Traumsatz, Erfolg

17. Januar 2007

Es könnte ja sein, dass wir Erfolg haben auch bei den Münchner Aufführungen. Deshalb fand ich wieder einen Satz, den ich einst auswendiglernte und wieder vergaß.

„Das einzige, was wirklich zählt, ist gläubiges Handeln“ schreibt Teilhard. „Es lohnt sich nicht, sich mit persönlichem Erfolg oder persönlicher Befriedigung aufzuhalten.“

zitiert aus Annie Dillard, Außer der Zeit (For the time Being), 1999. Sie zitiert den Jesuiten Pierre Teilhard de Chardin, Paläontologe, von dem es heißt, dass manche Päpste des letzten Jahrhunderts einerseits verboten, seine theologischen Schriften mit kirchlicher Erlaubnis zu drucken, andererseits sie gleichzeitig auf dem Nachtkästchen stehen hatten. (Auf dem ersten Blick meinte ich diese Ambivalenz auf dem Foto nebenan zu sehen, aber es sind nur zwei Fotos aufeinander. Aber vielleicht doch: Johannes Paul macht sich Gedanken über diesen seltsamen Mann.) Mich interessiert die englische Übersetzung und das wohl französische Original dieses (wohl über solche innerkirchlichen Debatten erhobenen) Zitats.

Es folgt noch kurz meine sehr unvollkommene Deutung des Satzes, wem sie gefällt und wem sie nicht gefällt, der bleibe in jedem Fall besser bei jenem Traumsatz. Sodenn: Mein Job ist es unter anderem, an euch alle, meine Spieler und das Eure zu glauben, an mich selber, ebenso wie daran, dass das Tun der Scholls Sinn machte als auch daran, dass alles gut is … den letzten Buchstaben schreib ich nicht hin, weil uns Menschen das, sollte es so sein, heute noch verborgen ist.

One Response to “Traumsatz, Erfolg”

  1. fangtunsdoch Says:

    Hinweis auf
    http://www.publik-forum.de/f4-cms/tpl/pufo/op/artgrp/art/display.asp?cp=/pufo/op89740/aktuelleausgabe/art74672/
    Interview mit dem scheidenden Bischof Kamphaus, dort steht:

    Publik-Forum: Sie haben sich erbeten, dass keine Lobreden auf Sie gehalten werden zum Abschied. Warum wollen Sie keine Ehrungen?
    Franz Kamphaus: Ich stelle mir immer vor, Jesus hätte einen Preis gewonnen. Das kann ich mir nicht vorstellen. Da er für mich der Maßstab ist, an dem ich mich orientiere, ist das für mich klar, das gehört einfach nicht dahin für einen, der für Jesus stehen möchte und Jesu Autorität auch ein Stück weit als Bischof in Anspruch nimmt. Ich habe es immer als besonders unangenehm empfunden in meinem Amt, wenn ich an Empfängen oder Feierstunden teilnehmen musste, wo dann Grußworte und Reden und immer wiederholend dasselbe gesagt wurde. Also das ist schrecklich! Und am schrecklichsten finde ich das in der Kirche. Wenn wir zum Gottesdienst versammelt sind, dann geht es darum, Gott die Ehre zu geben, und nicht, dass wir uns das um den Bart streichen.

    Ich gebe zu, ich halte mich beim Erfolg auf. Blogge hier nach der letzten Aufführung noch weiter, frage viele Leute was ihnen gefallen hat, möchte euch auch sehr gerne alle sehr loben. Hoffe dennoch, dass das nicht so entartet, wie es in unserer Gesellschaft allgemein üblich ist und wie es Bischof Kamphaus das meines Erachtens treffend beschreibt. (Als Jugendlicher fand ich die vielen Wiederholungen noch viel schlimmer als heute.)


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