Der palästinensische Staat
24. Januar 2009
Angst im Gaza-Krieg, und doch (der französischer Philosoph Bernard-Henri Lévy, erzählt von persönlichen Begegnungen/ siehe FAZ, empfehle den ganzen Artikel):
Ehud Olmert in Jerusalem. Er beschreibt nicht ohne Komik das Ballett der Vermittler, die es immer zu eilig haben. Er kommt auf die Doppelrolle von Mubarak zu sprechen, den die internationale Gemeinschaft zwingen müsste, den Waffenschmuggel zu beenden. Dann schlägt er einen anderen Ton an. Gedämpfter, als spreche er vertraulich, erzählt er vom letzten Besuch von Mahmud Abbas vor drei Wochen. „Ich habe ihm ein Angebot gemacht: 94,5 Prozent des Westjordanlands. Dazu 4,5 Prozent im Tausch von Territorien. Dazu ein Tunnel, unter seiner Kontrolle, von Gaza ins Westjordanland, der dem noch fehlenden Prozent entspricht. Und für Jerusalem die einfache, aber logische Lösung: Die arabischen Viertel für ihn, die jüdischen für uns. Die heiligen Stätten unter einer gemeinsamen Verwaltung aus Saudis, Jordaniern, Israelis, Palästinensern und Amerikanern. Abbas hat mich gebeten, ihm die Karte zu überlassen, auf der ich das eingezeichnet hatte, aber das wollte ich nicht. Ich weiß, dass er sie beim nächsten Treffen zum Ausgangspunkt einer Gegenverhandlung genutzt hätte. Aber gut, das Angebot steht. Ich warte.“
Kann es sein, dass wir so nah am Frieden vorbeigeschrammt sind?
Vgl. eine ähnliche Szene im Buch von Elias Chacour, der mit Scharon am Telefon sprach, kurz bevor der ins Koma fiel. Es gibt gute Ideen, die einfach nicht Wirklichkeit werden wollen (Von der Art sind ja auch Attentatspläne auf Hitler oder Zimbabwes Diktator…)