurückgenommene Patriotismus der Deutschen. Auch ich bin so aufgewachsen. Es ist nett, Fußballfan der Nationalmannschaft zu sein. (Ich war es als Kind und Jugendlicher viel mehr als jetzt, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=174&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><blockquote><p>&#8222;Meister, ich weiß was: Deutschland.&#8220;<br />
&#8222;Tölpel, was hast du gesagt? – Deutschland?&#8220;</p></blockquote>
<p><img src="http://www.goyellow.de/insight/branchenbuch/images/maps/map_deutschland.gif" alt="Deutschland heute" align="right" height="262" width="197" />In diesen Sätzen (wer unser Stück kennt, weiß den Zusammenhang dort) in diesen kurzen Sätzen steckt der zurückgenommene Patriotismus der Deutschen. Auch ich bin so aufgewachsen. Es ist nett, Fußballfan der Nationalmannschaft zu sein. (Ich war es als Kind und Jugendlicher viel mehr als jetzt, wo es heißt, es sei mit der Weltmeisterschaft ein großes Nationalgefühl entstanden.) Aber wir Deutschen übertreiben das nicht. Wir rüsten nicht so sehr, dass wir mit Frankreich oder England, Ländern von derselben Größe, konkurrieren könnten. (Das Gerangel um den ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat war mir peinlich, ich bin für einen Sitz der EU.) Eher als mit militärischer Macht zu prahlen lassen wir uns ein bisschen durch die USA beschützen. Bei anderen Nationen wollen wir durch unsere Leistungen überzeugen, nicht weil wir Deutsche sind und Deutsche was Besonderes sind. Wir hatten immer Bundeskanzler mit einem großen Herzen für Europa.<br />
Es gab Zeiten, in denen Patriotismus in Deutschland selbstverständlicher und eindeutiger war. <span id="more-174"></span><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/62/Deutschland_1939.png" alt="Deutschland 1939" align="right" height="228" width="267" />Ich zitiere wieder aus dem Stück. Carl Muth konstatiert bitter die politische Lage im Jahre 1941, als Deutschland noch am Gewinnen ist:</p>
<blockquote><p> Die Diktatur ist total, es gibt nur eine Chance. Dass wir möglichst schnell den Krieg verlieren.</p></blockquote>
<p>Hans Scholl antwortet aus einer selbstverständlichen Vaterlandsliebe:</p>
<blockquote><p>Verlieren? Was sagen Sie? Sind sie kein Patriot?</p></blockquote>
<p>Darauf wieder Muth:</p>
<blockquote><p>Mir liegt an Deutschland, aber mehr an Europa und unserem Christentum.</p></blockquote>
<p>Ich hab mir das als Kind und Jugendlicher überlegt. Bin ich nicht vielmehr Katholik, hab nicht den deutschen Bundeskanzler über mir, sondern den Papst in Rom. Und gehöre mehr zu allen Christen irgendwo in Afrika als zu den Leuten, die hier wohnen und mit denen ich nichts anfangen kann. Hab das überlegt und die Sache offen gelassen.<br />
Aber es hat etwas Faszinierendes, das Deutsche. Es hat mich beeindruckt zu hören, Faust sei das deutsche Drama, und der Protagonist Dr. Faust sei der typische Deutsche. Deshalb gibt es bei uns beim Drame im Drama, als beim BDM Goethes Faust geprobt wird, (sogar zweimal) den folgenden Dialog.</p>
<blockquote>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><span style="font-family:Times;font-variant:small-caps;">Scharlo</span> <span>                 </span>Es geht weiter mit „Kennst du den Faust?“</p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><span style="font-family:Times;font-variant:small-caps;">Der Herr</span> <span>                </span>Kennst Du den Faust?</p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><span style="font-family:Times;font-variant:small-caps;">Mephistopheles</span> <span>    </span>Den Deutschen?</p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><em>Scharlo stöhnt.</em></p>
<p class="MsoBodyText" style="margin-bottom:14pt;"><span style="font-family:Times;font-variant:small-caps;">Der Herr</span> <span>                </span>Er ist mein Knecht.</p>
</blockquote>
<p>Selbstverständlich ist Faust nicht typischerweise Doktor, sondern typischerweise ist der Deutsche. Da muss sich ein Schauspieler fast zwangsläufig versprechen. Von der BDM-Szene an ist Deutschland ein wichtiges Thema im Stück. Aber nicht das deutschnationale, wie es die Nazis betonen. Das kommt überhaupt nicht als Deutschland vor. Sondern eher Deutschland wie eine Person, der es beschieden ist, dass sie der Teufel reitet. In Goethes Worten, dem Mephisto in den Mund gelegt:</p>
<blockquote><p><img src="http://www.laurentianum.waf-online.de/rap2k/lpbesatz.gif" alt="das besetzte Deutschland 1945" align="right" height="232" width="269" />[Den Faust, also den Deutschen]<br />
Den sollt ihr noch verlieren,<br />
Wenn ihr mir die Erlaubnis gebt<br />
ihn meine Straße sacht zu führen!</p></blockquote>
<p>Es folgt die Verengung der Wette. Gott und dem Teufel geht es um den Einzelnen, jedenfalls bei Goethe. Der Deutsche, an dessen Schicksal sich alles entscheidet, das sind die Leute der Weißen Rose. Irgendwie lässt mich der Eindruck nicht los, dass an der Entscheidung weniger das Schicksal eines ganzen Volkes hängt. Und dass diese wenigen in den seltensten Fällen führende Staatsmänner oder Wirtschaftsbosse sind. Nein, es sind ganz wenige. 10 Gerechte, wenn nur 10 Gerechte in Sodom gewesen wären, dann wäre die Stadt nicht zerstört worden, so die biblische Legende von Abraham. Lot, der eine gerechte Sodomit, war zu wenig. Selbst seine Frau, die er eigentlich mit hinaus nehmen darf, schafft es nicht sich zu lösen: sie schaut sich um und wird zur Salzsäule. Wie viel von Deutschland ist in jenen Jahren zur Salzsäule erstarrt.</p>
<blockquote><p>&#8222;&#8230; da werden Deutschlands Männer zugrunde gehen.&#8220;</p>
<p>&#8222;Teuflische Idee [die ich da hatte]. Wir geben ihm die Deutschen Soldaten in den Russischen Winter, ohne jede Ausrüstung, damit wird er zufrieden sein.&#8220;</p></blockquote>
<p>Es ist gut, dass ich beim Wort Deutschland nicht an Bismarck denke, oder gar an Hitler: sondern an Goethe, Kant, den Kreissauer Kreis und die Weiße Rose, inzwischen auch so jemand wie Muth, an den Europäer Leibnitz, dass ich an die deutsche Sprache eines Heinrich von Kleist und der Hilde Domin denke. Selbst Beckenbauer ist kein Kriegsfürst, kein Stürmer, er war Libero. Bei Sophie Scholl heißt es, als sie vom Sieg des Geistes schreibt, dass sie nicht an Max Schmeling (einen damals berühmten Boxer) sondern an Novalis und einen genialen, aber körperlich kranken Wissenschaftler denkt.</p>
<p>In zweiter Linie denk ich bei Deutschland schon auch an das Land, das einmal unter einem 30-jährigen Krieg zu leiden hatte, das eine sehr harte Zeit der Industrialisierung zu überstehen hatte, das einmal die künstlerisch und kulturell interessantesten und modernsten Städte beherbergte, das Land, dessen Soldaten massenweise in Verdun und Stalingrad starben, das eine außergewöhnliche Wiederaufbauleitung nach der Hitlerzeit vollbracht hat, das sich herzlich gefreut hat, als die Mauern fielen, die Europa bis Ende der 80-er Jahre trennten.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/174/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=174&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Deutschland 1939</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Für Helden/ mit allen</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Dec 2006 13:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Bergpredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Franziska Augsteins Rezession zweier neuer Bücher zu den Geschwistern Scholl kann ich  empfehlen (SZ 27-11-2006). Sie denkt, dass Sönke Zankel den interessantesten Punkt verpasst hat. Die Rezension erwähnt ein bemerkenswertes Zitat der letzten lebenden Scholl Schwester Elisabeth, das mir schon auf der Begleit-DVD zu &#8222;Sophie Scholl &#8211; Die letzten Tage&#8220; auffiel.
Elisabeth Scholl ist es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=172&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><h2></h2>
<p><a href="http://sz-mediathek.sueddeutsche.de/mediathek/shop/catalog/ShowMediaDetailVP.do;jsessionid=EA3FEC488EB5BD0A3B17A50DEC34E3EF.kafka:9009?pid=1534675&amp;extraInformationShortModus=false&amp;currentExtraInformationTab="><img src="http://www.hns-online.de/helden/fotos/splash.jpg" align="right" height="184" width="210" />Franziska Augsteins Rezession zweier neuer Bücher zu den Geschwistern Scholl</a> kann ich  empfehlen (SZ 27-11-2006). Sie denkt, dass Sönke Zankel den interessantesten Punkt verpasst hat. Die Rezension erwähnt ein bemerkenswertes Zitat der letzten lebenden Scholl Schwester Elisabeth, das mir schon auf der Begleit-DVD zu &#8222;Sophie Scholl &#8211; Die letzten Tage&#8220; auffiel.</p>
<blockquote><p>Elisabeth Scholl ist es wichtig, „dass Sophie und Hans keine Helden waren. Denn wenn sie als Helden betrachtet werden, dann ist das eine Entschuldigung auch für die anderen. Jeder kann dann sagen, zum Helden bin ich nicht geboren.” <span id="more-172"></span>Dieser Satz ist auch deshalb wichtig, weil er indirekt die grundsätzliche Schwachstelle in Sönke Zankels Buch herausstellt: Wozu jungen, wagemutigen und moralisch bewegten Menschen nachweisen, dass sie keine Helden gewesen seien, anstatt sich mit der Gesellschaft zu beschäftigen, die diese jungen Menschen im Nachhinein zu Helden macht?</p></blockquote>
<p>Wir hätten in einer früheren Version des Schlussliedes davon gesungen, dass man angeregt von Hans oder Sophie Scholl heute selbst zum Helden werden könne. Irgendwie verbietet so ein Zitat eine solche Aussage als Schussnummer eines Theaterstücks, das doch irgendwie in der Nachfolge/Erbschaft der Scholls stehen will.</p>
<p>Ich selber denke, es ist gerade nicht natürlich, dass jemand von sich sagt: Zum Helden bin ich nicht geboren. Gerade als junger Mensch träumt man davon, als Held in die Welt zu ziehen. Jede Abenteuerserie spielt mit dieser Masche. Vermute es war nicht die billige Entschuldigung, &#8222;ich bin nicht zum Helden geboren&#8220;, die uns von dem Text Abschied nehmen ließ, sondern mehr der viel zu weite und schwammige Begriff eines Helden. Oder nur die demaskierten Helden dieses Jahres: ein Spitzen-Radprofi, ein ehemaliger Bundeskanzler. Weitere Beispiele liegen auf der Hand.<br />
Auf jeden Fall sind im Schusslied jetzt die Versager und zu kurz Gekommenen, die Bettler an den Münchner Kirchentüren, einfach mit dabei. So wie man sie alle im Umkreis des Jesus von Nazareth kennt: die korrupten Beamten, die Fischer, die ihre Familien alleinlassen, die Dirnen, die Behinderten, verrohte Soldaten, Landarbeiter, wunderbare Frauen und Männer und andere, die nur am Geld oder ihren eigenen Ideen kleben und dafür über Leichen gehen: im Lied &#8222;mit allen, die kazets bauen&#8220; &#8211; einschließlich denen, die untätig zuschauen, wenn andere am Bauen sind.</p>
<p>&#8222;sieh in dich&#8220; &#8211; wenn du beten willst, Almosen geben willst, fasten willst, dann geh in deine Kammer &#8230; (vgl. <em>Mt 6</em>)</p>
<p>&#8222;du zeigst mir dein gesicht, ich zeig dir mein gesicht&#8220; &#8211; es gibt Extra-Gehirnregionen für die Gesichtserkennung, gleich zwei, eine für Namen und Geschichten, die zweite für Emotionen, die man mit den Gesichtern verbindet &#8211; Konfrontation ist überlebenswichtig, deshalb spielen wir ein Theaterstück, das mit dem Leben der Schollgeschwister konfrontiert.</p>
<p>Wir hören dann auf mit einem fast wörtlichen Zitat aus der Bergpredigt, sie hören nur die engsten Jünger &#8211; aber sie ist auf dem Berg gesprochen, eigentlich für alle. (So interpretiere ich jetzt mal die Location, wie sie im Matthäusevangelium angegeben ist.) Der Liedtext am Ende lautet also, unterlegt mit &#8222;sieh in dich&#8230;&#8220;</p>
<blockquote><p>Wer nach dem Schatz sucht, wird ihn finden<br />
Wer ihn entdeckt, verkauft sein Gut<br />
Gibt all das Seine, kauft den Acker<br />
Du kleine Schar, komm habe Mut</p></blockquote>
<p>Das Königreich Gottes ist da, ein reicher Schatz, der für dich in der Welt lauert, ist da, du musst ihn nur suchen &#8211; und dafür auch etwas riskieren. &#8212; (Ich bin immer noch ziemlich überzeugt, dass es für mich eine Stufe zu hoch ist, einen Liedtext über die Bergpredigt zu schreiben. Man sollte sie wohl zuerst versuchen zu leben, und damit bin ich noch lange nicht fertig.)</p>
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		<title>Konstantin Weckers Lied</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Dec 2006 16:07:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bedeutung Weiße Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Las gerade den Liedtext von Konstantin Wecker zur Weißen Rose. Der Refrain lautet wie folgt.
Ihr wärt hier so wichtig, Sophie und Hans,
Alexander und all die andern,
eure Schlichtheit und euer Mut,
euer Gottvertrauen &#8211; ach, tät das gut!
Denn die Menschlichkeit, man kann´s verstehn,
ist hierzuland eher ungern gesehn
und beschloß deshalb auszuwandern.
Angenehm an dem Song ist, dass der Sänger [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=171&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.wecker.de/images/bio_links.gif" align="right" height="195" width="177" />Las gerade den <a href="http://www.konstantin-wecker.de/cgi-bin/cgi_lieder1?id=128&amp;ok">Liedtext von Konstantin Wecker </a><a href="http://www.konstantin-wecker.de/cgi-bin/cgi_lieder1?id=128&amp;ok">zur Weißen Rose</a>. Der Refrain lautet wie folgt.</p>
<blockquote><p>Ihr wärt hier so wichtig, Sophie und Hans,<br />
Alexander und all die andern,<br />
eure Schlichtheit und euer Mut,<br />
euer Gottvertrauen &#8211; ach, tät das gut!<br />
Denn die Menschlichkeit, man kann´s verstehn,<br />
ist hierzuland eher ungern gesehn<br />
und beschloß deshalb auszuwandern.</p></blockquote>
<p><span id="more-171"></span>Angenehm an dem Song ist, dass der Sänger sich selber mit hereinnimmt: &#8222;er selber beschloss auszuwandern&#8220;. Vielleicht wie der junge Otl Aicher im Stück: &#8222;Ich kann das das nicht!&#8220; (bezogen auf &#8222;den geraden Weg zu Gott gehen&#8220; &#8211; was man verstehen kann als &#8222;im Widerstand tätig sein und dabei das eigene Leben und das Leben anderer aufs Spiel setzen&#8220;). Anders als das fliehende lyrische Ich heißt es von den Weiße Rose Leuten in der Schlussstrophe:</p>
<blockquote><p>Ihr habt geschrien,<br />
wo andre schwiegen,<br />
obwohl ein Schrei nichts ändern kann,<br />
ihr habt gewartet,<br />
ihr seid geblieben,<br />
ihr habt geschrien,<br />
wo andre schwiegen -<br />
es geht ums Tun<br />
und nicht ums Siegen!</p></blockquote>
<p>Wie jeder Liedtext hängt vieles an der Musik, wie das umgesetzt ist. Vermute so ein eher besinnliches Liedchen mit der Gitarre. Dass es ums Tun &#8211; nicht ums Siegen &#8211; geht, weiß jeder, der zum Spaß in seiner Freizeit Fußball spielt. Wäre es nur Sprache, so wäre es etwas arg dünn ausgedrückt, was die eigentliche Sache war. Schärfer das folgende Zitat von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Ball_%28Politiker%29">John Ball, einem Vorkämpfer der Arbeiterbewegung:</a></p>
<blockquote><p>&#8222;But while I pondered all these things, and how men fight and lose the battle, and the thing that they fought for comes about in spite of their defeat, and when it comes turns out not to be what they meant,and other men have to fight for what they meant under another name&#8220;</p>
<p><em>Zitat aus: Morris, William, A Dream of John Ball (danke Mattias für den Hinweis) </em></p></blockquote>
<p>Trotz ihrer Niederlage, trotz den abgehauenen Köpfen, kam am Ende das heraus, um was die Leute um die Weiße Rose kämpften: ein Rechtsstaat, eine Renaissance der christlichen Werte, die Einigung Europas. Und wenn manches auch nicht so toll ist heute, so kämpfen heute andere dafür unter anderen Namen weiter (Einer der Namen ist vielleicht &#8222;Globale Gerechtigkeit&#8220; ein anderer &#8222;Bildung für alle&#8220;, und es gibt im einzelnen wohl auch manche heißen politischen Eisen, wenigstens haben sich Inge Scholl und Fritz Hartnagel nach dem Krieg politisch oft schlecht repräsentiert empfunden und etwas dagegen getan: zum Beispiel als man in den 80-er Jahren atomare Sprengköpfe in Deutschland stationierte. Weil sie bei manchen Demonstrationen dabei waren, konnte man nicht so einfach behaupten, der Protest sei von den Kommunisten unterwandert.)</p>
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