Hitler als Antichrist?
18. März 2008
Dezember 1942, es geht ums Grundsätzliche. Ich zitiere eine Zankel-Rezension von Jakob Knab:
An einem Sonntag im Advent 1942 trafen sich einige Freunde der »Weissen Rose« mit dem katholischen Kulturphilosophen Theodor Haecker. [...]. Hier meine Darstellung dieser Schlüsselszene: Die Frage kam auf die »Heraufkunft des Antichrist«. Haecker, darauf vorbereitet, las zunächst die entsprechende Bibelstelle (2 Thess 2, 1 – 12) vor und gab dann eine Deutung im Sinne des englischen Theologen John Henry Newman (1801 – 1890), indem er seine eigene Übersetzung von Newmans Oxforder Predigt »Die Zeiten des Antichrist« vortrug. Hans Scholl protestierte gegen diese religiös-eschatologische Deutung: »Der Antichrist kommt nicht erst, er ist schon da!« Die Frontfamulatur und die Erfahrungen an der Ostfront hatten Scholl radikalisiert. Im vierten Flugblatt hatte er Hitler noch als »Dämon« und als »Boten des Antichrist« attackiert, nun nannte er Hitler den »Antichrist«. Es wurde ein religiöser und politischer Konflikt zwischen Scholl und Haecker ausgetragen. [...] Zankel [vertritt] diese falsche These: »Scholls Denken war für Haecker viel zu weltlich, zu bürgerlich-liberal« (S. 268) Richtig ist: Haecker war besorgt angesichts von Scholls religiöser Schwärmerei.
Aus heutiger Sicht war Hitler nicht der Antichrist, Haecker hat recht behalten. Herr Knab wies mich auf Newmans Text hier, die erste von vier Vorlesungen über die patristische Idee des Antichristen. Newman die Schriftzeugnisse vom Ende der Welt aus der Sicht der christlichen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte. Die Grundaussage von “The Times of Antichrist”: man kann nie wissen, wann es ist – aber der Antichrist, wahrscheinlich ein männlicher Tyrann, wird dreieinhalb Jahre (bzw. 42 Monate) herrschen. Vorher wird das Evangelium auf der ganzen Welt verkündet (ob das geschehen ist oder nicht, kein Kommentar) außerdem kommt “a time of unexampled trouble”; eine Zeit beispielloser Schwierigkeiten – eine solche gab es nach Newman noch nicht. Dann kommt wieder Christus, endgültig.
Andererseits gab es viele Vorläufer des Antichrist, allen voran Antiochus zur Zeit der Makabäer (ein paar hundert Jahre vor Christus), “the apostate emperor Julian” (ca. 300-400 n.Chr.) und “the false prophet Mahomet” (ca. 600 n.Chr.: der Prophet des Islam), und es gibt Schriftzeugnisse, dass es mehrere Antichristen gibt, die patristischen Schriftsteller sprechen vom “Schatten des Antichristen”.
Am Ende seines Aufsatzes gibt Newman Warnungen, was zu seiner Zeit, dem ausgehenden 19. Jahrhundert der unexplained trouble sein könnte, der bei mangelnder Wachsamkeit den Antichristen heraufbeschwören könnte: es ohne Religion tun wollen, die Idee, dass eine Nation nichts mit Religion zu tun hat, dass sie nur eine Sache des individuellen Gewissens sei. In den Einzelheiten würde ich Newmans Argumentation heute recht kritisch sehen, zum Beispiel sein Plädoyer für öffentliche Eide: “for example, an attempt to get rid of oaths, under a pretence that they are too sacred for affairs of common life, instead of providing that they be taken more reverently and more suitably?” – eine Praxis, von der Jesus schlichtweg abrät (laienhafte Bemerkung, ich kenne die theologische Diskussion dazu nicht). Auch prinzipiell ist inzwischen parlamentarische Demokratie und die Trennung von Kirche und Staat die anerkannte evangelische und katholische Position. Wenn Newman klagt, dass man der Kirche ihre Macht nehmen will, ist mir nicht so ganz wohl. Wie ein Literat beschreibt Newman die Verführungen des Satan:
Far be it from us to be seduced with the fair promises in which Satan is sure to hide his poison! Do you think he is so unskilful in his craft, as to ask you openly and plainly to join him in his warfare against the Truth? No; he offers you baits to tempt you. He promises you civil liberty; he promises you equality; he promises you trade and wealth; he promises you a remission of taxes; he promises you reform. This is the way in which he conceals from you the kind of work to which he is putting you; he tempts you to rail against your rulers and superiors; he does so himself, and induces you to imitate him; or he promises you illumination, {61}—he offers you knowledge, science, philosophy, enlargement of mind. He scoffs at times gone by; he scoffs at every institution which reveres them. He prompts you what to say, and then listens to you, and praises you, and encourages you. He bids you mount aloft. He shows you how to become as gods. Then he laughs and jokes with you, and gets intimate with you; he takes your hand, and gets his fingers between yours, and grasps them, and then you are his.
Mit der Psychologie und dem entscheidenden Punkt, wie Gott sein zu wollen, hat Newman etwas getroffen. Das Thema, wann der Antichrist kommt, hat er an dieser Stelle hinter sich gelassen und zu predigen begonnen … man möge sein Kommen durch Taten verhindern. (Zu Hitlers Religiosität vgl. hier.)
Eine kleine esotherische Deutung, inwiefern Hans Scholl Recht hatte (weiß nicht, ob ich an sowas glauben soll, aber es ist eine schöne Geschichte): Im 42. Monat (3,5 Jahre) nach Kriegsbeginn fiel die Macht des Sohnes des Verderbens, als Stalingrad verlorenging. Gleichzeitig erschien dem deutschen Volk wieder die Tat des Christus, dass da drei Menschen ihre Freunde mehr liebten als das eigene Leben und ihre Tat wurde wirksam, so dass in Deutschland lange Frieden herrschte.
25. März 2008 at 7:45
Ich würde eher Stalin als eine mächtigen Vorläufer des Antichristen sehen. Das hat Herr Scholl offensichtlich übersehen.
25. März 2008 at 8:29
Danke für den Kommentar. Können Sie ein wenig erläutern?
Warum Stalin mehr als Hitler? Stalin hat keinen Weltkrieg angezettelt und nicht versucht ein Volk auszurotten?
Und selbst wenn Stalin auch ein Vorläufer des Antichrist sein mag. Warum nicht Hitler?
20. Mai 2008 at 8:11
Erstaunlich sind ja die bedeutungsschweren Vornamen dieser “drei Menschen”: Johannes – Sophia Magdalena – Christoph.
20. Mai 2008 at 3:41
Sie meinen: Johannes, der Seher vom Ende der Welt; Sophia, die Weisheit, das alttestamenliche Buch vom Lob der Martyrer, wenn ich mich recht erinnere; Johannes und Magdalena als die, die Jesus mehr liebte(n) als andere; Christopher, schon auf den Fotos immer als Kinderträger, durch seine Taufe kurz vor der Hinrichtung, einer, der Tod und Teufel nicht fürchtet und dem höchsten Herrn dienen will? Stimmt, die Namen haben was von Endzeit.
20. Mai 2008 at 4:48
„Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand und keine Qual kann sie berühren. In den Augen der Toren sind sie gestorben, ihr Heimgang gilt als Unglück, ihr Scheiden von uns als Vernichtung; sie aber sind in Frieden. In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit.“ (Buch der Weisheit 3, 1-4)
26. Februar 2009 at 2:32
Hitler hielt sich für einen neuen Jesus.
Wir erinnern uns daran, dass auch Adolf Hitler von vielen Leuten als der wiederkommende Messias betrachtet wurde. Ein Mann hat ausgesagt, dass er dem Führer blindlings gehorchen würde. Ich zitiere: “und wenn mir der Führer heute den Befehl erteilen würde, meine Frau zu erschießen, so würde ich es tun“. Es gibt auch Berichte, dass die Nazis im dritten Reich eigentlich Abkömmlinge von den Nazarener-Jesus von Nazareth- waren, und das Hitler tatsächlich ein Nachfolger von Jesus gewesen wäre und das die SS eigentlich eine religiöse Sekte war, in den Sälen, in denen Hitler jeweils seine Vorträge hielt, hingen oft fromme Bibelsprüche an den Wänden.
Hitler sagte einmal 1926: „Christus war der größte Pionier im Kampf gegen den jüdischen Weltfeind. [...] größte Kämpfernatur, die es auf Erden gegeben hat [...] Die Aufgabe, mit der Jesus begann, die er aber nicht zu Ende führte, werde ich vollenden.“. Er baute in seine Reden aber auch Christus-Zitate aus der Johannes-Offenbarung ein, wie 1926 bei einer Rede vor SA-Männern: „Ihr seid in mir und ich bin in euch.“
27. Februar 2009 at 3:24
Danke für Ihren interessanten Beitrag, allenbach. Drei Bemerkungen
(a) Ich staune: Hitler übernimmt das messianische Modell, dass der Messias kommen wird, von den Juden.
(b) Sodann: Dass er sich für Jesus hält ist das typische Modell von Gottesabfall: sein wollen wie Gott (wenn sich Hitler für den neuen Jesus hielt, hat es sich wahrscheinlich für einen Gott gehalten. Kennen Sie dafür auch direkte Belege?)
(c) Biblizisten berufen sich auf eine wörtliche Auslegung der Hl. Schriften als höchste Autorität. Zur Zeit insbesondere Kreationisten. Denke, dass Hitler so viel mit Bibelzitaten machen konnte, ist auch eine Art Biblizismus, natürlich ein viel problematischerer als der Kreationismus.
24. Oktober 2011 at 9:41
Naja dass Stalin keinen Weltkrieg angezettelt hat war wohl gerade noch so verinderbar: und warum? Weil Stalin gemeinsam im Kapmf gegen die Nazis war. Er war nicht eine Zielscheibe der westlich-demokratischen Staaten…vorerst zumindest nicht.
Viele meinen die Mauer sei schlicht unergründet. Doch sie hat Krieg verhindert!! Ohne die Mauer hätte es eindeutig Krieg gegeben, unzwar einen Dritten Weltkrieg, den Stalin nicht selbst abgezetellt hätte, aber zu sehr großem Teil beigetragen hätte!!
Ich finde es immer wieder verbrecherisch wie hier linksradikale Gewalt verleugnet wird. Stalin hat kein Volk ausgerottet? Mach mal die Augen auf: es starben schließlich, laut höchsten Schätzungen, etwa 140 millionen Menschen in der Sowjetunion!! Das ist mehr als doppelt so viel wie im dritten Reich und 2. Weltkrieg!
Stalin hat keinen Weltkrieg verursacht, aber er hat genau so viele Tode gebracht. Das russische Volk hat er längst zerstört! Er hat doch auch viele andere unschuldige Völker missbraucht, da muss man nur nachlesen welche Länder die USSR noch besetzt hat!!
Und warum Hitler kein Antichrist war? Weil er teilweise aus der Bibel vorgeselen hatte nur darauf seine Anti-jüdischen Hetzen aufbaute!! Er hat sich dem “christlichen Abendland” gewidmet.
Vergisst nicht: Nur weil jemand nicht an Gott glaub, heisst es nicht dass er nicht religiös ist! Das sind zwei unterschiedliche Dinge!
4. November 2011 at 10:20
Danke für die Meldung. Stalin handelte in vielem nicht wie ein Mensch.
Nach dem Antichrist, so habe ich ihn verstanden, kommt das Ende der Welt. Weil es (wenigstens für menschliche Leser dieser Zeilen) noch nicht gekommen ist, sind weder Stalin noch Hitler der Antichrist. Außerdem: es sollte nur einen davon geben … ich vermute, zur Antichrist-Rhetorik zu greifen ist ein gefährliches Manöver, das auch auf einen selber negative Auswirkungen hat (es ist bitter, jemand nicht mehr als Mensch sehen zu können)
21. Januar 2012 at 9:49
Meiner Meinung nach ist es durchaus möglich dass Hitler der Antichrist war. Folgendes untermauert für mich diese These:
1) Im 19. Jahrhundert lebte in Wien ein gewisser Guido (von) List der sich mit der germanischen Mystik, insbesodere der Edda und weiters bekannt für seine Deutungen von Runen war.
Lt. eigener Aussage hatte er im Zustand einer vorübergehenden Erblindung eine Eingebung in der er einen “germanischen Retter” “einen Starken von oben” prophezeite, der die Germanen zur Weltherrschaft führen wird. Das geheime Erkennungszeichen sei die Rune des Hakenkreuzes, dieser “Starke von oben” zeichnet sich dadurch aus dass er in jedem Kampfe unbesiegt bleibt (man beachte Hitlers militärische Anfangserfolge) und jede Entscheidung die er trifft sei richtig und er ist unfehlbar.(späterer Führerkult?). Diese Weltherrschaft sei allerdings nur durch einen Weltkrieg erreichbar und durch Entmischung der Germanen von fremden Blut. Nur durch diese Reinheit des germanischen Blutes ist Weltherrschaft möglich, daher muss das germanische Volk von fremden Blut gereinigt werden. Als Feinde der Germanen sah er insbesondere die Juden. Diese führten einen Vernichtungskrieg gegen die arische Rasse. List nannte weiters folgende Jahreszahlen die für den kommenden „Auserwählten“ entscheidend sein werden: 1914 (WK I) 1923 – Hitlerputsch und 1932 (die NSDAP ging bei den Reichstagswahlen als stärkste Partei hervor, Machtergreifung 1933).
Guido von List sah es als seine Lebensaufgabe den kommenden „Starken von oben“ vorzubereiten und starb 1919. Nach ihm wurde die Guido-von-List Gesellschaft benannt, welche starken Einfluss auf die Thule Gesellschaft hatte, aus deren Reihen spätere Nazi-Größen wie zB Rudolf Heß kamen. Auch Hitler kannte die Schriften von List und es ist durchaus möglich dass er die Prophezeiung auf sich bezog.
2) In jungen Jahren als großer Wagner Verehrer, hatte Hitler eines Abends eine Art „Erleuchtung“ als er mit seinem Freund August Kubizek in Linz Wagners Oper Rienzi sah.
In Rienzi geht es um einen der aus den Reihen des Volkes kommt, die herrschende Klasse stürzt, die Macht übernimmt und fortan als Volkstribun herrscht. Allerdings wird er am Ende von seinem Volk verlassen, gestürzt und stirbt den Flammentot.
Danach soll Hitler mit Kubizek durch die Nacht zum Freinberg in Linz gegangen sein, schweigend und in sich versunken. Erst am Freinbarg sagte Hitler zu Kubizek „ ich weiß jetzt dass ich Volkstribun werden möchte…!“ Später erwähnt er diesen Moment der „Erleuchtung“ gegenüber Winifred Wagner mit den Worten „In jener Stunde begann es…“. Dass Hitler selbst eines Tages denselben Tod sterben würde, ahnte er da natürlich noch nicht.
3. sollte vielleicht auch die Johannesoffenbarung erwähnt werden:
„Die zweite Tiergestalt gleicht dem „Lamm“, redet aber wie der „Drache“: Sie tritt als Falschprophet auf, der die Restgemeinde der Christen zum Abfall und zur Anbetung des ersten Tieres verführt und sich dazu eines Erkennungszeichens – der Zahl Sechshundertsechsundsechzig- bedient. Das „Tier aus dem Abgrund wird in Off 16,13 ausdrücklich mit diesem „falschen Propheten“ identifiziert. Es verlange absolute Weltherrschaft.Damit wird deutlich, dass Satan hinter dem Antichrist steht und durch ihn wirkt. Er soll vor dem endgültigen Ende nochmals auf die Menschheit losgelassen werden, bis er im ewigen Feuer vernichtet werde. Der Sieg stehe durch „das Blut des Lammes“ und seiner Zeugen bereits von Ewigkeit her fest.“
In Wien zur Zeit des Nationalsozialismus hat sich ein Baptistenprediger namens Arnold Köster bereits mit der Frage ob Hitler der Antichrist sei beschäftigt und folgenden Vergleich zur Johannesoffenbarung gezogen:
„ 1941
Köster sprach in einem Vortrag über den Antichsrist. Er legte Bibelabschnitte aus Offenbarung 13 sowie Daniel 11 zugrunde. Er sagte nicht ausdrücklich, an wen er dabei dachte, aber jedenfalls passte seine Beschreibung der Merkmale des Antichristen deutlich auf Hitler:
1. Der Antichrist hat keine vornehme Abstammung, er war lange Zeit unbeachtet.
2. Der Antichrist ist wortgewaltig: „Er ist … ein Weltfürst, der das Wort [so] meistert, daß dieses Wort die Menschen immer wieder hineinbringt in einen Rausch, so daß sie immer wieder aufs Neue glauben.“
3. Hier werden eigentlich drei Kennzeichen zu einem einzigen Punkt zusammengenommen. Der Antichrist stellt Heere auf, „die sich wie eine Flut über andere Nationen ergießen können.“ Und er führt einen Kampf gegen das Volk der Juden. Außerdem: „Der Antichrist wird ein Christentum haben und öffentlich proklamieren …“
4. Bis zu diesem Zeitpunkt war Hitler politisch und militärisch sehr erfolgreich: „Er wird tun, was er will … d.h. er nimmt sich etwas vor und es geschieht. Es gelingt alles, was er sich vornimmt. Weil er von unten inspiriert ist, wandelt er an Abgründen mit nachtwandlerischer Sicherheit.“
5. „Er kennt keine Frauenliebe. Er kennt nicht das Geheimnis innigster Gemeinschaft, darum ist er auch für alle andern Gemeinschaften gar nicht fähig.“
6. Radikale Umgestaltung als Kennzeichen: „Ob es die Völker sind, die Nationen, ob es das Recht ist, die Wirtschaft, das Denken, er wird sich gegen alles aufwerfen, um alles neu zu machen.“
7. Er betet „vor dem Gott der Festungen“ an.“
4.) Zur Zahlenmystik: Das Kennzeichen des Tieres ist 666, in der Johannesoffenbarung ist davon die Rede, dass sich diese Zahl aus dem Namen des Tieres (des Antichristen) berechnen lässt. Wenn man jedem Buchstaben des Alphabets eine Zahl zuordnet mit A beginnend bei 100, B=101, usw und die Summe des Namens Hitler bildet, ergibt sich 666.
JOH: „Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres; denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.“
In der Zahlenmystik findet sich auch die Zuordnung 5=MENSCH, 6=SATAN, 7=GOTT
Satans Zahl ist die 666 und er tritt durch seinen menschlichen Propheten, den Antichristen auf. Hitlers Mitgliedsnummer bei der NSDAP war die 555.
Die 666 lässt sich auch aus dem Hakenkreuz bilden (oben beginnend im Uhrzeigersinn – 666)
5.) Dass sich Hitler selbst und seine Anhänger ihn als den „Auserwählten“ sahen, der die Germanen zur Weltherrschaft führt und unfehlbar ist, zeigt sich deutlich am Führerkult und dass seine Anhänger und das gesamte Militär seinen Befehlen gefolgt sind ohne Widerspruch. Auch in seinen Reden sprach er immer wieder davon dass sein Aufstieg von einer höheren überirdischen Macht gesteuert und gewollt ist. Zitat Rede auf einem Reichsparteitag „…diesen Befehl gab uns kein irdischer Vorgesetzter, den gab uns der GOTT! der dieses Volk geschaffen hat…“. Auch die späteren Aussagen von Nazigrößen deuteten darauf hin (Schirach:“Ich glaubte an Hitler“) etc.
Um also Deutschland zur Weltherrschaft zu führen, müssten die Juden vernichtet werden – ohne dieses „große Werk“ (Zitat Hitler) sei dies nicht möglich.
Vielleicht war Hitler wirklich der Auserwählte – allerdings der Auserwählte Antichrist der das Werk Satans vollbrachte (Weltkrieg, Holocaust – die Vernichtung des „von Gott auserwählten Volkes“, über 55 Mio. Tote im WKII) und dessen Ende bereits von Ewigkeit her feststand (Johannesoffenbarung)
22. Januar 2012 at 5:14
Danke für die feine und informative Meldung. Manches war für mich neu. Mein momentanes Statement zu diesen ganzen Dingen. Hitler war nicht der eine Antichrist, den eine biblische Schrift vor zweitausend Jahren angekündigt hat. Jedenfalls nicht in dem Sinne, wie wenn in der Apokalypse stände, ein Mensch werde seinen Fuß auf den Mond setzen, und siehe da, es passiert im 20. Jahrhundert. (Lustigerweise steht tatsächlich drin, dass eine Frau mit dem Mond unter ihren Füßen erscheinen wird, aber damit ist sicher nicht die Mondlandung gemeint, denn dann hätte (a) Armstrong eine Frau sein müssen und (b) auch die Sterne sein Haupt krönen müssen).
Eher so: die Apokalypse ist eine Trostschrift für die allerschlimmsten Zeiten. Selbst wenn da jemand auftaucht, der so mächtig ist, wie man im ersten Jahrhundert den (auferstandenen) Christus erlebt hat, aber stattdessen alles kaputtzumachen scheint, ist Gott stärker. Es ist tatsächlich zu erwarten, dass Menschen, die das Leid unter Hitler zu sehen und spüren bekommen, sich mit so einer Geschichte vom Aufstieg und Fall des Antichristen identifizieren und daraus Hoffnung schöpfen. Man identifiziert sich damit gerade deshalb, weil die Geschichte sich nicht auf reale Fakten bezieht, sondern Bilder verwendet, die man aus Träumen – guten Träumen und v.a. Albträumen – kennt, die einem ja in schlechten Zeiten sehr zusetzen.