Was hätte man besser machen können
26. März 2007
Exkurs, weil das halt wieder ein bischen Regiearbeit war, drei vom Regieteam und fast das ganze Bühnenteam waren schließlich dabei …
Meine Nachreflexion zum Misereor-Abend und -Gottesdienst „Bilding for alle“. Mit dem Abend war ich recht zufrieden (mit einer Ausnahme um 0:45 Uhr, aber auch die Geschichte endete ja gut). Die vier Türme, die ich ja erst am Morgen sah, waren einfach toll.
Im Gottesdienst hatten wir einige technische Probleme. Ich ärgere mich recht, dass ich den Punkt, den ich jetzt zur Geschichte mit der Sünderin im Zusammenhang mit dem Bildung und „building“ hätte, nicht klar und früh genug auf den Punkt bekomme. Bitte nicht übel nehmen, dass ich auch die folgenden Kritikpunkte (fast) rein auf mich beziehe, sie sind nicht so gemeint, dass ich lieber irgendwas ganz anderes gemacht hätte, sondern so, dass entsprechende Vorschläge vielleicht die Vorbereitung, den Abend oder Gottesdienst gut getan hätten.
Vielleicht einen Turm weniger – und das rechtzeitig 20:15 Uhr entscheiden. Wir wäre viel früher fertig gewesen oder hätte den Live-Aufbau eines Stockwerkes auf den somalischen Turm noch planen können.- Die Leute, die etwas gebaut haben, sollen es auch vorstellen (wenigstens dann, wenn sie nicht grundsätzlich nicht lesen wollen) – aber man muss ja nicht einmal lesen, wenn man etwas vorstellt
- Theaterspiel: es muss klarer sein, wer welche Rolle hat: durch Klamotten, kurze Vorstellung, bevor die Geschichte passiert
- Lieder: irgendwie nicht extra aufmerksam, dass wir schon mindestens im dritten Jahr hintereinder in der Fastenzeit ein Heilig singen, indem ein Halleluja Ruf vorkommt. Außerdem: sollte man nicht mit wenigstens einem Lied das Volk direkt zum Mitsingen einladen? (Klassischerweise, wenn man einen Kanon singt – oder vorher ein Lied kurz einprobt.)
- Evangeliumsentscheidung zu spät getroffen, spätestens zur Liederentscheidung, also spätestens eine Woche vorher, sollte das stehen. (z.B. „Singt Gott, der die Waffen streckt“ wäre direkt auf das Evangelium hin geschrieben gewesen.) Wenn wir etwas zum Evangelium sagen wollen, sollte spätestens Freitags was Schriftliches vorliegen.
- Gerade beim frei Sprechen eine ganz klare Gliederung im Kopf haben und sie auch rüberbringen
- Gottesdienst etwas zerfahren, Zusammenhänge nicht ganz klar. Eine gute Klammer wäre wohl das folgende gewesen: An verschiedenen Stellen im Gottesdienst die verschiedenen Türme und ihre Verbindungen vorstellen: Zum Beispiel kommt das erste Interview zur Bildung eindeutig vom deutschen Turm. (Aber so ein Konzept sollte spätestens am Anfang eines solchen Abends klar sein.)
- Muss den Ablauf und die Texte früher an Singgruppe und Priester weitergeben als 7 min vor Gottesdienstbegin.
- Die Gottesdienstbesucher an mindestens einer Stelle im Gottesdienst ungewohnt einbeziehen, ihr eigenes Tun fördern, und wenn es nur ist, dass man sich zum Vater unser die Hände gibt.
Wem noch etwas aufgefallen ist, kann gern ergänzen. Habe insgesamt ein gute und dankbare Erinnerung an das Ganze.