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	<title>Fangt uns doch &#187; Aktuelle Politik</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Fangt uns doch &#187; Aktuelle Politik</title>
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		<title>Kreativer Widerstand im Iran</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 08:29:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[In der DDR war es das Westfernsehen, durch das man &#8211; wenn auch eingeschränkt &#8211; zu Informationen kam. Im Iran sind es die Handies, die integrierten Kameras und Internetdienste und -blogs. Siehe NZZ. (Hoffe diese Mittel funktionieren auch in China &#8211; trotz der angeblichen Kollaboration von Google und co.) Trotzdem muss man Angst haben, wie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=526&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.faz.net/m/%7B7099B98F-D566-43BD-8297-42CDC5172C5C%7DPicture.jpg" alt="" width="313" height="392" />In der DDR war es das Westfernsehen, durch das man &#8211; wenn auch eingeschränkt &#8211; zu Informationen kam. Im Iran sind es die Handies, die integrierten Kameras und Internetdienste und -blogs. Siehe <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/nur_mit_dem_handy_bewaffnet_1.2781222.html">NZZ</a>. (Hoffe diese Mittel funktionieren auch in China &#8211; trotz der angeblichen Kollaboration von Google und co.) Trotzdem muss man Angst haben, wie damals in Leipzig und dem ganzen Ostblock vor 20 Jahren. Was mich sehr freut ist die Vielfalt der friedlichen Proteste, das erinnert schon an Leipzig (und übertrifft es vielleicht, die Iraner sitzen auf den Schultern der Leipziger). <span id="more-526"></span>Wieder die NZZ (17. Juni):</p>
<p style="padding-left:30px;">Nach dem epochalen Schweigemarsch vom Montag [letzter Woche, 15. Juni] zum Azadi-Platz, an dem Hunderttausende teilgenommen haben, klang es schliesslich wie der Triumph eines Volkes, das spürt, dass sich der historische Stau, in dem es feststeckt, auflösen könnte. Wenn es nur lang und kräftig genug hupt.</p>
<p>Also Methoden</p>
<ul>
<li>Schweigemärsche</li>
<li>Hupkonzerte auf den Straßen</li>
</ul>
<p>In den letzten 9 Tagen fand ich noch manches in den Zeitungen, leider sammelte ich nicht die Quellen:</p>
<ul>
<li>am Auto nachts kein Abblendlicht</li>
<li>mit einer Blume oder einem hochgestreckten Foto in der Hand demonstrieren (vgl. Leipziger Kerzen)</li>
<li>um 22 Uhr aufs Dach steigt und «Allah-o-Akbar» (&#8222;Gott ist groß/größer&#8220;) rufen (Oder auch &#8222;Gott ist einer&#8220;)</li>
</ul>
<p>Jetzt noch <a href="http://www.nzz.ch/hintergrund/dossiers/iran/machtpolitik_irans_gegenueber_dem_westen_und_israel/das_iranische_establishment_folgt_khamenei_nicht_rueckhaltlos_1.2769316.html">Sharif Emamjomeh, freie Journalist in Teheran, in der NZZ</a> rückblickend zum Wahlkampf:</p>
<p style="padding-left:30px;"><img class="alignright" src="http://www.nzz.ch/images/iran_2_defaultFormatImage_1.2742975.1245058408.jpg" alt="" width="243" height="160" />Moussavi wählte zwei aussagekräftige Symbole. Er verbreitete ein für die Islamische Republik unerhörtes Plakat, auf dem er Hand in Hand mit seiner Gattin Zahra Rahnavard, einer Universitätsprofessorin, auftrat. Die konservative iranische Tradition räumt den Frauen weder einen Anspruch auf einflussreiche Stellungen noch die Möglichkeit ein, öffentlich Vertrautheit mit einem Mann zu demonstrieren. Weiter wählte er für seine Kampagne die grüne Farbe, die Farbe der Prophetenfamilie. Mit dieser Taktik sprach er die Massen an und flösste ihnen Hoffnung auf Veränderung ein. Fast über Nacht paradierten in allen grösseren Städten des Landes Tausende von Anhängern mit etwas Grünem – einem Armband, einem Schleier oder einer Dekoration am Auto. Schnell wurden daraus die grössten und augenfälligsten Sympathiekundgebungen für einen iranischen Kandidaten, grösser sogar als seinerzeit der Zustrom für Khatami vor dessen Erdrutschsieg.</p>
<p><img class="alignright" src="http://www.spiegelfechter.com/img/iran_rev_03.jpg" alt="" width="200" height="200" />Zurzeit, so scheint es, wird jede Volksansammlung gewaltsam angegriffen, und nicht mehr nur mit Schlagstöcken wie letzte Woche. Dass es letzten Donnerstag in Teheran 1 Million Demanstanten gewesen sein sollen (mind. 25 min. eine sechsspurige Autobahn), ist verrückt.</p>
<p>[Bild rechts entsprechend Kommentar vier: Widerstand durch Bemalung der Geldscheine]</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/526/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=526&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Demenz öffentlich</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 17:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Inge Jens]]></category>

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		<description><![CDATA[Inge Jens, Herausgeberin und geniale Kommentatorin der Briefe und Aufzeichnungen der Geschwister Scholl, ist mit einem berühmten Mann verheiratet, Walter Jens. Der ist inzwischen 86 Jahre alt und altersdement. Sein Freund, der Theologe Hans Küng, hat in einem Zeitungsartikel für Sterbehilfe plädiert, weil Jens sagt er würde leiden und wolle sterben. Las das vor ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=447&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.faz.net/m/%7BFCCD6C04-5C54-4CE5-B426-8B055B266778%7DPicture.jpg" alt="" width="299" height="199" />Inge Jens, Herausgeberin und geniale Kommentatorin der Briefe und Aufzeichnungen der Geschwister Scholl, ist mit einem berühmten Mann verheiratet, Walter Jens. Der ist inzwischen 86 Jahre alt und altersdement. Sein Freund, der Theologe Hans Küng, hat in einem Zeitungsartikel für Sterbehilfe plädiert, weil Jens sagt er würde leiden und wolle sterben. Las das vor ein paar Tagen, heikle Frage, bin aber dagegen so etwas bei Demenz zu erwägen. Finde es ist etwas anderes, wenn jemand sterben will oder wenn jemand sich selbst oder jemand anders tötet. (Jens ging freilich im gesunden Zustand weiter als nur passiv nicht sterben zu wollen.) Ich suchte auch ein positives Argument. Heute dazu die <a href="http://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~E6832657D61EA4B87AA6BE46059FE1547~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> von seiner Familie, die den Gatten und Vater liebt (auch wenn sie damit Probleme haben, dass er über alles mögliche aber lange nicht <a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E6CE2894D9FE84E309C8A59493E94B08D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">über sein NSDAP-Parteibuch </a> sprach &#8211; war er doch am Kriegsende erst 22 Jahre):</p>
<p style="padding-left:30px;">Die Familie hat sich entschieden, ihm die Sterbehilfe zu verweigern, weil sie nicht weiß, welche Kriterien in der Welt, in der er jetzt eingeschlossen ist, Gültigkeit besitzen. „Im Grunde ist es egal, ob ein Mensch über einen gelungenen Text glücklich ist oder über ein Wurstweckle. Mir das einzugestehen war hart für mich“, sagt Inge Jens. <span id="more-447"></span><img class="alignright" src="http://www.faz.net/m/%7B242B4D5D-E3E9-46CB-A9F7-25A222595673%7DPicture.JPG" alt="" width="245" height="312" />Der Kaffee wird in Tassen gereicht, die so groß sind, dass auch ihr Mann sie halten kann &#8211; das Tübinger Haus ist ganz auf ihn zugeschnitten. „Ich habe mich von einem Gutteil meines intellektuellen Hochmuts verabschieden müssen. Das ist es wohl, was den Umgang mit dieser Krankheit für die Umwelt so schwer macht: der radikale Bruch mit der Vergangenheit.“</p>
<p>&#8222;Warum haben sie keinen Hunger nach dem Geistigen?&#8220; fragte Sophie Scholl im Tagebuch, angesichts ihrer stumpfen Altersgenossen. Das Elitäre an diesem Satz hat mich begeistert. Aber man kann es auch falsch verstehen. Der Stolz kommt ganz Gott zu, wenn unsereins ihn hat ist es eine Lüge, so heißt es irgendwo in Bubers &#8222;Erzählungen der Chassidim&#8220;. Vielleicht kann man auch so sagen: selbst diese Demenz muss nichts ungeistiges sein, sie ist nur anders. Der FAZ-Artikel erwähnt eine Perspektive, die sich in Walter Jens eigenen Schriften findet:</p>
<p style="padding-left:30px;"><img class="alignright" src="http://www.faz.net/m/%7BC7528634-21F2-48E2-91BC-984EE9E0114A%7DPicture.jpg" alt="" width="243" height="317" />Walter Jens ist fast 86 Jahre alt. Am Vorabend der Lesung kommt er mit seiner Pflegerin Margit nach Hause. Er ist irritiert über den Besucher, bleibt zunächst im Wohnzimmer stehen, mit beiden Armen auf die Sessellehne gestützt, als wolle er sich sammeln. Dann setzt er sich neben Inge Jens, streichelt seiner Frau, die telefoniert, den Rücken. Er stellt Fragen und schüttelt den Kopf, als ob ihm die Antworten nicht einleuchten würden. Er schaut befremdet in die Runde. Und niemand vermag zu sagen, ob Walter Jens unserer Welt ebenso fremd gegenübersteht wie wir der seinen. „Erst wenn der Mensch schweigt“, so hatte er einmal geschrieben, „beginnen die Dinge zu reden und ein Drittes wird sichtbar &#8211; jenes ,Zwischen&#8217;, das Ich und Du, das Individuum und die Welt miteinander verbindet und sich am deutlichsten in der Wortlosigkeit der Liebe oder im sakramentalen Vollzug der Ehe enthüllt.“</p>
<p>Genauere Information im Buch des Sohnes <a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E6CE2894D9FE84E309C8A59493E94B08D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Tilman Jens</a>, einem Bericht der Inge Jens,  die ein <a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E618F41BBCB5C455D999512BDAECD49EB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ-Rezension</a> zusammenfasst.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/447/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/447/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/447/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=447&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Der palästinensische Staat</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/01/24/der-palastinensische-staat/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 15:17:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Angst im Gaza-Krieg, und doch (der französischer Philosoph Bernard-Henri Lévy, erzählt von persönlichen Begegnungen/ siehe FAZ, empfehle den ganzen Artikel):
Ehud Olmert in Jerusalem. Er beschreibt nicht ohne Komik das Ballett der Vermittler, die es immer zu eilig haben. Er kommt auf die Doppelrolle von Mubarak zu sprechen, den die internationale Gemeinschaft zwingen müsste, den Waffenschmuggel [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=429&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.faz.net/m/%7B4A619BD6-22C5-4392-A2F0-CAD010A5D979%7DPicture.jpg" alt="" width="371" height="218" />Angst im Gaza-Krieg, und doch (der französischer Philosoph Bernard-Henri Lévy, erzählt von persönlichen Begegnungen/ siehe <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E8FF46DD8B04C4F3BB63CAB1A3D0AF643~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>, empfehle den ganzen Artikel):</p>
<p style="padding-left:30px;">Ehud Olmert in Jerusalem. Er beschreibt nicht ohne Komik das Ballett der Vermittler, die es immer zu eilig haben. Er kommt auf die Doppelrolle von Mubarak zu sprechen, den die internationale Gemeinschaft zwingen müsste, den Waffenschmuggel zu beenden. Dann schlägt er einen anderen Ton an. Gedämpfter, als spreche er vertraulich, erzählt er vom letzten Besuch von Mahmud Abbas vor drei Wochen. „Ich habe ihm ein Angebot gemacht: 94,5 Prozent des Westjordanlands. <span id="more-429"></span>Dazu 4,5 Prozent im Tausch von Territorien. Dazu ein Tunnel, unter seiner Kontrolle, von Gaza ins Westjordanland, der dem noch fehlenden Prozent entspricht. Und für Jerusalem die einfache, aber logische Lösung: Die arabischen Viertel für ihn, die jüdischen für uns. Die heiligen Stätten unter einer gemeinsamen Verwaltung aus Saudis, Jordaniern, Israelis, Palästinensern und Amerikanern. Abbas hat mich gebeten, ihm die Karte zu überlassen, auf der ich das eingezeichnet hatte, aber das wollte ich nicht. Ich weiß, dass er sie beim nächsten Treffen zum Ausgangspunkt einer Gegenverhandlung genutzt hätte. Aber gut, das Angebot steht. Ich warte.“</p>
<p style="padding-left:30px;">Kann es sein, dass wir so nah am Frieden vorbeigeschrammt sind?</p>
<p>Vgl. eine ähnliche Szene im Buch von Elias Chacour, der mit Scharon am Telefon sprach, kurz bevor der ins Koma fiel. Es gibt gute Ideen, die einfach nicht Wirklichkeit werden wollen (Von der Art sind ja auch Attentatspläne auf Hitler oder Zimbabwes Diktator&#8230;)</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/429/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/429/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/429/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/429/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/429/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/429/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/429/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/429/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/429/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/429/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=429&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Es anders machen</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2009/01/17/es-anders-machen/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 16:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Rafael Correa war 2005 für 100 Tage Finanzminister Ecuadors. (Typisch für das Land, dass Minister und Regierung dort schnell ausgewechselt werden.) Er hält einige Monate später eine Rede vor dem Lutherschen Weltbund und erzählt von haarsträubenden Erfahrungen, die er mit den Institutionen des Nordens gemacht hat.  Seit zwei Jahren ist Correa nun demokratischer Präsident von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=416&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" src="http://www.dw-world.de/image/0,,3678141_1,00.jpg" alt="" width="309" height="228" /></p>
<p>Rafael Correa war 2005 für 100 Tage Finanzminister Ecuadors. (Typisch für das Land, dass Minister und Regierung dort schnell ausgewechselt werden.) Er hält einige Monate später eine Rede vor dem Lutherschen Weltbund und erzählt von haarsträubenden Erfahrungen, die er mit den Institutionen des Nordens gemacht hat.  Seit zwei Jahren ist Correa nun demokratischer Präsident von Ecuador, er hat bereits ein erfolgreiches Referendum für eine neue Verfassung durchgeführt. Einen prägnanten Auszug aus seiner damaligen Rede (dokumentiert auf <a href="http://www.erlassjahr.de/blog/2009/01/09/ecuador-vs-weltbankiwf/">Erlassjahr-Weblog</a>) habe ich jüngst bei einem Vortrag genutzt:</p>
<p style="padding-left:30px;">Soziale Projekte sollten wir auch mit nationalen Einnahmen bestreiten. Das ist nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern auch der nationalen Würde.<br />
Das bedeutete zum Beispiel, dass ich gegenüber der Weltbank die Annahme von zweifelhaften Krediten in Höhe von 120 Mio. US-$ verweigert habe. PRODEPINE 2 war ein solches Projekt: für die indigene Bevölkerung gedacht, aber ganz und gar assistenzialistisch. Die indigenen Organisationen selbst haben mich gebeten, das Geld abzulehnen. Die Weltbanker fanden natürlich, dass das Projekt ein voller Erfolg war, aber die Indigenen Organisationen legten keinen Wert darauf, von außen kontrolliert zu werden. <span id="more-416"></span>Die Banker saßen tatsächlich zum ersten Mal einem Finanzminister gegenüber, der zu einem Kreditangebot von 120 Millionen $ nein sagte. Die Ablehnung hat die Bank sehr geärgert, obwohl die Zurückweisung eines Kreditangebots das natürliche Recht eines souveränen Staates ist. Unmittelbar nach unserem Treffen mit den Leuten aus Washington, bat der Weltbankrepräsentant in Ecuador also um ein weiteres Treffen mit den Vertretern der IDB (Interamerikanische Entwicklungsbank) und des CAF (Cooperación Andina de Fomento – Andiner Entwicklungsfonds). Letzterer kam aber nicht. Die Vertreterin der IDB sagte überhaupt nichts, und der Weltbanker setzte mich unter Druck, ich solle den Kredit annehmen. Andernfalls würde die ganze Länderstrategie der Bank für Ecuador über den Haufen geworfen. Ich sagte, dann sollten sie sie eben ändern. Die CAS (&#8222;Country Assistance Strategy&#8220;) enthält alles, was die Bank sich für das betreffende Land ausgedacht hat, ein neoliberaler Katechismus der Strukturanpassung. Geradezu lächerlich, dass die Strategie für Ecuador von 8-10 „Experten“ erarbeitet wurde, von denen nicht ein einziger Ecuadorianer war.<br />
<img class="alignright" src="http://pix.sueddeutsche.de/wirtschaft/887/451598/180x180_xL6eSySU77.jpeg" alt="" width="309" height="309" />Ich habe ihnen also gesagt, sie sollten sie CAS ändern. Die erste Änderung war dann, dass sie die uns bereits zugesagte Zahlungsbilanzhilfe von 100 Mio. US-$ nicht gewährten. Das wären frei verfügbare Mittel gewesen, auf die unser Land tatsächlich dringend angewiesen war, um unsere Schulden bei diesen Organisationen zu bezahlen. Dabei sollte ich erwähnen, dass wir gegenüber allen Multilateralen Finanzinstitutionen, außer der CAF, eine negative Nettobilanz haben: wir zahlen mehr, als wir an neuen Krediten von jeder einzelnen bekommen. [...] In diesem Jahr haben wir von allen zusammen etwa 350 Mio. US-$ an neuen Mitteln bekommen, um ihnen 800 US-$ zu zahlen.</p>
<p>Zur Zeit passieren recht interessante Dinge in Ecuador. Eine internationale Kommission hat die Schuldbücher des Staates geprüft. Anhand dessen gab es eine erste Zahlungseinstellung &#8211; davon berichteten am 15. Dezember alle Zeitungen (<a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/887/451598/text/">SZ hier,</a> aktuelles <a href="http://blog.viventura.de/ecuador/embargos-oder-investitionen">hier</a>). Einige weitere Kredite wurden seitdem schon bedient, ein Programm, wie man insgesammt mit den Schulden umgehen will, ist angekündigt.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/416/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/416/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/416/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/416/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/416/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/416/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/416/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/416/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/416/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/416/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=416&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die dunkle Seite</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 10:46:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die US-Journalistin Jane Mayer schreibt über den Verlust ur-amerikanischer Werte durch die Art, wie nach dem 11. September gefoltert wurde. (Rezension im DLF &#8222;Andruck&#8220;) Es klingt so ein bisschen danach, dass jemand ein Todesser Lord Valdemorts wird. 
Immerhin kann im Rückblick niemand sagen, Bushs Leute seien nicht offen gewesen. Am Anfang ihres beeindruckenden Buches &#8222;The [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=350&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die US-Journalistin Jane Mayer schreibt über den Verlust ur-amerikanischer Werte durch die Art, wie nach dem 11. September gefoltert wurde. (Rezension im <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/850383/">DLF &#8222;Andruck&#8220;</a>) Es klingt so ein bisschen danach, dass jemand ein Todesser Lord Valdemorts wird. <span id="more-350"></span><img class="alignright" src="http://www.crescentmoon.org.uk/Rothko,%20Untitled,%20195%233C028.jpg" alt="" width="1405" height="1606" /></p>
<p style="padding-left:30px;">Immerhin kann im Rückblick niemand sagen, Bushs Leute seien nicht offen gewesen. Am Anfang ihres beeindruckenden Buches &#8222;The Dark Side&#8220; beschreibt Jane Mayer einen Fernsehauftritt von US-Vizepräsident Dick Cheney kurz nach den Attacken am 11. September. Cheney blickt düster drein, er spricht mit leiser, aber entschlossener Stimme: &#8222;Wir werden auf der dunklen Seite operieren müssen. Vieles davon muss im Verborgenen, ohne jede Diskussion ausgeführt werden.&#8220;</p>
<p>Heute hört sich das so an:</p>
<p style="padding-left:30px;">Bei einem Auftritt im &#8222;National Press Club&#8220; zog Dick Cheney vor kurzem das zufriedene Fazit, man sei halt nicht unbedingt populär, wenn man das Richtige tue. Es ist nicht viel heller geworden auf der &#8222;dark side&#8220;.</p>
<p>Der Nachweis, dass es eigentlich nichts brachte, ja dass es sogar kontraprodukiv war, wird schon in der Rezension recht anschaulich angezeigt. Unter ägyptischen Folterwerkzeugen hatte jemand Beziehungen von Al Kaida und Hussein &#8222;gestanden&#8220;, das zog ein in Begründungen für den Irakkrieg, ein Jahr später hat dieselbe Person widerrufen.  Amerika hatte im Gegensatz dazu große Erfolge in der Findung der Wahrheit, als sie die Nazi-Gefangenen gerade nicht folterten.</p>
<p>&#8230; mir war es wichtig, dass die Potter Romane gut aufhören. Dass man es richtig machen kann und irgendwann auch damit glücklich wird.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/350/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/350/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/350/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=350&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Invasion!</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/06/07/invasion/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 20:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Andere Bühnen]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüme]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Umgang mit den Fremden ist großes Thema bei den Kammerspielen in dieser Spielzeit, „Invasion&#8220; (Kritiken hier) von Jonas Hassen Khemiri dauert nur 40 Minuten, entdeckte einige interessante Aspekte an diesem Thema. Zum Lachen: Alle haben etwas oder wollen etwas mit Abulkasem – den aber gibt es gar nicht wirklich, wenigstens nicht in Schweden, wo [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=304&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3030_gr.jpg" alt="" width="297" height="223" />Der Umgang mit den Fremden ist großes Thema bei den Kammerspielen in dieser Spielzeit, „Invasion&#8220; (Kritiken <a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1107&amp;Itemid=1">hier</a>) von <a href="http://www.muenchner-kammerspiele.de/index2.php?&amp;URL=ensemble_ueber.php?ID=3%A7detail=1289%A7">Jonas Hassen Khemiri</a> dauert nur 40 Minuten, entdeckte einige interessante Aspekte an diesem Thema. Zum Lachen: Alle haben etwas oder wollen etwas mit Abulkasem – den aber gibt es gar nicht wirklich, <span id="more-304"></span>wenigstens nicht in Schweden, wo das Stück spielt: er ist zunächst Held einer griechischen Sage, auch in 1001 Nacht, dann eine Redensart in einer Schulklasse, dann Alibi-Name für zwei Flirts, gesuchter Verbrecher, Terrorist, Asylbewerber, berühmte tunesische Sängerin – am Ende ist die Mauer umgefallen, alle stehen sie in den Ruinen, es wird erzählt: jemand ungenannter verstümmelt sich anonym die Hand, vielleicht ist es jener Asylbewerber, niemand bezweifelt jedenfalls, dass es Abulkasem ist. Bei uns geht jedenfalls alles weiter.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3028_gr.jpg" alt="" width="296" height="222" />Während unsereiner über Abulkasem lacht, spielt die große Invasion, wie es im Stücktitel hießt, zwei Schüler mit Laserpointern und Spucke-Papier-Blasrohren, das, was die Fernsehkameras von der harmlosen Kindheit und den abenteuerlichen Reisen des gefährlichen <img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3035_gr.jpg" alt="" width="292" height="218" />Helden berichten, die Direktheit der Flirts, wie jene Tunesierin die Männer wie ihre Puppen tanzen lässt und dann doch selbst Opfer wird, das sprachliche Eindringen durch die Übersetzerinnen-Primadonna – zuletzt der Einbruch von vier Schülern in die Privatsphäre, als sie unvermittelt Zeuge dessen werden, dass sich da jemand absichtlich die Hand auf der Herdplatte röstet, die muslimische Strafe für einen Dieb – Eindringen, Invasion ist ja der erste Schritt zum Diebstahl.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.muenchner-kammerspiele.de/images/stueck/stbild_3031_gr.jpg" alt="" width="294" height="220" />Die Theatermittel: klassisch einfach und genial: wie bei Shakespeare treten die Spieler beiseite und verkünden ihre inneren Gedanken, wer in eine neue Rolle schlüpft, hat einfach ein neues Gewand an, die Aufdringlichkeit der Perücken und Gewänder macht die Rollenwechsel eindeutig. Und das ganze macht Sinn, denn jeder ist mal Abulkasem, jeder kann Abulkasem sein. Die Mauer als Sinnbild dessen, dass sich Mensch und Gesellschaft im Norden („in Schweden“) als bedroht empfindet, bedroht von Eindringlingen. Kinder sind die objektiven Zeugen, ohne in ihrer draufgängerischen Weise zu verstehen – sie sind zu groß für ihre Kleider, haben zu viel Haare auf dem Kopf, die Elterngeneration wirkt in ihrem Pragmatismus recht naiv.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.goettliche-odette.de/media/szenenfotos/DD2_2749_250px.jpg" alt="" width="204" height="298" />Wie lobt man sich da jenen Lehrer, der unter seinen Schülern für die Verständigung zwischen den Kulturen wirbt und als Zeichen dafür mit kulturgemischter Besetzung Romeo und Julia aufführen will. Ein Theaterstück vom Katholikentag in Osnabrück, bei dem ich noch mehr gelacht habe. „<a href="http://www.goettliche-odette.de/">Die göttliche Odette</a>“ nämlich, so der Name des Stückes und gleichzeitig „Julia“ die Tochter jenes Lehrers, verkuckt sich in den streng muslimischen Romeo bzw. Jamal. Das nimmt dem Vater recht bald jede Toleranz &#8230; und doch findet das Ding zu einer Lösung.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Lösung dieser ganzen Geschichten (von je vier Menschen), wie sie in „Invasion!“ misslingt und in der „göttlichen Odette“ trotz allen Lachens glaubhaft bleibt: die klassische Gastfreundschaft Abrahams, eigentlich kommt da Gott (wenn drei Männer kommen, Sara lacht), die Einladung zum Essen mit dem richtigen Geist. <img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.goettliche-odette.de/media/szenenfotos/DD2_2708_300px.jpg" alt="" width="270" height="176" />Dominik und ich haben nach der Vorstellung, als wir mit den Schauspielern redeten, noch ein gutes Stück von dem Mahl abbekommen. Kathi Stimmer singt oft vom Mahl (z.B. „Ein Tisch und eine Bank“), man kann daraus ein Kriminalstück machen (Ausstellung Freising „Geistes Gegenwart“, Christiane Möbius &#8222;Kriminalstück II&#8220;, oder „Einer von euch wird mich verraten – wer ists?) oder eben eine Komödie („göttliche Odette“ oder „Hase Hase“ oder „du, Herr willst mir die Füße waschen &#8230;wenn da so ist, dann wasch mich doch bitte überall“)</p>
<p style="margin-bottom:0;">P.S.: Abulkasem ist eine <a href="http://www.swr.de/swr4/bw/programm/treffnach3/gedichte/vermischtes/-/id=257758/nid=257758/did=366218/z372ug/index.html">Der-Bauer-schickt-den-Jockel-aus</a> Geschichte, Begründung <a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1107&amp;Itemid=1">hier</a>.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/304/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=304&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Olympiaentzug</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 09:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen einen Olympiaboykott werden vor allem zwei Argumente vorgebracht: die Sportler, die sich jahrelang darauf vorbereitet haben, und dass der Boykott der Moskau Spiele 1980 den kalten Krieg eher noch angefacht habe.
Beide Argumente sind nicht sehr stark: niemand will im Ernst auf Kosten einer Rechtfertigung von Menschenrechtsverletzungen, Folter oder Mord einen sportlichen Wettkampf gewinnen. Zum [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=295&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/03/Briefmarke_Olympia_1936_6Pf.jpg/180px-Briefmarke_Olympia_1936_6Pf.jpg" align="right" height="154" width="180" />Gegen einen Olympiaboykott werden vor allem zwei Argumente vorgebracht: die Sportler, die sich jahrelang darauf vorbereitet haben, und dass der Boykott der Moskau Spiele 1980 den kalten Krieg eher noch angefacht habe.</p>
<p class="MsoNormal">Beide Argumente sind nicht sehr stark: niemand will im Ernst auf Kosten einer Rechtfertigung von Menschenrechtsverletzungen, Folter oder Mord einen sportlichen Wettkampf gewinnen. Zum zweiten: selbst wenn die Geschichte mit Moskau stimmen sollte (da bin ich nicht so sicher), so wäre es mir als Deutscher heute um Längen lieber, wären ein paar Nationen den Berliner Spielen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936">1936 (siehe Wiki-Eintrag) </a>wegen Menschenrechtsverletzungen in Deutschland ferngeblieben: Auch uns wird eine Propagandashow in Peking bevorstehen. Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/367/164898/">SZ von heute</a> (Thomas Hahn) schreibt.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:35.4pt;">Olympia stärkt die Menschenrechte in China genauso wie jeder andere Geschäftsgang eines Unternehmens ins Reich der Mitte: überhaupt nicht.</p>
<p class="MsoNormal">Einen recht guten Vorschlag fände ich es, mit einen Olympiaentzug wegen Nichteinhaltung der Vertragsbedingungen zu drohen bzw. einen Alternativspiele vorzubereiten. Oder wenigstens dass die internationalen Organisatoren die Sportler wegen der chinesischen Menschenrechtsverletzungen von der Pflicht zur politischen Neutralität entpflichten. (Alle Argumente vgl. gestern abend Sport am Feiertag im DLF.)</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/295/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/295/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/295/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/295/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/295/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/295/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/295/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/295/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/295/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/295/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/295/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/295/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=295&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Bodenpersonal in Kenia</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 09:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fangtunsdoch.wordpress.com/?p=294</guid>
		<description><![CDATA[&#8222;Macht ist eine gefährlichere Droge als Heroin oder Alkohol.&#8220;
Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen. – 50 Jahre Misereor
Zorn &#8211; Warum gab es so kurz nach Weihnachten diesen Gewaltausbruch in Kenia? Einfühlen, eine Art Zärtlichkeit, gibt ein Artikel von Wolfgang Schonecke in der Herder Korrespondenz, den ich sehr empfehlen kann. Nicht, dass der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=294&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:right;" align="right">&#8222;Macht ist eine gefährlichere Droge als Heroin oder Alkohol.&#8220;</p>
<p style="text-align:right;" align="right">Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen. – 50 Jahre Misereor</p>
<p><img src="http://www.faz.net/m/%7B196B4D4F-AE43-499C-964E-FA49F5E3DF58%7DPicture.jpg" align="right" height="214" width="321" />Zorn &#8211; Warum gab es so kurz nach Weihnachten diesen Gewaltausbruch in Kenia? Einfühlen, eine Art Zärtlichkeit, gibt ein <a href="http://www.netzwerkafrika.de/dcms/sites/nad/publikationen/nadueberblicke/index.html">Artikel</a> von <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/02/18/entwicklung-erziehung/">Wolfgang Schonecke</a> in der Herder Korrespondenz, den ich sehr empfehlen kann. <span id="more-294"></span>Nicht, dass der Zorn weggelassen würde &#8230; ich greife einige Punkte aus dem Artikel als Zitat auf:</p>
<p style="margin-left:35.4pt;">Am Tag nach der Wahl war Nairobi wie leergefegt. Die ganze Nation hing gebannt an Radios und Fernsehern und jubelte jedes Mal, wenn wieder rein korrupter Politiker dem Stimmzettel zu Opfer fiel. Railas Kandidaten hatten die Mehrheit im Parlament gewonnen. Dann kam der Coup. Mit Oppositionskandidat Raila Odinga knapp in Führung wurde die Auszählung gestoppt, eine Nachrichtensperre verhängt, und Leiter der Wahlkommission gezwungen, Amtsinhaber Mwai Kibaki zum Sieger zu erklären. Der Generalstaatsanwalt war auch zur Stelle, um ihn sofort zu vereidigen.</p>
<p style="margin-left:35.4pt;">Technisch war das ein unblutiger Staatsstreich oder ein ziviler Putsch &#8211; wie die ehemalige Staatssekretärin im Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ), Uschi Eid, es nannte. Als dann der Leiter der Wahlkommission auch noch erklärt, er wüsste eigentlich nicht genau, wer die Wahl gewonnen hätte, war jedem klar, was passiert war. Chef der EU-Wahlbeobachter Alexander Graf von Lambsdorf konnte sich auch nur dazu durchringen, von „Unregelmäßigkeiten“ zu sprechen und der renommierte BBC wiederholt wie eine Mantra, es sei Raila, der sich um seinen Sieg betrogen fühlt. Hätte man Kibakis Regierung sofort als illegitim erklärt und massiven Druck auf ihn gemacht, wäre Kenia vielleicht viel Gewalt erspart geblieben. Wobei man nicht übersehen darf, dass sich viel Kenianer, Politiker, Geschäftsleute und ganz normale Bürger, sich mit allen Kräften einsetzten, die Gewalt einzudämmen, Respekt zwischen den ethnischen Gruppen wiederherzustellen und den Opfern der Unruhen beizustehen.</p>
<p style="margin-left:35.4pt;"><i>Die Stimme der Kirche blieb schwach</i><br />
<img src="http://www.faz.net/m/%7BC7B1D152-DDD1-48A2-8546-C3606F89EB10%7DPicture.jpg" align="right" height="251" width="306" /></p>
<p style="margin-left:35.4pt;">In dieser schwersten politischen Krise seit dem Mau-Mau Aufstand, blieb die Stimme der Kirchen schwach, zögerlich und uneinig. [...] Warum brauchten die Bischöfe so lange, um auf eine nationale Krise zu reagieren? Warum fanden sie nicht die richtigen Worte, um eine klare und konkrete politische Orientierung zu geben? Warum glaubte Nairobis neuer Erzbischof Kardinal John Njue dem Usurpator gratulieren zu müssen? Das sind schmerzliche Fragen.<br />
Ein Grund ist sicher, dass auch die Bischofskonferenz selber nicht einig ist. Selbst Bischöfe unterliegen der Versuchung, sich mit ihren ethnischen Gruppierungen zu identifizieren und die Kriterien für eine halbwegs objektive Analyse zu vergessen. Am Ende einigt man sich auf Aufrufe, die Gewalt zu beenden, und auf fromme Ermahnungen, sich an einen Tisch zu setzen, ohne aber die Ungerechtigkeiten auf beiden Seiten klar zu benennen.</p>
<p style="margin-left:35.4pt;">[...] Wie so oft liegt die Stärke der Kirche bei den Bodentruppen und weniger in der Führungsgarde. Katholische Pfarreien und Institutionen wurden Zufluchtsorte für Tausende den Menschen, die vor der Gewalt fliehen mussten. Gemeinden leisten spontan erste Hilfe, die Caritas unterstützte sie. In Nairobi bildete sich ein Team von Traumaheilern, die den internen Flüchtlingen zuhören, Trost spenden und erste Nöte abdecken.</p>
<p>So kennen wir es ja auch vom Dritten Reich her. Eine der Stärken jener wirksamen Underdogs ist aber, dass sie dennoch eine gewisse Loyalität mit und dazu eine große Hoffnung auf die offizielle Kirche haben (soweit ich das sehe wenigstens. Schulleiter Dumbledore in den Harry Potter Romanen ist dankbar, dass andere den Job der Macht im Zaubereiministerium übernehmen und ihm wenigstens in manchen Dingen für seine Sorge um die Schüler den Rücken freihalten.)</p>
<p style="margin-left:35.4pt;">[...] So bleibt nur zu hoffen, dass internationale Vermittlungsbemühungen nach vielen Misserfolgen, am Ende doch einen politischen Kompromiss erreichen, der eine fest garantierte Machteilung und am Ende auch Neuwahlen einschließen muss. Aber Macht ist eine gefährlichere Droge als Heroin oder Alkohol. Und schon mancher machtsüchtige Politiker hat sein Land in den Ruin getrieben hat.</p>
<p>Eine aktuellere Einschätzung zum Annan-Friedensplan, wie er inzwischen vereinbart wurde, bei <a href="http://blog.zeit.de/kongo/?p=81">Andrea Böhm</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Entwicklung, Erziehung</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/02/18/entwicklung-erziehung/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 18:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Das Innere]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 50. Geburtstag von Misereor gibt P. Wolfgang Schonecke (Netzwerk Afrika Deutschland), den ich aus der Entschuldungsarbeit kenne, ein bemerkenswertes Interview (siehe hier) Ein Auszug
Eine weiteres Problem ist, dass in der EZ trotz allen Geredes über Qualitätsmanagement selten ehrliche Evaluierungen vorgenommen und  Fehler zugeben werden, um daraus zu lernen. Viele Projekte werden von Experten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=290&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.zeit-und-entwicklung.de/bilder/wolfgang_schonecke_97_h.jpg" align="right" height="97" width="160" />Zum 50. Geburtstag von Misereor gibt P. Wolfgang Schonecke (Netzwerk Afrika Deutschland), den ich aus der Entschuldungsarbeit kenne, ein bemerkenswertes Interview (siehe <a href="http://www.netzwerkafrika.de/dcms/sites/nad/index.html">hier</a>) Ein Auszug</p>
<blockquote><p><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Eine weiteres Problem ist, dass in der EZ trotz allen Geredes über Qualitätsmanagement selten ehrliche Evaluierungen vorgenommen und<span>  </span>Fehler zugeben werden, um daraus zu lernen. Viele Projekte werden von Experten wie von Partnern vor Ort in ihren Berichten schöngeredet. Schließlich werden die meisten Projekte von sogenannten Experten geschrieben und begutachtet, die zwar ein umfassendes theoretisches Wissen, aber von den Ländern und Menschen die da „entwickelt“ werden sollen, kaum Ahnung haben. Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass die Idee, Menschen oder Völker entwickeln zu können, eine Irrlehre ist. Niemand kann andere Personen entwickeln. <span id="more-290"></span>Im besten Fall kann man Bedingungen schaffen, die eine Eigenentwicklung begünstigen oder behindern. Ich meine, dass wir oft mehr behindern als fördern, weil wir anderen unsere Ideen und neuesten akademischen Theorien aufdrücken, statt sie zu ermutigen, eigene zu entwickeln. Dazu haben wir nicht die Geduld.</span></p></blockquote>
<p><img src="http://www.misereor.de/typo3temp/pics/119bb6c739.jpg" align="right" height="116" width="158" />Liebe kann man nicht kaufen und nicht verkaufen &#8230; Vier Anwendungen des obigen Textes:</p>
<ul>
<li>denke, hoffe, unser <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/projektbericht/">Projektbericht</a> und das, was ich auf diesen Seiten schreibe, redet unser Theaterspiel 2006/07 nicht schön.</li>
<li>&#8222;Bestenfalls Bedingungen schaffen&#8220;, dass sich andere entwickeln können. In diesem Sinne waren die Widerständler gegen Hitler tätig.</li>
<li>Erziehen ist Bedingungen schaffen, dass man selber nicht den anderen im Wege steht.</li>
<li>Wunderseltsam, was Geduld bewirken kann &#8211; keine falsche Geduld, wenn man etwas sagt: das mit der Armut wird sich schon von selber lösen. Sondern jemand etwas zuzutrauen und selber das Seine tun, in Geduld. Eltern haben manchmal solche Geduld, selbst wenn sie sagen, jetzt hätten sie keine Geduld mehr.</li>
</ul>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/290/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/290/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/290/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/290/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/290/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=290&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Feuer auf der Erde</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/01/07/feuer-auf-der-erde/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2008/01/07/feuer-auf-der-erde/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 16:22:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bringt das neue Jahr? In Sorge um Kenia, Pakistan, Zimbabwe. Empfehle den folgenden Link: Pakistan in der Zeit. Ein deutscher Dichter berichtet über pakistanische Literaten.
Zum Beispiel zum Tod der Oppositionsführerin Butto und den Unruhen danach wird dort zitiert:
 A bullet hits home in Pindi.
A criminal is dead.
Hours later, Karachi burns;
not with the grief of [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=285&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://blog.zeit.de/pakistan/wp-content/uploads/2007/11/umbreen.jpg" align="right" height="226" width="302" />Was bringt das neue Jahr? In Sorge um Kenia, Pakistan, Zimbabwe. Empfehle den folgenden Link: <a href="http://blog.zeit.de/pakistan/">Pakistan in der Zeit.</a> Ein deutscher Dichter berichtet über pakistanische Literaten.</p>
<p>Zum Beispiel zum Tod der Oppositionsführerin Butto und den Unruhen danach wird dort zitiert:</p>
<blockquote><p> A bullet hits home in Pindi.<br />
A criminal is dead.</p>
<p>Hours later, Karachi burns;<br />
not with the grief of the masses,<br />
but with the rage of the impoverished:<br />
daily frustrations, otherwise unheard<br />
in the concrete corridors of power.<br />
(Fortsetzung und Übersetzung <a href="http://blog.zeit.de/pakistan/">hier</a>)</p></blockquote>
<p>Butto war eine Verbrecherin, so Autorin <span class="storycontent">Umbreen Butt (auf dem Foto). <span id="more-285"></span>Und die herrschende Regierung: Entweder ebenso Verbrecher oder schlicht unfähig. Die letzte Gedichtstrophe wieder über jenes Karachi, in dem die erfolgreiche Lepra-Arbeit von Leuten um Ruth Pfau irgendwie doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.</span></p>
<blockquote><p><span class="storycontent"> In Karachi setzt der Staub sich nicht.<br />
Da muß noch was beglichen werden: in diesem<br />
System der Indifferenz, wo<br />
Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf<br />
eine betrügerische Versprechung bleibt.</span></p></blockquote>
<p>Diese Strophe nimmt den Gedichttitel auf &#8222;Unsetteled&#8220;. So viele haben kein Dach über dem Kopf, nicht einmal der Staub kann sich irgendwo absetzen. Dasselbe Gedicht könnte auch von Nairobi handeln, die Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen dort sind wahrscheinlich nur Anlass dafür, dass die Gewalt groß aufbricht.</p>
<p><img src="http://blog.zeit.de/pakistan/wp-content/uploads/2007/11/ghazal1.jpg" align="right" height="224" width="313" />Weitere Pakistanrecherchen auf jenem Weblog des deutschen Literaten Norman Ohler (zusammenfassender Bericht <a href="http://www.zeit.de/2007/50/Workshop-Pakistan?page=all">hier</a>):</p>
<blockquote><p><span class="storycontent">Es wird festgestellt, daß in Pakistan drei unterschiedliche Welten parallel existieren, im gleichen Raum, ohne die Fähigkeit, tolerant und produktiv miteinander zu kommunizieren:<br />
-die Modernen (welche Englisch sprechen und meist in den Städten wohnen)<br />
-die auf dem Land stark verbreitete Schrein-Kultur, die einen mysthischen Islam lebt, indem Ekstasetechniken praktiziert werden („Sufismus“)<br />
-den orthodoxen Islam, wie er in den Bergprovinzen heimisch ist: (westlichen) Fortschritt ablehnend, lebend wie zu Zeiten Mohammeds: <i>pure</i>.</span></p>
<p>Ich speise mit Sabina, einer katholischen Einwohnerin der schönen Stadt Lahore, im “Village”, einem recht netten, jedenfalls gut besuchten Restaurant, und wir werden unentwegt angestarrt. Mehrmals gefragt, welches Verhältnis wir denn pflegten und ob wir verheiratet seien. Der Kellner will das wissen, später der Tuktuk-Fahrer, der Jeans-Verkäufer, Wildfremde auf der Strasse. Man spürt genau, was hier los ist. Sabina, 23, Angestellte, weiß jedenfalls, weshalb sie Perverz Musharraf so schätzt — und weshalb sie aufgrund seiner derzeitigen Schwäche zumindest Melancholie empfindet.<br />
Der Generalpräsident, so behauptet sie, sei nämlich ein modern denkender Mann. Einer, der vor Frauen keine Furcht habe. Ein cooler Typ, im Grunde. Sabina hasst die Mullahs. Sie befürchtet: Wenn die Mullahs hier die Macht übernehmen, gibts keine lässigen Restaurantbesuche mit Freunden mehr. Muß sie verschleiert rumlaufen. Hat sie in Zukunft den Mund zu halten.</p></blockquote>
<p>Der erste Eintrag, als Musharraf den Ausnahmezustand erklärte mit dem Titel: &#8222;Das Kind beim Namen genannt&#8220;:</p>
<blockquote><p><img src="http://blog.zeit.de/pakistan/wp-content/uploads/2007/11/lahore3.jpg" alt="lahore3.jpg" align="right" height="204" width="272" /><span class="storycontent">Ausnahmezustand (AZ) als Benennung dessen, was ohnehin die ganze Zeit schon war. Ausnahmezustand als ehrliche Geste. Ausnahmezustand, was sonst. Ausnahmezustand, na und. Ausnahmezustand, warum nicht. Es gibt noch einige Länder, die halten fest an irgendwas. Dann gibts die anderen, die sind im Ausnahmezustand.<br />
</span><br />
<span class="storycontent"> <span class="legende">Willkommen im AZ</span></span></p></blockquote>
<p>Ich höre nicht &#8222;AZ&#8220;, sondern etwas noch schlimmeres aus der deutschen Vergangenheit. &#8211; Zunächst sage ich nüchtern mit Hans Scholl noch Anfang 1942: Hier etwas zu machen ist jenseits meiner Zuständigkeit.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/fangtunsdoch.wordpress.com/285/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/fangtunsdoch.wordpress.com/285/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fangtunsdoch.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fangtunsdoch.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fangtunsdoch.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fangtunsdoch.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fangtunsdoch.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fangtunsdoch.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fangtunsdoch.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fangtunsdoch.wordpress.com/285/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fangtunsdoch.wordpress.com/285/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fangtunsdoch.wordpress.com/285/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=285&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<media:content url="http://blog.zeit.de/pakistan/wp-content/uploads/2007/11/ghazal1.jpg" medium="image" />

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			<media:title type="html">lahore3.jpg</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Lula, Cappio und der Rio São Francisco</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/12/21/lula-cappio-und-der-rio-sao-francisco/</link>
		<comments>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/12/21/lula-cappio-und-der-rio-sao-francisco/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 11:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandscharakter]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die Situation im Norden Brasiliens jenseits des Guten ist, hab ich schon persönlich gehört und hier im Blog vermerkt. Prophetischen Widerstand leistet in diesen Tagen der Franziskaner, Bischof von Bahia und (laut Adveniat) &#8222;international anerkannte Fachmann in allen ökologischen und sozialen Fragen&#8220; Luís Flavio Cappio. Ich entdeckte die Sache im Internet am Montag, heute [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fangtunsdoch.wordpress.com&blog=437543&post=284&subd=fangtunsdoch&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img src="http://www.faz.net/m/%7B9D007667-5239-4C3A-96C4-D1D4B0EC7950%7DPicture.jpg" align="right" height="347" width="347" />Dass die Situation im Norden Brasiliens jenseits des Guten ist, hab ich schon persönlich gehört und <a href="http://fangtunsdoch.wordpress.com/2007/03/07/skaverei-und-abschussliste/">hier</a> im Blog vermerkt. Prophetischen Widerstand leistet in diesen Tagen der Franziskaner, Bischof von Bahia und (laut <a href="http://www.adveniat.de/index.php?id=hungerstreikcappioCappio">Adveniat</a>) &#8222;international anerkannte Fachmann in allen ökologischen und sozialen Fragen&#8220; Luís Flavio Cappio. Ich entdeckte die Sache im Internet am Montag, heute ist es groß in der Presse, es geht in eine sehr bittere Phase. Die TAZ (empfehle den ganzen <a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E165BEF8F37C74C0782435C5ECBEF9169~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Artikel</a>)</p>
<blockquote><p>Vorgestern nämlich billigte das Oberste Bundesgericht in Brasília mit sechs zu drei Stimmen die Flussumleitung des Rio São Francisco, eines von mehreren umstrittenen Großprojekten der Regierung. Kurz darauf, am 23. Tag seines Hungerstreiks, verlor Bischof Luiz Flávio Cappio in Sobradinho, im trockenen Landesinneren des Bundesstaates Bahia, das Bewusstsein. Etwa zeitgleich ordnete Lula an, die Schlichtungsgespräche mit den katholischen Bischöfen und einem Vertrauten des Franziskaners über die umstrittene Flussumleitung abzubrechen.</p></blockquote>
<p><span id="more-284"></span><br />
Die <a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E165BEF8F37C74C0782435C5ECBEF9169~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ, außenpolitisch gut informiert</a> (Lula ist Brasiliens Präsident):</p>
<blockquote><p>Mit der Verlegung des Flusses soll in einem Trockengebiet im Nordosten Brasiliens die Wasserversorgung sichergestellt werden. Nach Meinung des Geistlichen würde sie aber schwere Umweltschäden verursachen. Außerdem begünstige sie Großgrundbesitzer auf Kosten von Kleinbauern. Der Protest des Bischofs hat Umweltschützer und sogar den Vatikan auf den Plan gerufen und die Regierung des Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva in Bedrängnis gebracht.</p>
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<p><b>„Ein Mann von tiefer Spiritualität“</b></p>
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<p>Lula hatte aufgrund einer anderen Gerichtsentscheidung zunächst die Aussetzung der Arbeiten, die drei Milliarden Dollar kosten sollen, bis zum 7. Januar angekündigt. Immer mehr soziale und religiöse Organisationen und Gemeinschaften, darunter die Caritas, der Eingeborenen-Missionsrat und die Landlosenbewegung, unterstützten den Bischof in seinem Protest. In zehn brasilianischen Städten wurde zu Protestaktionen und Messen als Beginn einer gemeinsamen adventlichen Fastenaktion organisiert. Die brasilianischen Bischöfe hatten Katholiken und andere „Personen guten Willens“ aufgerufen, sich an dem Hungerstreik zu beteiligen. Hunderte brasilianischer Katholiken und Umweltschützer folgten dem Aufruf aus Solidarität zu Cappio. Der Bischof, der dem Franziskaner-Orden angehört, verwies darauf, dass Lula im Wahlkampf noch gegen das Projekt gewesen sei.</p></blockquote>
<p><img src="http://www.faz.net/m/%7B4E32316F-BA50-4AC9-B8A5-5501F1D9D069%7DPicture.jpg" align="right" height="273" width="353" />Der Hammer ist: Bischof und Präsident kommen aus demselben Ort. Mindestens vor er aus der Gewerkschaftsbewegung heraus Präsident wurde, war Lula ein großer Freund der Franziskaner und hatte franziskanische Berater.</p>
<p>Die Verhandlungspartner: Lula wendet sich an den Vatikan, der solle seinem Bischof doch Vernunft beibringen. Der Vatikan unterstützt inhaltlich Cappio, aber ist gegen seinen Hungerstreit. Jetzt ist der Mann erstmal bewusstlos, nehme an, man gibt ihm eine Nährfusion. Was wird folgen?</p>
<p>Der <a href="http://www.domradio.com/aktuell/artikel_36507.html">Adveniat Geschäftsführer Klaschka</a> :</p>
<blockquote><p>Der Hungerstreik sein ein &#8222;glaubwürdiges und tief zu respektierendes Zeugnis&#8220;, so Klaschka. Cappio meine es sehr ernst. &#8222;Er ist ein tief gläubiger und in sich ruhender Mensch, der bis zum Aufopfern seines eigenen Lebens gehen wird. Es geht um Leben und Tod.&#8220;</p>
<p>Indígena-Aktivist Roberto Liebgott hat nur noch wenig Hoffnung: &#8222;Es wird eine bittere Weihnacht.&#8220; Sein Kollege Paulo Maldos meinte gar: &#8222;Wenn Dom Cappio stirbt, bedeutet das den politischen Tod Lulas.&#8220;(TAZ wie oben)</p>
<p>(<a href="http://www.domradio.com/aktuell/artikel_36965.html">Domradio Köln</a> heute unter dem Titel: &#8222;Hugerstreik bis zum Ende?) Um den starrsinnigen Bischof zum Einlenken zu bewegen, wandte sich Lula an Papst Benedikt XVI. Doch eine Intervention wird nicht mehr nötig sein. Cappios Geschwister verkünden bereits, der Hungerstreik sei beendet. &#8222;Es wird eine bittere Weihnacht&#8220;, sagt Roberto Liebgott.</p></blockquote>
<p>Herzliche Einladung zu Gebet und Solidarität, (es geht um 13 Millionen Anreiner an diesem Fluss und jenen Menschen) z.B. <a href="http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004737.html">hier</a> oder auch bei <a href="http://www.regenwald.org/protestaktion.php?id=227">Rettet den Regenwald</a>.</p>
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