Szene für Szene
14. November 2006
Es folgt eine Inhaltsangabe, die sich eng an die Szenen hält und verhältnismäßig knapp ist
Erster Akt:
Wir befinden uns im Jahr 1937, zwei Jahre bevor Hitler Polen angreift.
In den Gruppenstunden Bund Deutscher Mädels Ulm wird Theater gespielt. Nicht irgendein Theaterstück, sondern das Theaterstück über den Musterdeutschen, den Forscher und Lebemenschen Doktor Faust. Goethe lässt in seinem Theaterstück Gott und Teufel auftreten. Sie verhandeln über den Deutschen. Um Sophie Scholl, die Souffleuse in der Theaterprobe zu ärgern, tun die beiden Schauspielerinnen, als verhandelten sie über Sophie, die Deutsche Frau.
In der folgenden Szene treten tatsächliche Teufel auf, die böse Pläne mit den Menschen und insbesondere Sophie und ihren Bruder Hans haben. Die Teufel sind sehr glücklich, dass die Juden ausgerottet werden sollen, ärgern sich aber, dass eine Gruppe, die einmal „Die weiße Rose“ heißen soll, hier nicht mitmachen will. Deshalb schicken sie ihnen die Polizei ins Haus.
Im Haus Scholl ist ein großes Kommen und Gehen unter den Freunden der fünf Kinder, als die Gestapo in die Idylle einbricht. Weil die Kinder Hans, Werner und Inge mit einer verbotenen Jugendbewegung zu tun hatten, werden sie gefangen genommen. Aus Versehen muss sogar Sophie mit ins Gefängnis.
Zweiter Akt
Der Krieg hat begonnen. Hans Scholl, der wegen Hitlers Willkür schon zwei Monate im Gefängnis saß, ist gezwungen, als Soldat in den Krieg zu ziehen. Er versteht nicht, dass andere vom Krieg und den deutschen Siegen begeistert sind.
Der Münchner Publizist Carl Muth hat Kontakt zu Kindern und Eltern Scholl aufgenommen. Er ist Herausgeber einer Zeitschrift, die aus christlichem Geist verdeckt Widerstand gegen die nationalsozialistische Weltanschauung leistet. Er weist die Eltern Scholl darauf hin, dass in dieser Zeit ein anderer Kampf zu führen ist als der Kampf mit der Waffe. Statt einer Waffe greift Muth zu einem Hirtenstab und versucht wie Mose, betend und den Stab hochhaltend für sein Volk und vor allem die jungen Leute, die er kennt, vor Gott hinzustehen.
Auf der anderen Seite des Kampffeldes ist es das Werk der Teufel, dass die Schollgeschwister mit allem Schlimmen, was der Krieg zu bieten hat, konfrontiert werden. Hans schildert Sophie in einem Brief, wie knapp er dem Tode entronnen ist.
Sophie bekommt einen bösen Traum, indem ihr die Menschen als furchtbare Hautkrankheit der Erde erscheinen, die nichts Besseres zu tun haben, als sich umzubringen.
Den Freund der Familie, Otl Aicher, bringt die Angst vor dem Krieg so weit, dass er sich selber verstümmelt.
Die Teufel feiern ihren Sieg, bis Mephisto erscheint und aufdeckt, dass sie eigentlich noch nichts Richtiges erreicht haben. Auf lange Sicht planen sie einen Besuch bei jemandem, vor dem sie selber Angst haben, um etwas gegen Sophies uns Hans Widerspenstigkeit zu erreichen. Zunächst gilt Angriff gilt aber den engsten Freundschaftsverhältnissen, die Sophie und Hans haben.
Dritter Akt
Die Teufel besuchen den Tod. Etwas widerwillig geht er auf ihren Wunsch ein, sich den beiden in seinem ganzen Schrecken zu präsentieren, damit sie ganz gewiss beim System mitmachen.
Hans und seine Schwester Inge besuchen Professor Muth, der ihnen gut zuspricht. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt: Deutschland muss den Krieg verlieren. Wer den christlichen Weg gehe, brauche keine Angst zu haben.
Sophie tankt eine ähnliche Zuversicht, als sie die Schriften des Augustinus liest. Nun zwingen sie die Teufel in die Kammer des Todes. Dort zeigen sich alle Menschen, die den beiden bisher hilfreich waren, nicht mehr als Freunde sondern nur als Teile einer großen Kriegsmaschine. Hans und Sophie sind auf sich selber gestellt. Der Tod heißt sie Abschied zu nehmen von allem, was ihnen lieb und teuer ist. Manche Erinnerungen und Ahnungen bringen sie durcheinander, bis zuletzt ihr Hilferuf erhört wird und der Tod von der Bühne verschwindet.
An der russischen Front betrinken sich einige deutsche Offiziere. Sie wissen von deutschen Untaten an der russischen Bevölkerung und den Konzentrationslagern. Alle identifizieren sich mit dem System, nur Fritz, der Freund der Sophie Scholl, sieht hier ein großes Unrecht am Werk. Als er nicht mehr weiter weiß, hilft ihm Sophie, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Leider kann er seinen Kameraden nicht helfen.
Die Angst vor Tod, Lüge und Diffamierung haben nicht nur Sophie und Hans Scholl verloren, sondern auch ihr Freund Alexander Schmorell. Er beschießt, Flugblätter der Weißen Rose zu schreiben. Als ihn jemand, dem er Gutes getan hat, bei der Gestapo anschwärzen will, kann er das verhindern. Bei seiner Flucht ruft er den verdutzten Verfolgern und Teufeln selbstsicher zu „Fangt uns doch!“.
14. November 2006 at 10:58
[...] Wenn jemand wissen will, welche Szenen so nacheinader folgen (und es vielleicht mit Kindern durchgehen will), empfehle ich den Blogeintrag Szene für Szene. Posted by fangtunsdoch Filed in Inhalt, Kinofilm 2005 [...]
20. November 2006 at 2:53
[...] Szene für Szene [...]