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	<title>Fangt uns doch &#187; Andere Bühnen</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Fangt uns doch &#187; Andere Bühnen</title>
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		<title>Europas Farben</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 15:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Umstritten ist die Theaterfassung von Kieślowski und Krzysztof Piesiewiczl &#8222;Drei Farben: Blau, Weiss, Rot&#8220; (Der Link führt zu allen Zeitungsrezessionen gesammelt bei &#8222;Nachkritik&#8220;, dort bitte ggf. die Geschichten nachlesen, damit man diesen Eintrag verstehen kann)  in den Münchner Kammerspielen. Ich mag es sehr, wenn jemand so dezent wie Kiéslowsky/Simons frohe Botschaft verkünden will. Sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=532&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" title="Die Studentin Valentine bringt dem Richter seinen Hund, den sie angefahren hat" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3700_gr.jpg" alt="" width="293" height="219" />Umstritten ist die Theaterfassung von <a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_alphacontent&amp;section=12&amp;cat=99&amp;task=view&amp;id=2621&amp;Itemid=75">Kieślowski und Krzysztof Piesiewiczl &#8222;<span><strong>Drei Farben: Blau, Weiss, Rot&#8220; </strong></span></a><a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_alphacontent&amp;section=12&amp;cat=99&amp;task=view&amp;id=2621&amp;Itemid=75">(Der Link führt zu allen Zeitungsrezessionen gesammelt bei &#8222;Nachkritik&#8220;, dort bitte ggf. die Geschichten nachlesen, damit man diesen Eintrag verstehen kann)</a><a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_alphacontent&amp;section=12&amp;cat=99&amp;task=view&amp;id=2621&amp;Itemid=75"><span><strong> </strong></span> </a>in den Münchner Kammerspielen. Ich mag es sehr, wenn jemand so dezent wie Kiéslowsky/Simons frohe Botschaft verkünden will. Sie spielen das Chaos der Welt und singen das hohe Lied Europas &#8222;Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit&#8220;, das Lied dessen, was einem Menschen zusteht (höher und intensiver als die Menschenrechte) eigentlich das hohe Lied der Liebe. &#8222;Und wenn ich mit Engelszungen redete, und &#8230;., hätte aber die Liebe nicht, ich wäre ein tönernen Erz&#8230;&#8220; Typischerweise wird die Botschaft dieser Szenen destruktiv oder gesellschaftskritisch gesehen, immerhin auch manchmal bewundernd wie etwa in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub4D7EDEFA6BB3438E85981C05ED63D788/Doc~EE5A8EC99C16D47D781793E6367EE2BF6~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell">FAZ</a>:</p>
<p style="padding-left:30px;">„Sie wollte mehr, als ich ihr geben konnte.“ Mit diesen Worten fasst der Richter gegen Ende der „Drei Farben“ die Gründe für das Scheitern seiner eigenen, tragischen Liebesgeschichte zusammen – und bringt damit auch die Grundmotivation aller übrigen Hauptfiguren auf den Punkt: Sie stehen alle vor der Wahl, ihr Leben zu vernichten oder zu vollenden. Tränenerstickt presst der niederländische Schauspieler Jeroen Willems diese verbitterten Worte heraus, während er „Drei Farben: Rot“ verkniffen auf einem Klavierhocker verbringt, in einem einzigen großartig konzentrierten Dialog mit Sandra Hüllers misstrauischer Valentine. <span id="more-532"></span></p>
<p>Sie haben sehr viel, die Hauptpersonen: Julie hat Geld, Karol Geld und Macht, der Richter hat Geld und Macht und Weisheit. Aber die Liebe, die ist ihnen abhanden gekommen. Durch einen tragischen Unfall, durch Berufsehrgeiz und Scheidung, durch das Leiden daran, dass es persönlich und allgemein keine Gerechtigkeit auf der Erde gibt. Julie bleibt der Mund offen, Karol die Hosenfalle, der Richter bleibt auf seinem Klavierstuhl kleben. Sie alle sind auch destruktiv geworden: Julie will die Komposition ihres Mannes zerstören und ihre Erinnerung auslöschen, Karol schreckt vor Betrügereien, Totschlag und der Inszenierung der eigenen Beerdigung nicht zurück, der Richter ist ein ekliger Spanner geworden. Und doch finden sie die Liebe wieder oder es tut sich ihnen wenigstens die Chance dazu auf. Julie komponiert, Karol wartet auf seine Ex-Frau, der Richter fängt wieder von sich zu sprechen an.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 324px"><img src="http://www.welt.de/multimedia/archive/00782/7DreiFarben_DW_Kult_782407g.jpg" alt="" width="314" height="209" /><p class="wp-caption-text">Gleich zu Beginn fällt ein Auto vom Himmel und bleibt im Bühnenbild stecken. Durch einen Unfall hat Julie (Sylvana Krappatsch) ihren Mann verloren</p></div>
<p>Sie sind wie Menschen, die im letzten Moment von einem sinkenden Schiff gerettet werden. Und nicht nur diese drei, auch des Richters Hundepflegerin Valentine, auch die gefangene Ex-Frau Karols, auch der komponierde Olivier &#8211; weiß nicht mehr, wer die sieben Personen die dem Schiffunglück auf dem Ärmelkanal entrinnen, zumindest eine fehlt mir. (Bin ich sie selber, der Zuschauer?) Bin nicht so sicher, aber dort, auf und um den Ärmelkanal haben wohl viele Schlachten um Europa stattgefunden, nach Großbrittanien und Irland ging der Weg vieler Osteuropäer, die nach den friedlichen Revolutionen 1989 im Westen Arbeit suchten, und die Flagge des vereinigten Königreichs besteht aus denselben Farben wie die titelgebende französische, nur besser durchmischt.</p>
<p><img class="alignright" title="Karol (Thomas Schmauser) möchte sich verkriechen" src="http://www.welt.de/multimedia/archive/00782/5DreiFarben_DW_Kult_782405g.jpg" alt="" width="344" height="250" />Die drei Dinge, die in einer chaotischen Welt bleiben, vor es einmal besser wird, so Paulus: Julies Glaube (an den Sohn ihres Gatten mit einer Anderen), obwohl er ihre Liebe jahrelang, ohne dass sie es wusste, betrogen hat. Karols Hoffnung, dass es nach dem (Schein-)Tod (den er für sich inszenieren lässt) besser wird. Des Richters eingesperrte Liebe, damit er endlich (wenigstens) für sich Gerechtigkeit findet.</p>
<p>Die verrückten Farben, Julie blau wie das Meer zum darin ertrinken und wie der Horizont, um abzuheben, Karols weiße Weste, die so gar auf seine Tätigkeiten passt, und doch das Weiß dessen mit einem Gewand, so weiß, wie es kein Walker machen kann, das irritierende Rot aller Frauen im Schlußakt, sich einbrennend und wieder verlöschend. Mochte diesen Theaterabend.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/532/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=532&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Halfpipe Bühne</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 15:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bühne]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich dachte an die Ringe des Saturn, als ich die Bühne in der Inszenierung von Franz Kafka &#8222;Der Prozess&#8220; in den Münchner Kammerspielen sah. Innen drehte sich der unbewohnbare Planet. Vieles spricht dafür, dass es sich um ein Auge handelt bei dieser Bühne. Auf jeden Fall gab es doch da tatsächlich Ähnlichkeiten zur &#8222;Fangt uns [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=505&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://images.derstandard.at/t/12/2008/09/26/1220552604771.jpg" alt="" width="300" height="450" />Ich dachte an die Ringe des Saturn, als ich die Bühne in der Inszenierung von Franz Kafka &#8222;Der Prozess&#8220; in den Münchner Kammerspielen sah. Innen drehte sich der unbewohnbare Planet. Vieles spricht dafür, dass es sich um ein Auge handelt bei dieser Bühne. Auf jeden Fall gab es doch da tatsächlich Ähnlichkeiten zur &#8222;Fangt uns doch&#8220; Bühne. Was passiert da technisch? Zitiere den <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1220459240692">Standart (Wien. Ronald Pohl)</a>:</p>
<p style="padding-left:30px;">Regisseur/Ausstatter Andreas Kriegenburg hat auf die Münchner Bühne ein Gipsauge gestellt. In dessen ovaler Mitte, sozusagen im Durchstichsloch eines Träumers, rotiert ein Hubpodest, das immer wieder gemächlich in die Vertikale kippt, um schließlich als Kletterwand den Schrecken einer hölzernen Eiger-Nordwand zu verbreiten.<span id="more-505"></span></p>
<p>Gedeutet bei <a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_alphacontent&amp;section=12&amp;cat=99&amp;task=view&amp;id=1776&amp;Itemid=75">Mounia Meiborg in Nachkritik</a>:</p>
<p style="padding-left:30px;">Die Welt ist eine seltsam schiefe Scheibe, und wer nicht aufpasst, fällt runter. Schon vom bloßen Anblick der verschiedenen Neigungswinkel kann einem schwindelig werden. Denn Andreas Kriegenburgs Bühne ist eine Mischung aus Hamsterrad und Halfpipe. Im Vordergrund liegt eine riesige Ellipse, die nach unverputztem Beton aussieht und sich in der Tiefe des Raumes verengt. Der hintere Hohlraum wird von einer Holzscheibe abgeschlossen, die als steile Rampe darin liegt, nach hinten geklappt wird und sich zugleich dreht. Fast senkrecht klebt das Mobiliar – ein Schreibtisch, ein Esstisch, Stühle, ein Bett – auf dem Untergrund. Anders die Menschen auf diesem ungastlichen Eiland: Sie kraxeln und straucheln, klettern und strampeln.</p>
<p>Was kann man aus einer Bühnenschräge nicht alles machen. Ein Bild, das für uns Zeichen der Phantasie war, ins Kafkaeske gewandelt: mal krabbeln dort Käfer, mal pendeln Kaschperle an Stäbchen, ein andermal der ständige Absturz des Sisiphos.</p>
<p>Die Bühne schließt sich nicht zur blauen Kammer, sondern ist etwas hinter einem eisernen Vorhang &#8230;</p>
<p>Die Rezensenten feiern diese Bühne, die eingeschränkten Farben die darauf spielen, sprachlich ist was geboten &#8211; deuten tue ich Kafka besser nicht. Und doch, ein wenig ist es auch hier die schöpferische Vielfalt des Lebens, die trotz der Wahnvorstellungen von einem Prozess das letzte gute Wort hat. (Das Urteil am Ende ist nicht so richtig glaubwürdig. O.k., bin unverbesserlicher Optimist.)</p>
<p>Weitere richtig gute Bilder von der Bühne auf der <a href="http://www.muenchner-kammerspiele.de/index2.php?&amp;URL=home.php?">Seite der Münchner Kammerspiele</a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/505/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/505/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/505/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/505/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/505/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/505/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/505/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/505/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/505/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/505/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=505&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Aktuelles</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/03/19/aktuelles/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 14:41:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>

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		<description><![CDATA[
nö-theater köln spielt:

 Die Weiße Rose – Ein Kriegsmärchen
von Lars Zastrow und Janosch Roloff
&#8230; eine wahre Geschichte, die in die Gefahr geraten ist, zur Legende zu werden und dabei ihre tatsächlichen Akteure aus Fleisch und Blut hinter ideologisch reduzierten Ikonen verschwinden zu lassen. 
- komme leider die nächsten Tage nicht nach Köln, letzte Aufführung am [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=458&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><!--- blog subject --></p>
<div class="blogSubject"><a href="http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&amp;friendId=416402115&amp;blogId=464924908"><span style="font-size:small;"><img class="alignright" src="http://i180.photobucket.com/albums/x116/kollega23/Postkarte_front.jpg" alt="" width="224" height="320" /></span><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-size:14pt;">nö-theater</span></strong><span style="font-size:14pt;"><span style="font-weight:bold;"> köln spielt:</span></span></span></a></div>
<p><!--- blog body --></p>
<p class="MsoNormal" style="font-family:Courier New,Courier,mono;"><span style="font-size:small;"><span style="font-size:14pt;"><span style="font-weight:bold;"> </span><strong><em><span style="font-weight:bold;">Die Weiße Rose – Ein Kriegsmärchen</span></em></strong></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="font-family:Courier New,Courier,mono;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-size:14pt;">von</span></strong><span style="font-size:14pt;"> <strong>Lars Zastrow und Janosch Roloff</strong></span></span></p>
<p><span style="font-size:small;">&#8230; eine wahre Geschichte, die in die Gefahr geraten ist, zur Legende zu werden und dabei ihre tatsächlichen Akteure aus Fleisch und Blut hinter ideologisch reduzierten Ikonen verschwinden zu lassen. </span></p>
<p><span style="font-size:small;">- komme leider die nächsten Tage nicht nach Köln, letzte Aufführung am 2. April.</span><br />
<a href="http://www.sankt-bonifaz.de/index_13.html" target="_blank"></a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/458/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=458&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<media:content url="http://i180.photobucket.com/albums/x116/kollega23/Postkarte_front.jpg" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Colori in Babenhausen</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/11/10/colori-in-babenhausen/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/11/10/colori-in-babenhausen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 09:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorletzten Sonntag in Babenhausen im Theater bei der Schmiere: Musical &#8222;Colori&#8220;.  Sehr faszinierend, schauspielerisch, sprachlich, faszinierend der ein und der andere Song, voller überraschender Ideen &#8211; ich bin Fan. Dennoch, was ich so Ideen habe zu einem Musical über Farben, ist irgendwie ganz anders. Insbesondere denke ich an Kandinsky, etwa seine Komposition IX:


Kandinskys Schrift &#8222;Über [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=362&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vorletzten Sonntag in Babenhausen im Theater bei der Schmiere: Musical &#8222;Colori&#8220;.  Sehr faszinierend, schauspielerisch, sprachlich, faszinierend der ein und der andere Song, voller überraschender Ideen &#8211; ich bin Fan. Dennoch, was ich so Ideen habe zu einem Musical über Farben, ist irgendwie ganz anders. Insbesondere denke ich an Kandinsky, etwa seine Komposition IX:</p>
<p><a href="http://www.glyphs.com/art/kandinsky/comp9640.jpg"><img class="alignright" src="http://lh6.ggpht.com/_Dhr2SPP3FyA/R-D3TxzeIyI/AAAAAAAAAW8/RaURXRNNsaU/Kandinsky,+Wassily+(1936)+Composition+IX.jpg" alt="" width="1199" height="697" /><br />
</a></p>
<p><span id="more-362"></span>Kandinskys Schrift &#8222;Über das Geistige in der Kunst&#8220; habe ich leider nicht gelesen, ich weiß nur, dass dort die Wirkungen der Farben kommentiert werden, jüngst las ich sogar noch, dass Kandinsky selber Synästhet war und Farben hörte. Im Folgenden meine Assoziationen:</p>
<p>Rot: Erdbeeren, alles, was Anie Dillerts von ihrer Katze erzählt (siehe <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/11/10/vor-dem-aufwachen/">nächster Eintrag</a>), insbesondere Opfer und Opfern und Befreien.</p>
<p>Weiß: alle Farben aufeinander (tatsächlich, wie im Spiel strahlend und rein &#8222;so weiß, dass es kein Walker machen kann&#8220;)</p>
<p>Braun: verfaulendes Laub, matschiger Boden (o.k., der braune Stiefel ist nicht zu umgehen &#8211; Erdfarbe war ein richtig guter Punkt, warum vertieft ihr das nicht?)</p>
<p>Grün: Leben in seiner Fülle, Frühling (ich habe die einzelnen Szenen der grünen Woche nicht so recht kapiert, wenigstens nicht, wenn sie mehr sollten als hintereinandergereihte Sketsche und Satiren)</p>
<p>Gelb: Sonne, Licht, für mich ist Feuer gelb, nicht rot, Honig(süß)</p>
<p>Grau: die grauen Zellen, Kiesel, Steine und Geröll, Kargkeit, Macht.</p>
<p>Himmelblau: o.k., liege da ähnlich wie die Inszenierung, Trivialität und Transzendenz</p>
<p>Blau: warum hatte die blaue Blume nur so kurzen Raum? &#8211; Warum denke ich immer, dass Blues nichts mit Trübsal zu tun hat?</p>
<p>Warum dieses riesengroße Anrennen gegen Poesie &#8211; und das in einem Theater und Musical? Die viel zu billig veräppelten Märchen, von denen das Musical doch lebt! Seit wann ist Teufels Großmutter böse?</p>
<p>Vor allem: Warum nicht die ganzen Farben in ein Bild zusammenhängen? (hier noch Komposition V)</p>
<p><a href="http://www.glyphs.com/art/kandinsky/comp5640.jpg"><img class="aligncenter" src="http://i180.photobucket.com/albums/x247/soundandfuryandpeace/kandinsky.jpg" alt="" width="600" height="381" /></a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/362/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/362/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/362/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=362&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Invasion!</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/06/07/invasion/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 20:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüme]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Umgang mit den Fremden ist großes Thema bei den Kammerspielen in dieser Spielzeit, „Invasion&#8220; (Kritiken hier) von Jonas Hassen Khemiri dauert nur 40 Minuten, entdeckte einige interessante Aspekte an diesem Thema. Zum Lachen: Alle haben etwas oder wollen etwas mit Abulkasem – den aber gibt es gar nicht wirklich, wenigstens nicht in Schweden, wo [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=304&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3030_gr.jpg" alt="" width="297" height="223" />Der Umgang mit den Fremden ist großes Thema bei den Kammerspielen in dieser Spielzeit, „Invasion&#8220; (Kritiken <a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1107&amp;Itemid=1">hier</a>) von <a href="http://www.muenchner-kammerspiele.de/index2.php?&amp;URL=ensemble_ueber.php?ID=3%A7detail=1289%A7">Jonas Hassen Khemiri</a> dauert nur 40 Minuten, entdeckte einige interessante Aspekte an diesem Thema. Zum Lachen: Alle haben etwas oder wollen etwas mit Abulkasem – den aber gibt es gar nicht wirklich, <span id="more-304"></span>wenigstens nicht in Schweden, wo das Stück spielt: er ist zunächst Held einer griechischen Sage, auch in 1001 Nacht, dann eine Redensart in einer Schulklasse, dann Alibi-Name für zwei Flirts, gesuchter Verbrecher, Terrorist, Asylbewerber, berühmte tunesische Sängerin – am Ende ist die Mauer umgefallen, alle stehen sie in den Ruinen, es wird erzählt: jemand ungenannter verstümmelt sich anonym die Hand, vielleicht ist es jener Asylbewerber, niemand bezweifelt jedenfalls, dass es Abulkasem ist. Bei uns geht jedenfalls alles weiter.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3028_gr.jpg" alt="" width="296" height="222" />Während unsereiner über Abulkasem lacht, spielt die große Invasion, wie es im Stücktitel hießt, zwei Schüler mit Laserpointern und Spucke-Papier-Blasrohren, das, was die Fernsehkameras von der harmlosen Kindheit und den abenteuerlichen Reisen des gefährlichen <img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3035_gr.jpg" alt="" width="292" height="218" />Helden berichten, die Direktheit der Flirts, wie jene Tunesierin die Männer wie ihre Puppen tanzen lässt und dann doch selbst Opfer wird, das sprachliche Eindringen durch die Übersetzerinnen-Primadonna – zuletzt der Einbruch von vier Schülern in die Privatsphäre, als sie unvermittelt Zeuge dessen werden, dass sich da jemand absichtlich die Hand auf der Herdplatte röstet, die muslimische Strafe für einen Dieb – Eindringen, Invasion ist ja der erste Schritt zum Diebstahl.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3031_gr.jpg" alt="" width="294" height="220" />Die Theatermittel: klassisch einfach und genial: wie bei Shakespeare treten die Spieler beiseite und verkünden ihre inneren Gedanken, wer in eine neue Rolle schlüpft, hat einfach ein neues Gewand an, die Aufdringlichkeit der Perücken und Gewänder macht die Rollenwechsel eindeutig. Und das ganze macht Sinn, denn jeder ist mal Abulkasem, jeder kann Abulkasem sein. Die Mauer als Sinnbild dessen, dass sich Mensch und Gesellschaft im Norden („in Schweden“) als bedroht empfindet, bedroht von Eindringlingen. Kinder sind die objektiven Zeugen, ohne in ihrer draufgängerischen Weise zu verstehen – sie sind zu groß für ihre Kleider, haben zu viel Haare auf dem Kopf, die Elterngeneration wirkt in ihrem Pragmatismus recht naiv.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.goettliche-odette.de/media/szenenfotos/DD2_2749_250px.jpg" alt="" width="204" height="298" />Wie lobt man sich da jenen Lehrer, der unter seinen Schülern für die Verständigung zwischen den Kulturen wirbt und als Zeichen dafür mit kulturgemischter Besetzung Romeo und Julia aufführen will. Ein Theaterstück vom Katholikentag in Osnabrück, bei dem ich noch mehr gelacht habe. „<a href="http://www.goettliche-odette.de/">Die göttliche Odette</a>“ nämlich, so der Name des Stückes und gleichzeitig „Julia“ die Tochter jenes Lehrers, verkuckt sich in den streng muslimischen Romeo bzw. Jamal. Das nimmt dem Vater recht bald jede Toleranz &#8230; und doch findet das Ding zu einer Lösung.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Lösung dieser ganzen Geschichten (von je vier Menschen), wie sie in „Invasion!“ misslingt und in der „göttlichen Odette“ trotz allen Lachens glaubhaft bleibt: die klassische Gastfreundschaft Abrahams, eigentlich kommt da Gott (wenn drei Männer kommen, Sara lacht), die Einladung zum Essen mit dem richtigen Geist. <img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.goettliche-odette.de/media/szenenfotos/DD2_2708_300px.jpg" alt="" width="270" height="176" />Dominik und ich haben nach der Vorstellung, als wir mit den Schauspielern redeten, noch ein gutes Stück von dem Mahl abbekommen. Kathi Stimmer singt oft vom Mahl (z.B. „Ein Tisch und eine Bank“), man kann daraus ein Kriminalstück machen (Ausstellung Freising „Geistes Gegenwart“, Christiane Möbius &#8222;Kriminalstück II&#8220;, oder „Einer von euch wird mich verraten – wer ists?) oder eben eine Komödie („göttliche Odette“ oder „Hase Hase“ oder „du, Herr willst mir die Füße waschen &#8230;wenn da so ist, dann wasch mich doch bitte überall“)</p>
<p style="margin-bottom:0;">P.S.: Abulkasem ist eine <a href="http://www.swr.de/swr4/bw/programm/treffnach3/gedichte/vermischtes/-/id=257758/nid=257758/did=366218/z372ug/index.html">Der-Bauer-schickt-den-Jockel-aus</a> Geschichte, Begründung <a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1107&amp;Itemid=1">hier</a>.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=304&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Weiße Rose Theaterstücke</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/01/11/weise-rose-theaterstucke/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 20:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Selber Spielen]]></category>

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		<description><![CDATA[Da gibt es schon längere Zeit ziemlich viel. Zunächst diejenigen, die ich gesehen habe

am Kirchentag Berlin 2003: Story und Intensivität wie der Kinofilm 2005: &#8222;SOPHIE SCHOLL: Ich würde es genau so wieder machen&#8220; von Elmar Marx und Marie-Luise Glahe für URBAN ART. Tolle Amateurgruppe.
Mirjana Angelina: &#8222;Sophie Scholl &#8211; Widerstand des Gewissens&#8230; um des Lebens Willen&#8220; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=287&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.urbanart.de/assets/images/Vorlage_Sophie.jpg" align="right" height="342" width="242" />Da gibt es schon längere Zeit ziemlich viel. Zunächst diejenigen, die ich gesehen habe</p>
<ul>
<li>am Kirchentag Berlin 2003: Story und Intensivität wie der Kinofilm 2005: &#8222;SOPHIE SCHOLL: Ich würde es genau so wieder machen&#8220; von Elmar Marx und Marie-Luise Glahe für <a href="http://www.urbanart.de/html/sophie_scholl.html">URBAN ART</a>. Tolle Amateurgruppe.</li>
<li>Mirjana Angelina: &#8222;Sophie Scholl &#8211; Widerstand des Gewissens&#8230; um des Lebens Willen&#8220; gespielt vom <a href="http://www.gospelartstudio.de/gas_theaterproduktionen_scholl.shtml" target="_blank">Gospel Art Studio</a> 2005 in der Ludwigsstraße München (6 Personen) mit Referenzen von überlebenden Weiße Rose Angehörigen <a href="http://www.gospelartstudio.de/gas_presse_referenzen.shtml#scholl">hier</a>.</li>
</ul>
<p><span id="more-287"></span>Gelesen habe ich:</p>
<ul>
<li><img src="http://www.junges-schauspiel-ensemble.de/images/rose/Weisse%20Rose_036.jpg" align="right" height="185" width="282" />was in München gespielt wird, <a href="http://www.junges-schauspiel-ensemble.de/stuecke/dieweisserose.html" target="_blank">Jutta Schubert &#8222;Die weiße Rose. Aus den Archiven des Terrors&#8220;</a>, gespielt vom <a href="http://www.junges-schauspiel-ensemble.de/stuecke/dieweisserose.html">Jungen Schauspiel Ensemble</a>, ein Klasse Stück, leider nie gesehen, von der Handlung ähnlich dem 1982-er Film.</li>
<li><a href="http://willi-graf-realschule.de/schule/willi/wrthkr.htm" target="_blank">Lillian Garrett-Groag</a>: &#8222;Die Weiße Rose&#8220;</li>
</ul>
<p>Zuhause liegen habe ich noch</p>
<ul>
<li>Anne Maar und Andreas Armand Aelter: <a href="http://www.fraenkisches-theater.de/stueck.php?titel=%20Die%20Wei%DFe%20Rose" target="_blank">Die Weiße Rose</a>, gespielt vom Fränkischen Theater im Schloss Massbach.</li>
</ul>
<p>Ich kenne außerdem nicht</p>
<ul>
<li>&#8222;Die Weiße Rose. Der geheime Widerstand der Geschwister Scholl&#8220; (Jürgen Eick, <a href="http://www.neuestendenztheater.de/web/site/index.php?page=cat&amp;catid=14&amp;sid=798a6f78d13fa91c696e4a4a09750f51" target="_blank">Neues Tendenz Theater</a> Neuss, zwei Schauspieler)</li>
<li>Ebenfalls Zweipersonenstück Patric Tavanti &#8222;Die weiße Rose &#8211; Die letzte Stunde der Geschwister Scholl&#8220;, man kann sich bis zu einer <a href="http://www.tavanti.de/" target="_blank">Leseprobe</a> durchklicken</li>
<li>&#8222;Die Weiße Rose&#8220;, von Lillian Groag, Deutsch von Constanze Hagelberg</li>
<li>und viele mehr, ich höre jetzt einfach auf zu suchen (unter Wiki steht sogar noch eine Oper von Udo Zimmermann und Wolfgang Willaschek, Instzenierungen <a href="http://www.adressen-aus-hamburg.de/tickets/ev-konzertkarten-die-weisse-rose-theater-vorpommern-227783.html" target="_blank">MacPom</a> und <a href="http://www.musikwerkstatt-wien.com/produktionen/1998rose.html" target="_blank">Wien</a>)</li>
</ul>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/287/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/287/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/287/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/287/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/287/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/287/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/287/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/287/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/287/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/287/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/287/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/287/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=287&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Entscheidung spielen</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/12/04/entscheidung-spielen/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 15:58:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Grundkurs Dramatisches Gestalten am Gymnasium Ursberg spielt dreimal im Jahr, alles mögliche und unmögliche an Theaterstücken, mit Hingabe ans Theater Spielen, ansonsten mit einfachen Mitteln, meist nahe am Text des Autors. Meine Lieblingsnummer heuer (vor Lorca und Moliere) war &#8222;Der Bruder unseres Gottes&#8220; von Karol Woitila (als er noch nicht Papst Johannes Paul II [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=281&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://artyzm.com/obrazy/chmielowski_powstancy.jpg" align="right" height="158" width="371" />Der Grundkurs Dramatisches Gestalten am Gymnasium Ursberg spielt dreimal im Jahr, alles mögliche und unmögliche an Theaterstücken, mit Hingabe ans Theater Spielen, ansonsten mit einfachen Mitteln, meist nahe am Text des Autors. Meine Lieblingsnummer heuer (vor Lorca und Moliere) war &#8222;Der Bruder unseres Gottes&#8220; von Karol Woitila (als er noch nicht Papst Johannes Paul II hieß) am letzten Wochenende. So sehr dieser Papst als jemand auffiel, der klare Botschaften zu vermitteln hatte, so sehr ist sein &#8222;Jugendstück&#8220; unklar, vage und auf der Kippe. <span id="more-281"></span></p>
<p><img src="http://artyzm.com/obrazy/chmielowski-zjawa.jpg" align="right" height="221" width="372" />So wie sich Johannes Paul II volksnah gab, so intellektuell dieses Stück. So wie der Papst immer die richtige Geste fand, so fehlt diesem Stück (wenigstens am Anfang) die emotionale Schubkraft, die ein Theaterstück gegenüber einem Vortrag auszeichnet. Andererseits sind die geistlichen Strömungen verarbeitet, die der junge Woitila aufnahm: würde sagen Existentialismus (in christlicher Variante: Personalismus) und, wenn ich das vorsichtig behaupten darf: Psychoanalyse, m.E. auch neuzeitliche Erkenntnistheorie (Gott ist immer Gott für uns, über Gott an sich spreche man besser nicht).</p>
<p><img src="http://artyzm.com/obrazy/chmielowski_sanna.jpg" align="right" height="138" width="376" />Wenn schon eine Aussage mit diesem Stück verbunden ist, dann die, dass man in der Spannung zwischen extremen Polen sich einrichten müsse und alles Eindeutige falsch ist. So wie es ansonsten Fachpädagogen und Psychoanalytiker sagen (C.G. Jung, Hubert Wisskirchen, Eckhard Frick). Was nicht heißt, dass man sich nicht entscheiden muss und darf: wie in unserem Stück gibt es eine Szene außerhalb Raum und Zeit im Inneren des Menschen, in der dennoch äußere Personen auftreten: ein Aufwärmquartier von Obdachlosen, wo die Hauptperson des Stücks, Adam Chmielowski, mitbekommt, dass sein Weg weg von der Kunst und in die Nähe der Obdachlosen führt. &#8222;Der Bruder unseres Gottes&#8220; ist nicht Woitilas einziges Theaterstück zu diesem späteren Priester und Ordensgründer, der Mann war ihm persönlich sehr wichtig. Die Szene in der Ursberger Inszenierung hatte was sehr echtes, es sollte doch einmal das Experiment gelingen, das, was noch intensiver als das Handeln ist, das Entscheiden, auch dramatisch als richtig intensiv darzustellen.</p>
<p><img src="http://artyzm.com/obrazy/chmielowski-matka.jpg" align="right" height="500" width="369" />Ansonsten zur Inszenierung: kitschiges Bühnenbild im ersten Akt, hätte es geschätzt, wenn statt religiösem Kitsch entweder moderne abstrakte (und somit &#8222;geistige&#8220;) Malerei gehangen hätte oder Bilder von Chmielowski selbst, an denen man so ein wenig den slavischen Touch sieht (und es gibt auch genügend religiöse Bilder von ihm im Internet, siehe die Quelle für die hier eingebundenen Bilder <a href="http://artyzm.com/artysta.php?id=179&amp;page=1">hier</a>). Georgs Idee noch: die zwei wunderbar nicht-identifizierbaren Synchronstimmen hätten manchmal interessantere Muster laufen können als den Kreis: Mäander, schnelle Nähe-Ferne-Wechsel usw. Zu den letzten 2 Minuten: Das Schlussbild mit dem Kreuz war plötzlich viel intensiver als der Text (so dass ich gar nicht mehr richtig auf den Text aufgepasst habe) &#8211; und so hatte es die Wirkung der Indoktrination, was irgendwie das Stück auf den Kopf stellen würde. Ansonsten großes Lob: ein richtig intensives fangt-uns-doch-und-ihr-kriegt-uns-nie.</p>
<p>Illustrierend für mein Lob noch eine <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0331/feuilleton/0039/index.html?subnav=Informationen">Rezension</a> eines polnischen Spielfilms zu diesem Roman (1998), nachdem eine Gratiskopie der italienischen Zeitschrift &#8222;Oggi&#8220; beigelegen hatte:</p>
<blockquote><p><img src="http://artyzm.com/obrazy/chmielowski-po.jpg" align="right" height="337" width="267" />Dem Drehbuchautor Wojtyla trauen die Vertriebsstrategen offenbar weniger Zugkraft zu als dem Filmhelden Johannes Paul II. Fast unterwürfig dankte der Produzent des Streifens dem Chefredakteur von &#8222;Oggi&#8220; für dessen &#8222;Risikobereitschaft&#8220;. Die 93 Minuten der Kurzfassung erklären warum. Zanussi lag ein Theaterstück vor, kein Drehbuch. &#8222;Der Bruder unseres Gottes&#8220; ist ein dürres Ideendrama, das der zwanzigjährige Wojtyla 1940 zu schreiben begann und nach seiner Priesterweihe fertigstellte. Es schildert die Wandlung des Malers Adam Chmielowski (1845 bis 1916) vom erfolgreichen Künstler zum Helfer der Armen und Gründer eines Ordens, der heute in Polen 67 Obdachlosenasyle führt. Chmielowskis Vorbild war dem Schauspieler und Autor Wojtyla wichtig für seine eigene Entscheidung, die Kunst aufzugeben und Priester zu werden. Als Papst sprach er den Landsmann heilig. Vieles, was er später in seinen Sozialenzykliken ausbreitet, ist im Kern schon im Drama zu finden.</p>
<p>In übergroßem Respekt vor der päpstlichen Autorität hat Zanussi sich dem hölzernen Plot und den steifen Dialogen ausgeliefert. Wir sehen eine Begegnung des Malers mit Lenin: Soll man die Not der Armen lindern oder besser ihre Wut schüren? Wir sehen Chmielowski in den Armenlagern Polens und, mit gequältem Blick, monologisierend im Atelier. Ende Mai wird der Film in voller Länge festlich in Rom präsentiert wohl ohne Folgen für das Kinopublikum.  (Thomas Götz, Berliner Zeitung)</p></blockquote>
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		<title>Gemeindepower Musical</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 14:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Teufel]]></category>
		<category><![CDATA[Titel]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Nikolaus Groß gibt es ein Musical, das eine Kirchengemeinde auf die Füße gestellt hat, ursprünglich für 4 Aufführungen mit 160 Plätzen (das kennen wir ja irgendwie), alles selbergemacht; aber jetzt wirds anders: 200 Mitspieler, und jetzt wird es schon seit 1998 immer wieder aufgeführt, im Januar 2008 zum 50. Mal.

So wie bei uns Teufel [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=280&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/tod.jpg" align="right" height="199" width="293" />Zu Nikolaus Groß gibt es ein <a href="http://www.nikolaus-gross-musical.de/">Musical, das eine Kirchengemeinde auf die Füße gestellt hat</a>, ursprünglich für 4 Aufführungen mit 160 Plätzen (das kennen wir ja irgendwie), alles selbergemacht; aber jetzt wirds anders: 200 Mitspieler, und jetzt wird es schon seit 1998 immer wieder aufgeführt, im Januar 2008 zum 50. Mal.</p>
<p><span id="more-280"></span><img src="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/tanz-1.jpg" align="middle" height="392" width="489" /></p>
<p>So wie bei uns Teufel mitspielen, spielen dort Dämonen mit. Es wird aus der Apokalypse gelesen, insbesondere aus ihrem letzten Kapitel als Hoffnungslied. Ich bringe hier nur die schaurigen Fotos: wie man eben Dämonen darstellt, zu Teil noch ein wenig verfremdend vergrößernd.</p>
<p><img src="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/tanz-4.jpg" align="middle" height="283" width="491" /></p>
<p>Die nächste Parallele ist der Titel. Unser Stück heißt im Untertitel &#8222;Theaterstück für die KJT&#8220;, jenes im vollständigen Titel: &#8222;Nikolaus Groß. Ein Musical der Pfarrgemeinde St. Barbara&#8220; (Mülheim an der Ruhr).<br />
<img src="http://www.nikolaus-gross-musical.de/bilder/barb-1.jpg" align="right" height="151" width="254" />Die Entscheidung des Nikolaus Groß zum Widerstand hat etwas damit zu tun, dass ihm die heilige Barbara, Patronin der Bergleute, im Kohleschacht erscheint. Wie der Jeanne d&#8217;Arc die Margaretha und Katharina erscheinen, typisch katholisch. Die Lebensentscheidung in unserem Stück war &#8222;protestantischer&#8220;, einsamer. (Wäre es menschlich und hilfreich, das eigene Leben als gläubiger Mensch öfter als Begegnung mit (dem) Heiligen zu interpretieren? Todesnäheerfahrungen sind ja auch etwas von der Art, statistischen Untersuchungen sind sie gar nicht so selten, es heißt,  <a href="http://de.spiritualwiki.org/Wiki/Nahtodforschung">knapp 5 % der deutschen Bevölkerung</a> hätten schon welche gehabt und doch redet kaum jemand öffentlich davon. Dazu kommt: man träumt jede Nacht und macht sich so selten eine Geschichte daraus. Von einer anderen Seite her war es bei der Weißen Rose vielleicht eine Begegnung mit dem Heiligen, weil sie das unbedingte Lebensrecht behinderter Kinder und der russischen Bevölkerung sahen, an Gesichtern ablasen und prinzipiell entdeckten, dass es das ihre ist, Christen zu sein.)</p>
<p>Eine Steigerung der Dramatik im Nikolaus Groß Stück: Der furchtlose Blick auf den Tod wird bei Groß (im Verhältnis zu den Münchner Studenten) noch soweit gesteigert, dass er eine Frau mit sieben Kinder zurücklassen muss und dies einkalkuliert.</p>
<p><img src="http://www.wdr.de/online/kultur/nikolaus_gross_musical/img/probe.jpg" align="right" height="204" width="255" />Nochmal das, worauf wir (z.T. bewusst, z.T. weil es gar nicht anders ging) verzichtet haben: Hitleraufnahmen in Ton und Bild, Nazi-Zeit-Ambiente (bis auf die angedeutete Kleidung der Gestapo), realistische Dämonen, ein Orchester (Lieder anhören kann man z.B. <a href="http://www.nikolaus-gross.com/lebenslauf/index.html">hier</a>), Tanz. Dass man damit sehr viel machen kann und wie faszinierend es geworden ist, zeigen die Fotos von Gottfried Jaax und Burkard Kölsch.</p>
<p>Die Texte: klar, schön zu lesen, sprechen verschiedene Emotionen an.</p>
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		<title>Stauffenbergs Schwur</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/11/15/stauffenbergs-schwur/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2007 14:12:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Selber Spielen]]></category>

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		<description><![CDATA[Stauffenbergs Schwur
Eine theatralische Annäherung.
Nach dem dokumentarischen Stück von Andreas Vogt Mitarbeit: Ida Ott.
für 4 Schauspieler, darunter einer mit Cello

Ein neues Theaterstück zu Stauffenberg, das so ähnlich wie unseres die innere Entwicklung des Widerstandskämpfers zum Thema hat, wurde gestern uraufgeführt. Hier das Theater Lindenhof Melchingen und hier eine Rezension im Münchner Merkur.
     [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=276&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Stauffenbergs Schwur<br />
Eine theatralische Annäherung.<br />
Nach dem dokumentarischen Stück von Andreas Vogt Mitarbeit: Ida Ott.<br />
für 4 Schauspieler, darunter einer mit Cello</p>
<p><img src="http://www.theater-lindenhof.de/cgi-sub/fetch.php?id=226" align="right" height="226" width="339" /></p>
<p>Ein neues Theaterstück zu Stauffenberg, das so ähnlich wie unseres die innere Entwicklung des Widerstandskämpfers zum Thema hat, wurde gestern uraufgeführt. Hier das <a href="http://www.theater-lindenhof.de/index.php?docid=260">Theater Lindenhof Melchingen</a> und hier eine <a href="http://www.merkur-online.de/dpa/infoline/boulevard/art438,860030">Rezension im Münchner Merkur</a>.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/276/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/276/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/276/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=276&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Dem Löwen vorgeworfen</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/08/07/dem-lowen-vorgeworfen/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Aug 2007 18:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bergpredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüme]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[
Warum war das Urchristentum so faszinierend? So faszinierend, dass es irgendwann einmal sogar wirtschaftlich klug war, sich unter die Christen zu reihen? So faszinierend, dass es schließlich ein Kaiser in Rom als Staatsreligion ausruft? So faszinierend, dass es Hunderte oder Tausende in den Märtyrertod trieb, nur weil sie kein Weihrauchopfer für den Kaiser bringen wollten? [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=260&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://213.155.72.42/bilder/2376-3.jpg" align="middle" height="332" width="500" /></p>
<p>Warum war das Urchristentum so faszinierend? So faszinierend, dass es irgendwann einmal sogar wirtschaftlich klug war, sich unter die Christen zu reihen? So faszinierend, dass es schließlich ein Kaiser in Rom als Staatsreligion ausruft? So faszinierend, dass es Hunderte oder Tausende in den Märtyrertod trieb, nur weil sie kein Weihrauchopfer für den Kaiser bringen wollten? Warum konnte das Urchristentum der Apostel die Krankenheilungen herbeiführen, von denen die Apostelgeschichte berichtet (die aber schon bei der Aufzählung der Charismen durch Paulus fehlen)?</p>
<p style="line-height:150%;">Ich denke deshalb, weil es Charakterschule war. Woran erkennt man einen vollkommenen Charakter? Am Humor. Folglich: Man sollte über das Urchristentum eine Komödie schreiben. So geschehen in George Berhard Shaw „Androklus und der Löwe“, derzeit im Residenztheater München. (Inhaltsangabe <a href="http://www.bayerischesstaatsschauspiel.de/stuecke/stuecke.php?cat=show&amp;id=208">hier</a>, warum es ein Märchen ist <a href="http://www.welt.de/print-welt/article704168/Dieter_Dorn_macht_Shaw_in_Muenchen.html">hier</a>.)<span id="more-260"></span></p>
<p style="line-height:150%;">Ich habe schon darauf verwiesen, dass <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/07/23/wer-war-kurt-huber/#more-258">Otto Betz eine starke Parallele von den Aufzeichnungen der Widerständler gegen Hitler zu den aufgeschriebenen frühen Martyrergeschichten zieht</a>. So wie das Christentum u.a. wegen dieser frühen Martyrer Weltreligion wurde, so wurde u.a. wegen der christlichen Widerständler die Bundesrepublik ein demokratischer und entschieden friedensfreundlicher Staat. Hoffe, ich nehme damit den Mund nicht zu voll.</p>
<p style="line-height:150%;"><img src="http://213.155.72.42/bilder/2369-3.jpg" align="middle" height="332" width="500" /></p>
<p style="line-height:150%;">Ging jedenfalls mit einer entsprechenden Erwartung in „Androklus und der Löwe“ (George Bernard Shaw) ins <img src="http://213.155.72.42/bilder/2387-3.jpg" align="right" height="500" width="332" />Residenztheater. Eine Komödie, kein politisches Manifest und keine Kreuzwegstationen. Es ist schön zu sehen, dass Widerständler Humor haben und wie schwach sie sind. Und dann wieder so stark, es wird ja direkt gespielt, dass sie den Caesar von sich überzeugen.</p>
<p style="line-height:150%;">Als freilich die Stunde des Widerstands und der Prüfung vorbei ist, kommt das ganz normale Leben zurück. Ob die Christen die Charakterstärke, die sie zum Martyrium vorbereitete, (und ihren Humor) auch in alltäglichen Situationen bewahren? Das ist überhaupt nicht klar – und doch darf man es erhoffen. Vielleicht, ganz vielleicht hat der Caesar etwas bei seiner Begegnung mit dem Löwen gelernt. Vielleicht hat er eine neue Form gelernt, wie man dem Großen auch in anderen Formen als denen, die er kennt. Man muss weder ein Weltreich aufbauen noch Erfolg im Leben haben.</p>
<p style="line-height:150%;">Die Kritik spielt sowohl dem Stück als auch der Inszenierung eher böse mit.  Der DLF sendete:</p>
<blockquote>
<p style="line-height:150%;">Schon der Kritiker der Daily News wusste zu Shaws Zeiten alles über das Stück &#8222;Androklus und der Löwe&#8220;, indem er es als &#8222;sehr plumpes Herumalbern, vermischt mit seriösen Ideen&#8220; beschrieb. Dem ist auch 96 Jahre nach der Uraufführung nicht wirklich etwas hinzuzufügen [...] Ob Schneiderlein oder Christenschar ob Gladiatorenteam oder der Löwe selbst, alles hüpft und plumpt über die Bühne als seien wir mitten in einer Kinderklamotte, dazu noch hübsch firlefanzig ausstaffiert, dass noch jede Motte ihre Freude hätte. So sind die Christen leichenweiß, die Gladiatoren brachial bunt und der Löwe so goldenglitzerlockig, als sei er gerade aus einem der ekeledlen Schaufenster der Münchner Maximiliansstraße entlaufen.</p>
</blockquote>
<p><img src="http://213.155.72.42/bilder/2360-3.jpg" align="middle" height="332" width="500" /></p>
<p>Eine <a href="http://www.theaterkritiken.com/Residenz/androklusundderloewe.htm">Internetkritik</a> verweist auf einen Inszenierungsfehler, der Löwe war einfach zu gut:</p>
<blockquote><p>Es gibt ein ungeschriebenes Theatergesetz: Vermeide wenn möglich Tiere und Kinder auf der Bühne, denn sie fesseln die Aufmerksamkeit der Zuschauer über Gebühr. Diesen Effekt erzielte auch der Löwe. Michael Tregor, als Androklus die Hauptfigur des Stückes, hatte kaum eine Chance, gegen das zauberhaft anzuschauende, perfekt choreographierte Tier anzukommen. [...] Es war ein großes Spektakel, das Shaws Botschaft zwar nicht außer Acht ließ, sie aber auch nicht explizit und heutig erzählte. Diese Inszenierung wird ohne Zweifel im Gedächtnis derer bleiben, die sie sahen. Der Löwe war unvergesslich.</p></blockquote>
<p><img src="http://213.155.72.42/bilder/2364-3.jpg" align="right" height="500" width="332" />Die <a href="http://www.bayerische-staatszeitung.de/index.jsp?MenuID=33&amp;year=2006&amp;ausgabeID=311&amp;rubrikID=5&amp;artikelID=4003">Bayerische Staatszeitung</a> ist auch recht kritisch, lässt aber eine positive Verständnismöglichkeit offen:</p>
<blockquote><p>Und das ist das Hinreißende an diesem Abend im Münchner Residenztheater: Er ist vollkommen sinnlos. Er will nichts, er steht für nichts, er erklärt sich selbst oder auch nicht. Dahin ­ &#8211; und so hat die Aufführung also doch ihre Wirkung -­ will man gelangen. Zum Sein an sich.</p></blockquote>
<p>Mehr Verwirrung im <a href="http://www.merkur-online.de/mm_alt/nachrichten/kultur/kunstakt/art282,743771">Interview mit Regisseur Dieter Dorn im Münchner Merkur</a> (&#8222;Über den Glauben darf man sich nicht lustig machen&#8220; und er möchte sich, was die Glaubenfrage angeht, zugunsten der Position Shaws enthalten.)  Etwas klären wollte das Einführungsgespräch: Shaw sah 1911, als er das Stück schrieb, den Krieg kommen. Er dachte, dass es doch alles Christen wären, die da aufeinander losstürmen wollten. (&#8222;Die linke Wange hinhalten&#8220; wird im Stück als Synonym des Christseins gelesen.) Und das Stück sagt: Warum habt ihr den Humor verloren und seid nur noch schaulustiges raunend brüllendes Volk beim Gladiatorenkampf, Boxkampf, der Tour der France? &#8211; nein, eigentlich beim Krieg. Ihr seid nicht mehr gerettete Menschen, nicht mehr Menschen, denen das Eine mehr wert ist, als alles was sie besitzen, sondern irgendwelche Pragmatiker wie Caesar. Leute, die vor allem den Anderen aufs Maul schauen. Shaw sei großer Individualist gewesen. Ich denke aber auch, dass er dachte, dass ein Leben nach der Bergpredigt ein sehr individuelles sei (und wenn er ein Christ war, so sagte er wohl auch, ein Leben nach der Bergpredigt ist ein bestmögliches individuelles Leben).</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/260/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=260&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Unbediente Erwartungen</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jul 2007 10:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 2001 haben wir ein Theaterstück von Martin Winklbauer gespielt, dessen neues Theaterstück „Die Gottsucher“ wurde für die 80 Leute-Theatergruppe in Haimling geschrieben. Es hat erstmal einen seltsamen Titel zweitens ein eher langweiliges Plakat. Man geht hin, wenn man etwas über den Heiligen Benedikt von Nursia bzw. über Business-Leute sehen will und weiß, was [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=255&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.fahnbach.de/php/theater/benedikt/grafiken/benedikt.jpg" align="right" height="297" width="251" />Im Jahr 2001 haben wir ein Theaterstück von Martin Winklbauer gespielt, dessen neues Theaterstück <a href="http://www.fahnbach.de/php/theater/benedikt/benedikt.php">„Die Gottsucher“</a> wurde für die 80 Leute-Theatergruppe in Haimling geschrieben. Es hat erstmal einen seltsamen Titel zweitens ein eher langweiliges Plakat. Man geht hin, wenn man etwas über den Heiligen Benedikt von Nursia bzw. über Business-Leute sehen will und weiß, was man von einem Winklbauer-Theaterstück erwarten darf. Das ist vor allem, dass es die Erwartungen, die es aufbaut, immer wieder ent-täuscht. (Falls es noch nicht klar ist, hier spricht ein Fan &#8211; auch ein Fan der Haimlinger Inszenierung!)<span id="more-255"></span></p>
<p>Mittelbühne, das heißt, mit Bühnenbild und großen Kulissen ist nicht viel drin. Vorteile: die Spieler sind viel näher an den Zuschauern und es geht wirklich auch heute noch ohne Mikros!</p>
<p>Wie unter diesen Umständen aus einem bayrischen Stadel Rom bauen? Ganz einfach, zwei Soldaten geben den vier Stützsäulen, die im Saal stehen, im Handumdrehen Umhänge nach Art römischer Ziersäulen. Nach der Szene werden die Säulen wieder entkleidet, Dienerinnen räumen das Zeug auf.</p>
<p><img src="http://www.fahnbach.de/download/bilder/112_0005.jpg" align="right" height="398" width="267" />Die morbide Gesellschaft Spätroms, das wird angekündigt. Was passiert? Ein Partyservice (sprich ein Schwung Sklavinnen) organisiert eine Business Party. Nichts Anstößiges, eher historisches Stadtfest, so was zum Hingehen und sich amüsieren. – Und das ist Anlass genug, dass die Gesichter aller plötzlich zu Totenmasken werden.</p>
<p>Mittleres Management einer Firma. Meint Winklbauer das ernst mit diesen sieben Managern oder nicht? Haben sie profitiert bei ihrem Wochenende zu den Regeln des heiligen Benedikt oder nicht? Als sie sich in Mönchskutten verkleideten, mit Kerzen durch Gänge wandelten, sich alte Schatztruhen mit Steinen füllten? Auswertung: Ein jedes muss Worte finden: Sie sagen so im Stil, den man von den Einzelnen kennt: Eigentlich war es überraschend gut und hat was gebracht. Denke: Sie haben wohl einen Anselm Grün Managerkurs gemacht. Typische Geste: man unterschreibt auf einem Spiegel, dass man jetzt ein Team ist. Wenn ich diese Riten nicht kennte. Irgendwie langweilig. Kommt jetzt ein Rückblick, warum ihnen das Wochenende eine gute Anregung brachte? Dann kommt man wenigstens aus diesem Manager-Gefrickel raus.</p>
<p>Doch es geht mit den Managern weiter: Eine Schatztruhe steht vor jedem der sieben, es soll eine Fremdeinschätzung sein, jeder kann jeden mit fünf Steinen beurteilen, schwarzen oder weißen. Wer was gewertet hat, bleibt geheim. Doofe gemeinsame Songs der Manager („Gute Freunde kann niemand trennen“, „We are the champions“), ich weiß, warum ich vor Business Essen mit Kunden mich gern drücke. Ein bisschen Geschleime gegenüber dem Chef, aber das ist noch im Rahmen. „Wir sind doch Freunde, wir haben keine Geheimnisse voreinander. Wir öffnen die Truhen jetzt!“ Ist mir Beate, die so darauf beharrt, dass man sie jetzt öffnen soll, sympathisch? Nein, eher bin ich auf der Seite ihres Chefs. Der beharrt darauf, die Schatztruhen erst zuhause zu öffnen, der hat eine gewisse Ruhe.</p>
<p><img src="http://www.fahnbach.de/download/bilder/112_0001.jpg" align="right" height="253" width="366" />Dann das Fiasko. Die Psychologie klappt bei mir. Zunächst bin ich auf der Seite der armen Beate, die als einzige ihre Truhe vor allen ausgeschüttet hat und so enttäuscht worden ist. Dann der Gedanke: jetzt werden doch nicht alle allen nur schwarze Steine gegeben haben. Doch, so ist es, aber weil es dann plötzlich so schnell geht, überrascht es einen doch. Man hat sich schließlich sogar in der „guten“ Beate getäuscht. – Dann ist sehr schnell ein neues Thema angesagt: Wir kommen hier nicht raus, die Türen sind verrammelt, die Handys senden nicht.</p>
<p>Wer von Benedikt von Nursia (5. Jhdt.) ein Wort erwartet, wird enttäuscht, seine wenigen Worte sind mehr Worte des Scheiterns. Wer etwas von seiner Frömmigkeit erfahren will, wird enttäuscht. Es ist ja nett, dass irgendwo weihrauchopfernde Mönche vom Frucht-Bringen im Sinne des Evangeliums erzählen, aber das ist es nicht. Es sind da nur unspektakuläre wortlose Entscheidungen: Rom verlassen, die geliebte und sorgende Amme verlassen, <img src="http://www.fahnbach.de/download/bilder/112_0011.jpg" align="right" height="334" width="500" />später dann: sich von einem geheimen Freund die Kutte überziehen zu lassen und in die einsame Höhle zu gehen. Später gibt es nicht einmal mehr Entscheidungen.</p>
<p>Der junge Mann hat nicht einmal einen Namen. Man nennt ihn den Gesegneten (oder nach irgendeiner anderen Übersetzung des Wortes „Benedikt“, kann mich nicht mehr so gut erinnern).</p>
<p>Vor der Pause war viel Spiel, Charaktere, Ausdruck – das was Theater kann und zeigen muss. Nach der Pause interessiert sich ein ganzer Marktplatz plötzlich für einen jungen Herrn und seine Amme, nur weil die beiden ein Dorf besuchen. – Dann betreiben die Leute Allgeorese. Sie haben sich zu einem Chor im Stil des antiken Dramas gewandelt.</p>
<p>Ein Standbild, wie die Leute Benedikt besuchen (von einer Herzlichkeit, wie ich mir Jesu Krankenheilungen vorstelle); ein Standbild, wie er einem Kloster vorsteht. Der falsche König Totilla und seine Leute, ein Standbild, das gedeutet wird.<img src="http://www.fahnbach.de/download/bilder/112_0015.jpg" align="right" height="334" width="500" /> Die tanzenden Mädchen, die die Mönche verwirren sollen. Ein Standbild, die Mönche rühren sich nicht. (Lange Ausdeutung des Erzählers: Es lag Benedikt fern, Erotik zu verachten. Die platonisch christliche Einstellung ist, dem Triebhaften einen Platz zu geben, freilich einen Platz unterhalb der Vernunft.)</p>
<p>Was wird aus den Managern? Sie können oft mitspielen. Das macht das Stück besonders vor der Pause recht erfrischend. <img src="http://www.fahnbach.de/download/bilder/112_0004.jpg" align="right" height="334" width="500" />Manches kommt zur Sprache, anderes bleibt verborgen. Auf welchen Schluss wird das zulaufen? Der falsche König Tortilla hat nicht umsonst sechs Diener. Sie stehen hinter den Managern, die wissen, dass sie ein falsches Spiel getrieben haben. Hinter ihrem Chef steht niemand, als einziger von allen sieben hat er die Mönchskutte noch anbehalten. Keine Ahnung, ob ihm jetzt zu trauen ist – doch es wird dazu keine Alternative für die Mitarbeiter geben, er hat wenigstens in seiner ruhigen Art gesprochen.</p>
<p>Am Schluss haben sie nichts mehr zu sagen. Der allwissende Erzähler wird ein fehlerhafter Mensch, und gleichzeitig wird er Benedikt selber, Benedikt mit zerrissener Kutte, ohne dauernde Gebetshaltung. <img src="http://www.fahnbach.de/download/bilder/112_0018.jpg" align="right" height="334" width="500" />Er darf zum Gesang der Schwester das Hohe Lied der Liebe des Paulus singen. Kein großes Finale, keine Lösung für die Manager, auch dieser vielgeehrte Bibeltext wird nicht auf dem Sockel präsentiert.</p>
<p>Der Mut zum ent-täuschen ist für Winklbauer die Einsicht, dass man unter der Oberfläche kratzen kann, vgl. das Interview <a href="http://www.fahnbach.de/php/theater/benedikt/interview_mw.php">hier</a>.  Da es nur wenige Quellen über Benedikt gibt, werde ich vielleicht mal nachlesen. War vor einigen Monate begeistert von folgendem Satz aus der Regel: &#8222;Die Kranken seien eure erste Sorge.&#8220; Es kratzt an einem, in eine solche einfache klare Sprache einzutauchen.</p>
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