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	<title>Kommentare zu: Leseabende, Lektüre, Zitate</title>
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	<description>Wie kam es soweit, dass Hans und Sophie Scholl gegen die nationalsozialistische Diktatur aktiv wurden? Weblog gegründet als: Tüfteleien und Motivation zum Theaterstück der KJT 2006/07: „Fangt uns doch“</description>
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		<title>Von: Jakob Knab</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/23/leseabende-lekture-zitate/#comment-12263</link>
		<dc:creator>Jakob Knab</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 17:19:40 +0000</pubDate>
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		<description>Die Confessiones beschreiben in einer Art Selbstbetrachtung Phasen der eigenen geistigen Entwicklung. Ich mag den Begriff „Held“ nicht, aber offenkundig geht es Augustins neben Sündengeständnis, Glaubensbekenntnis und Gotteslob auch um Selbststilisierung. Im Kern freilich geht es um das Wunder der inneren Wandlung: Paulus, Augustinus und auch Sophie mussten lange Wege zurücklegen…</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Confessiones beschreiben in einer Art Selbstbetrachtung Phasen der eigenen geistigen Entwicklung. Ich mag den Begriff „Held“ nicht, aber offenkundig geht es Augustins neben Sündengeständnis, Glaubensbekenntnis und Gotteslob auch um Selbststilisierung. Im Kern freilich geht es um das Wunder der inneren Wandlung: Paulus, Augustinus und auch Sophie mussten lange Wege zurücklegen…</p>
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		<title>Von: fangtunsdoch</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/23/leseabende-lekture-zitate/#comment-12146</link>
		<dc:creator>fangtunsdoch</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2009 17:13:02 +0000</pubDate>
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		<description>Danke, Herr Knab, dass Sie immer mal wieder etwas in diesem Blog kommentieren. 
Mein Feeling ist, an Newman interessierten die Themen: Gewissen, Apokalypse und Kirche. - Augustinus wurde, so würde ich vermuten, zumindest von Sophie Scholl auf einer noch basaleren Ebene gelesen: sie entdeckte am Beispiel des &quot;Helden&quot; der Confessiones, dass Gott aus ihr etwas Großes machen kann - insbesondere weil er mächtig ist.
Was spricht gegen diese Vermutung?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, Herr Knab, dass Sie immer mal wieder etwas in diesem Blog kommentieren.<br />
Mein Feeling ist, an Newman interessierten die Themen: Gewissen, Apokalypse und Kirche. &#8211; Augustinus wurde, so würde ich vermuten, zumindest von Sophie Scholl auf einer noch basaleren Ebene gelesen: sie entdeckte am Beispiel des &#8222;Helden&#8220; der Confessiones, dass Gott aus ihr etwas Großes machen kann &#8211; insbesondere weil er mächtig ist.<br />
Was spricht gegen diese Vermutung?</p>
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		<title>Von: Jakob Knab</title>
		<link>http://fangtunsdoch.wordpress.com/2006/10/23/leseabende-lekture-zitate/#comment-12145</link>
		<dc:creator>Jakob Knab</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2009 19:17:57 +0000</pubDate>
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		<description>Leserbrief zu: „Gott spricht durch das Gewissen. Studien befassen sich mit dem Einfluss der Schrift von Kardinal Newman auf Sophie Scholl“; Die Tagespost Nr. 43 vom 11. April 2009


Da ich im vorbezeichneten Artikel namentlich genannt werde, wurde ich von mehreren Seiten auf die Aussage von Fr Dermot Fenlon CO (Birmingham) angesprochen, die von der klaren „Zentralität“ Newmans für die Geschwister Scholl ausgeht. In seiner Begeisterung ist Oratorianer Dermot Fenlon ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. 

In aller Kürze möchte ich die weltanschaulichen Einflüsse, die auf Sophie Scholl wirkten, so zusammenfassen: Im Jahre 1941 gestand Sophie Scholl ihrer Freundin Susanne Hirzel gegenüber: „Ich könnte nicht leben ohne die ‚Bekenntnisse des Augustinus’.“ Ebenfalls 1941 zeigte ihr Sophie Scholl ein Buch von Kardinal Newman und meinte dabei: „Was? Den kennst du nicht? Da steht dir eine herrliche Welt bevor!“ Wichtig für Sophie Scholl war auch die Lektüre der renoveau catholique (Paul Claudel, Georges Bernanos) sowie der Pensées von Pascal. Natürlich auch die Bibel (vor allem die Psalmen und der Römerbrief des Paulus). An Ostern 1941 schrieb Sophie Scholl aus dem RAD-Lager Krauchenwies (bei Sigmaringen) an ihre Freundin Lisa Remppis: „Sonst habe ich den Augustinus, Gestalt als Gefüge, bei mir, was mir verständlicherweise manche spöttische Bemerkung einträgt.“

Zu guter Letzt: Als Hauptmann Fritz Hartnagel, Sophie Scholls Verlobter, auf seinem Genesungsurlaub im April 1943 in Ulm weilte, kümmerte er sich auch um die Familie Scholl, die sich in Sippenhaft befand. Bei einem Besuch im Gefängnis schenkte er ihnen die von Theodor Haecker übersetzte und ausgewählte Predigtsammlung „Kirche und Welt“ (Leipzig 1938) von John Henry Newman.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Leserbrief zu: „Gott spricht durch das Gewissen. Studien befassen sich mit dem Einfluss der Schrift von Kardinal Newman auf Sophie Scholl“; Die Tagespost Nr. 43 vom 11. April 2009</p>
<p>Da ich im vorbezeichneten Artikel namentlich genannt werde, wurde ich von mehreren Seiten auf die Aussage von Fr Dermot Fenlon CO (Birmingham) angesprochen, die von der klaren „Zentralität“ Newmans für die Geschwister Scholl ausgeht. In seiner Begeisterung ist Oratorianer Dermot Fenlon ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. </p>
<p>In aller Kürze möchte ich die weltanschaulichen Einflüsse, die auf Sophie Scholl wirkten, so zusammenfassen: Im Jahre 1941 gestand Sophie Scholl ihrer Freundin Susanne Hirzel gegenüber: „Ich könnte nicht leben ohne die ‚Bekenntnisse des Augustinus’.“ Ebenfalls 1941 zeigte ihr Sophie Scholl ein Buch von Kardinal Newman und meinte dabei: „Was? Den kennst du nicht? Da steht dir eine herrliche Welt bevor!“ Wichtig für Sophie Scholl war auch die Lektüre der renoveau catholique (Paul Claudel, Georges Bernanos) sowie der Pensées von Pascal. Natürlich auch die Bibel (vor allem die Psalmen und der Römerbrief des Paulus). An Ostern 1941 schrieb Sophie Scholl aus dem RAD-Lager Krauchenwies (bei Sigmaringen) an ihre Freundin Lisa Remppis: „Sonst habe ich den Augustinus, Gestalt als Gefüge, bei mir, was mir verständlicherweise manche spöttische Bemerkung einträgt.“</p>
<p>Zu guter Letzt: Als Hauptmann Fritz Hartnagel, Sophie Scholls Verlobter, auf seinem Genesungsurlaub im April 1943 in Ulm weilte, kümmerte er sich auch um die Familie Scholl, die sich in Sippenhaft befand. Bei einem Besuch im Gefängnis schenkte er ihnen die von Theodor Haecker übersetzte und ausgewählte Predigtsammlung „Kirche und Welt“ (Leipzig 1938) von John Henry Newman.</p>
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