KJT-Info Bericht
8. Februar 2007
Wir bekamen drei Artikel für die Münchner Aufführungen, dazu einen sehr freundlichen Brief von Felizitas und Otto Betz. Die Artikel waren: ein zweiseitiger in „Die Woche“, einer in der JuKa-Info (Türkheim und umliegende Gemeinden) von (der) Michi (Archivteufel – Artikel war samstags im Netz, heute leider unauffindbar) und einen dritten von zwei fleißigen Spielerinnen Conny und Nata (im Theater Zwangteufel und Thulla).
Zuerst war es nur eine Idee, die niemand wirklich ernst nahm… doch dann hatten wir die Proben- und Aufführungstermine schwarz auf weiß vor uns: „Fangt uns doch“ goes München!!
Samstag 20.01.2007 19.00 Uhr
Sonntag 21.01.2007 14.30 Uhr
Doch nicht nur unsere Aufführungstermine standen fest, sondern auch unser Aufführungsort: die Karmelitenkirche mitten in München, gegenüber vom Bayerischen Hof. Die ehemalige Kirche war ein perfekter Ort um unser Theater aufzuführen und verlieh dem Ganzen eine besondere Atmosphäre. Die Gemeinschaftsunterkunft war trotz dem Stromausfall, der zu Schwierigkeiten beim Kochen führte, ein perfektes Nachtlager für uns. Aufgrund dieses Stromausfalls und der KJT typischen Verspätung waren wir gezwungen uns an der Straßenbahnhaltestelle bzw. in der Straßenbahn einzusingen, was den Münchnern anscheinend gefiel. Die erste Aufführung meisterten wir mit Bravour und überraschten und begeisterten Franz Josef Müller, ein ehemaliges Mitglied der weißen Rose, mit unserer nicht nur historischen Wiedergabe der Tatsachen. Er berichtete uns anschließend, wie sie die Flugblätter in Umlauf brachten, über die Umstände seiner Verurteilung und die Beziehungen zu den in unserem Stück charakterisierten Personen.
Nach einer kurzen Nacht spielten wir unser Theaterstück nun endgültig zum letzten Mal und bauten unsere Bühne, einerseits glücklich über die gelungenen Aufführungen, andererseits traurig, dass es nun vorbei ist, gemeinsam ab.
Im Namen aller Schauspieler, Sänger, Ton- und Lichttechniker möchten wir uns noch einmal ganz herzlich für die Geduld, die viele Arbeit und die Organisation beim Regieteam bedanken:
- Danke Karina und Kathrin für die nervenaufreibende Aufgabe, unsere Requisiten, vor allem die Selbstgemachten, zu organisieren und immer wieder in Stand zu setzen. Danke für eure Kreativität und Hilfe bei der Auswahl der Kostüme, die unser Stück zu etwas ganz Besonderem machten.
- Danke Matthias für das geniale Stück mit dessen Hilfe wir zu Höchstleistungen motiviert wurden und die viele Zeit und Liebe, die du in dieses Projekt gesteckt hast. Danke, dass du einen wunderbaren Funken zu uns überspringen hast lassen.
- Danke Jürgen für deine schönen, intensiven und ausdrucksstarken Lieder und all deine Mühe und deine Geduld sie uns perfekt beizubringen.
- Danke Georg, für die Umsetzung all dieser Ideen. Durch deine unermessliche Energie, deine Geduld und deine Bereitschaft, dich für uns einzusetzen, konnte dieses Theaterstück verwirklicht werden. Du hast es uns ermöglicht, an etwas ganz Besonderem teilhaben zu können.
Nata & Conny
Möchte dazufügen, dass alle die dabei waren, mit soviel Spaß dabei waren, dass es richtig schön war. So also das Danke ein bischen zurück. Zitiere noch den Brief von O. Betz:
Die jungen Akteure waren in einer solchen Weise engagiert, dass man nur so staunen kann. Es war ‘ihr Spiel’, sie standen voll dahinter und haben deutlich gemacht, wie weit das Spielgeschehen in ihre Existenz hereinreicht. Ich bin überzeugt, dass kein Spieler die Zeit der gemeinsamen Arbeit vergessen wird. Die ‘Bewegungsregie’, die Körpersprache, die Gestik und Mimik, alle diese Elemente, an denen oft Laiengruppen scheitern, waren erstaunlich gekonnt und stimmig, ebenso die musikalische Umsetzung.
